Ergänzungen und Nachträge
zum
WÜRTTEMBERGER ADEL.
Auer (Taf. 20.)sind seit 1806 in Württemberg bedienstet; eine Linie derbeim bayer. Adel S. 67 Taf. 73 aufgeführten ersten Auer.Das erste Adelsdiplom ist neueren Nachrichten zufolgeunterm 27. Februar 1761 von Kaiser Franz I. dem fürstl.Otting. Hofrath und Oberamtmann zu Spielberg, Ro-ger Ignaz Auer, und dessen Bruder dem kurpfäl-zischen Regierungsrath zu Neuburg, Adam Franz XaverAuer ausgestellt. Unterm 28. Juli 1767 erhielt obge-nannter Roger Ignaz als Otting. Kreisgesandter von K.Josef II. den Ritterstand. Von diesem stammen diewürtteab. Auer. Der Sohn, Maximilian Auer, war Obrist-lieutenant im schwäbischen Kreisregiment Baden-Durlachim Ries, dessen Sohn aber, Maximilian (geb. 1783) starb1853 als k. württemb. Oberstlieutenant im Ehreninvali-denkorps.
Abermals ein Sohn des Leztgenannten, oder einUrenkel Roger's, Max Ferdinand, steht gegenwärtig beim2. kgl. württemb. Infanterieregiment als Offizier.
Von den obengedachten Adam Franz v. A. stammtdie bayer. Linie.
Die Familie führt beide Wappen (mit 1. und 2.Helmen) wie selbe beim bayer. Adel beschrieben worden.
Batz.
(Freiherrn.)
Vehse (Geschichte des württemb. Hofes) nennt alsStammvater dieses Geschlechts den „Landschaftskonsu-lenten Batz", welcher 1806 wegen zu grosser Anhäng-lichkeit an die Rechte der Landstände gefangen geseztwurde. Das Freiherrndiplom ist vom K. v. W. d. d.25. Nov. 1838. Der erste Freiherr starb um 1855 alsObrist des Ehreninvalidenkorps und seine Söhne Friedrichund Wilhelm stehen in österr. Militärdiensten.
Bernhardt. >(Taf. 20.)
(Freiherrn.)
Die beim bayer. Adel S. 27. aufgeführten 1830 ge-freiten v. B. besizen in W., Oberschwaben, das Ritter-gut Erolzheim. Wappen beschreibung a. a. O.
Bylandt,
Der einzige in württemb. Diensten stehende Graf v.B. kam 1809 dorthin und ist Oberst im k. Ehreninvali-denkorps zu Comburg. Sein einziger Sohn Max starbals östereich. Cadet.
Cfarlsliaiiseii. (Taf. 20.)
Von dieser kurhessischen Familie steht seit 1849 einMitglied in k. w. Militärdiensten. Weitere Notizen undTVappenbeschreibung beim hessischen Adel S. 6.
Dalbenden. (Taf. 20.)
Peter D., kurkölnischer Rath, erhielt im J. 1791 vonKaiser Leopold II. den Reichsadel. Die Familie ist seit1809 in W. bedienstet.
W.: Geviertet. 1. u. 4. in G. auffliegend eine s. (n.)Ente (n i c h t Schwan — Namensanspielung). 2. u. 3.in B. drei, 2. 1. g. Sterne. — Auf dem Helm wachsendein Geharnischter, in der Rechten ein Schwert, in derLinken eine Fahne haltend. — Decken: b., g.
VII. Ergänzungsband.
Dillen. (Taf. 20.)
(Grafen und Kdelleute.)
Das Reichs-Adelsdiplom für E. D i 11 e n i u s istvom 10. Juni 1801 (nicht 1799). Am. 1. Januar 1806(nicht 1810) wurde er unter dem Namen v. Dillenvon Württemberg in den Freiherrn- und 6. Nov. 1811(nicht 1812) in den Grafenstand erhoben. Er starb 1841als Generallieutenant und Obersthofmeister a. D.
Am Ausstellungstage des Freiherrndiploms (1. Jan.1806) wurde auch der einfache Adelstand mit dem Wap-pen von 1801 auf eine Seitenlinie ausgedehnt, welchenoch blüht (s. oben im E.-Bd. S. 35. T. 16).
Das freiherrliche Wappen 1806 exdiplom:Geviertet 1. und 4. in S. ein n. üillkraut, 2. und 3. go-theilt, oben in G. wachsend ein # Löwe, unten von #und G. geschacht wie beim adelichen Wappen.
Z w e i Helme: I. wie beim Stammwappen, IL einwachsender Hirsch. Decken fehlen.
D i e s s Wappen wurde jedoch von den Gefreitennicht geführt, sondern eine, wie es scheint selbsteigeneCombination in der Art wie sie nach dem gebrauchtenSiegel hier sub „anderes" abgebildet ist.
Feclitlielm, (Taf. 20.)in württemberg'schen Militärdiensten seit 1810. Stammenzunächst aus Hof in Oberfranken, woselbst das Spitalvon ihnen gestiftet worden sein soll. Zu Ende des vo-rigen Jahrhunderts standen sie in brandenburg-ansbach-scnen Diensten. Der Adel soll bereits von K. Max I.verliehen worden sein.
Wappen: In S. aus b. Fuss wachsend ein Ge-harnischter, der auf der rechten Faust einen auffliegen-den Falken hält.
Auf dem Helm der Mann wachsend zwischen s.-b.-getheilten Hörnern.
Decken: b., s.
Fltsclier. (Taf. 20.)
(Freiherrn.
Zu diesem beim württemb. Adel S. 7 gegebenenGeschlechte erhalte ich die wünschenswerthe Notiz, dassKönig Friedrich v. W. am 1. Jan. 1806 seinen wirkl.geheimen Rath Ludwig Eberhard Fischer mit dema. a. 0. Taf. 8 gegebenen Wappen in den Freiherrnstanderhob. Der Mannstamm des Geschlechts erlosch bereitsmit dem Sohne des Gefreiten wieder, und lebt nur nocheine Enkelin desselben, marita Sil eher.
Das Geschlecht muss schon vor 1806 wappengenos-sen gewesen sein, denn ich habe ein Siegel desselbenmit zwei Helmen, der Arbeit nach aus dem vorigenJahrhundert, vor mir liegend, nach welchem Siegel oderWappen offenbar das freiherrliche „h#raus-verbessert"worden ist.
Diess Wappen hat nach einem mit Farbenangabegestochenen Siegel einen gespaltenen Schild, vorne inS. zwei n. (blaue) Fische von einander gekehrt; hintenin G. einen r. Schrägbalken mit zwei s. Rosen, zwischendenen ein s. Herz, belegt.
Zwei Helme mit Wülsten. I. die Fische, II. einr. Flug, jeder Theil mit einer s. Rose belegt.
Decken: b,, s. und r., g. (?)
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