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7,Erg.-Bd., Lfg.1- (1859) [Ergänzungen und Nachträge zum Bayerischen Adel]
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BAYERISCHER ADEL. GRAFEN. FREIHERRN. 11

Das vermehrte Wappen hat den Schild wiedas bereits beschriebene gräflich yrschische, nurdassderHerzschild getheilt ist, oben in Gr. der g. Sparren n.s. Stern, unten Pienzenau: inS. ein # Schrägbalkenmit drei g. Ballen (Aepfeln) belegt.

Zu den drei Helmen auf dem Schild kam noch einIV. der pienzenau'sche, welker zwischen zwei Fähnleineinen s..gekleideten Mannsrumpf, mit s. Hut der auf dem# Stülp die drei Ballen, aus der Krone aber drei Federn#, s. hat, trägt. Von den Fähnlein ist das vordere s.

u. # getheilt und mit einem gegen die Stange zu ge-kehrten Schildlein belegt, das gespalten ist, vorne s.,hinten # mit vier s. Balken. Das andere Fähnleinist #, und enthält einen s. Flügel , der mit einem b.Schrägbalken, darauf drei s. Ballen, belegt ist.Die Decken dieses IV. Helms sind # u. s.(Vergleiche übrigens die v. Pienzenau beimt bayr. Adel.)

Keilwitz

s. auch sächsischer Adel.

I t t i i) e r r t n.

Ami rinn

siehe weiteres beim tiroler Adel.

Anetlian

auf Densborn. Im Mannstamm j\ Sic stammtenaus dem Kurtrierischcn.

Aretln

auf Haydenburg, sollen von dem armenischen Kö-nige Paxdasar, welcher vom Schach von Persien vomThrone vertrieben worden, abstammen. Im Jahre 1706soll dessen Sohn Arution Caziadur als Knabe dersich damals in Venedig aufhaltenden Kurfürstin ThereseKunigunda zugeschickt"~wordcn sein , welche denselbenihrem Gemahl dem Kurfürsten Max Emanuel empfahl.Am Hofe desselben wurde er erzogen, diente als Pageund erhielt unter dem Namen Aretin den bayrischenAdel. Das Orlogschiff im Mittelschild deutet auf die Ab-stammung, das 2. u. 3. Feld des Hauptschildes und dieKönigskrone sollen aus besonderer Affection der Kur-fürstin, welche eine geborne Prinzessin von Polen war,hinzugesezt worden sein. Der Vorstand und Gründer desbayr. Nationalmuseums K. Fhr. v. A. ist vor kurzem zumReichsrath der Krone Bayern erhoben worden.

Asbeck

sind mit dem 1818 immatrikulirten Staatsrath Wilhelmv. A. im Mannstamm erloschen. Nach v. Ledebur auchin Preussen f.

Ascit (Tafel 4.)

Das Stammwappen folgt hier nach einem äl-tern Originale.

Siebm. X. Supl. Tab. 4. gibt ein Wappen, Fhr. v.Asch, welches den Schild mit den Sparren allein ent-hält, und wol dem abgestorbenen Geschlechte v. Aschangehörte.

Aschauei-

schreiben sich gewöhnlich nur von Lichtenthurm.Der Adel datirt a. d. J. 1657 (nicht 75). Siehe auchtiroler Adel.

Audrzky

von Auderz. Die Brüder Phillipp u. Joh. Nep. Ru-dolf A. v. A., beide in lt. böhmischen Militärdienstenstehend, erhielten auf erstatteten Nachweis, dass ihreVorfahren schon seit 1540 als Udrczti zu Udrczein Böhmen landständisch gewesen seien u. s. w. vomKurfürst von Sachsen ein Vikariats-Freiherrndiplom dd.Dresden 22. Juni 1792.

Zum Wappen bemerke ich, dass der Beschrei-bung zufolge der Ritter auf dem Helmein silbernesSchwert mit abgebrochenen Griffe" in den Händen hält.

Axt er

Oesterr. Freiherrnstand für Johann Paul v. A., Landvogtzn Ortenau 1773.

Barteln

geadelt 26. Juni 1685.

Berk

Karl B. Fabrikbesizer zu Augsburg und dessen BruderJoh. Anton wurden 1840 von K. Ludwig in den adelichenFreiherrnstand erhoben.

Bea-clitliold

von Sonnen bürg. Im Vikariatsfreiherrndiplom vonKurfürst Karl Theodor dd. München 1792 wird erwähntdass der Adel des Geschlechtesbeinahe 600 Jahr alt"sei. Es leben gegenwärtig nur mehr drei Enkelinen desGefreiten (Nepomuck Martin v. B.) unvermählt. Mitihnen erlischt das Geschlecht auch im Weibstamm.

Die Buchstaben V. C. V. I. heissen : Vivat CarolusVicarius Imperii.

Bettsehart

in der H aide n. gehörten zu dem angesehensten Adelin Schwyz. Ein Zweig besass das jezt im Kanton St.Gallen liegende Schlossin der Halden". Aus diesemkam Johann Aegidius in pfälzische Dienste, dortselbstzu hohen Ehren, in den Freiherrn- u. Grafenstand, üelaber 1793 in Ungnade und wurde aller seiner Würdenund Aemter entsezt. Von seinen zwei Söhnen war einerMaltheser, der andere kurb. Holrath. Von dem lezternstammen die noch in Bayern blühenden Bettschart, vondenen zwei in der Armee dienen.

Bleul.

Der Wiener Hofsekretär Heinrich B. wurde 1797 inden rittermässigen Adelstand und 1800 in den Freiherrn-stand erhoben.

Bodegg

von Elgg (nicht Ellgau). Bonaventura Bodegg kaiserl.Gesandter in der Schweiz kaufte 1599 die HerrschaftElgg daselbst. Sein Sohn N. B. v. E. veräusserte die-selbe jedoch bereits 1637 wieder.

Bodman.

Siehe Mehreres über diess Geschlecht beim würt-temb. Adel.

Boluebni'g

die Abstammung von den alten Dinasten von Bornen e-b u r g wird sehr bezweifelt.

Bort

sollen aus Burgund stammen. Der Reichskammergerichts-beisizer Joh. Egid. Franz B. erhielt 20. Okt. 1722 unterBestättigung seines altadelichen Wappens von K. Karl VI.den Reichsadelstand.

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