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7,Erg.-Bd., Lfg.1- (1859) [Ergänzungen und Nachträge zum Bayerischen Adel]
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VORWORT.

Die erste Lieferung des VII. oder E rg ä nz un g s b andes kommt in die Hände meiner Leser. Wasseit fünf Jahren, seit dem Erscheinen der ersten Lieferung dieses Werkes voraussichtlich sich erge-ben musste, ist die Notwendigkeit einer Zusammenstellung aller derjenigen Berichtigungen undZusäze, deren die einzelnen Abtheilungen des Stamm- und Wappenbuches bedurften. Dieser Noth-wendigkeit Rechnung zu tragen wurde mit der ersten Lieferung des Ergänzungsbandes der Versuchgemacht.

Man sollte denken, dass das Bedürfniss von Ergänzungen und Zusäzen bei einem Werkewie vorliegendes, nicht besonders motivirt werden müsste, und gewiss wird es einer solchen Begrün-dung gegenüber billig denkenden Lesern und Kennern von derlei Arbeiten nicht bedürfen. Es gibt aberdennoch Leute, die diess nicht einsehen wollen und können, weil sie ausserdem ihrer Lust zu tadelnund ihren Anfeindungen nicht Raum lassen können.

Solchen Leuten gegenüber möchte ich einfach darauf aufmerksam machen, nicht, dass allesMenschliche für sich unvollkommen und der Verbesserung bedürftig, nein, dass faktisch noch keinAdelswerk und kein Wappenbuch erschienen ist, das nicht mit der Zeit mit einem Anhang,Nachtrag oder Supplement vermehrt worden wäre. Ich will nicht der Werke eines v. Zedlitz, v. Me-gerle, v. Lang u. A., nicht des alten Siebmacher und des neuen Tyroff gedenken, ich erinnere nuran zwei Werke der allerneuestenGegenwart an des Hrn. v. Ledebur , Adelslexikon der preussi-schen Monarchie" und an dasAllgemeine Adelslexikon" des Hrn. Kneschke. Der orsterc hatzu seinem Werke einen Nachtrag gebracht, der gerade den fünften Theil des Werkes einnimmt, under ist so offen, in der Vorrede die Wahrheit auszusprechen, dass dennochvon einer absoluten Voll-ständigkeit billigerweise nicht die Rede sein könne". Der Leztere bringt bereits zur ersten Liefer-ung einen Anhang mit Nachträgen und Verbesserungen zu dieser ersten Lieferung. Das soll beidenAutoren nicht zum Tadel gesagt sein, am wenigsten von mir, der ich die Schwierigkeiten solcherArbeiten aus Erfahrung leider nur zu sehr kenne. Es soll den Tadlern meines Werkes nur zumGegenhalt dienen, dass auch Anderer Arbeiten mangelhaft seien.

Wenn ich auch nicht unbedingt dem Marcus Aurelius beistimmen will, wo er sagt, dass dieArbeit des Tadlers Luxusarbeit sei, so behaupte ich doch, dass nur der mit Recht tadle, der dieSache besser zu machen im Stande sei, und diess durch die That beweise. Leider aber tadelt soMancher, um sich auf Kosten des Andern dem Publikum zu präsentiren, und ein altes Sprichwort

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