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7,Erg.-Bd., Lfg.1- (1859) [Ergänzungen und Nachträge zum Bayerischen Adel]
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32 MECKLENBURGER ADEL.

Kühlewein.

Das jezige Wappen soll nach M. diezwei Wein-kannen in einer Schale stehend u. auf dem Helm dieTraube zwischen zwei Weinmessern" zeigen.

Laffert.

(Freiherrn.)

Masch sagt, die v. L. seien in Mecklenb. nichtFreiherrn. Ein Mitglied der Familie, das mir unterm28. Nov. 1857 die betr. Zusendung machte, hat sichFreiherr v. L. unterschrieben. Ich habe keinenGrund anzunehmen, dass er es nicht sei.

Langen.

(Freiherrn.)

Nach dem Diplom v. 1839 sollenstatt der Granatedrei übereinandergelegte gr. Rosen" sein. Im Freiherrn-diplom findet sich diese Angabe nicht.

Leitner. (Tafel 15.)

Diplom vom 26. April 1803. Der Löwe soll r., derFlug g. u. r. *) übereck gctlieilt, die Decken b. u. g.sein, wie nach Masch's Angabe hier verbessert.

Levetzow

sollen mecklenb. Uradel sein.

Lübbe.

Wie bei mir angegeben, findet sich das Wappen immecklenb.' Wappenbuch Nr. 118. Muss dort wol un-richtig sein, weil Masch sagt, der Löwe auf dem Helmsei g. und die Rohrkolben müssten Waizenähren sein.Ich meine auch, die Decken wären nach Feld- undHauptfigur besser r., s. als r., g.

Ludwiger. (Tafel 15.)

Jonas Ludwiger (aus Halle) erhielt 1597 nebstseines Bruders Söhnen den R.-Adel. Kurfürst FriedrichIII. erneuerte den Adclstand 4. Juli 1696. Aus dieserFamilie stammt eine mecklenburg - strelilz'sche Hof-dame v. L.

Wappen: In B. eine g. Sonne. Dieselbe auf demHelm zwischen b., s. übereck getheilten Hörnern.

Decken: b., g.

(Siehe das Geschlecht auch beim sächsischen Adel.S. 38, Tafel 42.)

von der Lühe.

Masch meint, die Schildfigur, sowie ich sie (nacheinem Siegel v. J. 1501) gegeben habe, sei gänzlichantiquirt". Ich habe diese Darstellung auch bloss ge-wählt, um den Unterschied gegen diejenige beim sächs.Adel. Tafel 42 zu bezeichnen. Wenn die Familienübrigens immer ihre Wappenfiguren so gelassen hättenwie sie ursprünglich waren, würde nicht so viel räthsel-haftes Zeug und auch dadurch nicht so vielWissenschaft"in die Wappenkunst sich eingeschlichen haben.

Mathiessen

sollen eine andere Familie sein. Welche andereaber hat der Hr. Masch leider nicht gesagt.

Merkleiibur^.

Masch sieht bei mir denwerle'schen" Stierkopfstatt desmecklenburgischen". Er sieht aber mit Aus-nahme, dass er etwas besser gezeichnet ist, gerade soaus, wie der im mecklenb. Wappenbuch Nr. 125 ' nur

fallibel zu werden. Das gilt vor Allem für die Adels- undWappendiplome, an deren Buchstaben u. Strich so viele unsererHeraldiker zu kleben pflegen, vielleicht, ohne zu bedenken, dassDiplome auch von Menschen geschrieben u. Wappen von Men-schen gezeichnet und gemalt werden, und dass man wie vonMayerhofer schreibt,insgemein unter grossem Insiegel das zubestätigen pflegt, was einmal geschrieben und gezeichnet wor-den ist."

*) Nach späterer briefl. Bemerkung ist in der Kritik hier einDruckfehler eingeschlichen und soll heissen:von Gold undBlau übereck gethcilt", wie ich es hier auf der Tafel darnachwirklich so angegeben habe.

dass ihm der Halslappen fehlt. Wenn diess der Fehlerist u. resp. den Unterschied macht, so steht es armseligum die mecklenburgische Heraldik. (Vergl. übrigensd. W. I. Bd. I. Abtli. S. 34 (T, wo nach Angabe desII. Masch gesagt ist, der werle'sche Stierkopf habe kei-nen Ring in der Nase.)

Mecklenburg (Tafel 15.)von Kleeburg, stammen nach von Zedlitz, III. 380,vom regierenden Grossherzoge (Paul Friedrich?) vonMecklenburg-: chwerin u. sollen vom Kaiser von Oesler-reich in den Freiherrnstand erhoben worden sein. (NachMasch blühen sie noch daselbst, aber nicht als Frei-herrn.)

Wappen: Gespalten von R. u. G. Vorne ausWolken, am Innerrand wachsend ein g.-gekleideter Arm,einen g. Ring haltend (ähnlich Stargard s. I. Bd.I. Abth. S. 34), hinten sieben, 1. 2. 1. 2. 1, gr. Klee-blätter. Aul dem Holm ein gr. Kleeblatt zwischen# Fluge.

Decken: r., g.

Michael.

Vier Gebrüder Michael wurden am 8. Merz 1844vom Kaiser (von Oesterreich?) in den Adelstand er-hoben." Berichtigung des Hrn. Masch mit Bemerkung,dass er das Wappen auch nicht kenne.

Holleniloi'H' (Tafel 15.)

Möllendorff, Wappen: Von R. u. S. (alias um-gekehrt) mit Spizen gespalten. Auch in S. vier r. Spizenvon hinten nach vorne. Auf dem II e 1 m wachsend eingekröntes Weiblein (alias eine Möhlin) wachsend in derRechten ein s. Mühlrad haltend. Das Kleid ist vonr. u. s. Spizen abwechselnd getheilt.

Decken: r., s.

Oert lili ig.

Samuel Ilerrmann 0. wurde vom GrossherzogFriedrich Franz von Mecklenburg am 10. Dez. 1832 inden Adelstand erhoben und ist diess die erste vondiesem Fürstenhause ertheilte Standeserhöhung." DasWappen kennt Hr. Masch auch nicht.

Pentz.

In der Blasonirung ist ein Druckfehler stehen ge-blieben, soll heissen g.-gekrönter (statt g. -geflügelter) Löwe.

FfliiüCk. (Tafel 15.)

Unterm 3. April 1858 ist der Adel der minder-jährigen Gebrüder Hellmuth Friedrich Karl Eduardund Theodor Friedrich Emanuel Hugo Pflugk inGuoien, nachdem nachgewiesen worden, dass selbe zuder in Sachsen angesessenen altadeligen Familie diesesNamens gehören, v. S. K. II. dem Grossh. v. M.-Schwerinlandesherrlich anerkannt worden.

Weitere Notizen und W ap p e n - Beschreibungsiehe beim sächs. Adel S. 41.

Plfishow.

Die alten v. P. sind f. Namen und Wappen gingdurch Diplom K. Joseph TI. v. 4. Okt. 1783 auf denGemahl der Erbtochter des Lezten v. P., Johann Phi-lipp Suhr auf Trechow über.

Frintz. (Tafel 15.)

(Freiherrn.)

(Prinz) v. Buchau.

Das Wappen der in Mecklenburg angesessenenprotestantischen Linie ist ein anderes als dasvon mir mitgetheilte (katholische).

Das Freiherrndiplom dieser (protestant.) Linie istvom 7. Mai 1661, und das Wappen (nach der Be-schreibung im freiherrl. Wappenbuche):

In S. auf einen schräggelegten Aste sizend, eine n.(r.?) Eule. Auf dem Helm zwei Federn r., s., zwi-