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2. Aus dem Hause Ncu-Varchmilt beschäftigte sich der kürzlich verstorbene Herr General-Lieutenmit Alexander von Kameke -s 1892, Excellcnz, ans MiSdvw und Reetz mit der Ergänzungder Cratzigcr Tafeln, namentlich die Nachrichten über die Militärs nachtragend.
Ans dem Hanse Lustelmhr übernahm Friedrich Richard von Kameke auf Lnstebnhr, früherLieu tenant im 1. Garde-Regiment zu Fuß, die Fortführung der Arbeiten des O. G. A. v. K., seinesBatcrbrndcrs. Vor allem ist ihm die Erhaltung des gcsammten handschriftlichen Nachlasses seinesOnkels zu danken, für dessen Arbeiten er während mehrjährigen Jngcndanfcnthalts in Cratzigdauerndes Interesse gewann. Die Cratzigcr mühevollen „Korrespondenzen mit den Vettern" cko1839—40, ans welchen der Stammbaum 1840 entstanden ist, sind von Friedrich Richard trotzschweren körperlichen Leidens mit großem Fleiß fortgesetzt. Seine Nachrichten über die gräslicheFamilie rühren, soweit sie brieflichen Mittheilnngcn entnommen sind, von dem Grafen Kameke zu Greizher; die urknndenmäßige Feststellung dieser Angaben hatte in Absicht, die Jlse-Annc-Sistnng unsererFamilie wieder zu erstreiten, wie dieses schon gleichfalls O. G. N. v. K. versucht hatte, — ein Recht,welches seit dem Jahre 1838 der Familie Kameke entzogen ist. 2 4)
F. N. v. K. vereinigte ferner eine durch die Vollständigkeit werthvolle Sammlung von Familien- »bildern der Gräflichen, wie der anderen Linien in seinem Besitze: andere Antiquitäten, welche Werth-voll für die Familie waren, erwarb er und rettete sie, wie diese Bilder durch oft kostspielige, sach-verständige Renovationen vor dem Verderben: 2 s) ebenso wurde das Grafcndiplom aus dem Nachlaßdes Grasen Kameke in Greiz ans seine Veranlassung für den Familienverband angekauft.
Auch nahm er an den wissenschaftlichen Fortschritten der neueren Geschichtsforschung regen An-theil und verfolgte, in persönlicher Beziehung mit den Stettincr Archivaren Dr. Kratz und Dr. Klempauund dem Historiker Direetor Nicmann in Grcifenbcrg2 s) stehend, deren Forschungen, um für die älterenZeiten unserer Familie Nachrichten zu sammeln. Seine Acten enthalten eine große Anzahl älterer,damals noch nicht gedruckter Urkunden (Drcger Msc.) und für seine Büchersammlnng erwarb er viel-fach die älteren Druckwerke für Urkundenfvrschung und auch Novitäten im Bereiche der Urkunden-Sammlung.
Dieserart entstand der Entwurf einer „urkundlich-genealogischen Stammtafel für das 13„ 14.und 15. Jahrhnndcrt". Seine langjährigen Bestrebungen, ein Druckwerk für die urkundliche Familien-geschichte zu schaffen, veranlaßt»» ihn auch später zu einem Antrage an den Familientag, diese kost-spielige Arbeit durch sachkundige Historiker in's Werk zu setzen, doch trug der Familientag 1879 inBerlin wegen der großen Kosten Bedenken, dies zu beschließen, dagegen wurde aus den verwendbarenEinnahmen der Stiftung ein Betrag zur Sammlung von Familienurkunden zur Verfügung gestellt.
2 t) Vcrgl. Brief des Major von Kameke Frankfurt a. O. 1839 Juli 3. betreff. Bescheid des Pupillcn-collegiums Berlin 1838. Aug. 7.
2S) Der Oldcnbnrgcr Schrank (früher in Cratzig). — Joh. Dorothea Chart, von Oldenburg, Tochter dcSGenerals v. O. Sic war die zweite Gemahlin des Hofgcr.-Rath Otto Felix von Kameke zu Cratzig.
2 e) Riemann, Geschichte von Colbcrg 1873. Urkunde XIX (1346) und X0V1 (1521) und pag. 291Text. Originalurkunden im Stadtarchiv zu Colberg.