Druckschrift 
7,Erg.-Bd., Lfg.1- (1859) [Ergänzungen und Nachträge zum Bayerischen Adel]
Seite
31
Einzelbild herunterladen
 

MECKLENBURGER ADEL.

31

aus dem Ende des XVI. Jahrhunderts, gesehen habe.Diess zur Beruhigung eines ängstlichen heraldischenGemiithes.

nreiikhalui.

Der Geadelte hiess (nach Masch) nicht bloss Kri-stian, sondern aucli Anton, also Kristian AntonDrenkhahn.

Düring.

Die Hörner sind auf einem Stammblatt v. J. 1570bereits roth, also müssen sie roth sein. 1 ' (Krit.u. log. Bemerkung des Hrn. M.)

Elderliorst.

Der geh. Domainenrath, Johann Ludwig E., wurde15. Nov. 1782 geadelt. Das Wappen ist auch Maschnicht bekannt.

Eyken. (Taf. 14.)

Der Adelsbrief soll für Huldreich Eyben dd. 16.Merz 1682 sein. Im Stamm wappen soll der Adlerzwei Nägel*) auf dem Kopfe haben, als Erinnerung,dass einer der Vorfahren eine Reise nach Jerusalemgemacht und von päpstlicher Heiligkeit (ob in naturaoder bloss im Wappen ist nicht gesagt) zwei Nägel desheil. Kreuzes verliehen erhielt.

Im Grafendiplom tvom Jahre 1817) ist der # Adlerin einen blauen Adler verändert worden. (Warum, istHrn. M. nicht bekannt.) Ich habe den b. Vogel füreinen Pfau gehalten, leicht verzeihlich, beim Anblickdieses Thieres, wie es im mecklenb. Wappenbuch Nr.52 abgebildet ist, und wie ich es hier möglichst treukopirt alsverbessertes" Wappen mitgetheilt habe, zu-gleich als Probe des heraldischen Stils in besagtemBuche.

(Die Hörner auf Helm I. sollen b., g. getheilt sein(im mecklenb. Wappen sind sie b., s. getheilt) und dieFahne des Schildhalters soll blau sein (ist a. a. O. rothangegeben). Decken fehlen ganz.

Ferlier.

Die Gabel wird im Diplom eineZündruthe" ge-nannt.

Dentzkow.

Kleinod soll sein : drei s. Federn.

CrlodCll,

in Mecklenb. bedienstet. Nach Masch aber nicht dieGlöden mit dem Gemshorn, welche er in seinem meck-lenb. Wappenb. 63. aufführt, sondern die Glöden,welche im b. Schilde ein s. Mühlrad und auf demHelm, mit b., s. Decken, ein wachsendes # Wild-schwein mit einem g. Ring im Rachen, führen.

Griimllncli.

Die Stauden sollenGundelreben" oderEpheu sein.

Hael'ten.

Masch verbessert: 11 äfften, und sagt: KristianLudwig Hafften sei 30. Dezember 1767 geadelt worden.Scheint mir aber nicht richtig bemerkt und eher eineVerwechselung mit den weiter unten auf derselben Seiteenannten v. Hafften. Uebrigens meint Masch, daschildeshaupt müsse # u. der Steg oder Turnierkragens. sein. Darin irrt er aber, denn das Wappen Cha-stillon wird in allen französ. Wappenbüchern so be-nannt : de gueules a trois pals de vair au chef d'or.Auch im Tyr. pr. Wappenbuch XVI. 79. ist das Hauptg. mit # Steg.

Haeseler

solleneinen ganzen Widder" im Schilde führen;Weiteres gibt Hr. M. nicht an.

Hagen (Tafel 14.)sollen nach Masch das Wappen führen, das v. lleding

II. p. 220 beschreibt: In G. ein # Bärenkopfmitaus-gestreckter Zunge aus dem Halse, der unten, da wo erabgeschnitten worden, blutig ist". Auf dem Helm dieSchildesligur mit drei Pfauenfedern besteckt.

Decken: #, g.

Hahn.

Die Waffen des Hahns kommen auch # vor, wasübrigens nicht von Bedeutung ist.

Henkel.

Siehe auch beim bayr. Adel, S. 84. Tafel 97.

Hiiitzenstern.

Der Schwan soll nach Masch in Roth stehen. Imschwedischen Wappenbuch ist das Feld blau.

Hoclistetter. (Tafel 14.)

Geadelt v. K. Joseph II. 9. Juni 1779.

Wappen: In S. ein r. Zinnenthurm. Derselbeauf dem Helm zwischen s. Flug.

Decken: r., s.

Hirschfeld. (Tafel 14.)meissnischer Uradel, der nach v. Ledebur ein Adels-Ernennungs-Diplom v. 16. Febr. 1787 besizt. Ein Mit-glied des Geschlechtes steht als Sekondieutnant inmecklenb. Diensten.

Das Wappen habe ich beim sächs. Adel, S. 33bereits beschrieben.

Holzschuher. (Tafel 14.)

(Freiherrn.)

Ein Mitglied des bekannten Nürnberg. Patrizierge-schlechtes (siehe bayr. Adel, S. 40. Tafel 38. und Er-gänzungsband S. 15) steht als Hauptmann in mecklenb.Diensten.

Hopffgarteii. (Tafel 14.)

Die mecklenb. H. führen nach Masch fünf Straussen-federn #, s. auf dem Helm.

Karstedt.

Der Rumpf soll nach Masch eineweisse Schürze"haben. Wird also wol von einem Koch oder Mezgersein.

Kamptz.

Auf dem Helm nur drei Federn r., #, r. Hiezumacht Maseh die interessante Bemerkung, dass die# Feder,in Folge einer Reichsachterklär-ung um 1566 angenommen worden sei".

Klein.

Die Figur in 4. soll eine Fussangel (keine Piramide)

sein.

Koch-

Das Wappen wie ich angegeben, ist mir von kom-petenter Seite zugekommen. Masch will, dass die Fe-dern auf dem Helm #, s. # u. die Decken b., s., #seien. Woher das Schwarz, da im Schild bloss B. u S.vorkommt ? Wahrscheinlich zur Abwechslung ?

Koenemann.

Das Adels-Diplom ist vom 1. Mai 1773.

Ko enigsmark.

(Gralen.)

Ich habe sehr wol gewusst, dass im Diplom v. J,1817 der Löwe auf Helm I. hinaus, d. h. nach Rechts,während der Helm einwärts, d. h. nach Links gekehrt ist;ich habe mir aber doch erlaubt, den Löwen so zu stellen,wie es die Regeln der Heraldik u. das einfache Sicher-heitsgefühl erfordern , selbst auf die Gefahr hin, einenVerstoss gegen das Diplom" zu begehen. *)

*) Im mecklenb. Wappenbueh sind es deutlich drei Pfauen-Nadeln, wie auch im grüfl. Wappen.

*) Wenn Alles richtig u. wahr wäre, was in Diplomen steht, dannbrauchte man nur recht viel diplomweise xu schreiben , um in»

8*