WÜRTTEMBERGER ADEL.
39
Kassier.
(Freiherrn.)
Jakob Kristof R a s s 1 e r, Besizer von Kreenried imBadischen, Rechtsgelehrter, wurde 1655 geadelt, 1681gefreit, nachdem er das fürstenbergische Lehen Gamcr-schwang erworben, starb 4. Okt. 1685 auf einer Ge-sandtschaftsreise in München.
Reichlin,
(Freiherrn.)sassen auch zu Bibrach im Patriziat.
Reinhard.
Die beschlossene Erhebung in den Adelstand wurde1814 amtlich bekannt gemacht, das Diplom aber erst1819 ausgefertigt.
Reuttner,
(Grafen.)
haben zu Ende des vorigen Jahrhunderts im Deutsch-orden aufgeschworen.
Roeder,
(Freiherrn.)s. auch beim sächs. und mecklenb. Adel.
Rü]i|ili!i,
(Freiherrn.)
stammen aus Pfeffikon in der Schweiz. In der leztenHälfte des vorigen Jahrhunderts waren sie auch reichs-ritterschaftlich im Kauton Neckar-Schwarzwald.
Schall. (Tat. 18.)
Eine Linie des Geschlechts ist im XVII. Jahrhun-dert auch in den Freiherrnstand erhoben worden. Sieführte das auf der Tafel gegebene vermehrte Wappen.
Scheler. (Tafel 18.)
(Grafen und Edelleute.)
Das Geschlecht sass zu Augsburg und Memmingenim Patriziat, zu Ulm in der Mehreren-Gesellschaft.
Das Stammwappen zeigt in B. eine verzierteg. Schale sammt Stiel. Auf dem Helm dieselbe Figurin einem Flug.
Ein Zweig war zu Erkheim landsässig und führteein geviertetes Wappen. 1. u. 4. Stammwappen, 2. u. 3.in R. ein Sparren, dessen vordere Hälfte g., die hinteree. ist. (f v. Erklieimb.)
Auf dem Helm ein Flug, der vordere Theil inScheler'schen, der hintere in Erkheim'schen Farben und' Figuren.
Decken: b., g. u. r., s.
K. Friedrich v. Württemberg erhob den FriedrichJos. v. Scheler wegen ausgezeichneter Waffenthaten i. J.1812 in den Grafenstand und gab ihm ein Schwert undein Hirschhorn von Württemberg in den Schild.
Schiller.
(Freiherrn.)
Das Wappen ist augenscheinlich nach dem der ttiroler Kanzler v. Schiller gebildet, welche einengespaltenen Schild führten, vorne eine # Pfeilspizeschräggelegt, hinten von B. u. G. schräggetheilt, obenwachsend ein s. Einhorn, unten ein b. Schrägbalkennach der Theilung.
Auf dem Helm das Einhorn wachsend.
Decken: b., g.
(Siehe auch die Frhrn. v. Sch. beim sächs. und diev. Sch. beim Frankf. Adel.)
Schilling. (Tafel 18.)
Ich gebe dies Wappen nach dem Grabsteine desHeinz Sch. v. Kannstadt zu Neufen, t 1352, mit derbesondern Form der Kanne. Nach der mir mitgetheiltenZeichnung steht statt eines Helms die Kanne auf demSchild und kommt unter derselben die Decke hervor.Jedenfalls merkwürdig, aber ob richtig, kann ich nichtentscheiden, da ich den Orginal-Grabstein nicht gesehenhabe.
Schmidt-Altenstädt. (Taf. 18.)Von dieser beim bayr. Adel S. 112. Taf. 136 auf-geführten, 1577 geadelten Familie steht ein Mitglied alsMajor beim 3. Infanterie-Regiment in k. w. Diensten.Er soll ultimus stirpis sein.
Schmitz-Grollenbiirg.
(Freiherrn.)
Arnold Schmitz, Amtmann zu Ueberwasser inWestfalen, wurde 1719 geadelt. 1790 wurde das Ge-schlecht mit „von Grollenburg" gefreit.
Moritz Frh. v. Sch.-G. war zulezt k. w. Gesandteram Hofe zu München, sein Bruder k. preuss. Regierungs-Präsident der Rheinprovinz. Das Geschlecht ist 1850im Mannsstamm t- Der Name ist auf den Schwieger-sohn des Regierungspräsidenten, den Artillerie-HauptmannJohn übergegangen, welcher sich nun John vonSchmitz-Grollenburg schreibt.
i
Schott, (Taf. 18.)
(Freiherrn.)
führen auch das einfache Stammwappen (von R. u. S.geviertet. Auf dem Helm zwei Hörner r., s. übereckgetheilt), wie solches beim nassau. u. frankfurter Adelgegeben ist. Beim württemb. Adel T. 14. ist bei demWappen Schott-Hopffer derschott'scheRückschildirrig weggelassen worden, was hier berichtigt ist.
Seeger
(Freiherrn.)
sollen mit dem in diesem Jahre (1858) verstorbenenGeneral a. D. Frhrn. v. Seeger erloschen sein.
Senbenberg,
(Freiherrn.)nicht mehr im Lande.
Seiitter,
(Freiherrn.)
führen das Prädikat „von Lotzen", wie die reichsfrei-herrliche Linie.
Im Texte steht durch ein Druckversehen Bolzheimstatt B a 1 z h e i m.
Seyhothen,
siehe auch v. Mittnacht.
Sternenfels, (Tafel 18.)
(Freiherrn.)
waren ursprünglich ein dinastisches Geschlecht,das später zum niedem Adel überging. Ein SiegelDietrichs v. St. (der noch vorhandene Stempel stammt
10*