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3 (1893) Vom Jahre 1879-1893
Entstehung
Seite
292
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Auge, das mit Lieb und SehnenOft die Seinen angeblickt,

Segnend mit viel tausend ThränenHaben wir dich zugedrückt;

Nie auf dieser Erde mehrBlickst du zärtlich auf uns her;Doch zu Wiedersehens GrüßenWirst du Heller dich erschließen!

Edler Mund, zum Reinen, GroßenUnd zu Lieb' und mildem WortFreundlich, lieblich aufgeschlossenNimmer tönest du hinfort;

Aber was die Lippe sprach,

Tönt in nnserm Herzen nach,Bis nach langer GrabesstilleHallelujah!" dir entquille.

Herz, das ohne Falsch geschlagenFür den Gatten, für das Kind,Das uns sterbend noch getragen,O wie ruhest du so lind!

Weinend, dankend rufen wir:

Ew'ger Segen folge dir!

Wann die Grüfte sich bewegen,Schlage wieder uns entgegen!"

Dann wird froh die Thräne fließen,Wie sie jetzt in Trauer fließt;

Froh wird dich dein Kind begrüßen,Das dich heut' in Thränen grüßt;

Sah ich dich mit stillem Leid,Vielgetreue Mutter duUnd jetzt trägt man dich zur Ruh'!Schlumm're süß im kühlen GrundeBis zur Auferstehungsstundc!

Hand, die treulich uns geleitet,Die uns nichts als Liebe gab,

Freud' und Trost um uns verbreitet,Ruhe nun im stillen Grab!Unermüdct war dein FleißUnd dein Tagewerk war heiß;

Wann die Todten auferstehen,

Wird in dir die Palme wehen.