36
WÜRTTEMBERGER ADEL.
pagnöes de six Besans d'argent, trois en chef et troisen pointe.
Falkengtein.
(Freiherrn.)
Die v. F. in Württemberg führen den Freiherrn-titel. Das Wappen ist übrigens wie das beim würt-temb. Adel Taf. 19. u. siichs. Adel Taf. 8.
siehe auch beim
Forjatiier,
(Freiherrn.)mecklenb. Adel.
GaUberg,
(Freiherrn.)
in neuester Zeit aucli in Bayern immatrikulirt.oben im E.-B. beim bayer. Adel.
Siehe
GenuniiiKen.
(Freiherrn.)
Johannes de Gern min g 1225. Albertus 1277. Rein-hard v. G. hat um 1631 eine noch vorhandene ausge-zeichnete Familienkronik geschrieben.
Graevenltz,
(Grafen.)
führen den gräflichen Titel in Württemberg.
(Siehe auch beim mecklenb. Adel.)
«roiiafeld (Taf. 16.)
(Grafen.)
-Diepenbrock zu Limpurg. Johann BertramArnold Frhr. v. Diepenbrock ward 1719 unter demNamen v. Gronsfeld in den R.-Grafenstand erhoben.Einer seiner Vorfahren hatte durch Erbheurath die Herr-schaft Gronsfeld erworben, welche aber 1719 bereitsin den Besiz der Gfn. T ö r r i n g war , von denen sicheine Linie auch T.-G r o n s f e 1 d schrieb *).
Das Haupt der gräfl. gronsfeld'schen Familie, GrafFriedrich, steht gegenwärtig in württemb. Hof- undMilitärdiensten.
Wappen: Geviertet mit Herzschild und Schildes-fuss. Der Herzschild enthält das frhrl. v. D i e p e n -brock'sehe Wappen: geviertet von R. u. B. a. und d.zwei blanke Schwerter gestürzt (Stammwappen), b. undc. ein g. Balken, auf dem drei Goldamseln sizen.
Der Schildesfuss ist ebenfalls geviertet unddas Wappen der Schenken -von Limpurg (a. u.d Franken, b. u. c. Limpurg, auf der Kreuzung derS'chenkenbeeher).
Im Hauptschilde hat 1. u. 4. in G. drei, 2. 1,r. Kugeln (Gronsfeld), 2. u. 3. ist # mit s. recht-oberen Frei viertel. Auf dem Schild die Grafenkrone.
Xlitrtlt.
(Freiherrn.)
Der k. w. Major V. Hardt von Wellenstein ward1843 von Sr. M. K. Wilhelm I. gefreit.
Haiibert.
Das Geschlecht soll auf dem Erlöschen stehen. InUebcrlingen lebt gegenwärtig noch ein Hr. v. H. diesesWappens.
Hayn.
(Freiherrn.)
Sind in Sachsen Edelleute. (Siehe sächs. Adel.)
Hiller. (Taf. 16.)
(Freiherrn.)
In der Blasonirung und in der Abbildung des Wap-pens ist vergessen, dass der Pfahl in der hintern Schil-deshälfte blau ist, in der Abbildung aber sind dieFarben durch ein Versehen irrig angegeben, was hierberichtigt worden ist.
HolzHcIiulier. (Taf. 16.)
(Freiherrn.)
Des bekannten nürnbergischen Geschlechts. (Siehebayer. Adel S. 40. Taf. 30, auch mecklenb. Adel imE.-B.)
In Württemberg bedienstet.
Hornsttelu. (Tat. 16.)
(Freiherrn.)
Hninricus de Hornstein, miles 1247 at. 1265. (Mone,II. 82).
Ein anderes freihrl. hornstein'sches Wappen folgthier nach Siebm. II. 82 auf der Tafel. Es ist das, wel-ches die 1688 gefreite Linie II ornstein-Göf fingenführte. Sie nennt sich jezt nach der Veräusserung vonGöffingen, H.-B ussmannshausen und bedient" sich,wenn ich recht berichtet bin, nur mehr des einfachenStammwappens.
Iliielses*, (Taf. 16.)genannt Fl orschütz von Florsperg. d. d. SchlossEbersdorf 6. Sept. 1634 erhebt K.Ferdinand II. den Jo-hann Flurschütz, welcher in der kaiserl. Armee,leztlich im Regiment Walmerode rühmlich gedient, mitdem Prädikat „von F 1 o r s c h b e r g" in des h. r. ReichsAdelstand, vermehrt und verbessert auch sein bisher ge-führtes Wappen. (Dasselbe ist hier aus dem Diplom *)berichtigt auf der Tafel wiedergegeben und bemerke na-mentlich, dass in 2. u. 3. von den drei Pfeilen in derKrone nur eine Spize sichtbar wird und dass der Mohrin 1. u. 3. wirklich einen s. Pfeil auf dem Bogen liegendhält.)
Aus Bericht desjezigen Hauptes der Familie H. v. H. inUlm entnehme ich,'dass der Geadelte Johannes eigentlichHueber geheissen und nur den Nebennamen Florschützoder Flurschüz führtp. Obwol dieser Name Hueber imDiplom gänzlich weggelassen wurde, führten ihn dochder Geadelte und alle seine Nachkommen beständig alsHauptname fort, indem sie das Prädikat „Florschützv. Florsperg" entweder beisezten oder auch ganz weg-liessen. Die Hueber stammen ursprünglich aus Tirolund finden sich daselbst in Bozen und Zierl noch Grab-steine mit dem ursprünglichen Stamm wappen. Das-selbe zeigt in 11. auf gr. Dreiberg einen •. Strauss miteinem Hufeisen im Schnabel. Auf dem Helm zwi-schen g., b. (?) übereck getheilten Hörnern drei b., g. (?)Federn. Decken: r., s. u. b., g.
Der Geadelte Johannes Hueber führte vor undnach seiner Erhebung ein vermehrtes Wappen,welches einen gespaltenen Schild, vorn Stammwappen(in R. der Strauss), hinten in S. eine g. Krone mit dreidurchgesteckten Pfeilen (wie im Diplom v. 1634 in 2.u. 3.) zeigte. Der Helm mit Kleinod u. Decken des
Stammwappens.
Diess Wappen wurde mehrere Generationen hindurchneben dem diplommässigen geführt.
Der Grossoheim des jezigen Stammältesten aber führteein weiters vermehrtes Wappen, welches auch
*) Diess Wappen beim bayer. Adel Taf. 18.
*) Als kulturhistorische Notiz füge ich hier bei, dass an gedachtemOriginaldiplom das Siegel fehlt und darüber auf dem lezten Blattedie'Bemerkung beigefügt ist: „dass die Franzosen am 15. Junides Jahres 1800 das Schloss Vollmersried verwüstet und ihreWuth unter Anderm auch an dem vorliegenden Diplom jekühlt,indem sie das kaiserliche Siegel von selbem gerissen und es mitFüssen getreten hätten". Unterzeichnet ist die Notiz vom da-maligen Besizer des Diploms Joseph von Hueber, freiherrlichv. Stein'scheu Obervogt.
b •