kein Kamcke dem andern fern bliebe, sa Ware der liebste Wunsch, der mich bei dieser an sich unbe-deutenden Arbeit belebt hat, dadurch erfüllt, und ich bin so frei, den Herren Vettern, denen dieseZeilen zu Händen kommen, diesen Wunsch zugleich als eine Bitte von Seiten meiner an's Herzzu legein
Die genealogischen Nachrichten, welche mir zu Händen gekommen und mehr oder weniger vonbedeutendem Nutzen gewesen sind, indem ein Gcschlechtsrcgister immer zur Berichtigung und Be-stätigung, oft auch zur Widerlegung des anderen hat dienen müssen, sind die folgenden:
1. 1722. Einige Familienuachrichtcn, durch den Kammcrherrn von Arnim aus dem LassenerGutsarchiv erhalten, u, zw,
„kleinere Stammbäume"
enthaltend eine Nameusliste, fast ganz ohne weitere Daten. Der nachmalige GencralfeldmarschallGraf von Bvrcke, Regimentschef zu Stargard (f 1741), ließ sich, um die Allodifieativn derLasscucschcu Güter zu bewirken, durch einen Verwandten, den Landrath Jacob Adrian von Heydebreckauf Zucheu und Schübben, die Geschlcchtsrcgistcr unserer Familie zusammenstellen.
Sonst sind nntcr diesen Lassener Papieren am wichtigsten:
1. Für den Cordcshagener Hanptstamm, die schwarze Linie, der AuscinandcrsetzungSrceeß dervier Söhne des Landrath Jürgen Kamcke vom Jahre 1649, Es ist dieses der Anfangspunkt einerunzweifelhaft sicheren Genealogie 2) für die — Hohenfelde — Strachmin — Eordcshagen — und dieNen-Lassenc II. (zweite) Linien) Zwei ältere^) Abzweigungen der Cvrdcshagcncr Hanptlinie, undzwar die Strippvwer und die Ncn-Lassene I. (erste) Linie, sind (letztere höchst wahrscheinlich) aus-gestorben.
2. Für den Varchminshagcner Hauptstamm, die weiße Linie, von der Hand des Heinrich Casimirvon Kamele auf Cratzig, dänischen Hauptmanns (p 1735), ein eigenhändiges Verzeichnis; der Descen-dcnz seines Aeltcrvaters, des Landrath Adam Henning von Kamele auf Cratzig und VarchminShagen(f 1638), des Stammvaters der — Baldekow — Biziker — Gumenz — Cratzig — und Baum-garten Weiershagen) von Kamele mit der bestimmten Erklärung, daß seine Nachrichten nicht weiterhinaufgehen 5.)
Die jetzt dem Aussterben!-) nahe Varchminer Linie dieses Hanptstammes zweigt sich von einemälteren Glicde der Familie, augeblich vier Generationen früher hinaus ab. Demnächst wäre für dieVarchminshagener Hanptlinie der Anfangspunkt einer gewissenhafte» historischen und genauen Reihen-folge der Generationen die Zeit, in der Adam Henning lebte,?) etwa das Jahr 1619 und für die
2) Die Abstammung dieses Landrath Jürgen crgiebt sich ans den herzoglichen Lehnsactcn Fnm. KamckeTit. IX Scct. »7 No. 1 Staatsarchiv Stettin — aus den Prozcßnctcn des Rcichskammcrgcrichls Lade ca. KamckeT 691-2463 (1561). Staatsarchiv Wetzlar — aus Qrig.-Urk. Nrivata No. 233 und 234 (1467) Staatsarchiv Stettin.Vcrgl. Blatt I bzw. II und III.
3) Ausgestorben sind: -Ncn-Lassene II (1727). Hohenfelde (1764). Strachmin (1879).
4) Diese Abzweigungen ergeben sich gleichfalls aus obigen Quellen. Es starb aus: Linie Ncn-Lassene I(1829). Strippow (1863).
5) Die Angaben des Heinrich Casimir Kamcke beginnen mit den -Nachrichten der ChurbrandcnburgschenLehnsbricfc (1665). Vcrgl. Blatt IV bezw. V und VI.
«) Carl Albrccht Kamcke auf Varchminshagcn, der letzte männliche Nachkomme, ch zu Varchminshagcn22. Januar 1847. Vcrgl. Blatt IV.
?) Die alten herzoglichen LehnSactcn führen die Genealogie der Varchminshagcner ans einen Joachimzurück, dessen Sohn Tcßmar der Stammvater des Eratzigcr Hauses ist. T. X. -No. 1 Fol. 36 (1551) (StettinStaatsarchiv, Lchnsarchiv Tit. IX Scct. 87) Tcßmar ca. Faustin. Dort ist Fanstin als Sohn des Heinrich undals ein Enkel des Peter nachzuweisen. — Des Fanstin Sohn ist Clans und dieser hat einen Sohn Friedrich ansVarchmin vcrgl. Staatsarchiv Stettin Fam. Kamcke N. 1 Tit. 45 No. 52a und 53. —