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Mitschwester Tage in sein Buch geschrieben. Und wenn ersie schon jetzt heimgeholt, vielleicht noch zu früh nach eurenGedanken, so steht fest im Glanben, in der Zuversicht, daßGottes Gedanken höher sind als eure Gedanken, seine Wegeals eure Wege. Weil er es gethan hat, so ist es geradeso gut. Daß es gut war für die Entschlafene, das hat ereuch ja am Tode gezeigt; daß es gut ist für euch, daswerdet ihr einmal erkennen dürfen.
Und der zweite Trost ist unsere große Christenhoffnnng.Wir glauben eine Auferstehung und ewiges Leben. Ihrwißt, daß das der Glaube der Entschlafenen war. Indiesem Glauben lebte und wirkte sie, in diesem Glaubentrug sie ihr Leiden und ist sie gestorben. Und dieserGlaube trügt nicht, so sehr auch Menschenwitz und Klugheitihn verspotten. Denn er gründet sich auf die Liebe Gottes,die den eingeborenen Sohn für uns dahingab, damit wirnicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.So nehmet den gewissen Trost von der Stätte des Todesmit hinweg: die hier ruhen, schlafen nur. Auch eureGattin und Mutter schläft nur. Und wie ihr gewiß seid,daß sie an ihren Heiland im Leben sich gehalten, so könntihr gewiß sein, daß er sie im Tode nicht verlassen, sondernam jüngsten Tage sie erwecken wird zum bessern Leben.Da werdet ihr sie und alle Heiligen sehen und ein besseresLeben mit ihr leben, so gewiß als auch ihr getreu seid
eurem Heiland bis in den Tod. Amen.
Acht Tage vor dem Heimgange meiner lieben Mutterwar ich auf die Nachricht von ihrer schweren Krankheitan ihr Krankenlager geeilt und hoffte bei meiner Abreise,sie in den nun bald angehenden Sommerferien auf derBesserung zu finden. Da erhielt ich am Morgen des 9.Juni die Todesnachricht, und alle Hoffnungen und Wünschewaren mit einem Schlage vernichtet. Ich reiste so schnellich konnte nach Hause und
Eingesargt zum letzten Schlummer,
Blaß, im Weißen Sterbekleid,
Ohne Schmerzen, ohne Kummer,
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