180
Ui'knndlichc Nvtcu.
21!». Jürgen Daniel; Not. das Kirchenbuch Schlönwitz, Pfnrrdorf für Franzen, ist am 19. Juli 1807 beim Brandeder Kirche (durch die Franzosen) verbrannt. Die Chronik ist gerettet. Kunst, Lehrer, Gr. Schlönmitz S. 2. 92.
202. Anton Ernst; Not. das Stcrbcrcgistcr zu Soldnu Ostprß. reicht bis zum Jahre 1763 zurück, das Tauf-rcgister beginnt 1715. Beide geben keinen Aufschluß. Abramowski, Pfarrer, Soldau 23. 5. 92.
311. Paul; Not. der letzte Hertel! starb 1595 als Gehcimrath, seit dieser Zeit waren alle Mitglieder der heu-tigen Familie von Hertel! Offiziere und erbgescsscn. Eine Copulation einer Hertel! mit einem Kamcke isttrotz einer genauen Recherche in den sorgfältigst fortgeführten v. H. Familienrcgistcrn nicht nachzuweisengewesen, v. Hertel!, Licut. im Lcib-Grnd.-Rcg. No. 8. Frankfurt a. O. 19. 9. 92.
312. Graf Nochns; Not. Die Enkeltochter vermag keine Auskunft zu geben, wann und wie lange Graf Rochusin Cawalleu lebte.
325. Graf Georg; Not. lebte kurze Zeit in der Stadt Borna, Kgr. Sachsen. Das Gut Reichersdorf bei Lausigk,Kgr. Sachsen, gehörte Frau Roos, Schwiegermutter des Grafen Georg K. Diese Frau Roos war inerster Ehe mit Herrn v. Kropfs vermählt. Das Gut ist von derselben verkauft worden. Nachrichten für3l2 u. 325 v. d. Kammerhcrrn v. d. Planitz. Naundorf 27. 7. 92.
00l zu 3. Katharina Elisabeth; Not. Die abweichende Angabe ist wahrscheinlich aus den Osten-Plnthe'schcnFamilicnactcn, welche dorthin zurückgegeben sind. v. Kleist-Gebersdorf bei Dahme, Mark, 14. 3. 92.
001. Andreas Adolph; Not. die Kirchenbücher von Baumgarteu beginnen erst 1765. Bossclmaun, past. Baum-gartcn 21. 3. 92.
010. Karl Heinrich I; Not. 1811. April 18. in das Joachimsthal-Gymnasium zu Berlin eingetreten, ging 1813zur Armee. Nach den Gefechten beim ManSübcrgange erkrankte er. Bei einem Patrouillenritt war er ineinem Sumpfe stecken geblieben, wo er tagsdarauf von feiner Schwadron, fast erstarrt, aufgefundenwurde. Sein jugendliches Alter hielt den Strapazen des Winlerfeldzugcs nicht stand und führte eindauerndes Leiden herbei, weshalb er !819 die Militärcarrierc qnittirte. Ein früher Tod (-f im Altervon 35 Jahren) war eine Folge der leider dauernd geschwächten Gesundheit. Er hinterließ seine Wiltwcmit 5 unmündigen Kinder», der jüngste Sohn - 655 - war ein Vierteljahr vor dem Tode des Vaters geboren.
Beim Ausbruch des Krieges (1813) — ergänze Seite 163 - hatte sich Carl Heinrieh zum Eintritt beiden Freiwilligen-Jägern gemeldet. Sein Onkel, Major von Knobloch, Commandeur der Nationalhnsarcn(später Garde-Husaren) nahm den Neffen zu seinem Regiment. Bei Formation der Garde-Husaren, derenerster Commandeur der Oberst von Kuobloch wurde (er war es aber nicht lange Zeit, weil er bei einerParade vor der Kaiserin von Nußland auf dem Straßenpflaster in Berlin stürzte, den Oberschenkel brachund mit dem Charakter als Generalmajor sich pcnsionircn ließ -630 zu 4-) — trat Carl Heinrich ausSpnrsamkeitsrücksichten zu den Schlesischen Husaren über und wurde bei diesem Regiment Offizier (1815).— Mitlhcilung des Sohnes -655- und Kirchen-Chronik Cratzig.