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7,Erg.-Bd., Lfg.1- (1859) [Ergänzungen und Nachträge zum Bayerischen Adel]
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WÜRTTEMBERG Eli ADEL.

Im Freiherrndiplom ist das Wappen wie a. a. 0.T. 8. enthalten und wird der Ring, welchen der wach-sende Mann des Kleinods hältder päpstliche Fischcr-ring" genannt, während die drei Rosen im Schrägbalkendes Schildes alsBlüthen des Fünffingerkrautes" bezeich-net werden.

Von diesem diplommässigen Wappen existirt (wiebei Dillen 1806 s. oben) kein gestochenes Petschaft, da-gegen wurden von dem Gefreiten zweierlei Siegel, wieauf der Tafel, der Schild allein blau mit den Fischen,jedoch als Kleinod einmal der Mann des I. Helmes, dasandremal die Fische geführt.

Fischer,

schreiben sich dem Staatshandbuche nach von W e i-kersthal nicht Weickers - Thal. Ihr Wappen ist je-doch wie beim württemb. Adel Taf. 15.

«all. (Taf. 20,)

(alias Freiherrn.)

Genealog. Notiz und Wappen beschreibung beimhessischen Adel S. 9. Die württemb. Gall führen dieFarben durchgehende # und g.

(raevenitz. (Taf. 21.)

Neben der gräflichen Linie blüht in Württembergauch eine im einfachen Adelstand mit dem Stainmwap-pen. (Siehe das Geschlecht auch beim mecklenb. Adelk>. 9. T. 6.)

«i-ouälVldL (Taf. 21.)

(Grafen.)

Ich gebe als Ergänzung des oben im E.-Bd. Taf. 16beigebrachten Wappens die fehlenden :

Fünf Helme: I. zwei g. Bärentazen, jede einer. Kugel haltend; zwischen den Tazen eine solche Ku-gel (zu Gronsfeld), II. zwei gestürzte und geschrägteDegen (zu Diepenbrock) , III. ein g,-b.-getheil(er Och-senrumpf (zu Diepenbrock 2. u. 3.), IV. zwei von S.und R. mit Spizen getheilte Hörner, in den Mündungenmit ebenso getheilten Fähnlein besteckt (zu Limpurg *),V. ein g. Doppelbecher (ebenfalls zu Limpurg).

Die Decken in den Farben ihrer Felder.

Schildhalter: Zwei Löwen, deren jeder nocheine Fahne hält, die ▼ordere geviertet mit den limpurg-schen Feldern, die hintere mit den diepenprock'schen.

Hayn. (Taf. 21.)

Eine von den schwarzburg'schen Hayn (s. w. A.S. 8, T. 9) verschiedene, im Königreich bedienstete Fa-milie, welche nach einem Siegelabdrucke folgendes

Wappen tührt: Geviertet von # »nd S. 1. und4. ein s. Schrägbalken mit drei (r.) Flammen belegt,2. und 3. ein offener (r.) Flug, über demselben laufendein Wiesel.

Kleinod und Decken z. Z. unbekannt.

Für die volle Richtigkeit des Obengesagten kannich nicht einstehen.

Karass. (Taf. 21.)

Ein v. K. kam in neuerer Zeit aus Russland nachWürttemberg in Militärdiensten. Er wird im Staats-handbuch mit adelichem Prädikat aufgeführt und be-dient sich folgenden

Wappens: Gelheilt von R. und B. Auf der Thei-lung gekreuzt zwei Fische, über denselben ein g. Stern,unter ihnen ein g. Mond aufwärts gekehrt.

Auf dem Helm der Mond wie im Schild, daraufder Stern.

Decken (?): r., g. und b., g.

Köllig (Taf. 21.)

(Freiherrn.)

Sollen aus Niedersachsen zu Anfang des XVI. Jahr-hunderts nach demElsass und der Pfalz gekommen sein.

*) Die Grossmutter des jez. Familienhauptes war eine geb.Löweustein und mitregiereude Seinperfreiin r. Limpurg.

Reichsadel d.d. Wien 4. Juni 1623. Eine, 26. Sept,1741 von Kursachsen in der Person des Johann UlrichKönig (aus Esslingen), k. poln. Zeremonienmeister mitAdelserneuerung begnadete Linie ist 1792 wieder f. Vor-fahren dieses Ulrich sollen, wie es im Diplom heisst,bereits zu Ende des XVI. Jahrh. geadelt worden sein,aber schwerer Zeiten halber den Adel nicht fortgeführthaben. Das Wappen dieser sächs. Linie war genau das-jenige, welches ich nach Dorst beim Württemberg. AdelS. 16. Taf. 21. gegeben habe. Es ist aber verschiedenvon dem der schwäbischen noch blühenden Linie, welche14. Okt. 1823 ein k. württemb. Freiherrndiplom (unterBeibehaltung des Wappens von 1623) erhielt und in dreiLinien, als: König-W a r t h au s e n zu Fachsenfeld undKönigshofen, dann: König zu Mauern und endlichin einer nicht ritterschaftlichen jüngern Linie Königohne Prädikat blüht.

Diess Wappen besteht nach dem Diplom: In B. eineg. Krone, durch die aufrecht ein g. Zepter gesteckt ist.

Auf dem Helm wachsend ein b.-gekleideter Manneines Königs gestalt ohne Paart bis an die Hüfte inlangem grawen Haar auf dem Haupt eine königlichekrön darauf oben ein plawes Hüedtlein zugespizt vndabhangend". In der Rechten hält dieser Mann den g.Zepter.

Decken: b. u. g.

König.

Der Artikel Koenig beim württemb. Adel S. 16fällt nach obigem weg.

Fi uck, (Taf. 21.)polnischer Uradel, zur Wappengenossenschaft R o g a 1 agehörend. In Württemberg bedienstet.

Wappen: In R. ein s. Büffellhorn und eine e.Hirschstange nebeneinander.

Auf dem Helm ein r.-gestülpter s. Hut.

Decken: r., s.

von «1er Fiiilie, (Taf. 21.)mecklenburg. Uradel, in Württemberg bedienstet.

W a p p e n beschreibung siehe beim sächs. AdelS. 38., mecklenb. Adel S. 14. und E.-Bd. S. 32.

Mayer, (Taf. 21.)

Bibracher Pätrizier, Reichsadel für Joseph Anton undFidelis Damian Mayer von K. Josef II. d, d. Wien 6.Okt. 1789.

Wappen: Geviertet von G. und#. 1. und 4.eine r. Lilie, 2. und 3. eine g. Rose.

Auf dem Helm die Lilie zwischen g., # übereckgetheilten Hörnern.

Decken: r., g. und #, g.

Müller. (Taf. 17.)

Der Adel wurde durch Dekret bereits 1820 verliehen,aber erst 1837 ein Diplom ausgefertigt. Vom freiherrl.Stand ist nichts bekannt.

ÜIoKberg.

Oben im E.-B. S 38 steht bei der Blasonirung irrigzwei" statt ein Balken. Nach einem neueren Siegelsind als Wappenfigur statt der gekrönten Handhaben ge-krönte (unten offene) Hufeisen gebraucht.

Peyer

(W.Adel S. 17 T. 22) sind . s c h a f f h a u s e r Adel.Sie werden dortselljst volksthümlich zum Unterschiedvon den Peyer-im-Thurn nach ihren Wappen-benannt dieW e ekl i s - Peyer", während die andern,welche ein Rad im Schilde führen, dieRädlis-Peyer" lieissen.

Poths, (Taf. 21.)stammen aus Württemberg, wurden in k. polnischenDiensten geadelt und besizen eine Legitimation der dor-tigen Adelskammer vom Jahre 1837. Einer der Familielebt als k. k. Rittmeister a. D. in Stuttgart.