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schwerlich vcrmuthete, daß er 1876 bei Saarbrücken, wo derselbe das II. französische Korps koininandirte,von seinem neuen Pariser Bekannten so empfindlich geschlagen werden würde.
Am 29. Juni 1867 wurde General v. Kameke, mit Versetzung aus dem Geueralstabe in dasJngcuienr-Kvrps, zum Inspekteur der 2. Ingenieur-Inspektion ernannt.
on i'öviont lonMirs, ü sss iirsmiers unrourL!"was sich durch das gute Deutsche Sprüchwvrt übersetzen läßt: „Alte Liebe rostet nicht!" und, trotzInfanterie und Geueralstab, sich auch beim General o. Kameke mit Bezug aus „sein Genie" auf'sNeue als richtig erwies.
Zwei Monate später, am 6. August desselben Jahres, wurde er zum Präses der Prüsungs-Kommission für Hauptleute und Premier-Lieutenants des Ingenieur-Korps ernannt, und wiederzwei Monate später, am 6. Oktober, mit Wahrnehmung der Geschäfte eines General-Inspekteursdes Jugenicnr-Korps und der Festungen beauftragt.
Der Verleihung des Charakters als General-Lieutenant am 22. März 1868, also am Geburts-tage Sr. Majestät des Königs, folgte am 26. Juli 1876 die Eruenunug zum Geuernl-Lienteuaut,nachdem ihm am 18. Juli, also kurz vorher, das Kommando der 14. Infanterie-Division „für dieDaner des mobilen Verhältnisses" übertragen worden war, weil er gebeten hatte, ihm ein Kommandoin der Armee zu übertragen, nachdem er die Mobilmachung des Jngenicnrkorps geleitet und vollendethatte. In dieser Funktion, als Geucral-Lieutcuant und Divisions-Kvmmandeur, machte unser Kriegs-Minister den Krieg 1876 bis zum 23. Dezember dieses Jahres mit.
Die 14. Division gehörte der I. Armee unter General v. Steinmetz an. Nach erfolgter Mo-bilmachung bewegte sich das VII. und VIII. Armee-Korps nach dein Moselgebiete zu, natürlich beider Kürze des Weges nur langsam, damit auch die übrigen Korps der Armee ihren Aufmarsch auder Grenze auszuführen vermochten. Derselbe war am 5. August vollendet und konnte nun dieUcberschreitnng der französischen Grenze eintreten. An der Töte der I. Armee marschirtc die 14. In-fanterie-Division, welche Morgens des 16. August in Guichcnbach anlangte und die Meldung empfing,daß das Korps Frossard, dessen Divisionen bisher ans den Höhen südlich von Saarbrücken gelagerthatten, im Begriff stehe, dieselben zu verlassen. General v. Kameke traf sofort seine Maßregeln undübermittelte die getroffenen Anordnungen durch Meldung dem Korps-Kommaudenr, General v.Zastrow,der seineni Divisivus-Gcucral freies Handeln ließ. Darauf richtete der General v. Kameke den Marschgegen Saarbrücken, da ihm wünschenswerth schien, die Höhen des Exerzierplatzes zu besetzen, bevorder Gegner die aufgegebenen Positionen wieder einnahm. Kaum war die Töte der Avant-Gardeder 14. Division, Brigade Franpois, ans dem Exerzierplätze gegen 11 Hz Uhr erschienen, so eröffneteder Feind von den gegenüberliegenden, nördlich von Spicheren vorspringenden Höhen sein Geschütz-fencr. Die Lage der Höhen, „Rothe Berge" genannt, veranlasste den General v. Kameke, die an-scheinend schwachen Kräfte des Feindes zurückzudrängen. Dieser aber beherrschte nicht nur die dies-seitige Stellung aus dvminirender Höhe, sondern konnte auch in Folge dessen gegen jede Bewegungunsererseits Gegenmaßnahmen treffen. Zur Vertreibung des Feindes, wenigstens der gegenüber-stehenden Batterien, beschloß General v. Kameke um 12 Uhr das Avanciren der Brigade Fraupoisgegen die Höhe und die Heranziehung der Brigade v. Wvhna. 4 Bataillone der erste» Brigade(der Regimenter 39. und 74.) gingen zum Augriff vor, stießen aber aus hartnäckige» Widerstand.Alle neuen Unternehmungen waren nicht angethan, die Situation zu unseren Gunsten zu ändern.So war es 3 Uhr geworden, als General v. Gäben erschien und das Kommando übernahm. Dieinzwischen angelangte Hülfe ves III. Armee-Korps schloß sich den Resten der Regimenter der 14. In-fanterie-Division an und ein neuer Sturm begann. Um 6 Uhr waren die vordersten Linien desPlateaus vor Spicheren in unseren Händen, und damit begann allgemein das Zurückweichen desFeindes. Die Brigade Wvhna hatte bei Stiring gekämpft und sich behauptet. Der bedeutende Ver-lust der Division beweist, mit welcher Energie und Ausdauer von den Trnppentheileu gekämpft worden