Ergänzungen und Nachträge zum BAYERISCHEN ADEL. VII. Ergänzungsband. \ VORWORT. Die erste Lieferung des VII. oder E rg ä nz un g s b andes kommt in die Hände meiner Leser. Was seit fünf Jahren, seit dem Erscheinen der ersten Lieferung dieses Werkes voraussichtlich sich ergeben musste, ist die Notwendigkeit einer Zusammenstellung aller derjenigen Berichtigungen und Zusäze, deren die einzelnen Abtheilungen des Stamm- und Wappenbuches bedurften. Dieser Noth- wendigkeit Rechnung zu tragen wurde mit der ersten Lieferung des Ergänzungsbandes der Versuch gemacht. Man sollte denken, dass das Bedürfniss von Ergänzungen und Zusäzen bei einem Werke wie vorliegendes, nicht besonders motivirt werden müsste, und gewiss wird es einer solchen Begründung gegenüber billig denkenden Lesern und Kennern von derlei Arbeiten nicht bedürfen. Es gibt aber dennoch Leute, die diess nicht einsehen wollen und können, weil sie ausserdem ihrer Lust zu tadeln und ihren Anfeindungen nicht Raum lassen können. Solchen Leuten gegenüber möchte ich einfach darauf aufmerksam machen, nicht, dass alles Menschliche für sich unvollkommen und der Verbesserung bedürftig, nein, dass faktisch noch kein Adelswerk und kein Wappenbuch erschienen ist, das nicht mit der Zeit mit einem Anhang, Nachtrag oder Supplement vermehrt worden wäre. Ich will nicht der Werke eines v. Zedlitz, v. Me- gerle, v. Lang u. A., nicht des alten Siebmacher und des neuen Tyroff gedenken, ich erinnere nur an zwei Werke der allerneuestenGegenwart — an des Hrn. v. Ledebur , Adelslexikon der preussi- schen Monarchie" und an das „Allgemeine Adelslexikon" des Hrn. Kneschke. Der orsterc hat zu seinem Werke einen Nachtrag gebracht, der gerade den fünften Theil des Werkes einnimmt, und er ist so offen, in der Vorrede die Wahrheit auszusprechen, dass dennoch „von einer absoluten Vollständigkeit billigerweise nicht die Rede sein könne". Der Leztere bringt bereits zur ersten Lieferung einen Anhang mit Nachträgen und Verbesserungen zu dieser ersten Lieferung. Das soll beiden Autoren nicht zum Tadel gesagt sein, am wenigsten von mir, der ich die Schwierigkeiten solcher Arbeiten aus Erfahrung leider nur zu sehr kenne. Es soll den Tadlern meines Werkes nur zum Gegenhalt dienen, dass auch Anderer Arbeiten mangelhaft seien. Wenn ich auch nicht unbedingt dem Marcus Aurelius beistimmen will, wo er sagt, dass die Arbeit des Tadlers Luxusarbeit sei, so behaupte ich doch, dass nur der mit Recht tadle, der die Sache besser zu machen im Stande sei, und diess durch die That beweise. Leider aber tadelt so Mancher, um sich auf Kosten des Andern dem Publikum zu präsentiren, und ein altes Sprichwort 1 * 4 VORWORT. „es 3ei besser Neider als Miticider zu haben" ergänzt sich treffend dureh ein anderes, das sagt „es seien nicht die schlechtesten Früchte an denen die Wespen nagen". Das Verdienst, eine3 Andern Verdienst zu verkleinern, gilt auch für ein Verdienst! — Weit entfernt sei es von mir, dass ich gerechten Tadel nicht zu würdigen wüsste, davon möchten sich diejenigen meiner Leser, mit welchen ich in nähere Berührung zu kommen die Ehre hatte, hinlänglich überzeugt haben. Allen denjenigen, welche mir Berichtigungen von Fehlern und sonstige Beiträge und Ergänzungen zu meinem Werke lieferten, sei hiemit öffentlich Dank gesagt. Sie werden sich bei Durchgehung dieser Lieferung überzeugen, dass die mir eingesandten Berichtigungen gewissenhaft benüzt worden sind. Es haben mir für diese Lieferung des Ergänzungsbandes mehrere Mitglieder der betreffenden Familien selbst, insbesondere die Herren Graf Giech, Graf Morawitzky, Graf Spreti, Graf Vieregg, Freiherr Drachenfels, Freiherr Gumppenberg, Freiherr Leitner, Freiherr Niedermayer, Freiherr Proff, Freiherr Unterrichter, sodann mehrere Gönner und Correspondenten meines Werkes, vor Allen der k. b, Kämmerer Graf Linden in Bamberg, der k. w. Rittmeister a. D. Freiherr v. Schreckenstein, der k. w. Hauptmann v. Hueber-Flors- perg, der k. w. Oberlieutenant Bernhard Freiherr v. Sternenfels in Ulm, der Gutsbesizer in Bozen Herr v. Goldegg, der k. Kämmerer Freiherr Richard von König in Stuttgart, u. A. m. äusserst dankenswerthe Beiträge zukommen lassen. Für den Mecklenburgischen Adel bin ich Herrn Pastor Masch in Demern zu Dank verpflichtet, der in einer öffentlichen Besprechung u. A. auch einige werthvolle Berichtigungen zu dem Adel dieses Landes geliefert hat, doch glaube ich, dass mit etwas weniger Aufwand von Worten und etwas mehr Anstand und wirklicher Liebe' für mein Werk der Sache hätte vollständig genügt werden können. Sollten auch andere Abtheilungen des Werkes eine derartige Kritik erfahren, so werde ich nicht versäumen, sogleich nach dem Erscheinen die allenfallsigen wirklichen Berichtigungen meinen Lesern im Ergänzungsbande mitzutheilen, so dass sie nicht von Nöthen haben werden, nach solchen anderweitig zu suchen, oder wol gar die Kritik selbst sich anzuschaffen. Schlüsslich erübrigt mir noch zu erwähnen, dass diese Lieferung zusammen 610 Notizen nebst 216 Wappen von adelichen Familien, theils Berichtigungen, theils Ergänzungen zu schon gegebenen, theils auch Zusäze von ganz neuen erst hinzugekommenen Familien enthält. Vom bayerischen Adel sind die Grafen und Freiherrn, vom Tiroler der ganze landständische und ein Theil des nichtland- ständischen, sodann der ganze mecklenburgische und vom wür ttemb ergischen Adel alfabetisch A—Stetten darin enthalten. Die nächste Lieferung soll folgen, sobald weiteres Material vorhanden. Die geehrten Leser werden ersucht, mir Berichtigungen und Zusäze zu allen bisher erschienenen Abtheilun- gen des Werkes, und wenn nöthig auch zu vorliegender Lieferung des Ergänzungsbandes, baldmöglichst zukommen zu lassen. Nur durch gemeinschaftliches Wirken wird Grosses erzielt, und selbst den heftigsten Anfeindungen gegenüber wird sieh's wol erreichen lassen mit dem Wahlspruch Oesterreichs: Viribus uuitis. München, im Dccember 1858. von Hefner. (S5 r ß f f tt. Aham (Tafel 1.) Das Grnfendiplom ist für Johann Jgnaz, Herrn von Aham von K. Leopold I. d.d. 27. Jäner 1696. Kurfürst Max Erna nun] von Bayern erkannte dasselbe an und dehnte es auf das ganze Geschlecht der A. aus dd. 3. Merz 1698. Das Stamm wappen derA. mit dem gesprenckel- ten Löwen ist hier noch einem Mieten Originale beigefügt. Das Kleinod mit den Hörnern ist älter als das mit dem Löwen. Ai'co. Das eigentliche Grafendiplom ist von Kaiser Sigmund d.d. h Sept. 1413. Ein älteres Diplom von K. Friedrich II. v. .1.1221*) wird von Böhmer (Regesta imperatoris Friderici II. 1849 p. 432) in seiner Richtigkeit beanstandet. Die tirolische Linie ist in neuester Zeit erloschen und deren Erbe zum grössern Theil an die bayrische Linie gefallen. Arenmherjc. Das # Kreuz in S. im Schilde der v. A. soll das Kreuz des Hochstifts Köln sein, welchem die Grafschaft Arensberg angehörte. Ein Glied der Familie war Johanniter, desshalb die Deutung des Kreuzes als Johanniter- Ordenszeichen. Im Kölnischen gab es jedoch auch Bal- leien dieses Ordens die keine Äufschwörung bedingten, daher die Ritterschaft dort nicht immer alten Adel bedingte. Meines "Wissens lebt dieses Geschlechtes keiner mehr in Bayern. Arinansperg. Diese Schreibart ist, als die ältere, wie bei den meisten adelichen Geschlechtern jezt wieder üblich. Das Geschlecht soll übrigens in neuester Zeit im Mannsstamme erloschen sein. Bassenheim. Wappen: Von S. und R. zwölf mal geständert. — Bauingarteii siehe Paumg arten. BajrstorlT. Das alte Wappen B. siehe unter dem f bayr. Adel. Beckers zu Westerstetten. Der kurpfälzische geh. Rath N. Beckers wurde 1714 von K. Karl VI. geadelt. Sein Sohn Heinrich Anton kurpf. geh. Rath u. Gesandter am kai- serl. Hofe erlangte 1738 den Reichsritterstand u. wurde 1741 im Kanton Kocher immatrikulirt, ein Jahr darauf (1742) auch gefreit. Das Geschlecht der v. Westerstetten (nicht Wetterstetten wie irrig heutzutage geschrieben wird) ist 1636 erloschen. **) Das Wappen desselben führen auch die Freiherrn von Syrgenstein in ihrem Schild. *) Siehe tiroler Adel S. 2. **) Siehe f Adel, Schwaben. VII. Ergänzungsband. Benzel- Sternau und Hohenau. Johann Jakob Benzel kurmainzischer geh. Rath u. Kanzler erhielt den Adel von K. Karl VI. d.d. 24. Mai 1732 und wurde 1742 in die R.-Ritterschaft aufgenommen. Sein Sohn gleichen Namens und Amtes wurde 13. Nov. 1746 mit ,,v. Ster- nau" in d. R.-Freiherrnstand erhoben, u. dem Freiherrn Johann Rudolph v. B.-St. kurpfälz. Major verlieh Kurfürst Karl Theodor 1798 den Grafenstand, dessen Bestätigung u. Hinzufügung des Prädikats „Hohenau", der Sohn Johann Baptist, Landvogt zu Ober - und Niederhohenburg von K. Franz II. erhielt. Bergh genannt Trips. Das Slammwappen siehe beim preuss. Adel Taf. 2. Berville. In der Blasonirung des Wappens soll es lieissen „. . . Schilde, in welchem sich ein mit drei s. Kreuzen belegter r. Balken zeigt. Auf diesem zwei Amseln." Beust. Siehe diess Geschlecht auch unter den bayr. Edel- leuten, sowie unter dem preuss. u. sächs. Adel. Boos. Siehe auch nassau. Adel. S. 1. Bothmer. Siehe diess Geschlecht auch unter dem meklenburg. Adel. S. 6. Taf. 3. Brody von Poninski, s. auch preuss. Adel. Bray schreiben sich seit neuerer Zeit Bray-Steinburg. Butler. Im J. 1854 starb zu Dublin John Butler, Marquis of Ormonde chief Butlar of the kingdom oflreland, (Obermundschenk) 46 Jahre alt. In einem englischen Wappenbuch v. J. 1542 finde ich das Wappen Butlar so: In B. ein gekerbter s. Balken von drei, 2. 1., g. Bechern beseitet. Ob es mit vorliegendem Geschlechte in Beziehung stehe, liisst sich aus dem blossen Anblick nicht entnehmen. Deroy besizen Schloss Zangberg in Oberbayern und schreiben sich davon. Bürcklieim. — Montmartin. Vergleiche auch das Wappen der Stadt Dürkheim in der Pfalz in Bd. I. Abtheil. 4. dieses Werkes. Du Moulin siehe: von der Mühlen. Eckhardt (Tafel 1.) Das Stammwappen des Geschlechts findet sich bei Siebm. IX. Supl. 13. und zeigt in s., r. gespaltenem 2 6 BAYERISCHER ADEL. GRAFEN. Schild eine gr. Eichenstaude mit drei g. Früchten. Auf dem Helm ein r., s. gespaltener wachsender Knabe, in jeder Hand einen Eichzweig haltend. Decken: r., s. Der erwähnte Suplementband ist 1788 erschienen u. darin die Eckardt als einfache Edelleute aufgeführt. Gegenwärtig bis auf ein weibliches Mitglied erloschen. Egloflktein. Siehe auch beim preuss. und sächs. Adel. Eitz. Lieber den wahren Ursprung des "Wappens der Faust von Stromberg siehe nassau. Adel S. 2. Die gräfliche Linie ist in Slavonien begütert und wohnhaft. Erbach siehe auch preuss. Adel. Eitzenberg. Eberhardt Enzen berger erhielt von K. Max I. einen Wappenbrief und sein Enkel Georg 1578 von Erzherzog Ferdinand von Oesterreich den Adelstand. An einen genealogischen Zusammenhang mit dem uralten schwäbischen Geschlechte von Enzberg (s. württemb. Adel S. 7.) ist nieht zu denken. (Siehe Weiteres hierüber beim tiroler Adel S. 5.) Erps s. Boi schotte v. E. Ferrari. Nicht mehr in Bayern. S. jedoch tiroler Adel S. 6. Firmian. Dieses Geschlechts der Zeit keiner mehr in Bayern. S. übrigens Berichtigungen beim tirol. Adel S. 6. Flschlei» von Treubortr. Der Stammvater des Geschlechtes N. Fischler war Hofmeister bei den Grafen von Kesselstadt circa 1802. Später kam er nach Sigmaringen wo er sich mit einer Prinzessin von Hohenzollern vermählte. 1810 wurde er in den Adel- u. Freiherrnstand und 1817 von Sachsen in den Grafenstand erhoben. Sein einziger Sohn vermählte sieh 1843 mit einer Prinzess von Goya aus kaiserl. brasilian. Blute. Fränking, auch Frankhing. Das R.-Grafendiplom ist für Heinrich Gottlieb Herrn v. F. d. d. 2. Merz 1697. Fr ober g-.Llon Ij nj (Taf. 1.) Wurstisen sagt in seiner Basler Chronik (1580) von diesem Geschlecht: „Von den innern Sequanis, dass ist, den Hochbur- gundiern gegen Nidergang sind die Herren von Frohe r j», zu Latein de Montegaudio, und die Grauen von Rupe oder Roche. Diese zwey Häuser haben under einander geheuratet. Herr Johann von Froberg, Ritter, hat Fraw Johanna von Roche, Graue Hennrichs Tochter zum Gemachel im 1420 jar." Das Wappen welches S. 54. gibt ist geviertet. t. u. 4. in R. ein s. (nicht g. Schlüssel), 2. u. 3. in R. ein g. Schlüssel von acht g. Schindeln beseitet. Dazu zwei Helme: I. ein s. Doppelschlüssel, II. ein wachsender g. Drache, Feuer speiend. Decken: I. r., s. II. r., g. Palliot in seinem Indice armorial S. 621. gibt das Stamm-Wappen M o n tj o y c (Froberg) ebenfalls mit s. Schlüssel dazu auf den Helm wachsend einen r.-geklei- deten Mann mit r., s. gespaltenen Hut, in jeder Hand einen s. Schlüssel haltend (wie hier auf der Tafel). Als Schildhalter sezt Palliot einen knienden wilden Mann dazu. Fuchs dermalen keiner mehr in Bayern. Fuchs von Fuchsberg sind 1828 erloschen. Siehe t tiroler Adel. «lecla (Taf. 1.) zu Thurnau *) kommen in bambergischen Urkunden schon 1125 als liberi homines vor. Das Stammwappen zeigt inS. zwei aufgestellte r. Schafscheeren nebeneinander. Auf dem Helm zwei r., s. übereck getheilte r. Hörner, später zwischen denselben auch einen r.-gekleideten, gekrönten weiblichen Rumpf. Eine Linie führte als Kleinod auch einen wachsenden s.Schwan, dessen jeder Flügel mit einer r. Scheere belegt. Im J. 1482 vermehrte K. Friedrich III. dem Veit von Giech das Wappen derart, dass der Schild geviertet, in 1. u. 4. das Stammwappen, in 2. u. 3. aber einen auffliegenden s. Schwan in It. zeigt. (Dieser Schwan ist offenbar von dem erwähnten Kleinod entlehnt). Dazu zwei Helme: I. der weibliehe Rumpf zwischen den Hörnern, II. der Schwan wie im Schild mit den r. Schafscheeren belegt. Decken: alle r., s. Das frei herrliche Wappen v. J. 1680, hat den ebenbeschriebenen Schild noch mit einem Herzschilde und einem dritten (I.) Helm vermehrt. Der llerzschild zeigt in S. aus dem Unterrande wachsend einen b.-gekleideten Arm der eine ausgerissene g. Kleepflanze hält (Praunfalk). Der I. Helm hat die Figur des Herzschildes u.b.,g. Decken. Das gräfliche Wappen ist schon beschrieben. Ich bemerke dazu noch, dass das beim bayr. Adel Tafel 5. mit der Bezeichnung „anderes" abgebildete gräfl. Wappen nicht diplommässig sondern nur nach Gutdünken eines Gliedes der Familie zusammengestellt und geführt wurde. Sämmtliche giech'sche Wappen auf der Tafel sind nach Original-Mittheilung der Familie hier gegeben. Griesseuheck- Die jezigen Griesscnbeck sind ein wappengenossenes Bürgergeschlecht aus Vilsbiburg in Niederbayern. Noch 1558 wird Hanns Griesscn nbeckh auf seinem Grabstein in der Pfarrkirche zu Vilsbiburg „der erb'erg" also nicht „der e vnd vest" genannt. Von diesem Grabstein ist das Stammwappen auf der Tafel genommen. Es zeigt den Greif (nach anderer Abbildung g. mit r. Flug u. Waffen in#), und auf dem Helm wachsend. So auch noch das einfache Wappen auf dem Grabstein der Ursula Hämmert halerin geb. Griessen- pöckhin zu München v. J. 1624. Der Schild mit den Hahnen ist das Wappen des t altbairischen Rittergeschlechtes der Griesspecken von Griessbeckerzell und wurde später wegen präsumir- ter Stammverwandtschaft von den neuen Gr i esse n- b e c k h angenommen. ILttiliausen. Das Grafendiplom ist von K. Ludwig I. von Bayern 1839. Die Linie ist im Mannsstamm erloschen. HSegiieaabers; (Taf. 1.) Das Stammwappen ist ein Theil des väterlichen i. e. des pfalzbayrischen, jedoch als Beizeichen der Löwe nur halb. Der kurfürstliche Kämmerer und Wildmeister zu Landshut, Friedrich Peter v. H. wurde dd. l.Nov. 1654 in den Freihernstand erhoben und durch Dekrete vom 8. Nov. 1673 ihm erlaubt sich Hegn enberg, genannt Dux, schreiben zu dürfen. *) Thurnau, die Herrschaft, sollen die Giech i. J. 1557 nach Aussterben der alten Förtsch v. Th. geerbt u. 1699 v. K. Leopold I. bestätigt erhalten haben. BAYERISCHER ADEL. GRAFEN. 7 Herbersteln d. Z. keiner mehr in Bayern s. d. Geschlecht aucli beim preuss. u. beim krainer Adel. Hohenfeld sind gänzlich erloschen. Hompesch soll heissen H.-R u r i g. Hfirl sind 1832 im Nannstamm f- Hundt (Taf. 1.) Der sizende Hund in 2. u. 3. des gräflichen Schildes kam ohne alle historische Ursache, blos als Namensanspielung 1681 ins Wappen. Ferdinand Karl Hundt siegelt damit dd. Brannenburg 13. Nov. 1700, schreibt sich jedoch nicht Freiherr. Das Stammwappen folgt hier nach Siegel des ,.Georg Hundt von vnd zu Lautieibach Frhl. dlt. In Baiern Hofrath" 1611. Jett siehe auch württemb. Adel. Joner Joseph Anton von J. wurde 1775 kurbayr. Rath von der Ritterbank u. 1789 gefreit. Istenburg -Philippseich: Von dieser Linie dienten 1857 fünf Grafen in der bayr. Armee. Schreiben sich mit einem Y. Kesselstatt« Ut puto keiner mehr in Bayern. Siehe übrigens preuss. Adel. Klauen von Betasy. Siehe ausführlichere Nachrichten über diess Geschlecht beim tiroler Adel S. 9. HItuenburg dieses Geschlechtes dermalen Niemand mehr in Bayern. Siehe übrigens beim krainer Add. Kleliiinnsegge (Taf. 1. u. 2.) Heinrich Kiel man, Hauptmann, führte nach einem Original-Stammblatt dd. Salzwedel 6. Dez. 1628 das auf der Tafel abgebildete Wappen, welches demnach als das eigentliche Stammwappen zu betrachten ist. Er fiel (nach einer beigeschriebenen Notiz, in welcher er Kiclman von Kielmansegge genannt wird) am 15. Martij 1631 im Scharmüzel vor" Magdeburg. Um diese Zeit also scheint das Geschlecht in den Adelstand erhoben worden zu sein. Siebmacher III. 153 gibt ein Wappen Kielman von Kiclmansegge, welches zwar mit vorstehenden Wappen keine Aehnlichkeit, dagegen um so sicherere mit dem Rückschild des beim bayr. Adel Taf. 7. gegebenen gräfl. Wappen hat, in welchem aber hinwieder das alte Stammwappen fflr sich als Herzschild erscheint. (Vielleicht zweierlei Geschlechter vereinigt, oder einfach eine heroldamtliche „Verbesserung" wie sie mit dem gräfl. Wappen selbst zu wiederholten Malen vorgegangen zu sein scheint.) UlebelHberg dermalen keiner mehr in Bayern. Die Gräfliche Linie soll übrigens im Mannstamme in neuerer Zeit erloschen sein. Vgl. auch tirol. Adel. Klotz dermalen keiner mehr in Bayern. Kreith Johann Friedrich Herr von Kreitt wurde 16. Merz 1694 in Bayern als Graf ausgeschrieben. Künlgl. Nicht mehr in Bayern. Lamberg die bayrische Linie ist erloschen. S. auch krainer Adel. Iielninj^en. Siehe Weiteres über diess Geschlecht beim nassau. u. beim hohen Adel. Das Wappen der in Bayern eingetragenen gräfl. Linie L.-Westerburg ist auf der Tafel berichtigt wiedergegeben. liercheiifeld -K Ufering und L.-O b e r p r e n n b e r g. Das Geschlecht war patrizisch zu Straubing und Regensburg, ist im XVI. Jahrhundert unter den Landadel gekommen. Kaspar Lerchenfelder, Bürger zu Straubing hat sich durch den Gewandhandel gross Gut erworben und 1569 die Herrschaft Köfering erkauft. Franz Adam L. von Köffering wurde 2. Apl. 1629 in Folge Anerkennung des kaiserl. Diploms in Bayern als Graf ausgeschrieben. Siehe auch unten bei den Freiherrn. l.eulielfinic (Taf. 2.) Franz Ponkraz, Herr von Leibifing zu Rhain, erhielt 1690 von K. Leopold I. die Reichsgrafenwürde und ist als solcher am 17. Jan. 1691 in Bayern ausgeschrieben worden. Das auf der Tafel gegebene Stammwappen ist nach einem Siegel Alhardi leubolfingaerii c. 1350. Es hat den Schild dreimal getheilt, während man später gewöhnlich zwei Balken zeichnete. lioilron (Taf. 2.) bes izen Maxlrain nicht mehr. Siehe auch tiroler Adel S. 11. Den Wappenlöwen betr. so ist der neuerer Zeiten gewöhnlich als Unterscheidungszeichen angegebene Knoten am Schweife ganz bedeutungslos und ohne allen historischen oder heraldischen Werth. Ich habe übrigens zur Beruhigung auf vorliegender Tafel den Löwen in gewünschter Schweifverschiingung dargestellt. lioe siehe unten bei den Freiherrn. Lösch. Das Wappen Köckeritz (nicht Goyeritz wie im Freiher rnbriefe irrig angeführt) gehört einem noch blühenden sächsischen Geschlechte an. (S. sächs. Adel Taf. 38.) Wolfgang und Adolf die Löschen von Hilkers- hausen wurden dd. 5. Nov. 1654 von K. Leopold I. in den Freiherrnstatid erhoben. IiÜtZOW. Siehe über diss Geschlecht Mehreres beim württemb., nassau. und mecklenb. Adel. Luxlmrg. Ueber den Ort von dem die 1769 geadelten Grafen ihren Namen erhielten finde ich in Stumpfs Schwcizer- kronik p. 395 folgende Notiz: „Gleich ob Romisshorn (Romannshorn am Bodensee) liegt ein fläcklein in dem See vor jaren der bühel zu niedernstatt dieser Zeit der Luxbühel genannt, den haben die Hainzell von lindov ein ansehnlichadlieh geschlecht anno dni. 1390 erkauft, von denen ward er den Krölln von lindov verkauft, ist nacligehends auf Sebastian Vriel Appenzeller von St. Gallen kom men etc." 1532 schreibt sich Oswald Kröll im Sünfzen zu Lindau „von Luxburg", 2* , MI — 8 BAYERISCHER ADEL. GRAFEN. (Tafel 2.) ursprünglich Bürger zu Meran in Tirol. Ihr Stammwappen war der Schrägen (Andreaskreuz ); 1458 erhielten sie von K. Friedrich ein neues Wappen, das mit dem Steinbock. Beide geviertet in einem Schild vereint lindet man zuerst um das J. 1600. 31. Okt. 1689 hat Kurfürst Max Emanuel v. Bayern seinen Landsassen Ignatj von M ä m i n g „in den Her- renstand gesezt" (ex manuscr. orig.). Das gräfliche Wappen wurde Tafel 9. des bayr. Adels unrichtig dargestellt. Feld 2. u. 3. u. Helm II. u. III. müssen so wie liier verbessert gegeben werden. Das Feld ist nemlich geviertet, a. und d. wieder von S. u.R. quadrirt (t v. Parmatin), b. und c. aber hat in R. einen mit b. Eisenhütlein hintereinander belegten s. Schrägbalken (t v. V eis egg). Uebereinstim- mend hat der Parmatinsche Helm (III.) jedes Horn von S. u. R. geviertet und der Velsegg'schc hat einen auffliegenden Schwan, dessen Flug mit dem Schrägbalken belegt ist. (Siehe Mehreres über diess Geschlecht beim tiroler Adel S. 11). Iffontgelam schreiben sich auch M o n t j c 1 a z. Auf dem Grabstein des 25. Apr. 1767 f Johann von Garnerin, Freiherrn von Mon tielas, kurfstl. Generalwachtmeister, an der St. Peterskirche zu München ist das Wappen gemalt. Der Schild geviertet wie der Riickschild aes gräflichen Wappens, doch Feld 2. u. 3. schwarz statt blau. Auf dem Schilde eine Krone und als Schildhalter zwei g. Löwen. Moranitzhy, (Tafel 2.) T o p o r. — Diess ansehnliche Geschlecht ruht gegenwärtig nur noch auf zwei Augen. Das Stammwappen des Hauses Topor ist das s. Beil am g. Stiel in R. Das Wappen des Hauses llo- rawitz aber in S. drei, 2. 1. r. Herzen. Die beiden Gemshörner aus g. Krone wachsend in B. dann auf dem tlclm mit b., g. Decken sind das Wappen des polnischen Geschlechts v. Trako tusch, dessen leztes Glied, Anna Freiin v.T., mit Friedrich Mo- rawitzky von Rüdnitz vermält war. Derselbe vereinte beide Wappen in einem Schild und sezte auch den Trahotusch Helm zu dem seinigen. Diese Vereinigung wurde im Freiherrndiplom für Wold' Heinrich fürstl. passau. Landrichter M. v. II. dd. Wien 13. Juli 1708 von K. Joseph bestätigt. Das Grafendiplom von R. Karl VII. dd. Frankfurt 14. Febr. 1742 endlieh enthält das gräfliche Wappen sowie es hier auf der Tafel dargestellt ist. Münster. Beim bayr. Adel S. 16 steht durch ein Druckversehen in der Blasonirung des Wappens durchgehends Künen statt Riinen. Ich bemerke dazu noch dass die Rosen im Rünen'schen Schild ursprünglich gold (nicht roth) waren und richtiger auch noch so sein sollten. (Siehe übrigens diess Geschlecht auch beim sächs. Adel.) Orttenbnrg. Diese Schreibart ist jezt wieder üblich, statt Orte n b u r g. (Siehe auch sächs. Adel.) Otting, führten anfänglich den Namen ihrer Stamm-Mutter, welche eine geborne von Schönefeld war, bis sie 1817 unter obigem Namen gegraft wurden. Sie haben in neuester Zeit alle ihre Güter in Bayern verkauft. Pallavicini Francesco Rota, nobile veneto, gibt in seinem „Blasone veneto" vier Wappen Pallavicino: das erste ist von S. und R. in neun Pläzen geschacht unter r. Haupt, darin ein beiderseits dreimal gezinnter schwebender s. Balken. Das zweite Wappen ist dem vorigen gleich nur dass der Balken viermal geästet ist. Das dritte Wappen ist getheilt, oben in S. ein sizender r. Vogel, unten s., r. in vier Reihen geschacht. Das lezte Wappen endlich hat in g. Haupt einen gekr. # Doppcladler, darunter von G. u. # in neun Pläzen geschacht. lPs*|»]IieEi)ltei«i* (Taf. 2.) Ueber das Erbmarschalks-Wappen im pappenheim'- schen Schild unu Kleinod findet sich in llund's Bayr. Stammbuch II. 172 il. der Abdruck einer Urkunde aus welcher hervorgeht, dass die Pappenheim auf dem Reichstag zu Augsburg im .1. 1530 die „Verbesserung ihres Wappens mit den Schwertern" erhalten ; da aber zwischen den Marschalken von Biberbach, Ellgau u. and. darum Irrung entstanden, kam durch den Kurfürsten August von Sachsen i. J. 1574 ein Vergleich zu Stande dass „nachdem bisher das Amtszeichen des ältesten Pappenheim als Erbmarschalk zwei Fahnen auf dem Helm darin die kurfürstl. Schwerter geschränkt sein, gewesen, von nun an alle Pappen heim diesen Helm führen sollen, dazu noch eine Krone auf demselben; dagegen soll allweg der älteste Pappenheim als Erbmarschalk von nun an auf dem Helm nur eine Fahne, den Schild aber quartirt, in 1. u. 4. die kurfürstlichen Schwerter, in 2. 3. aber die Eisenhütlein führen." Ein solches Wappen habe ich nach einem Stammblatt des „Haubt zue Bappenheim des heil. Rö. Reichs Erbmarschalchk v. J. 1569. hier abgebildet. Es seheint also dass schon vor dem Vergleich v.J. 1574 das Führen einer Fahne auf dem Helm von Seite des Erbmarschalks sei faktisch in Uebung gewesen. Warum jedoch hier die Decken b. u. g. seien, vermag ich nicht zu entscheiden. Pauiiigai-teu (Tafel 3.) sind ursprünglich Schifiineister zu Kufstein im Innthal gewesen. Schon um die Mitte des XV. Jahrhunderts scheinen sie aber wappengenossen geworden und bald darauf auch zu adelichen Würden gelangt zu sein. In Kufstein haben sie schöne noch bestehende Stiftungen gemacht nnd sind daselbst noch einige Grabsteine von ihnen, namentlich ein prachtvoll gearbeiteter Stein des Hans Baumgartner f 1493. Der Löwe steigt hier wachsend hinter dem Gartenzaun hervor *). Auf einem andern Stein der 15 . . (die Jahrzal ist nicht ausgefüllt) verstorbenen Benigna Baumgartnerin ebendaselbst ist der Löwe ganz und schreitend auf dem Zaun. Unter Herzog Albrecht IV. scheinen die P. in Bayern recht in Aufnahme gekommen zu sein. Die Wappenverbesserung mit dem Löwen statt der Aeste soll K. Max I. dem Hanns Baumgarten im Lager von Kufstein ertheilt haben. Ein genealogischer Zusammenhang der Kufsteiner, resp. altbayrischen Baumgartner und der Augsburger und Nürnberger Baumgarten mit dem Sittich ist gänzlich unerwiesen. rfe la Perouse Ludwig Bertrand Chevalier de la Perouse kurbayr. Hauptmann ist „weillen er in Savoia als ein Conte trac- tieret worden" von Kurfürst Frd. Maria von Bayern dd. 5. Juli 1677 in den Grafenstand erhoben worden. Er selbst unterschreibt sich 1674: B. De Chastel de la Perouse. — Das Geschlecht ist übrigens im Mannsstamm vor längerer Zeit erloschen. *) Ebenso auf dem bereits erwähnten Grabstein des Hanus laom- gartner 20 Wasserburg, f 1500. Dieser GrRbsteiu ist l'iir die Kunstgeschichte der Heraldik sehr interessant, indem er (ein äusserst seltenes Vorkommen) statt des gewöhnlichen Spangcn- heims einen sogenannten Mailänder Helm mit geschlossenem Visir zeigt. Ich habe das "Wappen dessbalb auch in die Tatet aufgenommen. BAYERISCHER ADEL. GRAFEN. 9 Fe§t»Ioz/.a geadelt 1615, Ritterstand 1677, Freiherrn 1680, Vikariats- Grafen 1790. In München lebt 1856 Graf Sigmund P., k. Kämmerer und Gutsbesizer. Platt! s. auch unter dem sächsischen Adel. Platz derweilen Keiner mehr in Bayern. PletricH. Keiner des Geschlechtes mehr in Bayern. Poninski, Brody von, s. auch beim preuss. Adel. S. 21. Porti». Von diesem Geschlecht dermalen Niemand mehr in Bayern. Preysing (Tafel 3.) Die Linie Pr.-H o h e na s c h a u ist in neuester Zeit im Mannsstamm erloschen. Mit der Erbtochter kamen die Güter dieser Linie durch Ileurat an den Herrn v. L e i t n e r (s. unten bei den Freiherrn) welcher Hohenaschau an den Grafen Bassenheim veräusserte. Die noch blühenden Linien schreiben sich: Prey- sing-L ichtenegg und Pr.-Lichtenegg-M o o 8. Ueber den Sittich, den die Preysing gegenwärtig noch auf dem Helm iühren, hat Ilund (II. 256.) eine heraldische Anekdote uns aufbewahrt, von der ich hier Erwähnung thun zu müssen glaube. Als die Linie der Preysinger zu Wollnz ach, welche als Beizeichen den Sittich auf dem Helm zwischen den Hörnern führten, erloschen war, gab Kaiser Max I. den andern Preysingern zu Kopfsperg und zu Kro n- winkel die Freiheit den Sittich nun auch in ihr Kleinod aufzunehmen. Die Herrschaft und die Lehen zu Wollnzach aber zog der Kaiser selbst an sich, so dass den Preysingern wenig mehr als der Sittich von der Erbschaft blieb. Da waren denn einige Preysing die den Sittich aus Opposition nicht führten und unter ihnen namentlich Hanns von I'. zu Landshut gesessen; den beredete eines Tags ein Edelmann „warum denn er den Sittich nit führe ?" sagte der Preysing trefflich „haben wir das Nest (i. e. "Wollnzach) nit, brauchen wir den Vogel auch nit." — Pückler s. auch preussischer Adel. $nadt siehe auch beim württemb. Adel. Rechtlers;. Siebm. II. 44 gibt ein "Wappen Rechberg, das mit dem vorliegenden Aehnlichkeit hat, aber doch eines andern Geschlechtes zu sein scheint. Rottenhaii, siehe auch krainer und görzer Adel. Reisach (Taf. 3.) Nach mir gewordener Mittheilung hat sich die gräfl. reisach'sche Familie nunmehr dahin geeinigt, mit Hinweglassung aller späteren Zuthaten einfach das alte Stammwappen zu fuhren. Dasselbe hat in S. (irrig B.) einen g. Balken, und das Ganze mit einem # Adler belegt, der auf gr. Dreiberg steht und einen gr, Zweig im Schnabel hält, auf dem Ilelm die Schildesügur. Decken: s. (Siehe auch tirol. Adel S. 14). „Den 29. Jenner 1678 haben Ihre Cfst. drlt. Max Emanuel dem Johann Franzen Reissacher das Prä- VII. Ergänzungsband. dicat „von Reis ach" auf sein vnderth. bitten genedigst verwilligt. (Spezifikation über diejenigen Landständ und Einwohner so den bayr. Adelstand etc. erworben 1654— 1710. Handschrift i. m. B.) Salbarg. Niemand mehr in Bayern. (Siehe auch krainer Adel.) Sandizell (Tafel 3.) In alten Urkunden auch Sanazell. Dominikus von und zu Sandizell kurfürstlicher Kämmerer erhielt den 16. Febr. 1677 den bayr. Freiherrnstand. R.Grafen im bayr. Vikariate 1790. Abweichend von der gewöhnlichen u. regelrechten Darstellung, dergemäss die Decken wie die Schildesfarben # u. g. sinci, finde ich zuweilen die Decken r. und s. gemalt. So z. B. auch auf einem Stammblatt des Rudolfus de Sandizell, Ingolstadt 161o, genau wie hier auf der Tafel. Saporta. Sind 1854 gänzlich erloschen mit Karolina Freifrau von Rol s hausen, der Lezten d. GeschUchtes Saporta. Sarenthein. Keiner des Geschlechts mehr in Bayern. Vergl. übrigens die Berichtigungen beim tirol. Adel S. 15. Sauer der Zeit Keiner mehr in Bayern. Sayn siehe auch preuss. Adel. Schenk von Castel sind im Mannsstammc ausgestorben. (S. auch württ. Adel S. 4.) Schenk. von Stauffenbcrg. Die gräfliche Linie ist seit 1833 mit Klemens Gf'n. Sch. v. St. im Mannsstamm erloschen. Schimborn (Tafel 3.) Das Stamm wappen ist nach einem älteren Originale hier auf der Tafel gegeben. Siehe über diess Geschlecht auch nassau. Adel S. 3. Seean dermalen Niemand mehr in Bayern. Seiholtsdorlt (Taf. 3.) Hanns Georg v. S. wurde durch kurbayr. Diplom 24. Juli 1669 in den Freiherrustand erhoben. 1690 erhielt „die gantze Familia" von K. Leopold I. den R.- Grafenstan.l. Das Stammwappen ist nach einem Original Siegel aus dem J. 1468 hier abgebildet. Seinsheim (Tafel 3.) Das Stammwappen dieses Geschlechtes habe ich hier nach einem alten Denkmale zu Hassfurt abgebildet. Seydewitz siehe auch unter dem sächsischen Adel. Seyssel d'Aix (Tafel 3.) sind (nach dem gräfl. Taschenbuch) seit 1. März 1375 Marquis. Das Wappen auf der Tafel ist aus dem „Armorial general de l'Empire" 1812. Taf. 34. Es hat nach Art der napoleon. Heraldik im rechten Obcrviertel das allgemeine Amtszeichen der vom Kaiser ernannten „Olficiers de la maison de l'Empereur", nemlich in B. ein g. Giebel auf zwei g. Säulen und 3 % 10 BAYERISCHER ADEL. GRAFEN. Sockel ruhend. Zur Seite der Säulen stehen die Buchstaben X> und A (Domus Augusti). Das Kreuz im 2. Viertel wird wol blosse Zuthat sein. Die untere Hälfte des Schildes enthält das Familienwappen. Auf dem Schild ruht die Grafenloque u. unter denselben kommt der b. und g. Wappenmantel hervor. (S. diess Geschlecht auch beim preuss. Adel S. 27.) Spaur, s. auch tirol. Adel. Spreti, (Talei 3.) stammen aus Ravrnna wo sie zu den adeligen Geschlechtern gezählt wurden. Die Schildesligur ist im Grafendiplom als Tannenbaum benannt. Das Wappen mit dem Rückschild der f Spretter v. Sprettenstein ist als eine personelle Composition zu betrachten, die keinen historischen Hintergrund hat. Slalilburg sind 1809 bereits in; Mannstamm erloschen. (Siehe Berichtigungen beim tirol. Adel (S. 16). jStainlein der 1830 Gegrafto war 27. Sept. 1815 von K. Max I. in den Adel- und Freiherrnstand erhoben worden. Mtau Ifenherg siehe Schenk von St. Mtralileiilieim führen den Beinamen Wasaburg; sind schwedischer Adel. Taniieiilierg sind 1846 im Mannstamm erloschen. Ausführlicheres s. beim tiroler Adel S. 16. Tagdiei* sind kein sehr altes Geschlecht. Christian Täscher aus Igis in Graubündten (geb. 1. Jan. 1671) war der Urgrossvater des jezigen Stammältesten. Sind durch Napoleon I. gegTaft. Die Familie ist gegenwärtig ganz nach Frankreich übergesiedelt. Tauiltirclien R.-Grafendiplom von K. Leopold I. für Joseph Wolff von Taufkirchen zu Guttenburg und dessen Vettern v. J. 1684. Thun -Hohenstein siehe ausführlicher beim tirol. Adel. Thum uml 'l'axis und Thum uml Valsatasina. Von diesen beiden Linien lebt derzeit Niemand mehr in Bayern. Weitere Nachlichten finden sich beim österreichischen Adel unter Tirol und Krain. Törrlng (Tafel 3.) Das Stamm wappen folgt hier nach einem alten Grabstein auf dem hl. Berg Andechs. Trapp dermalen keiner dieses Geschlechtes mehr in Bayern. Weitere Notizen siehe beim tiroler Adel S. 17. UeheracKer (Tafel 3.) Das Stamm wappen folgt hier nach einem alten Manuscript des Klosters Raitenhaslach, woselbst der Ueberacker viele begraben liegen. Vierers (Tafel 4.) Wolf Heinrich Viereckh erhielt ..auf vnterthiinigstes Ansuchen" vom Kurfürsten Ferdinand Maria dd. 28. Juli 1663 die Erlaubnis sich „von Viereckh" schreiben zu dürfen. Dessen Söhne wurden 1692 gefreit. Grafen im bayr. Vikariat 1790. Besizen gegenwärtig in Bayern noch Tutzing, Piil und Rösselsberg. Die Figuren des Wappens sind keine Jagdhörner (wie sie häutig gefunden und benannt werden) sondern „Hacken" mit einem Nagel schräg überlegt. So werden sie in den mir zur Einsicht vorgelegenen Diplomen beschrieben. Wahrscheinlich war die Figur in frühesten Zeiten die Hausmark e der Vieregg und ging dann später in den Schild als Wappenfigur über. (Siehe diess Geschlecht auch beim mecklenb. Adel.) Volt siehe R i en e c k. Voltolint (Taf. 4.) v o n V a 1 e t i n o. In Bayern eingetragen 22. Jan. 1825. Sollen nach anderer Angabe Voltelini (nicht Voltolini) heissen, und blühen unter dem erstem Namen noch als Edelleute in Tirol. Der Adel soll von K. Rudolf V. zu Endo des XVI. Jahrhunderts ertheilt worden sein. Das Stamm wappen, wie es die v. V. noch führen hat einen getheilten Schild, oben in # wachsend ein g. Löwe, unten von S. u. B. dreimal getheilt. Auf dem Helm der Löwe wie im Schild. Decken: g. u. b., s. Das gräfliche Wappen: Geviertet mit gekr. r. Herzschild, darin eine s. Lilie (Gartenlilie). 1. u. 4. in G. ein r. Adler, 2. u. 3. Stammwappen. Drei Helme: I. drei s. Lilien mit gr. Stengel, II. der Adler gekrönt, III. der Löwe wie im Schild. Decken: rechts #, g., links b., s. Wnlilkireli Eine Linie ist in der Stadt Schaffhausen noch gegenwärtig verbürgert. Welsperg. Dermalen Niemand mehr in Bayern. (Siehe tiroler Adel S. 19.) WesterhoUl hiessen früher v. Bönen, stammen aus Westphalen, verschieden von den v. Bönen in Pommern. Friedrich Ludolf v. B. heurathete die Erbtochter Wilhelmine Gräfin v. Westerholt und nahm in Folge kaiserl. Diplom v. J. 1779 Namen und Wappen der v. Westerhold an. (Siehe auch preuss. Adel). TVirlii). Sind 21. Juni 1822 im Mannsstamm erloschen. Das freiherr). Wappen hat Siebm. v. 317 sub Wibsa. W artenhei's | siehe: Erbach. TVolkenstein (Tafel 4.) siehe ausführlicher beim tiroler Adel S. 19. Ihr Stammwappen folgt hier auf der Tafel. Ysenburg siehe Isenburg. Yrjüeh (Tafel 4.) -Pienzenau. DD. 21. August 1857 haben S. M. König Max II. den Grafen S. E. A. v. Yrsch, dessen Mutter Karoline die Leztc des Geschlechts vonPienzenau, die Bewilligung zur erblichen Annahme von Wappen und Namen dieses altbayerischen Turnier - Geschlechtes'ertheilt. BAYERISCHER ADEL. GRAFEN. FREIHERRN. 11 Das vermehrte Wappen hat den Schild wie das bereits beschriebene gräflich yrschische, nurdassder Herzschild getheilt ist, oben in Gr. der g. Sparren n. s. Stern, unten Pienzenau: inS. ein # Schrägbalken mit drei g. Ballen (Aepfeln) belegt. Zu den drei Helmen auf dem Schild kam noch ein IV. der pienzenau'sche, welker zwischen zwei Fähnlein einen s..gekleideten Mannsrumpf, mit s. Hut der auf dem # Stülp die drei Ballen, aus der Krone aber drei Federn #, s. hat, trägt. Von den Fähnlein ist das vordere s. u. # getheilt und mit einem gegen die Stange zu gekehrten Schildlein belegt, das gespalten ist, vorne s., hinten # mit vier s. Balken. Das andere Fähnlein ist #, und enthält einen s. Flügel , der mit einem b. Schrägbalken, darauf drei s. Ballen, belegt ist. Die Decken dieses IV. Helms sind # u. s. (Vergleiche übrigens die v. Pienzenau beim t bayr. Adel.) Keilwitz s. auch sächsischer Adel. I t t i i) e r r t n. Ami rinn siehe weiteres beim tiroler Adel. Anetlian auf Densborn. Im Mannstamm j\ Sic stammten aus dem Kurtrierischcn. Aretln auf Haydenburg, sollen von dem armenischen Könige Paxdasar, welcher vom Schach von Persien vom Throne vertrieben worden, abstammen. Im Jahre 1706 soll dessen Sohn Arution Caziadur als Knabe der sich damals in Venedig aufhaltenden Kurfürstin Therese Kunigunda zugeschickt"~wordcn sein , welche denselben ihrem Gemahl dem Kurfürsten Max Emanuel empfahl. Am Hofe desselben wurde er erzogen, diente als Page und erhielt unter dem Namen Aretin den bayrischen Adel. Das Orlogschiff im Mittelschild deutet auf die Abstammung, das 2. u. 3. Feld des Hauptschildes und die Königskrone sollen aus besonderer Affection der Kurfürstin, welche eine geborne Prinzessin von Polen war, hinzugesezt worden sein. Der Vorstand und Gründer des bayr. Nationalmuseums K. Fhr. v. A. ist vor kurzem zum Reichsrath der Krone Bayern erhoben worden. Asbeck sind mit dem 1818 immatrikulirten Staatsrath Wilhelm v. A. im Mannstamm erloschen. Nach v. Ledebur auch in Preussen f. Ascit (Tafel 4.) Das Stammwappen folgt hier nach einem äl- tern Originale. Siebm. X. Supl. Tab. 4. gibt ein Wappen, Fhr. v. Asch, welches den Schild mit den Sparren allein enthält, und wol dem abgestorbenen Geschlechte v. Asch angehörte. Aschauei- schreiben sich gewöhnlich nur von Lichtenthurm. Der Adel datirt a. d. J. 1657 (nicht 75). Siehe auch tiroler Adel. Audrzky von Auderz. Die Brüder Phillipp u. Joh. Nep. Rudolf A. v. A., beide in lt. böhmischen Militärdiensten stehend, erhielten auf erstatteten Nachweis, dass ihre Vorfahren schon seit 1540 als Udrczti zu Udrcze in Böhmen landständisch gewesen seien u. s. w. vom Kurfürst von Sachsen ein Vikariats-Freiherrndiplom dd. Dresden 22. Juni 1792. Zum Wappen bemerke ich, dass der Beschreibung zufolge der Ritter auf dem Helm „ein silbernes Schwert mit abgebrochenen Griffe" in den Händen hält. Axt er Oesterr. Freiherrnstand für Johann Paul v. A., Landvogt zn Ortenau 1773. Barteln geadelt 26. Juni 1685. Berk Karl B. Fabrikbesizer zu Augsburg und dessen Bruder Joh. Anton wurden 1840 von K. Ludwig in den adelichen Freiherrnstand erhoben. Bea-clitliold von Sonnen bürg. Im Vikariatsfreiherrndiplom von Kurfürst Karl Theodor dd. München 1792 wird erwähnt dass der Adel des Geschlechtes „beinahe 600 Jahr alt" sei. Es leben gegenwärtig nur mehr drei Enkelinen des Gefreiten (Nepomuck Martin v. B.) unvermählt. Mit ihnen erlischt das Geschlecht auch im Weibstamm. Die Buchstaben V. C. V. I. heissen : Vivat Carolus Vicarius Imperii. Bettsehart in der H aide n. gehörten zu dem angesehensten Adel in Schwyz. Ein Zweig besass das jezt im Kanton St. Gallen liegende Schloss „in der Halden". Aus diesem kam Johann Aegidius in pfälzische Dienste, dortselbst zu hohen Ehren, in den Freiherrn- u. Grafenstand, üel aber 1793 in Ungnade und wurde aller seiner Würden und Aemter entsezt. Von seinen zwei Söhnen war einer Maltheser, der andere kurb. Holrath. Von dem leztern stammen die noch in Bayern blühenden Bettschart, von denen zwei in der Armee dienen. Bleul. Der Wiener Hofsekretär Heinrich B. wurde 1797 in den rittermässigen Adelstand und 1800 in den Freiherrnstand erhoben. Bodegg von Elgg (nicht Ellgau). Bonaventura Bodegg kaiserl. Gesandter in der Schweiz kaufte 1599 die Herrschaft Elgg daselbst. Sein Sohn N. B. v. E. veräusserte dieselbe jedoch bereits 1637 wieder. Bodman. Siehe Mehreres über diess Geschlecht beim würt- temb. Adel. Boluebni'g die Abstammung von den alten Dinasten von Bornen e- b u r g wird sehr bezweifelt. Bort sollen aus Burgund stammen. Der Reichskammergerichts- beisizer Joh. Egid. Franz B. erhielt 20. Okt. 1722 unter Bestättigung seines altadelichen Wappens von K. Karl VI. den Reichsadelstand. 3* 12 BAYERISCHER ADEL. FREIHERRN. Brand von Neidstein. Im bayr. Militiirliandbuch steht einer des Geschlechtes als Fhr. v. Brandt. (Siehe auch anhaltischer Adel). Brentano von Brentheim, sollen ursprünglich Bürger von Rapperswyl in der Schweiz gewesen sein, wurden 1745 von Bayern geadelt. 1785 erhielten die Gebrüder Franz Gottlieb und Georg Anton B. v. B. den Freiherrnstand. Brück. 3. Juli 1747 wurde den Gebrüdern Johann Joseph und Servatius Anton v. B. der Adelstand bestätigt. Das "Wappen wurde durch den Freiherrnbrief nicht verändert. (Vergl. Siebm. IX. Supl. 11.). Buseck'. siehe auch sächs. Adel Taf. 7. Bünau siehe Mehreres über diess Geschlecht beim sächs. Adel. (lasteil (Tafel 4.) Das Stammwappen des Geschlechtes ist im Schilde gleich dem freiherrlichen, hat aber nur einen Helm mit dem r. Hut u. den s. Federn. Die Decken sind r., s. und #, s. Chrlstanl (Cristani) Karl Job. Fhr. v. Chris tani ist als k. b. Oberpostamts-Commissär im März 1857, 74 Jahre alt zu München gestorben. Ut puto ultimus stirpis in Bavaria. dosen, sind mit dem Staatsrath und Landtags - Abgeordneten Karl Fhr. v. C. am 18. Sept. 1856 im Mannsstamm er- , loschen. Die eigentümliche ältere Darstellung des Closen'schen Wappenbildes, der Uttenschwalbe, werde ich beim j Adel s. Z. beibringen. Cronegg. Im Januar 1858 starb in München 54 J. alt, der Lithograph Joseph Fhr. v. C.; war, wie ich höre, der Lezte seines Geschlechtes. Balberg. Siehe auch nassau. Adel. Das Wappen des napoleonischen Duc de Dalberg siehe d. W. I. Bd. 2. Abth. Taf. 14. Bnnmdieu. In der Blasonirung muss es heissen „ein bis zum Schildes h au p t (statt Schild) reichender Sparren". Bankelmann (Tafel 4.) Sieben Brüder D. wuiden 1695 in den adel. Frei- hernnstand erhoben. Das Wappen ist auf der Tafel berichtigt. Siehe auch sächs. Adel S. 9. Taf. 7.) Deuring (Tafel 4.) sollen früher G a 11 von Deuring geheissen haben und aus dem Vorarlberg stammen. In der Pfarrkirche zu Bregenz findet sich dis Wappen in der auf der Tafel zuerst gegebenen Weise. Bei Siebm. V. 279. stehen die D. (Theuring) unter den Ravensburgischen Patriziern mit etwas verschiedenem Wappen. Der Ring in den Pranken des Löwen soll Namensanspielung sein. Nach Bayern gelangten die D. mit N. Fhr. v. Deuring, fürstl. kemptischen Rath und Pfleger, welcher 1819 von Bayern noch Pension bezog. Jezt lebt, wie ich berichtet bin, keiner des Geschlechtes mehr im Lande. Diejtenbrork (Diepenbroich). Des Geschlechtes Niemand mehr in Bayern. Bielz schreiben sich jezt Diez. Bobencck siehe Mehreres unter dem sächs. Adel. Börnberg; siehe auch beim frankfurter Adel, Alten-Limpurg. Boniiersperg Feld 2. u. 3. und Helm II. sind das Wappen der t bayr. S p r i n t z. Braclieiifelä (Tafel 5.) Sind Familienüberlieferungen nach ein zu Anfang des XVI. Jahrhunderts nach Kurland ausgewanderter Zweig der rheinischen Drachenfels. Blühen daselbst noch in adelichen Würden, während die rheinische Linie längst erloschen ist. Die beim bayr. Adel S. 31. aufgeführten Freiherrn Jurgenson von Drachenfels, welche auch in Kurland vorkamen, haben mit vorliegendem Geschlechte demnach keinen Zusammenhang. Bürnlz. Johann Thomas D ü r n i z 1 erhielt 1678 nach vorgewiesenem kaiserl. Diplom v. J. 1606 von Kurbayern das Patriziat in Straubing und die Anerkennung des Adelstandes mit dem Prädikat „zum Hienhardt auf Oberschneiding" nebst Wappenvermehrung. 1687, 17. Jän. erhielt Johann D ü r n i z 1 z. h. a. 0. die Aenderung des Namens in r. Dürnitz. Eberz stammen nicht aus dem Lüneburgischen, sondern aus dem Limburgischen. Ecker von Ecklaofeii. Siebm. IV. 53. führt die Ecker v. Eckhoff mit denselben Wappen unter den „Geadelten" auf, II. 49. aber unter dem schlesischen Adel. Ecker von lisi|ilinx (Tafel 5.) Das Stammwappen folgt hier nach einem alten Originale. Das 1. u. 4. Feld des freiherrlichen Wappens ist nicht Nopping, sondern Eckher von Eckh, f bayr. Turnieradel, das 2. u. 3. Feld aber ist Ecker v. Neuhaus (sive Oberpöring), gleichfalls f bayr. Adels. Eieliler von Auritz. Im J. 1757 wurde Anton Eichler k. k. Hauptmann mit „von Auritz" geadelt. Ob desselben Geschlechts siehe übrigens auch preuss. Freiherrn. Enzenberg. Vergl. die Notiz oben bei den Grafen. Erstenberg. Andreas Erstenberg er kurmainz. Sekretär wurde 13. Nov. 1562 v. K.Ferdinand in den Adelstand erhoben unter Verbesserung des seinen Vorfahren von K. Friedrich III. verliehenen Wappens. 10. Juli 1571 erlangte er den R.-Ritterstand mit dem Prädikat „zum Frein- thurm" (Edelsiz in Niederösterroich") und gelangte 1582 in die Landstandschaft dieser Provinz. Das Freiherrndiplom für Simon Joseph Ritter v. E. ist vom 1. Mai 1812. Eyb siehe auch wiirttemb. Adel. BAYERISCHER ADEL. FREIHERRN. 13 Die Reisenburg bei Günzburg gehört jezt den Herrn v. Ri e d h e im. Falinenberg. Von diesem Gc-schleohte lebt meines Wissens in Bayern nur mehr ein weibliches Glied, Freiin Stephanie v. F., Gesandtenstochter. Feclienbaeb. Der in Bayern immatrikulirte Zweig schreibt sich Fechenbach-L audenbach. Feilitzch s. auch beim sächs. Adel. Fiel*. (Tafel 5.) Die bayrische Linie schreibt sieh Fick von Ammerthal und führt einen s. Herzschild mit sechs, 3. 2. 1., b. Lilien wegen Castell Ammerthal. Die Linie Angelthurn hingecen (s. badischer Adel) hat im Herzschild in S. einen r. Thum wegen Angelthum. Frnnl*. (Tafel 5.) Das Stamm wappen dieses fränkischen Geschlechtes folgt auf der Tafel. Fraiikeiiatein (Tafel 5.) Das Stammwappen habe ich hier nachträglich geliefert. Fraunberg und Fraunltofen (Tafel 5.) Die Stamm wappen dieser beiden Geschlechte, welche sich nur durch die Kleinode unterscheiden, folgen hier nach älteren Originalen. Frendenberg. Das uralte bayerische Turniergeschlecht blüht noch so viel ich berichtet in einem einzigen männlichen Sprossen, dem Freiherrn Julius r. Freudenberg, k. b. Lieutenant ä 1. s. Die Familie war wie es scheint, mehrere Jahrhunderte nicht mehr in Bayern, v. Hund führt in seinem bayer. Stammbuch den Hanns v. F r e y d e n- berg 1577 als lebend an. Zu Anfang des XVII. Jahrhunderts finde ich Johann Balthasar v. Fr. zu Wümpf- lingen in Nassau-Siegen. Seine Hausfrau war Maria Lisabet Tonnerin. Sein Sohn Johann Jakob v. Fr. verheirathete sich 1699 zu Memmingen mit Regina Ste- benhaber von Hezlingshofen, er war damals Lieutenant bei den schwäbischen Kreistruppen und starb als Oberst zu Esslingen 1738 im Alter von 66 Jahren. Er hatte zwei Töchter und drei Söhne, von denen Heinrieh jung starb, Jakob als Lieutenant 1739 im Krieg gegen die Türken fiel und Johann Ludwig den Stamm fortpflanzte. Von ihm stammt, wie ich glaube, der am 25. Januar 1832 in Bayern in die Klasse der Edelleute eingetragenene Georg Hermann v. Fr-, dessen Sohn Julius oben genannt worden ist. Das Wappen dieses Geschlechts siehe beim bayer. Adel Taf. 87 S. 77. Die Hörner auf dem Helm sollen beide s, r. (nieht iibsreck) getheilt sein. Dass sich das Geschlecht auch ohne Diplom jezt des freiherrlichen Titels bedient, geschieht mit eben so viel Recht, als diess von Duzenden bayer. Adelsfamilien im Laufe der lezten 20 Jahre geschah, die bloss ein uradeliges Herkommen oder auch ohne diess allenfalls die ehemalige Eintragung in einen reichsritterschaft- lichen Kanton als Grundlage der freiherrlichen Würde annehmen. Freyherg. Aus einer handschriftlichen Freibergischen Familien- Chronik (im ßesiz des Herrn v. Hueber-Florsperg in Ulm) bringe ich hier einige Angaben betr. verschiedener Freiberg. Wappen bei: ,,1258, Donnerstag vor St. Georgentag hat Eberwein von Löwen f eis, der Lezte seines Stammes, seinen Tochtermann Konrad von F r e i b e r g „sein schildt VII. Ergänzungsband. heim und Wappenkleinod *) erblich übergeben". Der Brief lag im St. Georgenkloster, Benediktiner-Ordens, im Schwarzwald. — Ein anderer Freiberg hat sich mit der Lezten von W i n n i d e n in Oesterreich verheurathet und ihr Wappen dem seinen beigefügt. Der Schild oben weiss, unten blau mit drei laufenden Winden. Anno 1586 haben die Freiberg von Justingen und Oepfingen mit kaiserl. Bestätigung die Wappen von Justingen **) und Oepfingen zu führen angefangen. Die Löwenfelser- ische Linie hat das alte Freibergische mit den neun Kugeln, das Löwenfelserische, und das der Röschen von Geroltzau, einen gelben Mondschein sammt dreier Sternen in blauem Felde angenommen". Gaisberg (Tafel 4). Unterm 16. Sept. 1854 wurde der Gutsbesizer zu Neudeck, Hermann Wilhelm v. Gaisberg bei der Freiherrnklasse in Bayern eingetragen. Wappen: In G. ein # Bockshorn; item auf dem Heiin. Weitere Notizen siehe beim württemb. Adel S. 7. Gebtickli (Tafel 5), sind wol alter ba yeris cher Adel, aber nicht Turnierer. Unter'm 15. Septbr. 1655 hat II. Ferdinand III. den ge- böck'schen Gebrüdern Rudolf, Wilhelm und Heinrich den Freiherrnstand ertheilt. In Bayern als Freiherrn ausgeschrieben 27. April 1657. Das Stamm wappen folgt liier auf der Tafel. Geuiler (Tafel 5). -Heroldsberg. Die freiherrliche Linie ***) führt jezt wieder gewöhnlich das einfache Stammwappen. — Die mit drei Sternen besteckte s. Fussangel in B. — statt des gevierteten. Giiisbeim (Tafel 5). Auf dem Grabstein der 1705 verstorbenen Katharina Renata, geb. Freiin von Günsheimb, Gemahlin de« Franz Quirin Frhr. v. Pruggberg, Kastners zu Aibling, ebendaselbst in der Kirche finde ich das Wappen noch mit der alten Form der Figur (Nesselwurm) wie hier gezeichnet. Dass sie 1705 eine geborne Freiin v. G. genannt wird muss wol Irrthum sein, wenu anders das Datum 1740 für das Freiherrndiplom der v. G. richtig ist. Gleichen-liuttswurm. Von diesem unter den Edelleuten S. 79 Taf. 90 aufgeführten Geschlechte finde ich in neuester Zeit ein Mitglied, den Landwehr-Obristlieutenant zu Arnstein, Adalbert v. G.-R. mit freiherrlichem Titel vorgetragen. Gleisgenthal. Der bayer. Herrn-Stand ist durch Diplom Kurfit. Max Emanuels d. d. 25. Nov. 1697 den Gebrüdern Joh. Adalbert und Joh. Christof v. G. ertheilt worden. GrafT hatten von K. Leopold I. einen Wappenbrief erhalten. Am 10. März 1802 erhob K. Franz II. den Sohn des Johann Graf von Kampill mit „v. Ehrenfeld" in den Freiherrnstand. Mit ihm starb 1814 die freiherrl. Linie im Mannstamm und mit seiner Tochter Amalie 1857 auch im Weibstamm aus. Die adeliche Branche ist vor einigen Jahren auch f. Berichtigung der Wappen werde ich unter dem t Tirol. Adel geben. Greiirenklau. Feld 1. u. 4. ist das Wappen der f v. Ippelbrunn. Siehe Weiteres beim nassau. Adel S. 6. Taf. 7. *) Ein halber # Low im g. Schild auf drei weissen Biichein, eiaeu weissen Ast haltend. **) Das Wappen Just ingen siehe beim f schwäb. Adel. ***) Auch die Ge ude r-Ra b en stei n er führen in neuerer Zeit das freiherrliche Prädikat (s. u. Edelleute). 4 BAERISCHER ADEL. FREIHERRN. 14 Briesseitbeck (Taf. 5). Das 'Wappen Ottenhofen siehe beim t bayer. Adel. Das Stammwappen folgt hier nach einem alten Grabstein. Grosseliedel. Das kurbayer. Freiherrndiplom d. d. 31. Januar 1691 lautet für den Landsassen zu Perkhausen und Aiglspach, Franz Gross ehedel. Gruben stammen aus dem Kölnischen und sind ganz verschieden von den v. Gruben in Pommern. Konstantin Gr. kurkölnischer geh. Rath wurde 1776 geadelt. Gugler. 21. Aug. 1660 wurden von Kurfürst Ferdd. Maria den Gebrüdern Georg und Franz G. „Handelsleith zue Minchen auf Vorweisung des Jhenen erteilte kaiserl. Diplomatis" erlaubt sich des Adels-Prädikats zu gebrauchen. 23. Juni 1660 ist Franz Gugler, Handelsmann zu München in den Adelstand der Karlande erhoben worden. 20. Jenner 1669 erhielt „Georg kugler und dessen Desccndenten das Prädicat von und zur Zeil- Ii o u e n". Diese drei Antraben aus dem kurb. Dekretenbuch (M. 66). Günther. Der Gefreite starb ohne männliche Erben und ist mit ihm das Geschlecht wieder erloschen. « Aiclmer von Romez. Das Wappen siehe unter dem # Tiroler Adel. Allessandrinl (Tafel 9.) Marius Alexandrini de Newenstein, civis ori- finarius et patricius Tridenti führte i. J. 1801 das auf er Tafel gegebene Wappen, welches in einigen Stücken von dem beim tirol. Adel S. 1 gegebenen, abweicht. An der JjrIui (Tafel 9.) (4. Sept. 1793 *) von Hoch brunn (an d. Lahn) erhielten von K. Leopold I. dd. Wien 29. April 1694 den Adel, nachdem sie schon i. J. 1547 von K. Karl V. einen Wappenbrief erhalten hatten. Der Schild ist r o t h „mit einem weissen Schroffen oder Fels". In der Zeichnung des Diploms rutscht von dem Schroffen „ein Stein-Lan" (Lawine), welche jedoch im Text n i cli t erwähnt ist. Kleinod: sechs s„ r. Straussfedern. Dcken. r., s. Andrlan, (Freiherrn) siehe auch beim krainer Adel. Arco (tirafen). Die tiroler Linie ist neuester Zeit gänzlich t- Die schlesische Linie s. preuss. Adel S. 1. Die bayrische, bayr. Adel, S. 5. u. E. B. **) S. 5. Auersberg. (Fürsten.) Das Erblandmarschallamt datirt v. J. 1775. Baldauf von Waldenstein; haben sich des Adels enläussert und leben noch als Bauern in Tirol. Im Jahre 1800 ist ein anderes Geschlecht B a 1 d a u f unter gleichem Wappen geadelt worden ; diese neuen gehören aber nicht in die Matrikel. Benz. (Freiherrn.) Der k. k. österr. Hofrath v. Benz, wurde 1839 in den Freiherrnstand erhoben. Wahrscheinlich ist der 1766 geadelte i g-) Conzin (Tafel 12.) (Freiherrn) von Käset z. Das unter den nichtlandstiindischen Adel S. 21, Taf. 24. aufgeführte Geschlecht Concini gehört hieher. Anton und Sigmund von Conzin (Concini) erhielten 1514 die tirolische Landstandschaft Die gräfliche Linie, deren Wappen hier berichtigt wiedergegeben ist, erlosch 1713 mit Graf Johann Volkard v. C. Die adliche Linie zu Tajo und die zu Ritsehenegg (deren Wappen auf der Tafel) sind gleichfalls erloschen, und blüht nur mehr die freiherrl. Linie zu K a s e t z , welche 1620 und 1804 Eintragungen in die tirolische Matrikel erwarb. Coretli. (Tafel 9.) (Freiherrn.) Ein anderes freiherrliches Wappen der C. v. Starkenberg ist mir ex dipl. origin. mitgetheilt worden. Es weicht von den bisher gegebenen wesentlich ab im Herzschild und Feld 2. des Hauptschildes. Elierschlager (Tafel 9.) von Kofi egg. Jakob Eberschlager wurde 1651 geadelt. \ TIROLER ADEL (ständisch). 33 Stammwippen: von G. u. R. schräg gethcilt. Oben ein aufspringender # Eber, unten ein s. Schrägbalken, gleich mit der Theilung. Auf dem Helm der Eber wachsend zwischen einem #, und einem r., s. ge- theilten Horn, beide in den Mündungen mit Pfauenspiegeln besteckt. Decken: #, g. u. r., s. Bern.: Bei Siebm. IV. 51. ist diess Wappen so, dass der Schild von hinten oben nach vorne unten schräggetheilt ist, wie mir dünkt unrichtig, da ein Siegei die hier gegebene jedenfalls passendere Richtung der Schrägtheilung hat. Im Wappen von 1651, das beim tirol. Adel Taf. 5. gegeben ist, findet sich Feld 3. silber mit r. Figur, im vermehrten, gegenwärtig (s. unten) dagegen, ist das Feld ro th u. die Figur s. — gekleidet. Sie hat hier einen Kranz, s. Rosen auf dem Haupt u. drei s. Rosen in jeder Hand. Das vermehrte Wappen ,-wic es die Familie g egenwärtig führt, hat auch einen II. Helm, auf welchem die Figur von 4 wachsend, doch dass die Rosen in den Händen r. sind. - 7t f3-'V. . i'v-j :v Enzeiibei'g, siehe auch beim krainer Adel und unter Grems beim f tirol. Adel. Egger (Tafel 9.) I von Marien fr eid, (nicht Marienlrcund). Johann Sebastian E g g e r, Stadt - u. Landrichter zu Kufstein, wurde 1726 mit obigem Beinamen geadelt. Das beim tirol. "Adel Taf. 5. gegebene. Wappen gehört nicht zu diesem Geschlecht, ist das Wappen der Egger von Egg. Die E. v. M. führen nachstehendes Wappen: Geviertet, 1. u. 4. in S. ein r. Löwe, 2. u. 3. in R. drei s. Spizen aus dem Vorderrande kommend. Auf dem Helm der Löwe wachsend, ein Schwert in den Pranken. Decken: r., s. So auf einem Siegel des Geadelten, v. J. 1749 mit Farbenangabe. Eine andere mir mitgetheilte Abbildung hat die Löwen im Schilde auch mit Schwertern in den Pranken, und die Spizen in 2. u. 3. aus dem Inner-Rande kommend. Fedrigotti (Tafel 9.) sind in Branzoll angesessen. Nach einem Siegel ist das Kleinod: ein aus Fla mm en hervorbrechender r. Phönix u. die D e ck e n sind r. in g. Freysing. (Tafel 9). Das Wappen Aichach siehe beim f tirol. Adel. Das Wappen, welches die Mayr vor ihrer Namens- u. Wappenänderung führten, war: In S. ein g.-gewaff- neter # Widder auf gr. Dreiberg schreitend. Auf dem Helm zwischen s. Flug der Rumpf des Widders. Decken: #, s. Gentilotti. Johann Franz Gentilolti von Engelsbrunn, ist 27. Sept. 1729 landständisch in Salzburg geworden. Derselbe wurde noch im selben Jahr in den Fieiherrnstand erhoben. Goldegg besizen Goldegg und Lindenberg n i ch t mehr, dagegen Karneid, Zirnberg, Prack enstein, Spau- regg, Töll u. das landesfürstliche Lehen zu Ried im Ö. Innthal. Johann Franz v. G. erhielt für sich u. s. Nachkommen, dd. Pressburg 4. Juli 1723, das Indigenat von Ungarn. Die Caualli oder de Cabalis, deren etwas verändertes Wappen im gevierteten goldegg'schen Schilde erscheint, sollen (nach dem goldenen Buch der Republik Venedig) von Adrianopel nach Venedig gekommen sein. ■ Rota gibt in seinem Blasone Veneto viererlei Wappen der Caualli, von denen das eine (in R. ein aufspringendes gezäumtes s. Ross, der Schild mit einem b. Balken, darauf drei s. Sterne, überlegt, dreimal in Quad- rirung mit andern vorkommt. Das zweite aber in ß. ein s. Ross, über dem Schild einen r. Schrägbalken, zeigt. Keines der beiden Wappen hat absolute Identität mit dem in 2. u. 3. des goldegg'schen Schildes. Joannes de Caballis war 1427 Domherr zu Trient. Barbara von Ross, die Lezte (de Caballis?) war an Johann Stocker zu Greifcnegk verheirathet. Ihre Tochter Helena war des Hieronimus v. Goldegg Hausfrau, u. durch diese kam das Wappen in den Schild. Hausmann (Taf. 9.) (Freiherrn.) führen den Titel „Hausmann von Stetten, Freiherrn zum Stein unter Löwenberg, Lanegg und Greiffenberg. Ihr Wappen soll in diplomate so wie auf der Tafel sein, u. unterscheidet sich von dem früher (Taf. 9.) gegebenen wesentlich dadurch, dass der Herzschild von S. u. 11. gespalten; die Löwen in verwechs. Farben halten eine weisse Marmorplatte. Auf H e 1 m II. ruht die Kaiserkrone u. auf ihr stehen die Löwen, s., r. Helm I. hat einen b., s. getheilten Flügel (?) und Helm III. ist so wie oben Helm I. Hepperger. Der Handelsmann zu Bozen, Karl Joseph Hep- p e r g c r , dessen Voreltern schon vor 200 Jahren einen Wappenbrief erhalten hatten, wurde von der K. Wittwe M. Theresia, dd. Wien 9. Juni 1770, geadelt. — Eine andere Linie des Geschlechts blüht in Salzburg. — Der Anker soll dem Diplom gemäss „eisenfarben" sein. llormayr. (Taf. 10.) (Freiherrn.) Das reichsritterliche Wappen von 1725 folgt hier cx diplomate auf der Tafel. Joh. Felix Konstantin Hormayr von Ilorttenburg wurde 10. Juli 1736 in Salzburg als R.-Ritter ausgeschrieben. In der Manr (Freiherrn.) von Strelburg. Kurfürst Max Emanuel erhebt den Johann Zacharias Inder in aur, dd. München 2. Mai 1700 zu seinem Truchsess und verwilligt ihm das Prädikat „von Strelburg". (Dekretenbuch Mss.) Klebelsberg. (Taf. 10.) Lebte ausser der gräflichen noch eine Linie in Edelmannswürden in Tirol und ist auch daselbst angesessen. Ihr W appen (nach einem neueren Siegel): Geviertet mit gespaltenem Herzschild, der vorne in R. einen s. Greifen, hinten in G. auf gr. Dreiberg zwei verschlungene Kleeblätter (Stammwappen) zeigt. Der Rückschild enthält das Wappen der v. Katzelohr*): 1. u. 4. von G. u. # getheilt, mit einer aufspringenden s. Kaze, die einen Ring mit abhängender Kette^ um den Leib trägt, 2. u. 3. in B. ein g. Schrägbalken mit drei b. (alias #) Pfeilspizen belegt. Zwei Helme: I. ein kaiserlich gekrönter r.-ge- Ideideter Rumpf zwischen #, g. u. s., r. getheilten Flug. II. Drei b. Pfeile mit r. Flitschen übereinandergeschrägt. Decken: I. #, g., II. b., g. (Vergleiche auch bayr. Adel S. 88, Taf. 104.) *) Die v. Katzelohr, österreichisch, werden sonst als f auf- feführt. Mayerhofer sagt sogar bestimmt, dass Benedikt Kaze« ohr zu Fraysbnr^, Pfleger im Sarnthal 1593 als der Lezte seines Namens und Stammes gestorben und darnach das Wappen an v. Klebeisberg verliehen worden sei. Nach Bagminl pom. Wappenb. leben in Pommern jedoch noch dieses Geschlechtes u. Wappens. 6 * 24 TIROLER ADEL (ständisch). Hnillenlierg sind 1812 im Mannesstamm erloschen. Siehe tirol. Adel. Kripp von Freudenegg. Durch Güte des Hrn. v. Hueber- Florspnrg in Ulm. habe ich eine im Besiz desselben befindliche Kripp'sctie Familienkronik in Mss., die von 1335 bis 1713 reicht, benüzen können. Sie beginnt mit Heinrich Kripp, Salzmayer zu Hall u. s. w., enthält eine Abschrift des AdcJsbriefes vom römisch. König Dlax dd. Innsbruck 20. Mai 1489, für Pank ratz Kripp v. Freudenegg, ferner den Adelsbrief für Wolfgang u. Sigmund die Khrippen, Gevettern, vom selben Kaiser, dd. Füssen 22. April 1498. In dem lezteren Briefe werden die beiden Wappen, so bisher neben einander geführt worden, vereinigt, nemlich: „im rotlien scliilte ein weiss? Krippen in a ch t gelb S t e k h e.n gezäumet" und „ein weisser schilt darin ein schwartzer P a ch seh rembsweis, der khundtsach genannt". Die z w c i Helme mit ihren Kleinoden werden gekrönt. dd. Linz 5. Juni 1529 erlaubt Ferdinand, König zu Hungarn und Böhmen, den Vettern Christoff und Sig- mundt den K h r i p p;e n auf ihrem Schild in Zukunft statt des Stechhelms, so sie bishergeführt, einen „Thur- nierhelm" zu sezen. Der Leztc in besagter Kronik eingetragene, ist Franz Wilhelm Kripp v. Freidenegg, Oberst im schwäbischen Krcis-ltegimcnt Fugger-Kürassier, so 1713 ohne Erben verstorben. Nacli Privat-Notiz lebt 1858 noch ein Hr. v. Kripp v. F. als Professor in Innsbruck. Hilbeck (Taf. 10. (Freiherrn) (1839.) von Kübau, stammen aus dem Trierischen. Die Brüder Karl Friedrich (geb. 1780, f 1855, als k. k. Reichsrathspräsident) u. Alois (geb. 1787, f 1850 als k. k. Holrath) wurden 29. Merz 1825 in den Österreich. Freiherrnstand erhoben. Ersterer hatte 20. Okt. 1816 den Ritterstand, u. 29. Okt. desselben Jahres die tiroler Matrikel erhalten, 1828 auch in Böhmen und Mähren, 1845 in Steiermark u. 1847 in Siebenbürgen das Inkolat erworben. Lezterer, Frhr. Alois v. K., wurde 24. Nov. 1839 in Tirol immatrikulirt. Wappen: In B. eine gestürzte s. Spize, in welcher ein gekr. # Doppeladler. Drei Helme: 1. u. III. Drei Federn, b., s., b., II. der Doppeladler. D e ck e n : I. u. III. b., s., II. #, s. Bern.: Das Wappen ist jedenfalls eines der besten, das in neuerer Zeit erlunden worden. Htiepacli. (Taf. 10.) Vor dem Wappen mit Herzschild und drei Helmen, führten die v. K. einen mit dem lv u e p ach'sehen u. R i e d'schen Wappen gevierteten Schild, und auf demselben die zwei dazugehörigen Helme, wie hier auf der Tafel zu sehen. kalcliardliijg. (Taf. 10.) Der Unterhauptmann auf Schloss Tirol, Zacharias L., wurde 1742 mit „von Eichberg und Lizignad" geadelt. Das Wappen ex diplomale ist so wie auf der Tafel. Das Geschlecht ist 1816 im Mannstamm f. Inntn (Taf. 10.) von Büchsenhausen. Michael, Johann u. Joseph von Lama wurden 1708 mit „von u. zu Pichsen- hausen" in den Reichsritterstand erhoben. Pichsen- hausen, ein Edelsiz bei Innsbruck, gehört jezt nicht mehr den v. L., sie führen aber noch das Prädikat davon. Das Ii i e r gegebene Wappen ist das richtige. kaiiner (Taf. 10.) Zu Moos und Vesten stein. Adelsbestätigung von Erzherzog Ferdinand für Adam L. z. M., seinen Hofpfennigmeister, dd. Innsbruck 2. Juli 1586. Die Lanser führten das aitenbur g'sche Wappen früher in anderer Weise mit dem ihrigen vereint, nemlich statt durch Viertung einfach durch Theilung, oben Stammwappen, unten Altenburg, wie hier auf der Tafel. (Siebm. N. 116. gibt das obere Feld gold satt s.) Es gibt in Tirol noch ein anderes Geschlecht Lann- ser, das auch aus dem Eppan stammt, wie die obigen Lanser z. Moos, u. das 1608 eine Adelsbestätigung erhielt. Es wird mir noch von Seite eines tiroler Genealogen die Vermuthung ausgesprochen , dass diese Lannser v. J. 1608, und nicht die Lanser zu Moos in die Tiroler Matrikel eingetragen seien. Ich werde ihr Wappen unten in der II. Abtheilung einschalten. Liircliei' (Taf. 10.) zu Eisseck (nicht von Eissank). K. Rudolf II. erhob dd. Prag 17. Mai 1604 die Gebrüder Andreas, Johann u. Kaspar, die Lärcher, unier Verbesserung ihres Wappens in den Reichsadelstand. Wappen: In G. ein Schrägbalken mit drei g. Lerchen (in Gestalt der Adler gezeichnetj belegt. Kleinod: ein Flug in Farben u. Figur des Schilds. Decken: #. g. keiss (Taf. 10.) von Leimburg. Paul L e ü s s, kaiserl. Hofbuchhalter, erhielt nebst seinen Vettern am 22. Jan. 1624 eine Bestätigung des seiner Familie unterm 16. Jan. 1591 er- theilten Adels. Das Wappen ex diplomate ist richtig so wie hier auf der Tafel. Der Greif auf dem Helm hat nichts in den Krallen. kiekt entliurn (Freiherrn) siehe: A s ch a u e r. kodier. Der österr. Hauptmann Franz Anton Locher von Lindenheim wurde 1739 böhmischer Ritter. Wahrscheinlich gehörte selber zu der Familie, welche 1705 vom Fürsten v. Eggenberg den Adel erhalten hatte. auch kodron, (Grafen.) ■f tirol. Adel unter M o n t a n i. kiitteroti. L., Pfleger und Gerichtsverwalter 1737 mit v. Langenthal ge- Joh. Andreas zuSalurn, wurde adelt. Malaiiott. Karl v. M. erlangte 1702 mit seinen Brüdern Anton u. Leopold den Ritterstand mit „von C a l d e s ". Georg u. Sebastian v. M. wurden mit demselben Prädikat 1729 in den böhmischen Rittersland erhoben. Die vordere Hälfte des Schildes und das Kleinod sind von dem Wappen der f v. Caldes (siehe diese beim f tirol. Adel"). Ulamnilng, (Grafen.) siehe auch oben im E. B. beim bayr. Adel. Das Datum des Freiherrnstandes vom K. Leopold soll heissen 1672 (statt 1792). Martini. (Taf. 10.) (Freiherrn.) Das freiherrliche Wappen folgt hier auf der 7* TIROLER ADEL (ständisch). 25 Tafel. Schildhalter sind zwei s. Windhunde mit r. Halsbändern. Den F r e i h e r r n stand erhielt der Hofrath u. Professor zu Wien, Karl Anton v. M., i. J. 1780. Majerle. 1701 wurden die Gebrüder Johann Leonhard und Peter M., Kaufleute zu Bozen, in den Adelstand erhoben. Heran, siehe auch krainer Adel. Miller (Taf. 10) (Graf.) von Aichholz. Geadelt wurden 1691 die Gebrüder Johann, Ferdinand u. Michael Miller aus Lana. Zum Wappen bemerke ich, dass nach neuerer Mittheilung der Greif in 2. u. 3. in s., r. getheilten Feld in verwechselten Farben steht. Mülilstettei*. (Taf. 10.) Im vermehrten Wappen muss Feld 1. u. 4. (entsprechend dem Stammwappen) von S. u. R. gespalten sein, wie hier verbessert worden. Müller (Freiherrn.) v o n M ü 11 e g g. Michael M. erlangte 1623 den Adelstand mit „von Müllegg". Kristian M. v. M., kaiserl. Hol'agent, erlangte 1792 den Freiherrnstand. Sieb. IV. 132. gibt ein Wappen Müller von Müllegg, so mit dem des vorliegenden Geschlechtes nicht verwandt zu sein scheint. Veillliailll zum Neuenthurm sind 1632 in Tirol landständisch geworden. Payr von Claldif. (Taf. 11.) Ein Wappen mit der Unterschrift Caspar Payr zu Caldiff 1 5 7 3 in einem Stammbuche ist so wie hier auf der Tafel. Es unterscheidet sich namentlich im Herzschild, der hier statt des Hirschgeweihs zwei Aeste enthält u. entsprechend in dem Kleinod des I. Helms. Weitere Unterschiede zeigen Feld 2. u. 3. und Helm III. Payr zum Thum und Bach. So lautet das Prädikat statt P. von Thurn. Prack (Taf. 11.) von Asch sollen schon um 1700 im Mannstamm f sein. Sie haben auch eiu v e r m e h r t e s Wappen geführt: Geviertet von G. u. S. mit Herzschild (Stammwappen). 1, u. 4., in s. Schrägbalken, ein laufender # Hirsch (alias Steinbock), 2. u. 3. ein r. Balken. Drei Helme: I. Der Hirsch (alias Steinbock) wachsend, II. zum Stammwappen, III. ein Busch von dreimal drei Federn abwechselnd s., r., s. D e ck e n : I. u. II. #, s., III. r. s. Bern.: Die S ö 1 d e r v. Prackenstein (s. unten) sollen das Stammwappen der v. P r a ck geerbt haben. Prato. (Freiherrn.) Alexander v. Prato, aus Italien stammend, wurde 1644 in den Freiherrnstand erhoben, welche Würde seine Vettern v. P. schon 1639 erhalten hatten. Puitschcr (Taf. 11.) (Freiherrn.) von Eschenburg. Franz Xav. Purtscher, geheimer Rath u. Appellg.-Präsident in Tirol, wurde 21. Jan. 1817 in den Adelstand erhoben. 1836, 14. Dez. erlangte die Familie den Freiherrnstand u. die Aufnahme in die Matrikel. VII. Ergänzungsband. Wappen: In # auf gr. Fuss eine s. Mauer mit offenen Thor. Auf den Zinnen schreitend ein g. Greif mit einem ausgerissenen Eschenbaum in den Krallen. Drei Helme: I. u. III. der Greif mit dem Baum wachsend , 2. ein # Adler, ebenfalls wachsend. D e ck e n : #, g. S ch i 1 d h a 11 e r: zwei g. Greifen. Prunner (Taf. 11.) von Hirschbrunn. Von diesem landständischen Geschlecht lebt noch ein männliches Mitglied als Priester zu Mauls in Tirol. Wappen: Geviertet von lt. u. G. 1. u. 4. auf gr. Berg ein g. Springbrunnen in drei Kaskaden, 2. u. 3. an s. Stufen-Mauer aulspringend ein :#: Hirsch. Auf dem Helm zwischen einem # Hirschgeweih ein s. Passionskreuz, D e ck e n : r., g. u. #, g. Klcca liona (Taf. 11.) von Reichenfels, Karl Joseph It., Ohrist Waldmeister zu Fleims in Tirol, erhielt 1754 mit seinem Vetter Franz Antun R. den Adel mit obigem Prädikat. Die Familie blüht zu Cavalese in Welschtirol. Dem Diplom nach ist Feld 1. u. 4. gold u. 2. u. 3. blau mit s. Arm u. g. Sternen. Die Decken b. g. Feld 2. u. 3. soll demselben Diplom nach das S tammwappe n sein, welches ein Riccabona als kaiserl. Hauptmann von K. Max erhalten habe. KoSlilllli. Das ganze Geschlecht „sämmtliche Oheimen, Neffen und Kinder Rosmini" wurden 1672 in den Adelstand erhoben. Kossl (Taf. 11). (Freiherrn.) von St. .Juli an a „haben zu St. Juliana bei Vigo ihre Heimath, sind von da nach Bozen gekommen, Dok- tores geworden und haben sich.adelich verheuratet, sind allweg vom Volk für Edelleute geehrt worden" (von Mayerholen). 1678 landsländisch. Johann Franz v. R. hat 1720 den Freiherrnstand erhalten. Peler Ulrich Frhr. v. R. zu St. J. ist 1780, 36 Jahre alt, als Obrist- lieutenant und Kommandant zu Konstanz gestorben; hat zwei Söhne hinterlassen und eine Tochter, so sich an einen Freiherrn von Mont in Graubünden verheurafhet. Stamm wappen: in S. ein r. Löwe. — Freiherrliches Wappen: Geviertet mit dem Stammwappen und einem von G. u. R. wellenweise fttnisn 1 getheilten Feld (alias in lt. drei s. Flüsse). Kleinod unbekannt. Kost, (Freiherrn.) Uradel in Tirol, vormals von Puchen stein genannt. Nach dem Verkauf von P. zogen sie aufSchloss Rost und nannten sich davon. Im J. 1731 wurde eine Linie in der Person des Johann Gaudcry Frhr. v. It., Feldmarschall-Lieutenant, in den R.-Grafenstand mit dem Prädikat „von Buch enstein" erhoben. Ob die 1738 gefreiten Brüder Leopold und Georg Anton v. Rost zu Aufhofen, Kehlberg und Rothwünkl zu diesem Geschlecht gehören, vermag ich nicht zu behaupten. Saracini (Taf. 11.) (Grafen.) von Beifort. Leonhard Sigmund S. v. B. wurde 1731 von Oesterreich gegraft. Wappen: R.-bordirt, in B. drei, 2. 1., gekrönte e. Löwenköpfe, die oberen gegeneinander. Auf dem Heim ein gekr. g. Löwenrumpf. Decken : b., g. u. r., g. Sardagiia. (Taf. 11). -* ■ (Freiherrn.) V.B. Sardagna de H o ch e n s t e i n, publ. J. Notarius, civis origin. et patricius Tridentinus führte 7 26 TIROLER ADEL (ständisch). 1801 diess Wappen: Getheilt von G. u. R. Oben ein gekr. # Adler, unten von gr. Berg herabfliessend ein s. Bach. Auf dem Helm der Adler. Decken: g. und r., s. Eine Linie wurde auch in Oesterreich gegraft, und führt nachstehendes Wappen : Geviertet von G. und R. mit g.-bordirtem b. Herzschild, darin ein s. Löwe. 1. u. 4. ein gekr. # Adler, 2. u. 3. ein gr. Berg, von dem ein s. Wasserstrom herablliesst. Drei Helme: I. zwei Hörner b. mit s. Spangen. II. der Adler, III. der Löwe wachsend. Decken: rechts #, g., links r., s. Tyroff, östcr. Wappenb. XII. 76. gibt ein Wappen Frhr. v. Sardagna, das, halb gespalten und getheilt, vorne eine Säge, hinten einen Hirsch, unten drei Sterne und einen Dreiberg enthält. Diess Wappen wird wahrscheinlich der 1838 in Oesterreich gefreiten Familie Sardagna angehören. Sckultliaus (Taf. 11.) von Moos. Diess uradelige (nach Andern von K. Max I. geadelte) Geschlecht ruht noch auf vier Augen. Leben unbegütert jezt zu m. Pauls bei Bozen. Stammwappen: Von R. u. S. schräg getheilt, mit einem von R. u. S. getheilten Löwen, der einen g. Ast hält. Auf dem Heim der Löwe s. wachsend. Decken: r., s. Vermehrtes Wappen: Geviertet. 1. u. 4. Stammwappen, 2. u. 3. in IL ein s. Balken, von drei, 2.1, gestürzten s. Monden beseitet (t v. Moos, s. auch S p a u r v. Moos.) Zwei Helme: I. zum Stammwappen. II. zwei r. Hörner mit s. Spangen (Moos). Decken: r., s. Solder (Taf. 11.) von Prackenstein, haben Prackenstein mit dem Wappen von den f Pracken von Asch (s. oben) geerbt. Feld 2. u. 3. ist Prack, doch mit dem Unterschied, dass der # Prack hier (wahrscheinlich als Namcns- ■nspielung) an einem Felsen hinanspringt. Feld 1. u. 2 ist mit Stammwappen, der Hellpartirer (Söldner) r. u. s. gekleidet in #. Decken: r., s. u. #, s. Söll von Aichberg. Die Linie Teissegg ist nicht landständisch. Ihr Wappen siehe unten in der II. Abtheilung. Spaur, s. auch krainer Adel. Das Wappen Anich s. beim t tirol. Adel. Das Wappen Moos führen auch die v. Schult ha us (s. oben). Stai'lielhur^;, (Grafen.) sind 1809 im Mannstamm ts haben 1698 das Wappen Botsch (s. beim f tirol. Adel) zu dein ihrigen erhalten. Stenibaeh. (Freiherrn.) Feld 1. u. 4. ist Luttach in verwechselter Farbe. Siehe diess beim f tirol. Adel. Strobl (Taf. 12.) von St ein und Wiesenegg. Johann Jakob Strobl, Landrichter zu Toblach im Pusterthal, wurde 1743 mit obigem Beinamen geadelt. Wappen nach Siegelabdruck: Geviertet. 1. enthält oben in G. einen auffliegenden s. Schwan, unten von S. u. R. dreimal getheilt. 2. u. 3. in G. auf gr. Berg einen gr. Baum, 4. in ß. schräg gelegt eine s. Pfeilspize, die hinten in einen Ring endet. "Auf dem Helm wachsend ein g. gekleideter Jüngling, in jeder Hand eine s. Lilie haltend. Decken: r. g. u. b., g. (?) Bern.: Die Farben waren im Abdruck nicht sicher zu erkennen. Taxi» (Grafen.) zu Thum und Valsassina. Ausführlichere Nachrichten und Berichtigungen habe ich beim krainer Adel gegeben. Thun. (Grafen.) Kristof von Thun, kaiserl. Hauptmann (ein Gefährte Jörgs von Frundsberg), erhielt im J. 1516 von König Max I. die Gerichtsbarkeit Königsberg mit Salurn zum Pfandlehen „und dass vralt Wappen von Khunigsperg *)" in den gevierteten Schild, dazu auch einen II. Helm. Diess geviertete Wappen ist also nicht das freiherrliche. Den Freiherrnstand erhielten die v. Thun von K. Rudolf II. 1604 mit Hinzusezung des Wappens v. Caldes **) und den dazu gehörigen Ilelm mit dem Einhorn in die Mitte zwischen die beiden Freiherrn-Helme. Weil damals, als die v. Th. das Wappen Caldes erhielten, noch eine Linie dieses Geschlechts lebte, sezten die E'rei- herrn v. Thun in den s. Balken dieses Wappens als Beizeichen einen g. Stern, welchen sie aber nach Aussterben der Caldes" wieder wegliessen. Den Grafenstand und das Prädikat „von Hohenstein" erhielten die Freiherrn v. Th. 1629; 1704 weiters die Caldes'schen Einhörner als Schildhalter und den Wahlspruch: In recto decus. (Mittheilungen des Hrn Pescosta aus dem Thun'schen Archive zu Castell-Braghiero). Vergleiche auch der Wappenähnlichkeit halber die v. Thun beim mecklenb. Adel. Torregani. (Tafel 12.) (Freiherrn.) Das adeliche Wappen (vor der Freiung) folgt hier auf der Tafel. TrauttmamistorlF. (Grafen.) Die Wappen Kastell alt und Hölzl siehe beim t tirol. Adel. Triaii£i. (Grafen.) Johann Baptist u. Hieronimus Trianghi wurden 1616 geadelt. Der oberösterreich. Regierungsrath und tiroler Landmann Frz. Hieronimus v. Tr. zu Latsch und Madernburg wurde 17S1 gefreit. Schildhalter sind zwei b. Löwen. Troyer, (Grafen.) 8. auch krainer Adel. Troylo (Freiherrn.) von Troyburg. Der röm. König Ferdinand erhob dd. Wien 25. May 1557 die Gebrüder Friedrich, Nikolaus Jakob und Baptista, die Troiano genannt Tr oul o, in des hl. röm. R. Adelstand. Im Diplom sind die Figuren als Bärentazen, und die Figur, welche der Löwe hält „ein lateinisch golden T" genannt. Das Freiherrndiplom ist von 1613 (nicht 15). s. auch E.-B. Uiiterrichter, (Freiherrn.) beim bayer. Adel. *) Das Wappen Königsberg ist gespalten von s. n. ( vorne ein halber r. Adler, hinten ein s. Balken. Auf dem Hei« ein Flug in Farben u. Figuren des Schildes. Decken: r., s. u. #, 3 - 7 j **) Siehe diess beim f tirol. Adel. Auch oben bei den r. Mala nott. Bereits 1579 hatten die v. Thun die Caldes'schen Schlösser Caldes und Rocca inne. ■Mi TIROLER ADEL (ständisch). 27 Valentin i (Tafel 12.) -Weinfeld. Das Geschlecht erhielt 1696 von K.Leopold I. den Adel und 1816 die tiroler Matrikel. Sind zu Calliono in Welschtirol begütert. Wappen: Schräggetheilt von ß. u. S. Oben zwischen zwei g. Sternen ein r. Löwe, unten zwei r. Schrägbalken nach derTheilung. Auf dem Helm ein g. Stern zwischen zwei b. Hörnern. Decken: b., g. u. r., s. Voitl (Tafel 12.) zu Ha rt und Mohrenfeld. Joseph Anton V., Kreisarzt in Pusterthal, wurde 1781 mit z. H. u. M. geadelt. Das Geschlecht ist im Pusterthal begütert und landständisch. Wappen: Geviertet von R. u. G. mit einem b. Balken, darin drei g. Sterne überlegt. 1. u. 4. ein s. Storch, eine Schlange im Schnabel haltend, 2. u. 3. ein Mohr mit #, g., s., r. Federschürze und Federkrone, in der Hand einen Bogen haltend. Auf dem Helm der Storch zwischen #, jederseits mit einem g. Stern belegtem Flug. Decken: r., s. u. b., g. Wallpach (Tafel 12.) zu S ch w a n e n f e 1 d , stammen aus dem Achenthai. Ulrich Wal lp ach kam durch Heurat 1601 nach Hall und erhielt von seinem Schwiegervater (N. Mader) die Schmalzwage daselbst. Die Brüder Mathias W., fürstl. passau. Rath u. Kastner zu Stockerau, und Kristof, kais. Salinenrath, wurden mit „von Schwanenfeld" von K. Leopold I. geadelt 12. Mai 1692. Schwanenfeld ist ein land- sländisches Gut, liegt am rechten Innufer bei Hall. Jos. v. Walpach z. Schw. war hochfrstl. brixen'se.her Rath u. Pfarrer zu Hall 1716. Nach seinem Siegel ist das Wappen aul der Tafel gezeichnet. Es zeigt das Wap- Sen auf der Brust eines weissen Schwans. Der Helm at keine Decken, das Kleinod aber, der Schwanenhals, ist derart angeordnet, dass es scheint, als gehöre er zu dem Körper des Schwans, auf dessen Haupt der Schild ruht. — Ich weiss nicht, ob diese Zusammenstellung diplommässig, oder aus blosser Laune des betr. Pfarrers entstanden ist. 20. Okt. 1838 ist Joh. Karl Wallpach z. Sch. neuerlich in die tiroler Matrikel eingetragen worden. Weinhart. Paul W., Doktor d. II., und Leonhard u. Philipp, dieW., Gebrüder, auch deren Vetter Georg W., wurden 1617 geadelt. ■Welsperg. (Tafel 12.) (Grafen.) 24. April 1564 hat K. Ferdinand I. seinem Rath Hanns von Welsperg und dessen Vettern Bartholome, Balthasar, Melchior, Paul u. Kaspar Karl, Gebrüdern von Welsperg, erlaubt, neben ihrem angebornen Wappen das der t v. Vill anders in einem gevierteten Schilde, dazu auch einen zweiten Helm zu führen. Nach der Beschreibung im Diplom sind beide Helme, der Welsperg'sche und Villander'sche golden, und hat der leztere als Kleinod „einen spitzen haidnischen Huet mit Spam und Färb wie der Schild abgetheilt, baiderseits vnd am spitz mit 7 silbernen gekrümmten Straussfedern besteckt." dd. Innsbruck 1. Aug. 1567 hatErzlierz. Ferdinand diese WappenvermehruDg bestätigt*). Diess geviertete Wappen haben die v. W. nur drei Jahre geführt, da sie noch 1567 mit Wappen Vermehrung gefreit Wurden. WleKHenegg (Tafel j2.) Der Gerichtsanwalt zu Bozen Michael Wisenogg erhielt dd. Innsbruck 14. Okt. 1584 von Erzherzog Ferdinand einen Wappenbrief. (Das darin ertheilte Wappen: Getheilt von S. u. R., im Fuss ein # Dreiberg, aus dem drei r. Rosen an gr. Stengeln wachsen. Auf dem geschlossenen Helm mit r., s. Wulst, der Dreiberg mit den Rosen zwischen s., r. übereck getheilten Hörnern. Decken: r., s.) K. Ferdinand III. erhob dd. Wien 15. Juli 1655 den Ferdinand Wiesenegg mit Vermehrung des Wappens in den Reichsritterstand. 1736 erlangte das Geschlecht die tirolische Landstandschaft, besass auch Hurlach u. Spauregg. Wappen: Geviertet von G. u. S. 1. u. 4. über # Droiberg ein gekr. # Adler. 2. u. 3. aus # Dreiberg drei r. Rosen an gr. Stielen. Auf dem Helm der Dreiberg, daraut der Adler. Decken: g- u. r., s. wvlnltelliofei* (Tafel 12). (Freiherrn u. Ritter.) Anbei gebe ich das Wappen, wie es Jörg Winklhol er zu Krakotfel 1563 in ein Stammbuch malen liess und unterschrieb. Der Löwe ist hier in S. und die Lilie G. in B. Entsprechend auch Kleinod und Decken. Das Wappen Arnold v. Toblach siehe beim f tirol. Adel. Wolkengteln. (Grafen.) Das Mappen Castellrut siehe beim f tirol. Adel. Zalllngper, (Tafel 12.) theilen sich in zwei Linien, die ältere landständische (ohne Prädikat) und die jüngere nicht immatrikulirte mit dem Beinamen „zum Thum" *), Georg, Hanns und Felix, Gebrüder Zallinger in Bozen, erhielten dd. Prag 18. Dez. 1597 v. K. Rudolf II. einen Wappenbrief mit diesem Wappen: Getheilt von # u. G. Oben ein g. Löwe, unten eine jj: Schleife von drei # Lilien beseitet. Auf dem Helm der Löwe wachsend zwischen g., # getheilten, in der Mündung mit je einer # Lilie besteckten Hörnern. Decken: #, g. Jakob Zallinger erhielt dd. Regensburg 11. Merz 1664 von K. Leopold I. den Adel. 4. Juni 1847 wurden die Brüder Karl u. Josef v. Z. immatrikulirt. Zech (Freiherrn.) von Deybach, sind 1584 geadelt, 1677 gefreit und 1678 in Tirol immatrikulirt worden. ZaIIer von Z o 11 e r s h a u sc n. Geadelt wurde 1559 Jakob Zoller mit „v. Zollershausen". Mit Joseph Z. v. Z., Priester, erlosch das Geschlecht 1775 im Mannstamm. *) Faktisch, denn Hr. v. Goldegg besizt diess Bestätignngsdiplora. . ,, Wie aber der Erzherzog überhaupt dazukommen konnte, des } Siehe diese unten in der II. Abtheilung. Kaisers Diplome zu bestätigen, scheint etwa« auffallend. V i d) t l a n b ft ä u i> t f d) c r tl Altenhiii'srlter (Tafel 13.) von Marken stein und Frauenberg. Feter Altenburgr-r, Bürger zu Trient, wurde 1736 mit „von Markenstein und Frauenberg" in den Reichsadelstand erhoben. Dessen Sohn, Joseph v. A., wurde 1776 in den R.-Freiherrnstand erhoben. Dessen Nachkommen sind noch zu Trient ansässig. Wappen: Geviertet. 1. u. 4. von #, S. u. B. schräggetheilt, oben ein s. Löwe. 2. in ß. auf gr. Fuss ein s. Markstein, 3. ebenso in B. auf gr. Fuss eine gekrönte s. Pirnmide. Zwei llelmc: I. der Löwe wachsend, II. wachsend ein s.-gekleideter Mann, mit s.-gestulpter b. Müze, einen Streitkolben in der Rechten haltend. D e ck e n : r., s. u. b., s. Schildhalter: Zwei s. Einhörner. Antonini. (Tafel 13.) Ferdinandus IL Rom. Imperator, fidelem suum im- peviique BlasiumAntoninum, nobilem torhearium verum ac militarem sacri Imperii Romani eifert, dd. Viennae 4. Febr. 1631. Das Geschlecht ist zu Trient angesessen. Wappen: Durch einen mit drei b. Schrägbalken belegten s. Balken von G. u. R. getheilt. Oben ein gekrönter # Adler, unten zwei g. Sterne, darunter ein g. A. Auf dem Helm der Adler. Decken: r., s. u. b., g. Bern.: So wie hier angegeben, ist das Wappen im Diplom gezeichnet u. gemalt. Im Texte aber heisst es vom Kleinod wörtlich : „galea aperta sub qua aquila erit, cujus situs croceo colore niteat additis quatuor lineis, cujus (quarum?) una in modutn sit nnius Alphac, relique ad formam Jotao croceo colore aut aureo ful- gentes, sub quibus duae stellae situ rubeo existunt." Amort (Tafel 13.) (Am Ort). In Welschtirol ansässig. Wappen: Geviertet von R. u. #. 1. u. 4. auf gr. Dreiberg ein gr. Baum. 2. u. 3. ein g. Einhorn. Kleinod unbekannt. Aufschnaiter (Tafel 13.) von Huebenberg. K. Josef II. erhob dd. Wien 16. April 1787 die Grosshändler zu Bozen, Ignaz Anton und Joseph Valentin, Gebrüder Aufschnaiter, in den Adelstand, mit „v. Huebenberg", 1794 ertheilte K. Franz II. den Gebrüdern Johann Baptist und Franz Aufschnaiter, Vettern der obigen und ebenfalls Grosshändlern zu Bozen, dieselbe Würde mit demselben Prädikat und Wappen. Dieses hat ein Schild geviertet von G. u. B. 1. u. 4. wachsend ein #-gekleideter Mann mit Hut, über der Achsel eine Hacke tragend. 2. u. 3. auf gr. Fuss eine s. Burg mit drei Tlnirmcn. Auf dem Helm der Mann wie im Schild zwischen g., überek getheilt, in den Mündungen mit je drei Federn g., #. g. besteckten Hörnern. Decken: #, g. Atznnnger. Diplom von K. Friedr. IL, dd. Wien 7. Jän. 1635 (nicht 33) für Kaspar A. von Hohenatzwang, mit Verbesserung des Wappens. Bartliolazzi (Täfel 13.) (Grafen.) (alias Bartolozy). DieGebriider Bartholomäus und Ludwig v. Bartholozy in Trient, erhielten 1702 vom K. Leopold I. den Grafenstand. Die Familie ist in Trient ansässig und in neuester Zeit im Mannstamm erloschen. Wappen: Von G. u. B. getheilt. Oben ein b. Spangenhelm zwischen zwei geschrägten gr. Lorbeerzweigen, unten auf gr. Fuss stehend ein s. Storch. Auf dem Schild die Grafenkrone. Das Ganze auf der Brust eines g.-bescheinten # Doppeladlers. (So nach einem neueren Siegel der Familie. Tyroff öst. Wappb. II. 10. gibt den Schild etwas anders: Von S., G. u. ß. getheilt." Oben ein gr. Lindenzweig zwischen gr. Lorbeerzweigen ; in der Mitte leer; unten der Storch.) Hall (Tafel 13.) (Freiherrn und Edelleute.) Sollen aus England stammen, von wo sie nach Venedig und Wclschtirol kamen. 1628 erhielt Matheus Call, tiroler Ilauptmänn, einen Wappenbrief. Wappen 1628: Durch welsche Zinnen von S. u.R. getheilt, mit drei 2. 1, Rosen in verwechselten Farben. Auf dem Helm zwischen s., r. übereckgetheilten Hörnern eine r., s. gespaltene Rose. Decken: r., s. Kaiser Joseph II. erhob dd. 30. April 1784 den Handelsmann zu Bozen, Roman Sebastian Call mit „v. Rosenburg und Wiesentheim" in den Adelstand. Wappen 1784: Geviertet. 1. Stainrawappen, 2. u. з. in # ein Ungar in abwechselnd r., s. Kleidung einen Säbel schwingend, 4. in G. zwei r., s. getheilte Fahnen gekreuzt. Auf dem 11 e 1 ra die Fahnen zwischen einem g., # и. einem r., s. getheilten Horn. Decken: r., s. u. #, s. Diess Wappen (1784) wird gegenwärtig noch von zwei Linien, der des Hrn. Josef v. Call, Grundbe- sizers zu St. Pauls, Enkel des Geadelten, u. der des Hrn. Roman v. C., Fabrikanten zu Malmedy in Rheinpreussen, Urenkel des Geadelten, geführt. 21. Merz 1816 erhob K. Franz I. den Oberstleutnant und M. Theresien - Ordens - Ritter Karl v. Call in den Freiherrnstand mit dem Prädikat „von Kulmba ch." Wappen 1816: Das Stammwappen. Dazu zwei Helme: I. zum Stammwappen, II. ein geharnischter Arm mit Schwert. Decken, r., s. 11. Nov. 1813 wurde derk. k. Polizeidirektor zu Triest, Alois v. Call (Enkel des Seb. Roman v. C.) v. K. Ferdinand I. mit „v. Rosenburg und Kulmbac h" in den Ritterstand erhoben. Wappen 1843: Der Schild wie der des Wappens von 1784. Dazu zwei Helme: I. wie oben (1784), II. drei s. Federn. Der obengenannte k. k. Oberstleutnant, Frh. v. C., adoptirte den ebenfalls schon genannten Ritter, Alois v. C., seinen Vetter, u. übertrug mit Genehmigung S. M. K. Franz Jesef I. vom 10. Mai 1851 das freiherrliche Prädikat auf diesen. Derselbe erhielt auch ein vermehrtes Wappen (1851): Geviertet von # u. G. mit TIROLER ADEL (nichtständisch). 29 Herzschild (Stammwappen). 1. u. 4. Der Ungar, 2. u. 3. Die Fahnen wie beim Wappen 1784. Drei He l,m e: I. ein geharnischter Arm mit Schwert (II. Helm v. 1816). IL zum Stammwappen, III. der Helm des Wappens 1784. Decken: I. #, s., II. r., s., III. #, g. Dietrich. (Tafel 13.) Jennewein Dietrich, Gewerke zu Rospach in Tirol, erhielt 1721 den Adel. Seine Nachkommen sind zu Margreid im Lande ansässig. Wappen: Durch einen r. Balken v. B. u. G. ge- theilt. Oben wachsend ein g. Löwe eine Traube haltend; unten ein # Greif. Auf dem Helm der Löwe. Decken: b., s. u. #, g. Eclicr (Tafel 13.) von Echo u. Marie nberg, stammen aus Fol- garia in Welschtirol, wurden Ende des XVI. Jahrhunderts geadelt. Kristian Stefan Eclier v. Ech o , erhielt 1791 eine Adelsbestätigung mit dem Prädikat v. Marienberg. Das beim tiroler Adel, S. 5. Taf. 5. sub Egger v. Marienfreid (s. a. oben im E. B.) gegebene Wappen gehört hieher. Der Schild ist durch ein r. Lilienkreuz von # u. G. geviertet u. mit einemg. Herzschild, darin eine Madonna mit dem Kind, belegt. 1. u. 4. zwei geschrägte g. Pfeile, 2. u. 3. wachsend ein r.-gekleideter Türke einen Pfeil vom Bogen schiessend. Kleinod: der Türke wie im Schild. Decken: #, g. und r., g. Bern.: Siebm. IV. 51. hat das Wappen sub Egger von Egg mit einigen Abweichungen. Die Madonna steht vor g. Strahlenglanz ohne Schild. Feld 2. u. 3. ist s. Der Türke ganz, nicht wachsend. Das Kreuz ist b. Decken: #, g. und r., s. VII. Ergänzungsband. 8 jJL f ' üi K i » 'AiiF^lMfhtn Ergänzungen und Nachträge zum MECKLENBURGER ADEL. H Arnsberg« (Tafel 14.) Das Klei 11 o d dieses Wappens ist ein wachsender g. Löwe. Decken gr., s. ArenstorlT. Der Bär auf dem Helm soll ein Halsband haben. Kasselvitz. (Grafen.) Masch meint, Feld 2. (von G. u. # gespalten) sei unrichtig. Ich berufe mich einfach auf die Kopie aus dem Diplom, welche mir Herr Gf. v. B. dd. Preberedde 28. Nov. 57 zugeschickt hat. Kasselvitz (Tafel 14.) auf Dersentin, geadelt 20. April 1810. Wappen: Von G. u. S. getheilt. Oben aus gr. Boden wachsend ein gr. Baum, unten auf gr. Fuss laufend ein # Eber. Auf dem Helm zwischen s. Fluge der Baum. Decken: gr., g. u. s. (Sollen auch hicher gehören.) Kastian. (Taf. 14.) Wappen: Von S. u. B. gelheilt mit g. Fuss Oben zwei r. Kosen mit g. Buzen; im b. Piaz eine g. Lilie*). Auf dem Helm: zwei Horner, r., s. und g., b. getheilt. Decken: g., s. (warum nicht r., s. ?) und b., g. KcrnstorfT (Grafen.) Das Grafendiplom ist v. König Kristian VII. von Dänemark 14. Dez. 1767. Der Merkwürdigkeit halber erwähne ich hier, dass Masch in seiner sog. Kritik es „geradezu als einen Fehler" bezeichnet, dass ich bei diesem Wappen Helmdecken angewendet habe, „da die dänische Heraldik bei ihren Standeserhöhungen keine I-Ielmdecken anwendet". (Das nennt man wissenschaftliche Kritik. Sapienti satis.) Köhl von Faber. Nikolaus Böhl, genannt F a b e r , ist am 8. April 1806 geadelt worden. Nicht mehr im Lande. Kotli. Masch findet in alten Siegeln die Wellen nicht, meint aber sie müssten jedenfalls blau gemalt werden (wahrscheinlich, weil das Feld selbst auch schon blau ist u. demnach das Wasser sehr heraldisch abstechend wäre). Bremen. (Tafel 14.) Adam von (?) Bremen, mecklenb. Rath, ward 10. Mai 1707 in den Adelstand erhoben. Das Wappen beschreibt Masch (p. 9) so: „Schrägbalken, g. mit 4. jj: Sparren belegt. Adler # i't S. Schach r. und # Mittelfeld (sie!) von S. u. R. gelheilt mit zwei g. Schlüsseln". Kleinod und Decken kennt er nicht. Nach dieser Beschreibung und der bei v. Ledebur ist das Wappen hier auf der Tafel zusammengestellt worden. *) So glaube ich die von Masch gegebene, etwas unheraldische Bla- sonirung verstehen zu müssen, welche lautet: „Von S. u. B. getheilt mit g. Fuis, die Rosen r. mit g. Buzen, die Lilien g.". Biel (alias Freiherrn). Kristian Andreas B i ei, herzogl. braunschw. geh. Justizrath und Erbherr auf Zierond, wurde 24. Nov. 1790 geadelt. Herrn Masch ist eine Erhebung in den Freiherrnstand nicht bekannt. Mir auch nicht. Die dem Namen beigefügte Bemerkung „alias Freiherrn" besagt diess wol deutlich genug. Uebrigens hat mir ein Mitglied der Familie d. 29. Nov. 57, sein Wappen mit der Bezeichnung „Baron Biel", zugeschickt und ich habe keinen Grund zu glauben, dass diess unbefugt geschehen sei. Blücher. In der Blasonirung ist ein Druckfehler eingeschlichen, der übrigens schon von selbst auffallend genug wäre, um sich als solcher zu kennzeichnen Es soll heissen : zwei „von einander", statt „aneinander" gekehrte Schlüssel. Kotltlieu. Der Geadelte hiess: August Gotthard B. auf Dannendorf. Zum Wappen macht Masch die Bemerkung: „Der Dreiberg (im Wappen Taf. 2.) sei wol s ch w e i z e r i s ch und süddeutsch, aber nicht m e eklen b urgisch." Die Wappenkunst ist also um eine neue Acquisition reicher geworden, um „mecklenburgische Dreiberge"! Brocken- (Tafel 14.) In neuester Zeit (8. Mai 1858) anerkannt, „führen j e z t auf dem Helm zwischen zwei b. Adlersflügeln die s. Lilie des Schildes." Decken: b., s. Consel« Die Figur im untern Plaze soll kein schreitender Löwe, sondern ein „an g. Kette hängendes g. Herkules- Löwenfell" sein. Cleve. Meine in der Note ausgesprochene Ansicht, betr., der Wappenfigur der G 1 e v e, konvenirl Herrn M. nicht, er scheint diese Bezeichnung für heraldische Lilie nicht zu kennen, den übrigen Lesern wird aber das sprechende Wappen des" Landes Cleve, das s. Glevenrad in R., welches jedenfalls aus einer bessern Zeit der Heraldik stammt, als das mecklenb. Wappenbuch, wol bekannt sein. Kailelsen sollen nach Angabe des Kritikers keine Adelsrechte haben. Wären also auszulassen. Döring. Die genealog. Notiz soll unrichtig sein. Ich habe die Angabe des Diploms v. 1630 aus v. Knesebeck, welcher das Wappen mit dem Löwen (wie es im mecklenb. Wappenbuch enthalten ist) damit in Verbindung bringt: v. Ledebur führt dasselbe Datum, aber ein anderes Wappen (Siebm. V. 142) auf. Was nun das Richtige, hat Masch nicht gesagt, also lasse ich's bis auf weiteres dabei bewenden. Kaclirödemt- Wenngleich an der Art, wie der wilde Mann den ausgerissenen Baum (nicht Keule) hält — ob vor oder neben oder hinter dem Leib — nichts gelegen ist, bemerke ich doch, dass ich in der hier gegebenen Weise das Wappen Dachröden auf mehreren Stammblättern, MECKLENBURGER ADEL. 31 aus dem Ende des XVI. Jahrhunderts, gesehen habe. Diess zur Beruhigung eines ängstlichen heraldischen Gemiithes. nreiikhalui. Der Geadelte hiess (nach Masch) nicht bloss Kri- stian, sondern aucli Anton, also Kristian Anton Drenkhahn. Düring. „Die Hörner sind auf einem Stammblatt v. J. 1570 bereits roth, also müssen sie roth sein. 1 ' (Krit. u. log. Bemerkung des Hrn. M.) Elderliorst. Der geh. Domainenrath, Johann Ludwig E., wurde 15. Nov. 1782 geadelt. Das Wappen ist auch Masch nicht bekannt. Eyken. (Taf. 14.) Der Adelsbrief soll für Huldreich Eyben dd. 16. Merz 1682 sein. Im Stamm wappen soll der Adler zwei Nägel*) auf dem Kopfe haben, als Erinnerung, dass einer der Vorfahren eine Reise nach Jerusalem gemacht und von päpstlicher Heiligkeit (ob in natura oder bloss im Wappen ist nicht gesagt) zwei Nägel des heil. Kreuzes verliehen erhielt. Im Grafendiplom tvom Jahre 1817) ist der # Adler in einen blauen Adler verändert worden. (Warum, ist Hrn. M. nicht bekannt.) Ich habe den b. Vogel für einen Pfau gehalten, leicht verzeihlich, beim Anblick dieses Thieres, wie es im mecklenb. Wappenbuch Nr. 52 abgebildet ist, und wie ich es hier möglichst treu kopirt als „verbessertes" Wappen mitgetheilt habe, zugleich als Probe des heraldischen Stils in besagtem Buche. (Die Hörner auf Helm I. sollen b., g. getheilt sein (im mecklenb. Wappen sind sie b., s. getheilt) und die Fahne des Schildhalters soll blau sein (ist a. a. O. roth angegeben). Decken fehlen ganz. Ferlier. Die Gabel wird im Diplom eine „Zündruthe" genannt. Dentzkow. Kleinod soll sein : drei s. Federn. CrlodCll, in Mecklenb. bedienstet. Nach Masch aber nicht die Glöden mit dem Gemshorn, welche er in seinem mecklenb. Wappenb. 63. aufführt, sondern die Glöden, welche im b. Schilde ein s. Mühlrad und auf dem Helm, mit b., s. Decken, ein wachsendes # Wildschwein mit einem g. Ring im Rachen, führen. Griimllncli. Die Stauden sollen „Gundelreben" oderEpheu sein. Hael'ten. Masch verbessert: 11 äfften, und sagt: Kristian Ludwig Hafften sei 30. Dezember 1767 geadelt worden. Scheint mir aber nicht richtig bemerkt und eher eine Verwechselung mit den weiter unten auf derselben Seite enannten v. Hafften. Uebrigens meint Masch, das childeshaupt müsse # u. der Steg oder Turnierkragen s. sein. Darin irrt er aber, denn das Wappen Cha- stillon wird in allen französ. Wappenbüchern so benannt : de gueules a trois pals de vair au chef d'or. — Auch im Tyr. pr. Wappenbuch XVI. 79. ist das Haupt g. mit # Steg. Haeseler sollen „einen ganzen Widder" im Schilde führen; Weiteres gibt Hr. M. nicht an. Hagen (Tafel 14.) sollen nach Masch das Wappen führen, das v. lleding II. p. 220 beschreibt: In G. ein # Bärenkopf „mitausgestreckter Zunge aus dem Halse, der unten, da wo er abgeschnitten worden, blutig ist". Auf dem Helm die Schildesligur mit drei Pfauenfedern besteckt. Decken: #, g. Hahn. Die Waffen des Hahns kommen auch # vor, was übrigens nicht von Bedeutung ist. Henkel. Siehe auch beim bayr. Adel, S. 84. Tafel 97. Hiiitzenstern. Der Schwan soll nach Masch in Roth stehen. Im schwedischen Wappenbuch ist das Feld blau. Hoclistetter. (Tafel 14.) Geadelt v. K. Joseph II. 9. Juni 1779. Wappen: In S. ein r. Zinnenthurm. Derselbe auf dem Helm zwischen s. Flug. Decken: r., s. Hirschfeld. (Tafel 14.) meissnischer Uradel, der nach v. Ledebur ein Adels- Ernennungs-Diplom v. 16. Febr. 1787 besizt. Ein Mitglied des Geschlechtes steht als Sekondieutnant in mecklenb. Diensten. Das Wappen habe ich beim sächs. Adel, S. 33 bereits beschrieben. Holzschuher. (Tafel 14.) (Freiherrn.) Ein Mitglied des bekannten Nürnberg. Patriziergeschlechtes (siehe bayr. Adel, S. 40. Tafel 38. und Ergänzungsband S. 15) steht als Hauptmann in mecklenb. Diensten. Hopffgarteii. (Tafel 14.) Die mecklenb. H. führen nach Masch fünf Straussen- federn #, s. auf dem Helm. Karstedt. Der Rumpf soll nach Masch eine „weisse Schürze" haben. Wird also wol von einem Koch oder Mezger sein. Kamptz. Auf dem Helm nur drei Federn r., #, r. Hiezu macht Maseh die interessante Bemerkung, dass die # Feder, „in Folge einer Reichsachterklärung um 1566 angenommen worden sei". Klein. Die Figur in 4. soll eine Fussangel (keine Piramide) sein. Koch- Das Wappen wie ich angegeben, ist mir von kompetenter Seite zugekommen. Masch will, dass die Federn auf dem Helm #, s. # u. die Decken b., s., # seien. Woher das Schwarz, da im Schild bloss B. u S. vorkommt ? Wahrscheinlich zur Abwechslung ? Koenemann. Das Adels-Diplom ist vom 1. Mai 1773. Ko enigsmark. (Gralen.) Ich habe sehr wol gewusst, dass im Diplom v. J, 1817 der Löwe auf Helm I. hinaus, d. h. nach Rechts, während der Helm einwärts, d. h. nach Links gekehrt ist; ich habe mir aber doch erlaubt, den Löwen so zu stellen, wie es die Regeln der Heraldik u. das einfache Sicherheitsgefühl erfordern , selbst auf die Gefahr hin, einen „Verstoss gegen das Diplom" zu begehen. *) *) Im mecklenb. Wappenbueh sind es deutlich drei Pfauen- Nadeln, wie auch im grüfl. Wappen. *) Wenn Alles richtig u. wahr wäre, was in Diplomen steht, dann brauchte man nur recht viel diplomweise xu schreiben , um in» 8* •-■■■V. •' .> o ' ■ V ■ ' " - ' i ■■ V- : W. " 32 MECKLENBURGER ADEL. Kühlewein. Das jezige Wappen soll nach M. die „zwei Weinkannen in einer Schale stehend u. auf dem Helm die Traube zwischen zwei Weinmessern" zeigen. Laffert. (Freiherrn.) Masch sagt, die v. L. seien in Mecklenb. nicht Freiherrn. Ein Mitglied der Familie, das mir unterm 28. Nov. 1857 die betr. Zusendung machte, hat sich Freiherr v. L. unterschrieben. Ich habe keinen Grund anzunehmen, dass er es nicht sei. Langen. (Freiherrn.) Nach dem Diplom v. 1839 sollen „statt der Granate drei übereinandergelegte gr. Rosen" sein. Im Freiherrndiplom findet sich diese Angabe nicht. Leitner. (Tafel 15.) Diplom vom 26. April 1803. Der Löwe soll r., der Flug g. u. r. *) übereck gctlieilt, die Decken b. u. g. sein, wie nach Masch's Angabe hier verbessert. Levetzow sollen mecklenb. Uradel sein. Lübbe. Wie bei mir angegeben, findet sich das Wappen im mecklenb.' Wappenbuch Nr. 118. Muss dort wol unrichtig sein, weil Masch sagt, der Löwe auf dem Helm sei g. und die Rohrkolben müssten Waizenähren sein. Ich meine auch, die Decken wären nach Feld- und Hauptfigur besser r., s. als r., g. Ludwiger. (Tafel 15.) Jonas Ludwiger (aus Halle) erhielt 1597 nebst seines Bruders Söhnen den R.-Adel. Kurfürst Friedrich III. erneuerte den Adclstand 4. Juli 1696. — Aus dieser Familie stammt eine mecklenburg - strelilz'sche Hofdame v. L. Wappen: In B. eine g. Sonne. Dieselbe auf dem Helm zwischen b., s. übereck getheilten Hörnern. Decken: b., g. (Siehe das Geschlecht auch beim sächsischen Adel. S. 38, Tafel 42.) von der Lühe. Masch meint, die Schildfigur, sowie ich sie (nach einem Siegel v. J. 1501) gegeben habe, sei gänzlich antiquirt". Ich habe diese Darstellung auch bloss gewählt, um den Unterschied gegen diejenige beim sächs. Adel. Tafel 42 zu bezeichnen. Wenn die Familien übrigens immer ihre Wappenfiguren so gelassen hätten wie sie ursprünglich waren, würde nicht so viel räthsel- haftes Zeug und auch dadurch nicht so viel „Wissenschaft" in die Wappenkunst sich eingeschlichen haben. Mathiessen sollen eine andere Familie sein. Welche andere aber hat der Hr. Masch leider nicht gesagt. Merkleiibur^. Masch sieht bei mir den „werle'schen" Stierkopf statt des „mecklenburgischen". Er sieht aber mit Ausnahme, dass er etwas besser gezeichnet ist, gerade so aus, wie der im mecklenb. Wappenbuch Nr. 125 ' nur fallibel zu werden. Das gilt vor Allem für die Adels- und Wappendiplome, an deren Buchstaben u. Strich so viele unserer Heraldiker zu kleben pflegen, vielleicht, ohne zu bedenken, dass Diplome auch von Menschen geschrieben u. Wappen von Menschen gezeichnet und gemalt werden, und dass man wie von Mayerhofer schreibt, „insgemein unter grossem Insiegel das zu bestätigen pflegt, was einmal geschrieben und gezeichnet worden ist." *) Nach späterer briefl. Bemerkung ist in der Kritik hier ein Druckfehler eingeschlichen und soll heissen: „von Gold und Blau übereck gethcilt", wie ich es hier auf der Tafel darnach wirklich so angegeben habe. dass ihm der Halslappen fehlt. Wenn diess der Fehler ist u. resp. den Unterschied macht, so steht es armselig um die mecklenburgische Heraldik. (Vergl. übrigens d. W. I. Bd. I. Abtli. S. 34 (T, wo nach Angabe des II. Masch gesagt ist, der werle'sche Stierkopf habe keinen Ring in der Nase.) Mecklenburg (Tafel 15.) von Kleeburg, stammen nach von Zedlitz, III. 380, vom regierenden Grossherzoge (Paul Friedrich?) von Mecklenburg-: chwerin u. sollen vom Kaiser von Oeslerreich in den Freiherrnstand erhoben worden sein. (Nach Masch blühen sie noch daselbst, aber nicht als Freiherrn.) Wappen: Gespalten von R. u. G. Vorne aus Wolken, am Innerrand wachsend ein g.-gekleideter Arm, einen g. Ring haltend (ähnlich Stargard s. I. Bd. I. Abth. S. 34), hinten sieben, 1. 2. 1. 2. 1, gr. Kleeblätter. Aul dem Holm ein gr. Kleeblatt zwischen # Fluge. Decken: r., g. Michael. „Vier Gebrüder Michael wurden am 8. Merz 1844 vom Kaiser (von Oesterreich?) in den Adelstand erhoben." Berichtigung des Hrn. Masch mit Bemerkung, dass er das Wappen auch nicht kenne. Holleniloi'H' (Tafel 15.) Möllendorff, Wappen: Von R. u. S. (alias umgekehrt) mit Spizen gespalten. Auch in S. vier r. Spizen von hinten nach vorne. Auf dem II e 1 m wachsend ein gekröntes Weiblein (alias eine Möhlin) wachsend in der Rechten ein s. Mühlrad haltend. Das Kleid ist von r. u. s. Spizen abwechselnd getheilt. Decken: r., s. Oert lili ig. „Samuel Ilerrmann 0. wurde vom Grossherzog Friedrich Franz von Mecklenburg am 10. Dez. 1832 in den Adelstand erhoben und ist diess die erste von diesem Fürstenhause ertheilte Standeserhöhung." Das Wappen kennt Hr. Masch auch nicht. Pentz. In der Blasonirung ist ein Druckfehler stehen geblieben, soll heissen g.-gekrönter (statt g. -ge flügelter) Löwe. FfliiüCk. (Tafel 15.) Unterm 3. April 1858 ist der Adel der minderjährigen Gebrüder Hellmuth Friedrich Karl Eduard und Theodor Friedrich Emanuel Hugo Pflugk in Guoien, nachdem nachgewiesen worden, dass selbe zu der in Sachsen angesessenen altadeligen Familie dieses Namens gehören, v. S. K. II. dem Grossh. v. M.-Schwerin landesherrlich anerkannt worden. Weitere Notizen und W ap p e n - Beschreibung siehe beim sächs. Adel S. 41. Plfishow. Die alten v. P. sind f. Namen und Wappen ging durch Diplom K. Joseph TI. v. 4. Okt. 1783 auf den Gemahl der Erbtochter des Lezten v. P., Johann Philipp Suhr auf Trechow über. Frintz. (Tafel 15.) (Freiherrn.) (Prinz) v. Buchau. Das Wappen der in Mecklenburg angesessenen protestantischen Linie ist ein anderes als das von mir mitgetheilte (katholische). Das Freiherrndiplom dieser (protestant.) Linie ist vom 7. Mai 1661, und das Wappen (nach der Beschreibung im freiherrl. Wappenbuche): In S. auf einen schräggelegten Aste sizend, eine n. (r.?) Eule. Auf dem Helm zwei Federn r., s., zwi- MECKLENBURGER ADEL. 33 sehen denen ein s. Windhund mit r. Halsband hervorspringt. Decken: r., s. Wenn beide wirklich Zweige eines Stammes sein sollten, wäre die Möglichkeit von katholischen und protestantischen Wap p e n zur Evidenz bewiesen. Rabe. Nicht mehr im Lande. Rödler* (Taf. 15.) sind des Geschlechts und Wappens der beim würtemb. Adel S. 11. Taf. 14 vorgetragenen v. R. ganten sollen keine Adelsrcchte haben. Schreeb sollen von dem am 8. Aug. 1755 geadelten Oldenburg. Justizrath Eberhard Sehr ober abstammen *). Scheve. Der mecklenb.-strelitz'sche Hofkammerrath Kristof Sch. wurde 1759 vom Kaiser geadelt. Schreiber sollen nach Masch nicht bedienstet sein. Nach einer andern gefälligen Notiz sollen sie von dem 1791 geadelten kurbrandenb. Landrath Joh. Herrmann Sch. stammen. von der Scliulenburg, (Grafen.) gehören zu dem 7. Dez. 1728 gegraften Haus Hehlen. Schultz sind nicht mehr begütert, aber noch bedienstet. Nach Masch soll es zwei Familien dieses Namens im Mecklenb. geben (von deren keiner ihm jedoch das Wappen bekannt scheint). Die eine ward 25. Nov. 1800, die andere 1. Mai 1830 geadelt. Scelcr. Johann Friedrich S. ward 25. Jan. 1821 geadelt. Wappen scheint Hrn. M. auch unbekannt. Seitz. Der Adel soll von Mecklenb. anerkannt sein u. das ursprüngliche Diplom für Karl L. Seitz vom 16. Juni 1729 datiren. Wappen wird von M. nicht mitgetheilt. Sittmauu sollen andern Wappens und in der Person des Waldemar S. 2. Juli 1713 geadelt sein. Sprewltz. Joh. Joachim S. soll vom Fürsten von Schwarzburg 6. Okt. 1803 geadelt worden sein. Stahl (Tafel 15.) sind (nach Masch's Angabe) des Wappens mit der *) Das Wappen soll sich im Lexicon ov. adl. familiär i Danmark II. T. XXV. N. 66. finden. Ich habe diess Werk leider bisher hier noch nicht zu Händen bekommen können, daher ich das Wappen Schreeb ebensowenig als das von Abercron, das sich im selben Werke tab. 1. n. 6- finden soll, im Augenblick mittheilen kann. Vogelkralle. Wären demnach schweizer Uradel. Die Angabe lass ich bei ihren Würden. Wappen: In # aus dem Oberrand kommend eine g. Vogelkralle. Auf dem Helm ein #-gekleidefer laubbekränzter Mannsrumpf, der auf der einen Seite mit drei g. Lilien, auf der andern mit drei Pfauenspiegeln besteckt ist. Decken: #, g. Stein. Joh. Karl St. wurde 29. Merz 1797 geadelt und erhielt „einen Kranich zum Wappenbilde und auf dem Helm einen wachsenden Ritter". Nach dieser etwas mangelhaften Blasonirung des Wappens von Hrn. Masch dasselbe auf der Tafel zu entwerfen, habe ich unterlassen. Suckow. Vergl. auch die v. Succow beim würtemb. Adel S. 18, Taf. 24. Snlutorflf (nach Masch Sülsdorf). Der 14. Jan. 1823 geadelte Hauptmann, H. Fr. Frz. Sülsdorf, „erhielt einen rothen Kranich und auf dem Helm ein s. BütTelhorn u. einen r. Flügel". Nach dieser Blasonirung das Wappen zu entwerfen, musste ich unterlassen. Tltüneit sollen nach Masch's Angabe nicht adelich sein. Thun- Ina Text steht durch ein Druckverschen conventual statt conventualin (feminini generis). Treueiifela sollen seit 1690 (als adelich 7) im Lande angesessen sein. Nach v. Ledebur wurde der Postmeister in Schwediseh-Pommern Julius v. T. von Schweden geadelt und der Stammvater dieses vorliegenden Geschlechtes. Demnach passte die Nobilitation des Joh. Leopold v. T. v. J. 1735 nicht hieher. Viethighoff führen nach Masch's Berichtigung ein geviertes Wappen: 1. u. 4. Stammwappen, „doch Kugeln statt der Muscheln", 2. u. 3. der Fuchs auf der Bischofsmüze. Kleinod: Derselbe zwischen einem Flug. Ich werde diess Wappen sobald ich eine Abbildung davon zu Gesicht erhalte, nachliefern. Wickede führen nach Masch's Berichtigung: „Elefanten- zAhne" auf dem Helm. Vorry. Die Farbenangabc zu v. Ledebur lautet: Eule in R. auf s. Kreuz, drei s. pfahlweise gestellte Sterne begleiten sie auf der rechten Seite, ein s. Mond auf der Linken. Die Vögel b., die Thürme r. in S. Auf dem Helm ein s. Kreuz. Schildhalter: Zwei Eulen auf einem Bande mit dem Motto: „pro fide regia". Zeltender führen nach Masch „in Roth eine g. Garbe". VII. Ergänzungsband. 9 Ergänzungen und Nachträge zum WURTTEMBERGER ADEL. Abel. Der Adel stand kam durch IC. Ferdinand II. (1Ü19 bis 37) in die Familie. Aichner, (Freiherrn.) sollen im Mannstamm t se i D - Ailebhcim, (Freiherrn. 4 ) stammen sehr wahrscheinlich von den alten Dinasten von W alddüren. Arpeau (Grafen.) de Gallatin, stammen zunächst aus dem Waadtland. (Carl v. A. (geb. 20. Mai 1S02 zu Freley bei Nyon) trat in württemb. Dienste und wurde am 19. Merz 1830 in Berücksichtigung seiner Vermählung mit Alexandra Gräfin von Urach, Tochter des Herzogs Heinrich von Württemberg, von S. M. dem König Wilhelm I. in den Grafenstand erhoben. Des Gegraften Mutter war eine von Gallatin aus Genf. Bauiulmclt (Tafel 15.) (Freiherrn.) Hessischer Uradel. In Württemberg bediensiet. Be- dienen sich daselbst des freiherrlichen Titels. In Sacb sen nicht. (S. säclis. Adel.) Wappen: In B. ein s. Mond, die Ilörner mit g. Sternen besteckt. Auf dem Helm die Scliildesttgur. Decken: b., s. Ilaur-Oi'eitenfel«!. (Tafel 15.) Der als k. württemb. Kreishauptmann verstorbene Johann Fidel Baur erhielt als Regierungsrath in Dillingen 1781 ein pfalzgräflich V ö h 1 i n'sches Adelsdiplom mit „von Breitenfeld". Das Diplom ist 1814 von Bayern bestätigt worden. In Württemberg bedienstet. Blasonirung des Wappens s. beim bayer. Adel S. 68. Untitz, (Freiherrn.) haben ihre Stiftung im Kloster Schönthal gehabt. Daselbst noch schöne Epitaphien. Bntz, (Tafel 15.) wollen aus Frankreich stammen, wo sie B a t z ge- heissen, von da nach Schweden gekommen sein, wo sie Battus geheissen und dann nach Deutschland sich gewendet haben, wo sie wieder B a t z heissen. August Friedrich v. B. (geb. 1757) kam in die Karlsschule nach Stuttgart und starb 1821 als k. w. Staatsrath. Die beiden Söhne desselben stehen in k. k. österr. Kriegsdiensten. In Württemberg leben derzeit nur weibliche Mitglieder des Geschlechts. Das Geschlecht wird im gothaischen Almanaeh als freiherrlich aufgeführt, ist aber daselbst weder ein Freiherrndiplom, noch war das Geschlecht reichsritterschaft- lich, was sonst als Grund zur Annahme freiherrl. Prädikates auch ohne Diplom gebraucht wird. Wappen (nach dei Beschreibung in gedachtem Almanaeh): Gespalten von R. u. B. Vorne ein auf Dornenpfad wandelnder Mann mit einem Stab in der Rechten und einer aufgeschlagenen Bibel in der Linken, hinten ein aufrechtstehendes blankes Schwert. Auf dem ungekrönten Helm drei Federn b., r., b. Schild'halter: zwei # Greife. Wahlspruch: Non temere ast strenue. Bern.: Ich finde weder unter dem französischen noch schwedischen Adel diess Geschlecht, das Wappen sieht dem Anblick nach auch nicht altfranzösisch, eher schwedisch aus. siehe beim f Bernlian§en, (Freiherrn.) schwäb. Adel. Bisslugen ■ Aiitpenburg. (Grafen.) Das Wappen des Gesehlechts Nippenburg siehe beim f schweb. Adel. Blomberg. (Freiherrn.) Nicht mehr im Lande. Im Stammwappen sollen einer Angabe zufolge Mühleisen, nicht Schnallen sein. Boiliuaim. (Tafel 16.) (Freiherrn.) Waren Reichsministerialen aufdorßurg Bodmann, welche K. Konrad I. 912 zerstörte. 1217 vergibt Albero de Bodemann, Sohn des Albero, seine Güter an das Kloster Salem „cum iret ultra mare". 1241 werden in Urkunden desselben Klosters die Bodmann „illustres viri" genannt (Mone, Zeitschrift II. 75). Ulricus de Bodemann, Kirchherr zu Veitkirche (bei Bregenz?) siegelt 1285 mit den drei Lindenblättern. Die zwei Linien Bodmann, die mit dem Bock und die mit den Blättern, waren noch einzeln auf dem Konzil zu Kostnitz ■WÜRTTEMBERGER ADEL. 35 1444. Lang darnach haben sie die beiden Wappen in einen Schild vereint, (v. Freybergische Chronica Mss.) 1686, 1690 u. 1716 erhielten die v. B. in drei Linien den R.-Freiherrnstand. Das veimehrte Wappen v. J. 1686 hat den gevierteten Schild noch mit einem Herzschild vermehrt, der in S. ein r. Hirschgeweih zeigt. Zu diesem gehört ein dritter (II.) Helm mit einem s. Flug. Bosse, (Taf. 16.) aus Leipzig stammend, geadelt 1669. In Württemberg ' bedienstet. W ap p e n - Beschreibung s. sächs. Adel S. 2 '. Brau», s. auch sächs. Adel. Bi'aiuieit(Taf. 20.) (Freiherrn.) Die beim bayer. Adel S. 27. aufgeführten 1830 gefreiten v. B. besizen in W., Oberschwaben, das Rittergut Erolzheim. Wappen beschreibung a. a. O. Bylandt, Der einzige in württemb. Diensten stehende Graf v. B. kam 1809 dorthin und ist Oberst im k. Ehreninvalidenkorps zu Comburg. Sein einziger Sohn Max starb als östereich. Cadet. Cfarlsliaiiseii. (Taf. 20.) Von dieser kurhessischen Familie steht seit 1849 ein Mitglied in k. w. Militärdiensten. Weitere Notizen und TVappenbeschreibung beim hessischen Adel S. 6. Dalbenden. (Taf. 20.) Peter D., kurkölnischer Rath, erhielt im J. 1791 von Kaiser Leopold II. den Reichsadel. Die Familie ist seit 1809 in W. bedienstet. W.: Geviertet. 1. u. 4. in G. auffliegend eine s. (n.) Ente (n i c h t Schwan — Namensanspielung). 2. u. 3. in B. drei, 2. 1. g. Sterne. — Auf dem Helm wachsend ein Geharnischter, in der Rechten ein Schwert, in der Linken eine Fahne haltend. — Decken: b., g. VII. Ergänzungsband. Dillen. (Taf. 20.) (Grafen und Kdelleute.) Das Reichs-Adelsdiplom für E. D i 11 e n i u s ist vom 10. Juni 1801 (nicht 1799). Am. 1. Januar 1806 (nicht 1810) wurde er unter dem Namen v. Dillen von Württemberg in den Freiherrn- und 6. Nov. 1811 (nicht 1812) in den Grafenstand erhoben. Er starb 1841 als Generallieutenant und Obersthofmeister a. D. Am Ausstellungstage des Freiherrndiploms (1. Jan. 1806) wurde auch der einfache Adelstand mit dem Wappen von 1801 auf eine Seitenlinie ausgedehnt, welche noch blüht (s. oben im E.-Bd. S. 35. T. 16). Das freiherrliche Wappen 1806 exdiplom: Geviertet 1. und 4. in S. ein n. üillkraut, 2. und 3. go- theilt, oben in G. wachsend ein # Löwe, unten von # und G. geschacht wie beim adelichen Wappen. Z w e i Helme: I. wie beim Stammwappen, IL ein wachsender Hirsch. Decken fehlen. D i e s s Wappen wurde jedoch von den Gefreiten nicht geführt, sondern eine, wie es scheint selbsteigene Combination in der Art wie sie nach dem gebrauchten Siegel hier sub „anderes" abgebildet ist. Feclitlielm, (Taf. 20.) in württemberg'schen Militärdiensten seit 1810. Stammen zunächst aus Hof in Oberfranken, woselbst das Spital von ihnen gestiftet worden sein soll. Zu Ende des vorigen Jahrhunderts standen sie in brandenburg-ansbach- scnen Diensten. Der Adel soll bereits von K. Max I. verliehen worden sein. Wappen: In S. aus b. Fuss wachsend ein Geharnischter, der auf der rechten Faust einen auffliegenden Falken hält. Auf dem Helm der Mann wachsend zwischen s.- b.-getheilten Hörnern. Decken: b., s. Fltsclier. (Taf. 20.) (Freiherrn. Zu diesem beim württemb. Adel S. 7 gegebenen Geschlechte erhalte ich die wünschenswerthe Notiz, dass König Friedrich v. W. am 1. Jan. 1806 seinen wirkl. geheimen Rath Ludwig Eberhard Fischer mit dem a. a. 0. Taf. 8 gegebenen Wappen in den Freiherrnstand erhob. Der Mannstamm des Geschlechts erlosch bereits mit dem Sohne des Gefreiten wieder, und lebt nur noch eine Enkelin desselben, marita Sil eher. Das Geschlecht muss schon vor 1806 wappengenossen gewesen sein, denn ich habe ein Siegel desselben mit zwei Helmen, der Arbeit nach aus dem vorigen Jahrhundert, vor mir liegend, nach welchem Siegel oder Wappen offenbar das freiherrliche „h#raus-verbessert" worden ist. Diess Wappen hat nach einem mit Farbenangabe gestochenen Siegel einen gespaltenen Schild, vorne in S. zwei n. (blaue) Fische von einander gekehrt; hinten in G. einen r. Schrägbalken mit zwei s. Rosen, zwischen denen ein s. Herz, belegt. Zwei Helme mit Wülsten. I. die Fische, II. ein r. Flug, jeder Theil mit einer s. Rose belegt. Decken: b,, s. und r., g. (?) 11 WÜRTTEMBERG Eli ADEL. Im Freiherrndiplom ist das Wappen wie a. a. 0. T. 8. enthalten und wird der Ring, welchen der wachsende Mann des Kleinods hält „der päpstliche Fischcr- ring" genannt, während die drei Rosen im Schrägbalken des Schildes als „Blüthen des Fünffingerkrautes" bezeichnet werden. Von diesem diplommässigen Wappen existirt (wie bei Dillen 1806 s. oben) kein gestochenes Petschaft, dagegen wurden von dem Gefreiten zweierlei Siegel, wie auf der Tafel, der Schild allein blau mit den Fischen, jedoch als Kleinod einmal der Mann des I. Helmes, das andremal die Fische geführt. Fischer, schreiben sich dem Staatshandbuche nach von W e i- kersthal nicht Weickers - Thal. Ihr Wappen ist jedoch wie beim württemb. Adel Taf. 15. «all. (Taf. 20,) (alias Freiherrn.) Genealog. Notiz und Wappen beschreibung beim hessischen Adel S. 9. Die württemb. Gall führen die Farben durchgehende # und g. (■raevenitz. (Taf. 21.) Neben der gräflichen Linie blüht in Württemberg auch eine im einfachen Adelstand mit dem Stainmwap- pen. (Siehe das Geschlecht auch beim mecklenb. Adel k>. 9. T. 6.) «i-ouälVldL (Taf. 21.) (Grafen.) Ich gebe als Ergänzung des oben im E.-Bd. Taf. 16 beigebrachten Wappens die fehlenden : Fünf Helme: I. zwei g. Bärentazen, jede eine r. Kugel haltend; zwischen den Tazen eine solche Kugel (zu Gronsfeld), II. zwei gestürzte und geschrägte Degen (zu Diepenbrock) , III. ein g,-b.-getheil(er Ochsenrumpf (zu Diepenbrock 2. u. 3.), IV. zwei von S. und R. mit Spizen getheilte Hörner, in den Mündungen mit ebenso getheilten Fähnlein besteckt (zu Limpurg *), V. ein g. Doppelbecher (ebenfalls zu Limpurg). Die Decken in den Farben ihrer Felder. Schildhalter: Zwei Löwen, deren jeder noch eine Fahne hält, die ▼ordere geviertet mit den limpurg- schen Feldern, die hintere mit den diepenprock'schen. Hayn. (Taf. 21.) Eine von den schwarzburg'schen Hayn (s. w. A. S. 8, T. 9) verschiedene, im Königreich bedienstete Familie, welche nach einem Siegelabdrucke folgendes Wappen tührt: Geviertet von # »nd S. 1. und 4. ein s. Schrägbalken mit drei (r.) Flammen belegt, 2. und 3. ein offener (r.) Flug, über demselben laufend ein Wiesel. Kleinod und Decken z. Z. unbekannt. Für die volle Richtigkeit des Obengesagten kann ich nicht einstehen. Karass. (Taf. 21.) Ein v. K. kam in neuerer Zeit aus Russland nach Württemberg in Militärdiensten. Er wird im Staatshandbuch mit adelichem Prädikat aufgeführt und bedient sich folgenden Wappens: Gelheilt von R. und B. Auf der Thei- lung gekreuzt zwei Fische, über denselben ein g. Stern, unter ihnen ein g. Mond aufwärts gekehrt. Auf dem Helm der Mond wie im Schild, darauf der Stern. Decken (?): r., g. und b., g. Köllig (Taf. 21.) (Freiherrn.) Sollen aus Niedersachsen zu Anfang des XVI. Jahrhunderts nach demElsass und der Pfalz gekommen sein. *) Die Grossmutter des jez. Familienhauptes war eine geb. Löweustein und mitregiereude Seinperfreiin r. Limpurg. Reichsadel d.d. Wien 4. Juni 1623. Eine, 26. Sept, 1741 von Kursachsen in der Person des Johann Ulrich König (aus Esslingen), k. poln. Zeremonienmeister mit Adelserneuerung begnadete Linie ist 1792 wieder f. Vorfahren dieses Ulrich sollen, wie es im Diplom heisst, bereits zu Ende des XVI. Jahrh. geadelt worden sein, aber schwerer Zeiten halber den Adel nicht fortgeführt haben. Das Wappen dieser sächs. Linie war genau dasjenige, welches ich nach Dorst beim Württemberg. Adel S. 16. Taf. 21. gegeben habe. Es ist aber verschieden von dem der schwäbischen noch blühenden Linie, welche 14. Okt. 1823 ein k. württemb. Freiherrndiplom (unter Beibehaltung des Wappens von 1623) erhielt und in drei Linien, als: König-W a r t h au s e n zu Fachsenfeld und Königshofen, dann: König zu Mauern und endlich in einer nicht ritterschaftlichen jüngern Linie König ohne Prädikat blüht. Diess Wappen besteht nach dem Diplom: In B. eine g. Krone, durch die aufrecht ein g. Zepter gesteckt ist. Auf dem Helm wachsend ein b.-gekleideter Mann „eines Königs gestalt ohne Paart bis an die Hüfte in langem grawen Haar auf dem Haupt eine königliche krön darauf oben ein plawes Hüedtlein zugespizt vnd abhangend". In der Rechten hält dieser Mann den g. Zepter. Decken: b. u. g. König. Der Artikel Koenig beim württemb. Adel S. 16 fällt nach obigem weg. Fi uck, (Taf. 21.) polnischer Uradel, zur Wappengenossenschaft R o g a 1 a gehörend. In Württemberg bedienstet. Wappen: In R. ein s. Büffellhorn und eine e. Hirschstange nebeneinander. Auf dem Helm ein r.-gestülpter s. Hut. Decken: r., s. von «1er Fiiilie, (Taf. 21.) mecklenburg. Uradel, in Württemberg bedienstet. W a p p e n beschreibung siehe beim sächs. Adel S. 38., mecklenb. Adel S. 14. und E.-Bd. S. 32. Mayer, (Taf. 21.) Bibracher Pätrizier, Reichsadel für Joseph Anton und Fidelis Damian Mayer von K. Josef II. d, d. Wien 6. Okt. 1789. Wappen: Geviertet von G. und#. 1. und 4. eine r. Lilie, 2. und 3. eine g. Rose. Auf dem Helm die Lilie zwischen g., # übereck getheilten Hörnern. Decken: r., g. und #, g. Müller. (Taf. 17.) Der Adel wurde durch Dekret bereits 1820 verliehen, aber erst 1837 ein Diplom ausgefertigt. Vom freiherrl. Stand ist nichts bekannt. ÜIoKberg. Oben im E.-B. S 38 steht bei der Blasonirung irrig „zwei" statt ein Balken. Nach einem neueren Siegel sind als Wappenfigur statt der gekrönten Handhaben gekrönte (unten offene) Hufeisen gebraucht. Peyer (W.Adel S. 17 T. 22) sind . s c h a f f h a u s e r Adel. Sie werden dortselljst volksthümlich zum Unterschied von den Peyer-im-Thurn nach ihren Wappenbenannt die „W e ekl i s - Peyer", während die andern, welche ein Rad im Schilde führen, die „Rädlis- Peyer" lieissen. Poths, (Taf. 21.) stammen aus Württemberg, wurden in k. polnischen Diensten geadelt und besizen eine Legitimation der dortigen Adelskammer vom Jahre 1837. Einer der Familie lebt als k. k. Rittmeister a. D. in Stuttgart. AVURTTEMBERGER ADEL. 43 Wappen: In Gr. eine g. Krone durch die aufw ärts zwei s. Pfeile geschrägt sind. Auf dem Helm drei s. Federn, hinter denen ein geharnischter Arm den Pfeil haltend hervorwächst. Decken: gr., g. Schott, (Taf. 21.) verschieden von den v. Schott-Schottenstein und v. Schott- Hopfer. Württemberg. Adelsdiplom vom 22. Jan. 1822. Im Königreich bedienstet. Wappen: In B. ein Geharnischter, der in der Rechtpn ein blankes Schwert hält, mit der Linken sich auf einen g. Schild stüzt. Auf dem Helm die Schildesfigur wachsend. Decken: r., s. StarklofI*. (Taf. 21.) Genealog. Notiz und Wappenbeschreibung beim hessischen Adel. In Württemberg seit 1798 in Militärdiensten bekannt. Varubiiler. (Taf. 19.) (Freiherrn. Die Panther in 2. u. 3. und auf dem Helm II. sind nicht- geflügelt und wachsen aus blauen Kronen hervor. Wächter. (Freiherrn.) Nach neuerer Mittheilung sind die sub Wächter 1—4 beim w. Adel S. 13. aufgeführten Familien drei Linien eines Ursprungs aber zu verschiedenen Zeiten geadelt. Die Wächter mit dem Stier in 2. u. 3. heis- sen Wächter von Lauterbach. Der Löwe mit Schwert und Wage im Wappen der W ä ch te r-Spittle r ist das Wappen der f v. Spittler, von welchem Geschlechte die Lezte an denFrhrn. v. W.-Sp. verheurathet war. Die bei Wächter 4. aufgeführten Geschwister sind Bruderskinder des Frhrn. v . W.-Spittler und führen auch das gleiche Wappen mit diesem. Waldhott. (Grafen.). 6iehe auch preuss. Adel. Wallhrunn, (Freiherrn.) sind rheinischer (nicht österr.) Uradel. Siehe das Geschlecht auch beim preuss. und hess. Adel. Watter. (Taf. 21.) Seit 1809 in württemb. Militärdiensten. Sollen au* Pommern stammen. Der Ade! ist im kursächs. Dekret von 1732 für den kurf. Hauptmann Boyeslaw v. W. anerkannt. Wappen: In S. auf gr.Fuss zwei # Kastanienbäume zwischen denen ein laufender r. Fuchs. Auf dem Helm ein wachsender g. Löwe. Decken: r., g. (sie!) Welz, blühen noch im Mannstamm gegenwärtig 1859. WirNlitg, (Taf. 19.) (Freiherrn.) stammen aus Sachsen. Der Vater der beiden in Württemberg gegenwärtig bediensteten und begüterten v. W. war sächsischer Gesandter in Stuttgart. Er war 1819 von Sachsen geadelt und 1827 ebendaselbst gefreit worden. Das Wappen ist hier auf der Tafel berichtigt wiedergegeben. Siehe das Geschlecht auch beim sächs. Adel S. 18. Taf. 17. und beim preuss. Adel. Wöllwarth. (Freiherrn.) Wurstisen nennt die v. W. in seiner Basler Kronik als schweizer Adel. Wucherer. Die AV. waren in Nördlingen nicht patrizisch. König Friedrich I. von Württemberg hat sub 31. Jan. 1806 den N. Wucherer in den Adelstand erhoben. Mit ihm ist das Geschlecht abgestorben. Zelling, stammen aus Bibrach, wo sie zu den Rathsgeschlechtera gezählt wurden. Zeppelin. Siehe auch beim mecklenb. Adel S. 22. T. 21. 11* - Die neuen Wappen des RUSSISCHEN KAISERTHUMS. Ergänzungen und Berichtigungen zum betr. Abschnitt im I. Band 2. Abth. S. 1 — 4, Taf. 1-8. Ich habe in einer Note a. a. 0. die Notiz niedergelegt, dass S. SI. dem Kaiser aller Reussen der Entwurf eines neuen russischen Reichsvvappens zur Genehmigung unterbreitet worden, dass aber diese Genehmigung zur Zeit der Herausgabe obigen Abschnittes (Jan. 1857) noch nicht erfolgt sei. Inzwischen ist unterm 11. April 1857 die betreffende allerhöchste Verordnung unter dem Titel „Zusaz zu den besondern kaiserlichen Gesezen" im Druck erschienen, welcher in zwei Abtheilungen oder „Beilagen" die Beschreibung 1) der k. k. russ. lleichswappen, 2) der Wappen der Mitglieder des k. k. Hauses enthält. Ich habe diese in russischer Sprache erschienene Verordnung unter Zuziehung eines gerichtlichen Translators bei nachfolgenden Ergänzungen zu Grunde gelegt, bemerke aber zugleich, dass der Wortlaut derselben nicht in allen Stücken mit den Abdrücken der Siegel zusammenstimmt, welche im Auftrag der k. k. Regierung im Verlauf des vorigen Jahres hier in München angefertigt wurden. Ich kenne den Grund dieser Differenzen nicht, glaubte mich jedoch sicherer an die Siegel halten zu müssen, von denen ich Abdrücke ausgestellt sah, da ich vermuthe, dass dieselben nach ofticiellen Originalen gearbeitet sein werden. Im Uebrigen habe ich derartige Abweichungen, wo sie eich linden, im Verlaufe des Textes gewissenhaft angeführt , und füge zur Begründung dessen, dass ich hier tegen die gewöhnliche Praxis der Abbildung statt em Texte folgte, an, dass möglicherweise seit dem April 1857 ein weiterer Nachtrag zu obiger Verordnung erschienen sein konnte, welcher mir zwar unbekannt geblieben sein, aber jene neuere Anordnung, wie sie die Siegel geben, enthalten haben mochte. Ich habe weiters unterm 16./28. April 1857 aus Kurland gefällige Notizen über die Wappen Kurlands, Esth- lands und Lievlands, resp. der dortigen Ritterschaften erhalten, welche ich gehörigen Orts weiter anführen werde. Endlich sind mir unterm 8./20. Mai 1857 aus St. Petersburg direkte Berichtigungen zn den Lieferungen meines Werkes zugegangen, welche u. a. die dan- kenswerthe Direktive enthalten, „dass die russischen "Wappen erst aus der Mitte des XVII. Jahrhunderts stammen, und dass die darin enthaltenen Figuren durchaus das russische Costüm tragen müssen." Ausserdem habe ich noch Gelegenheit genommen, die Kronen, welche über den nachfolgenden russischen Reichs- und Provinzialwappen sich zeigen (nach den Abbildungen und der Beschreibung, welche die London illustrated news *) bei Gelegenheit der lezten Kaiserkrönung in Moskau nach den Originalen brachten)'auf den Tafeln 23 und 24, in vergrössertem Masse wiederzugeben, um den Leser mit der Karakteristik dieser alten slawischen Fürstenkronen näher bekannt zu machen. Bevor ich nun zur Beschreibung der einzelnen Wappen übergehe, darf ich nicht versäumen, mit wenigen Worten auf die Eigenthümlichkeiten dieser neuen Heraldik aufmerksam zu machen. Es wird bei Betrachtung derselben nicht entgehen, dass beim Entwerfen dieser Wappen dem betreffenden Heraldiker im Allgemeinen der Tipus der deutschen Wappenkunst vorgeschwebt habe. Dafür sprechen z. B. beim Reichswappen (Taf. 1. u. 5.) die Form des Schildes, der darübergesetzte Helm mit dpn Decken, das Wappen- zelt, die Schildhalter und Orden, die Reichs- fahne und die umgebenden gekrönten Schilde. Bei genauerer Analisirung aber wird man sich der Verwunderung nicht enthalten können, dass der obgedachte Helm kein heraldischer, sondern ein slavischer oder tsoher- kessischer ist. Wenn nun schon die Erscheinung eines unheraldischen Helmes auf einem heraldischen Schilde unsern Augen ungewohnt »ein mnss, so muss sieh unsere Anschauungsweise noch mehr überrascht fühlen durch den Umstand dass dieser s lavische unheraldische Helm zu beiden Seiten gewöhnliche heraldische Decken trägt. Geradezu unfasslich aber wird es unseren alt- heraldischen Blick, wenn wir beim persönlichen Wappen des Kaisers (Taf. 27) auf die Spize dieses sl avischen Helmes die kaiserliche Krone gesteckt und aus dieser wieder den kaiserlichen Adler hervorwachsend als Kleinod ersehen. Auf diese Absonderlichkeiten der neuen russischen Heraldik glaubte ich meine .eser aufmerksam machen zu müssen, indem ich zugleich hinzufüge, dass an Pracht der Ausstattung nichts gespart wurde, was der Würde und dem Ansehen eines kaiserlichen Wappens zu Gute kommen konnte. Ich gehe nun zur Beschreibung der einzelnen Tafeln über. Tafel 22- Grosses kaiserliches Reielisivappen. In einem goldenen Schild steht ein # Doppeladler, g. - gewaffnet, aut jedem Haupte kaiserlich gekrönt und zwischen beiden Häuptern schwebend die kaiserliche Krone mit abfliegenden blauen Bändern. In der rechten Kralle hält der Adler den kaiserl. Zepter, in der Linken den Reichsapfel. Auf der Brust des Adlers liegt ein g.-hnrdirter r. Schild, in welchem die Figur des hl. Georg zu Pferd, wie er den unten liegenden Drachen ersticht. Der Ritter hat s. Rüstung und einen s. slavischen Helm, der mit einer g. Feder geschmückt ist, auch einen abfliegenden b. Mantel. Das s. Ross ist s.-geschirrt. Die Lanze, womit d"r Ritter den Drachen ersticht ist s. mit einem Doppelkreuz am obern Ende; der Drache selbst g. mit gr. Flügeln *). Auf dem Hauptschild steht ein g.-verzierter s., slavischer Helm mit jt, g. Helmdecken, zu bpiden Seiten und #, auf dem Schild aufliegenden Bindbändern. Um den Schild hängt Kette und Kleinod des A n- dreas-Ordens. Zu den Seiten des Schildes stehen rechts der hl. Erzengel Michael mitSchwert und Schild, links der hl Erzengel Gabriel, in der Linken ein s. Kreuz haltend. Um das Ganze ein hermelin-gefüttertes Wappen- zelt, das aussen g und mit den kais. Adlern besät, oben aber mit der Kaiserkrone gekrönt ist. Auf der *) Vol. XXIX. p. 247, Sept. 6. 1S56. In der kaiserl. Verordunng steht dass um den Brnstsehild de Adlers der Alexander-Newsky-Ordan hänge, in den Siegeln fehl dieser. DIE NEUEN WAPPEN DES ] Kuppel des Zeltes stehen in altrussischer Schrift die Worte: Cznami Bog., d. h. Gott mit uns! Hinten und über dem Wappenzelt kommt an g. Lanze, die Reichsfahne, hervor, welche ganz g. mit Fransen und Quasten in den Reichsfarben (#, g., s.) verziert ist, und auf welcher das mittlere kaiserliche Reichswappen (s. d. Taf. 26.), doch ohne die Nebenschilde zu sehen ist. Auf der Spize der Lanze ist eine g. Kugel und auf dieser steht der kaiserl. Adler wie im Schild, doch ohne Zepter und Apfel. Ueber und um das ganze Vorherbeschriebene zeigen sich fünfzehn Schilde durch g. Schnüre aneinander gehängt, und zwar oben in einer Reihe sechs kleinere Schilde ungekrönt, welche unten auf Tafel 25, und ringsherum neun gekrönte Schilde, welche auf Tafel 23 und 24 in grösserm Masstabe abgebildet und daselbst beschrieben werden werden. Tafel 23- Wappen der Reiche Hasan, Astralian, Pulen, Palleten und Sibirien. Das oberste Wappen zur rechten Seite des Zeltes ist das von Kasan. Dasselbe hat in S. einen g.-ge- krönten und g.-gewaffneten # Drachen mit r. Flügeln, und r. Schwänze *)• Der oberste Schild zur linken Seite ist der von A s t r a h a n , und hat in B. eine g. Spangenkrone durchaus gr.-gefüttert; unter der Krone liegt ein blankes orientalisches Schwert mit g. Griff. Der zweite Schild rechts ist P o 1 e n : in R. ein g.- gekrönter s. Adler. Der zweite Schild links ist S i b i r i e n : in Hermelin zwei # Zobel gegeneinander aufspringend, beide mit einer Vorderpranke eine g. Krone in die Höhe, mit der andern aber einen querüberliegenden r. Bogen haltend, hinter den Zobeln gestürzt und geschrägt zwei r. Pfeile. Der dritte Schild rechts ist Taurien (taurischer Kersones) : in G. ein gekrönter # (bizantinischer) Adler, g,, gewaffnet, mit g.-bordirtem b. Brustschild, darin ein g, griechisches Patriarchenkreuz **). Tafel 24- Wappen der Reiche Krusinien, Kiew, Finnland und des) Hauses Romanow. Der dritte Schild zur linken Seite enthält das Wappen von K r u s i n i e n (Kaukasus) und hat den Schild geviertet mit Herzschild und unten eingeschobener Spize. Der Herzschild hat in G. auf #"Ross einen b.-ge- harnischten hl. Georg ein g. Kreuz auf der Brust, abfliegenden r. Mantel, der mit r. Lanze einen unten liegenden gr. Drachen ersticht (wegen Krusinien). Die eingeschobene Spize hat in G. auf flüchtigem # Rosse einen Tscherkessen in s. Rüstung, r. Rock und ^Pelzmantel, auf der rechten Schülter eine zum Wurfe gerichtete Lanze tragend (wegen Tscherkcssien und der B e r g 1 ä n d e r). Das 1. Feld des Hauptschildes hat in R. ein aufspringendes s. Ross im vordem Unter- und hintern Ober- Eck von einem achtstrahligen s. Stern begleitet (wegen Iberien); das 2. Feld : in G. ein freischwebender feuerspeiender gr. Berg, dahinter geschrägt zwei # Pfeile (K a r t a 1 i n i e n), 3. in B. ein g. Schildlein, darin ein r. Mond „im ersten Viertel"; hinter dem Schildlein geschrägt zwei s. Pfeile, über und zu jeder Seite des Schildleins zwischen den Pfeilen ein s. (sechsstrahliger) Stern (wegen Ii a b a r d a); im 4. Feld ein gekrönter r. Löwe in G., wegen Armenien. Der vierte Schild rechts enthält die vereinigten Wappen Kiew Wladimir und Nowgorod: Derselbe V) Dieser und die nachfolgenden Schilde auf Taf. 2. und 3. sind mit den dazugehörigen Kronen gekrönt. **) Ueber die bizantinische Form des Adlers siehe raeine Beraer* kung bei Russland I. 2. Abth. S. 3. in der Note. Betreifs des griechischen Patriarchenkreuzes, so soll der oberste Arm das Querholz des Kreuzes, worauf der Name J. N. R. i. stand, der zweite Arm das eigentliche Querholz des Kreuzes und der unterste, gewöhnlich schraggestelite Arm den Fusstritt des Kreuzes Christi bezeichuen. - VII. Ergänzungsband. USSISCHEN KAISERTHUMS. 45 ist durch eine s. Spize von B. und R. gespalten. Im vordem Plaz der hl. Michael in s. Gewand mit g. Schild und blankem Flammenschwert (Kiew); der hintere Plaz hat einen g. vorwärtssehenden Löwen mit eiserner Krone, die mit G. u. Edelsteinen verziert ist; mit den Vordeipran- ken hält der Löwe ein langes s. Kugelkreuz (wegen Wladimir). In der Spize steht über einem b. Fuss, darin zwei gegeneinander schwimmende Fische, ein g. Thron mit r. Kissen, auf welchem geschrägt ein g. Zepr ter (rechts) und ein g. Kieuz (links) liegen. Auf der Lehne des Stuhles steht ein dreiarmiger g. Leuchter mit brennenden Kerzen, nnd der Thron selbst wird von zwei # Bären gehalten (wegen Nowgorod). ^ Der vierte Schild links enthält das Wappen von Finnland; in r., mit s. Rosen besätem Felde ein gekrönter g. Löwe, welcher in der rechten Pranke ein kurzes gerades Schwert aufrecht, in der Linken aber ein langes gekrümmtes abwärts hält. Der neunte Schild, welcher unten in der Mitte steht enthält das Geburtswappen S. M. des Kaisers, d. i. das Wappen des Hauses Romanow. Dieser Schild ist gespalten, die vordere Hälfte ist fl:-bordirt und die Bordur mit acht Löwenköpfen, abwechselnd g. und s., belegt; innerhalb der Bordur in S. ein r. Greif, welcher in der Rechten ein blankes Schwert, in der Linken aber einen g. Schild, auf welchem oben ein Adler steht, hält (wegen Romanow). Die hintere Hallte des Schildes enthält das Wappen de» Hauses Oldenburg, und ist geviertet mit gespaltenem gekrönten llerzschild und unten eingeschobener Spize. Der Herzschild hat vorne Oldenburg, hinten Delmenhorst. Die Spize ist wegen Dithmarschen. Im Hauptschild 1. Norwegen, 2. Schleswig, 3. Holstein und 4. Stormarn *). Tafel 25- Vereinigte Wappen der Cfrossfürsten- tltümer und Fürstentlii'mier in Gross- russland, Weissrussland unillVordrusg- land, sowie der lialtisclten, «südöstlichen und nordwestlichen Reiche. Die sechs Schilde über dem Wappenzelt enthalten die vereinigten Wappen der Grossfürstenthümer und Fürstenthümer und zwar von Rechts nach Links gezält **): I. Wappen der vereinigten baltischen Reiche: Geviertet. 1. in G. drei schreitende b. Löwen übereinander (E s t h 1 a n d ***), 2. in R. ein s. Greif, mit blankem Schwert in der Rechten auf der Brust den Namenszug (Wenzel) Iii NB (d. h. Peter Kaiser) unter einer Krone tragend (Lievlandrf), 3. Geviertet von S. und B. in a. und d. ein r. Löwe, in b. und c. aus dem Rand wachsend ein s. Elenthier mit Herzogshut zwischen dem Geweih (Kurland ff) und Semiga- *) Diese Wappen sind im I. Bde., I. JLbth. S. 39 bei Oldenburg bereits beschrieben worden. **) In der k. k. Verordnung sind diese Schilde in folgender Reihe beschrieben: 3., 4., 2., 5.» 1., 6., im Siegel aber so wie auf Tatel 22. gestellt. ***) Nach der obenerwähnten Mittheilung aus Kurland sollen es Leoparden oder vorwärtssehende Löwen sein; das Wappen wurde der esthländ. Ritterschaft von K. Waldemar II. von Dänemark verliehen. f) Der oben angeführten Quelle nach muss auf der Brust des Greifen nicht der Namenszug wie oben, sondern verschlungen die lateinischen Buchstaben S. A., d. h. Sigismundus Augustus unter der polnischen Krone stehen. Diess Wappen wurde der lief- ländischen Ritjterscliaft bei Gelegenheit der Vereinigung Lievlands und Litthaueite von König Sigmund von Polen verliehen d. d. 26. Dez. 1566- ff) Nach ebenderselben Mittheilun^ ist das Wappen der Kurland i- schen Ritterschaft nach der Vereinigungsakte derselben mit der Pilten'schen Ritterschaft dd. 27. März 1819: der kaiserl. russ, Adler, auf dessen Brustbein gevierteter Schild mit Herzschild. Dieser ist getheilt, oben an S. das schwarze Deutschordenskreuz, unten in R. (?) ein Osterlamm. Der Rückschild ist wie oben Feld 3. beschrieben. Doch dass die Elenthicre statt des Her- zo^shutes einfach eine g. Krone tragen. Diese drei Angaben, welche von der Beschreibung in der k. k. Verordnung vom 11. April 1857 wesentlich differiren, sind obgedachter Quelle nach: wörtlich dokumentirt zu finden in dem vom K. Nikolaus I. d. d. Peterhof 1. Juli 1845 bestätigten „Provinzialrecht des Ostseegouvernements" II. Th. §. 42., Beilage. Ich würde mehrgedachtem Herrn Einsender für die Mittheilung von Siegelabdrücken der russ. Ritterschaften um sie s. Z. in diesem Werke veröffentlichen zu können, dankbar verbunden sein. 12 • ..< -VS'-» .-w»' 46 DIE'NEUEN WAPPEN DES RUSSISCHEN KAISERTHUMS. f.' 1 i e n) ; 4. in R. gegeneinandorgekehrt zwei geharnischte Arme, jeder ein gebogenes Schwert Haltend, darüber eine g. Krone (wegen Kardien). II. Vereinigte Wappen der vereinigten Fürstenthümer von Weissrussland: Durch eine s. Spizc von S. und R. gespalten. Vorne auf # Ross ein ^-geharnischter Reiter mit erzogenem Schwert und einem r. Schild, darauf ein s. Doppelkreuz (wegen Polock), hinten auf s. Ross ein s.-geharnischter Reiter mit gezogenem Schwert und s. Schild. Die Decke oder Chabraque des Pferdes ist g. mit b. Einlassung (wegen W i t e p s k). In der Spize schreitend und widersehend ein r. Wolf, wegen Mstislaw. III. Vereinigte Wappen der vereinigten Fürstenthümer von Grossrussland. Der Schild zweimal gespalten und zweimal getheilt, im 8. Plaz eine unten eingeschobene Spize. 1. In S. ein #gewaff- neter schreitender r. Hirsch (N i s c h c n o w g o r o d). 2. In S. aus b. Wolken an den Seitenrändern wachsend zwei r.-gekleidete Arme, welche zwei r. Lanzen geschrägt halten (Jugurien). 3. In G. die Figur eines Knjäs oder Fürsten in gr., mit Zobelpelz verbrämten Rock, r. Mantel über der Schulter, in der Rechten ein blankes Schwert, in der linken die Scheide haltend (Rjesaw). 4. In S. eine Kanone mit g.-verzierter # Lavette auf dem Zündloch sizend ein Paradiesvogel (Smolensk). 5. In R. schreitend ein g. Panther, darüber aus s. Wolken am Oberrand kommend eine schwörende Hand (Psoffsk). 6. In R. ein g. Thron, darauf liegt ein gr. Kissen und auf diesem eine allrussische Krone. 7. In S. aufgerichtet, vorwärtssehend ein # Bär, ein Beil an g. Stiel über der Schulter tragend (J a r o s 1 a w). 8. In R. ein g.-gewaffnetcr schreitender Hirsch (Rost off) und in der eingeschobenen Spize unter demselben ein schreitender s. Fuchs in # (W o r s k). 9. In B. geschrägt zwei s. Fische, über denselben ein aufwärtsge- kehrter s. Mond, und im vordem Obereck ein g. Klec- blatlkreuz (B i e 1 o s e r s k). In der kais. Verordnung sind die Pläze dieses Schildes in folgender Ordnung beschrieben: 5., 4., 6., 2., 1., 3., 8., 7., 9., 10 (die Spize). Ich sehe nicht ein, was zu dieser Reihenfolge Grund gegeben haben mag, da das mittlere Feld (5) nicht als Herzschild, sondern als gewöhnlicher Plaz hier steht, und also desshalb den Vorrang wol nicht verdienen kann*). IV. Vereinigte Wappen der südöstlichen Reiche. Der Schild durch eine s. Spize von R. und B. gespalten. Vorne ein schwebendes, ausgeschweiftes s. Kreuz (Volhynien), hinten eine g. onne, darüber ein g. Kreuzlein (Podolien), in der Spize ein gekrönter # Adler, der ein langes g. Kreuz im Schnabel hält **) (Tsche m igo w). i V. Vereinigte Wa.ppen der Fürsten- thümer des nordöstlichen Russlands. Der Schild durch eine Spize gespalten. Vorne in R. auf s. Ross mit g.-bordirter b. Decke, ein Reiter in s. s Si *) Ausserdem ist bei der Zusammenstellung dieses Schildes auf heraldische Schönheit wenig Rücksicht genommen worden, da die erste Pfahlreihe z. B f lauter silberne, die andern fast lauter farbige (dunkle) Felder enthält, ein Umstand, der namentlich bei farbiger Darstellung (und auf diese kann es in der Heraldik allein abgesehen sein) dem Auge wehe thut. Derselbe Mangel muss an den meisten der übrigen zusanimengesezten Schilde auffallen; wie denn z. B. in dem Schilde Krusinien (Taf. 24.) die fanze linke Seite des Schildes, sammtFuss und Herzschild goldne clder, ebenso bei dem Schild der baltischen Reiche (Taf. 25) die ganze linke Seite rothe Felder, und weiter beim Schild der nordwestlichen Reiche die ganze linke Seite nur grüne Felder enthält u. s. w. Der Einwand, das» der Rang der einzelnen Wappen massgebend sein musste, ist nicht stichhaltig und ich bin der Ueberzeugung, dass es dem Range der Wappen keinen Eintrag aber der heraldischen Schönheit Vorschub gethan haben würde, wenn man z. B. bei dem leztgenannten Schilde die beiden metallenen Feldergegen die grünen übereck gesezt hätte. In der kaiserl. Verordnung steht, dass der Adler „ein langes g. Kreuz in der Kralle des linken Fuss es hält, welcnes Kreuz in den rechten Rand verläuft." Rüstung mit gezogenem Schwerte und s. Schild, darauf ein r. Doppelkreuz (Grossfürstenthum Russland), hinten in G. aufsteigend ein # Bär (Samogitien); die Spize getheilt von R. und G. Oben ein s. Adler, unten auf # Ross mit g.-bordirter r. Decke ein geharnischter Reiter mit blankem Schwerte und s. Schilde, darauf ein r. Doppelkreuz (B i e 1 o s t o c k). VI. Vereinigte Wappen der nordwestlichen Reiche. Schild geviertet mit r. Herzschild, darin schreitend ein s. Bär, welcher auf dem Rücken ein g. Evangelienbueh trägt, auf dem ein s. Kreuz mit Strahlen in den Ecken steht (Perm). Im Rüekschild 1. in G. aus b. Wolken am hintern Rande wachsend ein r.-gek!eide(er Arm, welcher einen gespannten r. Bogen mit autgelegtem r. Pfeil hält; im vordem Obereck ein s. Kleeblattkreuz (W i atsk), 2. In G. ein s. Oster- iamm mit r. Fahne , darauf ein s. Kreuz, an g. Stange (Bulgarien). 3. In S. schreitend ein # Fuchs mit r. Augen (Obdorsk). 4. In Gr. ein nackter wilder Mann, laubbekränzt und beschürzt, über der Schulter eine s. Keule tragend (.0 o n d i n i e n). Tafel 26- Mittlere» und kleinere» Reiclis- wappen. Das mittlere Reichswappen ist wie das gros se (Taf. 22.) nur dass die Reichsfahne und die sechs über dem Wappenzclt stehenden kleineren Schilde fehlen. Das kleine Reichswappen ist wie das mittlere, nur dass das Geburtswappen des Kaisers ganz fehlt und die andern acht Schilde auf den Flügeln des Adlers liegen und zwar rechts: links j[ i Kasan, A s t r a h a n Polen, Sibirien,, Taurien, Krusinien, Kiew, f Finnland, Diese Schilde sind alle so wie sie bei Tafel 23 und 24 oben beschrieben worden, nur ungekrönt. Bei dem krusinischen Wappen ist nur der Herzschild mil dem hl. Georg allein angewendet. Der Brustschild des Adlers ist mit der Kette des Andreasordens umgeben. In der kaiserl. Verordnung ist ausserdem bemerkt, dass diess kleinere Wappen auch ohne die Nebenschilde auf den Flügeln des Adlers und ohne Pavillon angewendet werden könne, doch müsse die Andreas- Ordens-Kette immer um den Brustschild zu sehen sein. Tafel 27. Persönliche» Wappen S. M. dies Kaiser». Diess Wappen ist wie das kleinere Reichswappen, doch dass die Ordensketle um den Hauptschild gehängt erscheint. Ausserdem steht auf dem Schilde noch der slavische Helm mit #, g. Bändern und Decken und auf der Spize des Helmes ruht die kaiserliche Krone, aus welcher als H es 1 in k 1 e i n o d der Adler des. Schildes hervorwächst. Das Ganze umgibt ein Wappenzelt wie beim Reichs- wappen. Ueber die Wappen der übrigen Mitglieder des kaiserl. Hguses, welche die besagte kaiserl. Verordnung vom Grossfürsten-Thronfolger an bis auf die Kinder, Enkel, Urenkel, Ururgnkel upd, Nachkommen dieser Ururenkel aller Prinzep und Prin- zessinen des kaiserl. Hauses genau angibt und bestimmt, sowie über die Wappen des Hauses Romanow-Leuchtenberg werde ich s, Z. das Weitere beizubringeu Gelegenheit haben. Ergänzungen und Nachträge zum SÄCHSISCHEN ADEL. Itnstineller. Der Adelsbrief vom 9. Nov. 1763 ist für die Brüder Heinrich Ludwig, Gebhard Friedrich und Carl Gottlob ausgestellt. Darin wird angeführt, dass der Ur-Urgross- vater der Impetranten Johannes Bastinelli, Bürger in der Stadt Plürs in Graubünden gewesen, und dass er nebst zwei Söhnen die einzigen überlebenden Einwohner geblieben seien, als diese Stadt im Jahre 1618 durch einen Bergsturz gänzlich verschüttet worden war. Das Diplom vom 29. Sept. 1764 ist für den Vetler (nicht Bruder) der Vorgenannten, Andreas Friedrich B., Besizer des Rittergutes Ossa. (Ex dipl. cop.) Siehe diess Geschleeht auch beim hess. Adel S. 3 Tafel 1. Bosc (Taf. 28.) §Das Wappen hier berichtigt auf der Tafel, entsprechend der Blasonirung beim sächs. Adel S. 22. Gelegentlich bemerke ich, dass die Helmzicrde in altem Siegeln nicht eine Stulpmüze sondern ein Ilüf't- hom sein soll. Boxberg. (Taf. 28.) Das Wappen hier auf der Tafel berichtigt. S. d. Geschlecht auch beim hessischen Adel S. 4. Taf. 3, Briese» sind seh lesisch er Uradel. Eine gleichnamige Familie andern Wappens s. beim schwarzburg. Adel S. 57 Tafel 1. Bucliwalil. (Taf. 28.) Von diesem Geschlechte ist Friedrich v. B. im Jahre 1675 in Schweden gefreit worden. Diese Linie ist im Svea Rikes Vapenbook, nach welchem ich das Wappen hier einreihe, als f bezeichnet. Bülzisig-slelten. Ich finde zuerst urkundlich Reinhardus de Bul- zing sieben 1255 als Zeuge in einem Brief des Klosters Walkenried. (Urkundenbuch für Niedersachsen Ff. 213.) Buttl»!'. Ueber den angeblichen Unterschied im Wappen der B. und der Treusch - Buttlar siehe hessischer Adel S. 6. Biirfeldt. Joachim D. ist 1659 vom Kaiser geadelt worden. Fglofl'stein. (Taf. 38.) Das Wappen hier auf der Tafel berichtigt. Friesen. (Freiherrn.) Eine andere Linie ist 1756 gefreit und 1786 gegraft worden. 66 Geiinniiigcii. (Taf. 28.) (Freiherrn.) Das Wappen ist hier auf der Tafel berichtigt wiedergegeben. GersilorlF. (Freiherrn.) Nach v. Ledebur ist die 1672 gefreite Linie wieder erloschen. Kordon. (Taf. 28.) Das Wappen ist hier berichtigt: Die Schildesfiguren sind E b e r köpfe (nicht Bärenköpfe). Vergl. d. Geschlecht auch beim krainer Adel und preuss. Adel. Make. (Taf. 28.) Ich gebe hier noch die drei im Text erwähnten Varianten des Wappens und bemerke, dass der Becher von einer Linie wegen des nach Absterben der v. Lützendorff (1597) überkommenen Erbschenken-Amtes von Brandenburg angenommen wurde. In Oesterreich ist eine Linie gefreit worden. Hayn. Ein drittes Geschlecht dieses Namens, das auch aus dem Thüringen'schen stammen will, siehe oben beim württemb. Adel im E.-Bd. Hirschfeld erhielten ein Erneuerungsdiplom am 16. Febr. 1787. Siehe das Geschlecht auch beim mecklenburg. Adel im E.-B. S. 31. Iuvenil ii fflf. Der Einzige dieses Geschlechtes wurde 1840 in den hess. Freiherrnstand erhoben. Ob er Nachkommenschaft hinterlässt habe ich nicht in Erfahrung bringen können. Heck. (Taf. 28.) Auf der Tafel ist gegeben 1) das Wappen nach dem im Texte erwähnten Wappenbriefe vom Jahre 1561 *). 2) Das berichtigte adeliche Wappen vom Jahre 1580. Der Umstand, dass bei lezterem (sächs. Adid Taf. 37) derFluggeSchlossen, hier aber offen ist, erklärt sich durch die Stellung des Helmes (Siehe Grundsäze S. 40), hat aber durchaus keinen wesentlichen heraldischen Belang. MoppenfelH. (Taf. 28.) (Freiherrn.) Das Wappen ist hier auf der Tafel berichtigt wiedergegeben. Siehe diess Geschlecht auch beim preuss. Adel. Lejser. (Freiherrn,) Das Wappen dieses 1739 geadelten Geschlechtes ist ganz dasselbe eines gleichnamigen | st e irischen Geschlechtes. — Vergl. auch beim preuss. Adel. Im Wappenbrief ist der Lötyq als ni elitgekrönt blasonirt, aber gekrön t gemalt. 12 * SÄCHSISCHER ADEL. 48 Lnckner. (Taf. 29.i (Grafen). Das Wappen hier auf der Tafel berichtigt. Bern.: Helm und Kleinod wurden im Diplom nicht ertheilt. > Ludwiger. Geadelt 1597, erneuert 1696. Siehe auch beim meck- lenburg. Adel im E. B. S. 32. Taf. 15. von der Iiühc. (Taf. 29.) Das Wappen ist beim s. Adel S. 38. richtig blaso- nirt aber auf Taf. 42 verkehrt tingirt, was hier berichtigt wurde. Siehe d. Geschlecht auch beim mecklcnburg. Adel S. 14 T. 11. und im E.-B. S. 32 und 42. Viinker und Lynker. (Taf. 29.) (Freiherrn.) Ueber diese Familie siehe weitere Nachrichten beim prcuss. Adel S. 54. Das Wappen der Frhrn. v. Lyncker ist hier auf der Tafel verbessert wiedergegeben worden. Marschall, (Freiherrn.) genannt Greiff, oder M,-GreifT, die Wappenfarben werden bei v. Meding I., Siebmacher V. 139 u. IV. Suppl. 18. als Roth und Silber aufgeführt, was auch auf die fränk. Heimath besser deutet als die Farben Schwarz und Silber wie sie einzig und allein im freiherrlichen Taschenbuch 1854 S. 340 angegeben sind. Metgeh. Das Wappen führen auch die Fürsten von Kheven- h i 11 e r - Metsch in ihrem Schild. (Siehe „hoher Adel" S. 17. Taf. 33.) Müller, (Freiherrn.) Müller von Lengsfeld. Nach mir gewordener Mittheilung sollen die Rosen in 2. und 3. # (nicht roth) sein. In einer Copie aus dem Diplom sind sie roth. Münster. (Taf. 29 ) (Grafen.) Das Wappen hier berichtigt (Feld 2. und 3. und Flug auf III. golden) wiedergegeben. Oppel. sind nach Angabc anderer 1. Dez. 163 5, nicht 1631 geadelt worden. Oppeii-IKuldeiiberg;. (Taf. 29.) Ich gebe das Wappen hier mit Angabe der Farben. Beim sächs. Adel Taf. 46 steht das Wappen durch Versehen des Lithographen Otto- Huldenberg. Siehe das Geschl. auch beim anhalt. Adel Taf. 3. wo aus gleichen Versehen Oppen - Schuldenberg steht. Pape. Die Sterne im zweiten Wappen Taf. 46 sollen golden sein. Paschwitz. (Tat. 29.) Das Wappen ist hier auf der Tafel berichtigt wiedergegeben. Querfurth. (Taf. 29.) Die Löwen auf Taf. 48 sind irrig silber, müssen golden sein, wie hier verbessert. Rademacher. (Taf. 29.) Das Wappen ist im Text S. 43. richtig blasonirl, aber auf Taf. 49 in den Farben falsch gegeben, »uss wie hier auf der Tafel verbessert werden. Riedesel. (Taf. 29.) (Freiherrn.) Das Wappen ist hier nach neuerer Angabe berichtigt worden. Siehe d. Geschlecht auch beim hess. und preuss. Adel. Rochow. (Taf. 29.) Das freiherrliche Wappen ist hier auf der Tafel verbessert gegeben. Siehe übrigens auch beim preuss. Adel S. 60. T. 78. Rothkirch (Taf. 29.) (Freiherrn.) -Trach. Das Wa.ppen hier auf der Tafel berichtigt. Itofteiifiiirif. Sollen zu einem 11. Nov. 1790 geadelten Danziger Geschlechte gehören. Rouvroy. Im Jahre 1637 erhielt ein kaiserl. Oberst Jakob v. R. den Reichsfreiherrnstand. Ob zu diesem Geschlecht gehörig ? Schach. (Taf. 29.) Das Wappen ist S. 45 richtig angegeben, aber auf der Tafel falsch getheilt und tingirt. Hier folgt dasselbe verbessert. Vergleiche übrigens auch mecklenb. Adel S. 45. Schmieden erhielten ein polnisches Adelsdiplom 19. Febr. 1658 in der Person des Nathanael Schmieden, Bürgermeister zu D a n z i g. Scheicher. Der Geadelte starb ohne Nachkommen, ist also die Familie unter dem blühenden sächs. Adel zu streichen. Scheibner. (Taf. 30.) Das Wappen muss so wie hier auf der Tafel und entsprechend der Blasonirung S. 45 im dritten Plaz drei silberne Schrägbalken in Roth haben. Stein-Rraungdorf. (Taf. 30.) (Freiherrn.) Das Wappen ist hier in der Tafel berichtigt aufgenommen worden. — Der Löwe (Taf. 15) auf II. roth sein. Ebenso bei Stein-Kochberg auf derselben Tafel. Schonherg. (Taf. 30.) Der schönberg' sehe Löwe ist nicht ganz roth, sondern von R. und Gr. getheilt. Ich gebe hier das Slammwappen nach einem Stammbuchblatt unterzeichnet: Hanns Heinrich von Schenberg. Bourgess 14. Januari 1590. Entsprechend muss auch der Löwe im Herzschild derer von Schönberg-Bibran verbessert werden. Sternstein. (Taf. 30.) Die kaiserliche Erhebung in den Reichsadelstand mit dem Prädikat von Sternstein nebst Verbesserung des Wappens vom 12. Jän. 1583 erstreckt sich auf die Brüder Hanns Kristof, Kaspar und Wolf Hölzl. Das denselben ertheilte Wappen (welches die Familie auch noch heutzutage führt) hat einen von G. und IL gevierteten Schild, wo in 1. und 4. auf gr. Dreiberg stehend ein # gekleideter Bergmann, in der Rechten SÄCHSISCHER ADEL. 49 einen g. Stern, in der Linken eine Erzstufe hält. Die Müze des Mannes ist s. mit einem g. Sterne vorne belegt. 2. und 3. auf gr. Fuss sieben gr. Bäume. Auf dem Helm der Mann wachsend zwischen g., und r., s. getheiltem Flug. Decken: #, g. und r., s. Kaiser Nikolaus'von Russland hat unterm 13/25. März 1845 den Bankier zu Krakau, Anton Karl Holzel von Sternstein, bei Gelegenheit von Güter- Erwerbungen in Russisch-Polen, dem polnischen Adel beigesellt unter „Verbesserung des Wappens (wie auf der Tafel sub 1845 zu sehen*). Dieses Wappens „Helcel von Stcrsztyn" bedient sich die Familie nur in Russland, während sie in den deutschen Landen das alte Wappen von 1583 beibehält, (ex dipl. copiis.) Das Wappen (auf Tafel 56) mit den drei Heimen ist dasjenige, welches Hanns 11. v. St. 1636 bei Erhebung in den Reichstreiherrnstand erhielt. DerRück- ßcliild und Helm I. u. III. gehören zum Wappen der t salzburgischen Penning**) derenLezte, Juliane, die Gemahlin obgenanntcn 1-lölzel's war. Die Nachkommen desselben und mithin die freiherrliche Linie ist um das ' Jahr 1740 wieder erloschen. Feld 1. ii. 4 wurde blau nischter Ritter. und aus dem Azmanu ein g.-gehar- Demnach ist auch die Ueberschrift über dem dritten Wappen nach Siebmacher auf Taf. 56 irrig und soll „Penning" heissen. Uetterodt. (Taf. 30.) (Grafen.) Das Wappen hier auf der Tafel berichtigt. Vultejus, Ein etwas abweichendes Wappen dieses Geschlechts s. beim liess. Adel. Waldungen. Georg Ernst Jähring, Kammerdiener der Erzherzogin Anna zu Innsbruck erhielt 1664 den Reichsadelstand. Wicliiuann. Hermann Gottfried Wichmann wurde 1786 in den Reichsadelstand erhoben. Wydenlirugk, stammen aus Westfalen und der Reichsadel datirt vom J. 1655. woiir. (Freiherrn.) Ausführliche weitere Notizen über diese Familie siehe beim preuss. Adel. % VII. Ergänzungsband. 13 Ergänzungen und Nachträge zum SCHWARZBURGISCHEN ADEL. Berirab. Die Gebrüder Johann Jakob Edmund B., Amtsschreiber zu Hiimersrunk und Heinrich Lambert B., Hofkammerrath zu Hildesheim wurden von K.Franz II. 1805 geadelt. Der Oheim derselben, Franz B., k. k. Generalquartie r meister; hatte bereits 1750 von K. M. Theresia ein Adelsdiplom erhalten. Das Wapp en ist geviertet von B. und G. 1. u. 4' ein sizender widersehender s. Hund, 2. u. 3. ein gr. Kranz, oben mit # Hahnfedern besteckt. Auf dem Helm der Hund wie im Schild. Decken: r., s. und r., g. Byeris. (Tal. 30.) Die aufgeführten Namen gehören nicht O'Byrn, sondern zu der brandenburgischen Byern, welche zu Parchus angesessen ist. Helmgdorf, Jobst H. kurmainzischer Rath und Schultheiss zu Erfurt wurde 1Ö14 in den Reichsadelstand erhoben. zu den Familie Jud (Taf. 30.) (Freiherrn.) Das Wap penhier auf der Tafel berichtigt. )0QRT)0( 9MB hihhv Ergänzung und Nachtrag ■um WALDECKSCHEN ADEL. Hier ist weiter einzureihen die Familie: Henning, (Tafel SO.) welche im Wal deck'sehen begütert ist Die Blasonirung des Wappens s. beim hessischen Adel S. 4. i I ■ ■ I ■ ■ i t ■:! Ergäzungen und Nachträge zu den Wappen des fiROSSHERZOGTHUMS BADEN. CI. Bd. 1. Abth. S. 36. T. 72. ff.) Seit dem Erscheinen der obgeminnten Abtheilung meines "Werkes ist von Franz Zell eine „Geschichte una Beschreibung des b a d i s ch c n "Wappens*)" veröffentlicht worden, welche eine Reihe recht gut gezeichneter Siegelabbildungen neben einem fleissig gearbeiteten Texte gibt. Der Verfasser dieser Abhandlung hat Gelegenheit gehabt, Manches ztrberichtigen, was in meiner Behandlung des badischen Wappens irrig aufgeführt wurde, und ich stehe nicht an, diese Berichtigungen im Interesse der Heraldik mit Dank anzuerkennen und soweit selbe von Belang sind auch in Nachfolgendem getreu wiederzugeben, und zwar nach Reihenfolge der einzelnen Tafeln. Die hier neuaufgenommenen, zur Ergänzung der badischen Heraldik dienenden Wappen sind mit Ausnahme des dritten Wappens auf Taf. 1. sämmtlich nach Siegeln obgedachter Abhandlung von mir gezeichnet. Zur Erklärung dessen, dass der Stil der meisten Wappen in der ersten Hälfte der Lieferungen meines Werkes, nicht immer den kunstgeschichtlichen Anforderungen entspricht, muss ich bemerken, dass die Originale der Tafeln zu den ersten 30 Lieferungen des Werkes nicht von mir, sondern von einem Zeichner gefertigt wurden, der nicht immer das wünschenswerthe Verständniss des Stils der einzelnen Jahrhunderte und Wappen hatte und ausserdem nicht unter meiner persönlichen Respizienz stand. Bei billiger Würdigung dieses Umstandes, wird der grössere Theil des von mancher Seite ausgesprochenen Tadels hierüber gewiss nicht mich treffen können, und ich beanspruche sogar die Beistimmung aller Künster, wenn ich behaupte, dass selbst die etwas mangelhaften Reproduzirungen meiner Originalzeichnungen in den spätem Lieferungen, die allgemeine Erfahrung in Betreff von Kopien theilen müssen. Meinen Lesern und den Kennern von heraldischen Kunstformen wird das Bestreben nicht entgangen sein, dem Standpunkt gerechter Anforderungen "hierin mehr und mehr zu genügen. Ich komme nun zu den Berichtigungen und Ergänzungen der einzelnen Tafeln. (zu Tafel 72. S. 36.) Diess Wappen wurde von 1801—1830 gebraucht. Bei Feld 3. Pfalz: Der Löwe g. und r.-gekrönt. Feld 4. Der Löwe soll wegen der Landgrafschaft Sausenberg oder Susenberg im Breisgau sein. (?) Feld 5. Der Flügel wegen Usenberg. (?) Feld 6. wegen der Reichslandvogtei Ortenau, resp. der Reichsstadt Offenburg, welche 1805 an Baden kam. Feld 20. Der Löwe von Mahlbcrg soll r.-gekrönt sein. Karlsruhe, Chr. Fr. Miiller'schcn HofbuchhancUung 1858. 4. ♦et Feld 23. Soll heissen Oeliningen statt Oehringen. Feld 26. statt Brüggen soll es heissen Beuggen und in dem entsprechenden Plaz c. soll nach Zell S. 38 eine Holzbeugge d. i. ein aufgerichteter Holzstoss sein, als (neuerfurid.) Wappen für die Commende Beuggen. Feld 28. liess: Bräunlingen statt Bräuningen. Von den N e b e n s ch i 1 d e n soll im Fürsten- berg'schen die Bordur innen (d. h. die Wolken) blau und aussen s. sein. Der z w e i t e Schild rechts (Klettgau) soll mit drei Spizen, statt ungrad mit Spizen, gethcilt sein. (Zu Tafel 73.) Diess Wappen ist seit 1830 das grosse und eigentliche Staatswappen. (zu Tafel 74, beziehungsweise:) Tafel 31. Ich war in Behandlung des badischen Wappens der, bis dahin allgemeinen Annahme gefolgt, das Wappen der Herzoge von Zähringen sei ein g. Löwe in R, gewesen. Zell hat aber in der angezogenen Schrift S. 5 ff., gestüzt auf archivalische Forschungen die Behauptung aufgestellt: Im Schilde des Stammwappens der Herzoge von Z ä h r i n g e n , sei ein Adler (wie zu vermuthen in gleichen Farben wie der Für- stenbergische) gewesen, und der auf einem Siegel des Herzogs ßerthold IV. vom J. 1157 vorkommende Löwe sei der der schwäb. Grafschaft Burgund, welche Grafschaft ein Reichslehen der Zähringer war, wie denn auch gedachter Berthold IV. in diesem Siegel die Umschrift „Berchtoldus Dux et Rector Burgundie" führt. Nun hat die Grafschaft Burgund (Neu-Bur- gund) allerdings einen Löwen im Schild, aber das Feld ist b., mit g. Schindeln besät und der Löwe gleichfalls golden *), während man den z'ähringer Löwen g. in leerem rothen Felde malt. Bei genauer Betrachtung der Löwenbilder in beiden Siegeln, resp. deren Abbildungen bei Zell Taf. I. Fig. 1 a. und 2., kann es übrigens nicht entgehen, dass beide Löwen sehr den heraldischen Tipus jener Zeit verläugnen, und es dürfte desshalb ein gelinder Zweifel über die Aechtheit dieser Siegel nicht ungerechtfertigt sein, wenn man auch davon absehen will, dass die fraglichen Siegel (wie der Archi- *) Siehe d. W. I. Bd. 2- Abtli. S. 14. Taf. 28« — "Wie so Zell be Betrachtung des Burgunder Löwen (S. 9) auf den Ausspruch kom men konnte, „es sei gegen den allgemeinen heraldischen: Grundsaz, dass das Wappenbild des Löwen gold und das Feld blau" (und nicht umgekehrt), ist mir nicht begreiflich, denn bei einer solchen Regel würde geradezu alle Heraldik aufhören, und es unmöglich machen, "zwei und mehrere gleich- figurige Wappen, durch Versezung der Farben zu unterscheiden. (Vgl. die „Grunasäze S. 6. ff. BAYRISCHER-ADEL, GRAFEN. llffliMEN. rittst IIÜFIEIHGr ($TW.) BAYRISCH ER-ADEL (GRAFEN.) "VOliTOIiXNI (SW.) Taf^ "WÖIiKE^STEIK (SW) Vi 1'iEE 0 0 ~YR 6 CIL - PIE K 2.1 'XAU. "VOLTOUCNI GAISBERG (Fhr.) GASTE LX (Stw. ^JÄN CKEIflJANN. ■m BäJJL(EraB'L) BAYRISCHER-ADEL. FREIHERREN . Tctffr ECIEB(STW.) Bei Kff{£rgBdJ FREIHERREN. NIEDERMAIER.(STW.) WDCCEflTHAl NIE DER MAYER NOTTHAIT(GR*.) NOTTNART (STW.) P£REAll(STW,j NOTTHAIIT.'WERNBER C NOTIEAF NOTTBMII aPODENSTEIN PIETTEN PRIIGGEACS(STW) PROFE Jtd, TU. (TrgUdj) TIROLER -ADEL (ständisch) s ^atstoutm. m um LAW. r„f // CAÄAJ5T. (älteres.) ß&M{Zrg.SdJ. TIROLER-ADEL STÄNDISCH. IURIS CHER. (IHR.) Tafif/. PRACK. Bd.. EILErg.BiL./ S1|0BI STANDISCH TORRESANI (S "VAIENTTNI WAIIPACI "WINKEIBOIEB (IA63.) COBZIN" (GF. 1 ) /IH /f® ..-K 1 EAZETL (FflR TSCBEJNE - .. -.v** MECKLENBURGER -ADEL Bd. ni.^gm) ÄMSBERG BREMEN .BASTIAN /Ä. M :Yß|N (QElVERßESS BROCKEN lOLZSCIDH, BOPfliARTEY MECKLENBURGER -ADEL ßäM/TSnjJId.) «OI.I.KNIKTkpf PRXNTZ (n-ir.) BATZ BATm-BlVJUrEÄFBI,II ■ ■■■■ ■HHHHHHHNHMNI WURTTEMBERCER-ADEL KOINEBITZ tt . ä. LAUBEN OIDERSHÄUSra(Fffft) TOLLER (FÜR.) mmle; YfURITEMBERGER-ADEL mmferySd) SCHAD (AND PALM SCIEEEß (5TW.) iCHELEB (GT.) SCBELEEt.E SCHILLING. (13 SCHOTT -HOPEER (TER.) SCHOTT (TER.) SCHMfDT v.A. STETTENJFER.) WÜRTTEMBERGISCHER -ADEL. Bd VJ[ (ErqBds) WURTTEMBERGISCHER = ADEL Bd ffljErq BcLj C4RLSB&ÜSEN DILLES (TflR)löOb' BAIBENDEN DILLEN(FHR: AND RICHER LA LT; IISCBER | EHR: \ il!& nSCEERjFHfl.AND .V V#: V . . 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