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Beiträge zur Geschichte der Familie von Kameke
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Söhne als Candidat der spätre 3cektor Erbgnth zu Neu-Ttettin thätig. O. G. A., selbst ei» Lieb-.Haber der alten Sprachen — er übersetzte in seinen letzten Lebensjahren den Taeitus in das Deutsche— schätzte die gediegene Bildung dieses ManncS, welchen, als seinen Stndiengcnvssen, der ältesteSohn Otto -048- wann empfohlen hatte; leider entging ihm die (1845) vaeantc Pfarre in Cratzig,^für welche er in Aussicht genommen war; vergl. - 648-.

In dem Hanse Hehdebrcck-Nassow ist uns im vergangenen Jahrhundert als Hauslehrer der„alte Röpert" bekannt, in hohem Alter verstorben und in dem Hehdebrcck-Gewölbc beigesetzt. Errechnete sich als Hausfreund gewissermaßen schon zur Familie und war beliebt in der Nachbarschaft..Als die alten Herren in der Cratziger Bnchenlanbe dem „alten rothen Dicken" (dem Pontae) tapferzusprachen, passirte es einem sehr geachteten, damals unlängst nobilitirtcn Edelmann (Landschaftsrathzu Fritzow), daß er nicht standhielt; an eine der Buchen gelehnt, sank er von der Bank zu Bodenund brach das Bein. Der alte Nöpcrt klopfte ihm vertraulich ans die Schulter: „Tet hctt sich'jnpen mit oll' Edellüt." — Eine der Geschichten von vielen! —

Eine andere Persönlichkeit vergangenen Jahrhunderts ist der Doetor Wchrmeister zu Cratzig,als Chirnrge hatte er einen weiten Nnf bis Polen hinein. Er wohnte in dem von ihm erbautenHanse neben dem Gntshvfe, „dem Doetorhansc", welches 1878 zum Gute durch Tansch gegen dieNassvwer Schmiedcwvhnnng erworben wurde. Seine Patienten stillten den Ort.

Dieser Art spricht sich in der Ehrouik der Geist der Zeit ans, wie der Geistliche und derPatron im Orte mit der Gemeinde, der Gutsherr mit seinen Bauern lebte und verwachsen war.lieber die Einführung der Gesetzgebung des Jahres 1811 finden wir manche Angaben; schon mehrereJahre vorher (1807) sah sich der Major Earl Friedrich Albrccht von Kamcke bei seiner Uebersiedlungnach Cöslin veranlaßt, in Cratzig eine Banernordnnng einzusetzen, nach welcher sein Vertreter, derWirthschafter Krause, zu verfahren habe. Man sollte ihn fortan „Herr" Krause und in der Anrede„Er" titnlircn, wiewohl die Unterthanen und das Gesinde nicht nothwcndig hätten, den Hut vorihm abzunehmen und ihn „knechtisch" zu verehren. Der Herr Wirthschafter denkt sich als einenordinären Verwalter, der im Fall der Roth sich nicht beschmiert, wenn er mit Hand anlegt n. s. w.Er bleibt seiner eigenen Ehre die Ehre eines jeden Anderen schuldig.

In neuerer Zeit vermißt man in der Psarrchronik die Berichte über geschichtliche Ereignisse,,sie fehlen z. B. über die Betheilignng der Ortschaften an den drei Kriegen 1864, 66, 70 und 71.Die Königliche Regierung trug den Lehrern ans, eine Ortschronik zu führen, — eine zweckentsprechendeMaßregel, wenn die vorgeschriebenen Grenzen innegehalten werden.

Klciu-Glnschen (stolp) zu Tafel L X.

04-1. Friedrich (söhn zu -632- Otto Maximilian ans Varchmin, vergl. dessen Testament), geb. zu . .28. August 1786, f zu Stolp 29. Dezember 1872, Major i o), besaß Klein Glnschen, Kreis-Stolp, wohnte seit 1851 in Stolp,

venu, in erster Ehe zu Claptvw c. 1809, Modeste Philippine Dorothee Charlotte von Bvnin,Enkeltochter zu -434 -, geb. zu Claptow 6. Scptbr. 1784. f zu Kl. Glnschen 10. Febr. 1830,.1 Sohn, 3 Töchter erster Ehe,

vcri». in zweiter Ehe zu strcitz im Dezbr. 1834 Caroline von Larisch, des Hauptmann v. L.und . . von Arnim Tochter, geb. Güdenhagen 15. Juni 1810, 5 Söhne. 2 Töchter. Siclebt als Wittwe um den unverehelichten Töchtern zu Stolp:

r a) Rangliste 1806 Cornct von Knmckc stand bei Getlkandt Husaren No. 1, bei der 4. Escadron zu Köbcirdu 1-ecslau: bei demselben Regiment stand Kamcke -515- als Stabscapitain und Prem.-Lt. v. Knobloch, vergl.- 630 - von der 4. Escadron.