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7,Erg.-Bd., Lfg.1- (1859) [Ergänzungen und Nachträge zum Bayerischen Adel]
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TIROLER ADEL (ständisch).

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Valentin i (Tafel 12.)

-Weinfeld. Das Geschlecht erhielt 1696 von K.Leo-pold I. den Adel und 1816 die tiroler Matrikel. Sindzu Calliono in Welschtirol begütert.

Wappen: Schräggetheilt von ß. u. S. Oben zwi-schen zwei g. Sternen ein r. Löwe, unten zwei r. Schräg-balken nach derTheilung. Auf dem Helm ein g. Sternzwischen zwei b. Hörnern. Decken: b., g. u. r., s.

Voitl (Tafel 12.)zu Ha rt und Mohrenfeld. Joseph Anton V.,Kreisarzt in Pusterthal, wurde 1781 mit z. H. u. M. ge-adelt. Das Geschlecht ist im Pusterthal begütert undlandständisch.

Wappen: Geviertet von R. u. G. mit einem b.Balken, darin drei g. Sterne überlegt. 1. u. 4. ein s.Storch, eine Schlange im Schnabel haltend, 2. u. 3. einMohr mit #, g., s., r. Federschürze und Federkrone, inder Hand einen Bogen haltend. Auf dem Helm derStorch zwischen #, jederseits mit einem g. Stern beleg-tem Flug. Decken: r., s. u. b., g.

Wallpach (Tafel 12.)zu S ch w a n e n f e 1 d , stammen aus dem Achenthai.Ulrich Wal lp ach kam durch Heurat 1601 nach Hallund erhielt von seinem Schwiegervater (N. Mader) dieSchmalzwage daselbst. Die Brüder Mathias W., fürstl.passau. Rath u. Kastner zu Stockerau, und Kristof, kais.Salinenrath, wurden mitvon Schwanenfeld" von K. Leo-pold I. geadelt 12. Mai 1692. Schwanenfeld ist ein land-sländisches Gut, liegt am rechten Innufer bei Hall. Jos.v. Walpach z. Schw. war hochfrstl. brixen'se.her Rathu. Pfarrer zu Hall 1716. Nach seinem Siegel ist dasWappen aul der Tafel gezeichnet. Es zeigt das Wap-

Sen auf der Brust eines weissen Schwans. Der Helmat keine Decken, das Kleinod aber, der Schwanenhals,ist derart angeordnet, dass es scheint, als gehöre er zudem Körper des Schwans, auf dessen Haupt der Schildruht. Ich weiss nicht, ob diese Zusammenstellungdiplommässig, oder aus blosser Laune des betr. Pfarrersentstanden ist.

20. Okt. 1838 ist Joh. Karl Wallpach z. Sch. neuer-lich in die tiroler Matrikel eingetragen worden.

Weinhart.

Paul W., Doktor d. II., und Leonhard u. Philipp,dieW., Gebrüder, auch deren Vetter Georg W., wurden1617 geadelt.

Welsperg. (Tafel 12.)

(Grafen.)

24. April 1564 hat K. Ferdinand I. seinem RathHanns von Welsperg und dessen Vettern Bartholome,Balthasar, Melchior, Paul u. Kaspar Karl, Gebrüdernvon Welsperg, erlaubt, neben ihrem angebornen Wappendas der t v. Vill anders in einem gevierteten Schilde,dazu auch einen zweiten Helm zu führen.

Nach der Beschreibung im Diplom sind beide Helme,der Welsperg'sche und Villander'sche golden, undhat der leztere als Kleinodeinen spitzen haidnischenHuet mit Spam und Färb wie der Schild abgetheilt,baiderseits vnd am spitz mit 7 silbernen gekrümmtenStraussfedern besteckt."

dd. Innsbruck 1. Aug. 1567 hatErzlierz. Ferdinand dieseWappenvermehruDg bestätigt*). Diess geviertete Wap-

pen haben die v. W. nur drei Jahre geführt, da sienoch 1567 mit Wappen Vermehrung gefreit Wurden.

WleKHenegg (Tafel j2.)

Der Gerichtsanwalt zu Bozen Michael Wisenoggerhielt dd. Innsbruck 14. Okt. 1584 von Erzherzog Fer-dinand einen Wappenbrief. (Das darin ertheilte Wap-pen: Getheilt von S. u. R., im Fuss ein # Dreiberg,aus dem drei r. Rosen an gr. Stengeln wachsen. Aufdem geschlossenen Helm mit r., s. Wulst, der Dreibergmit den Rosen zwischen s., r. übereck getheilten Hör-nern. Decken: r., s.)

K. Ferdinand III. erhob dd. Wien 15. Juli 1655den Ferdinand Wiesenegg mit Vermehrung des Wap-pens in den Reichsritterstand. 1736 erlangte das Ge-schlecht die tirolische Landstandschaft, besass auchHurlach u. Spauregg.

Wappen: Geviertet von G. u. S. 1. u. 4. über #Droiberg ein gekr. # Adler. 2. u. 3. aus # Dreibergdrei r. Rosen an gr. Stielen. Auf dem Helm der Drei-berg, daraut der Adler.

Decken: g- u. r., s.

wvlnltelliofei* (Tafel 12).

(Freiherrn u. Ritter.)

Anbei gebe ich das Wappen, wie es Jörg Winkl-hol er zu Krakotfel 1563 in ein Stammbuch malenliess und unterschrieb. Der Löwe ist hier in S. unddie Lilie G. in B. Entsprechend auch Kleinod undDecken.

Das Wappen Arnold v. Toblach siehe beim ftirol. Adel.

Wolkengteln.

(Grafen.)

Das Mappen Castellrut siehe beim f tirol. Adel.

Zalllngper, (Tafel 12.)theilen sich in zwei Linien, die ältere landständische(ohne Prädikat) und die jüngere nicht immatrikulirtemit dem Beinamenzum Thum" *), Georg, Hanns undFelix, Gebrüder Zallinger in Bozen, erhielten dd.Prag 18. Dez. 1597 v. K. Rudolf II. einen Wappenbriefmit diesem Wappen: Getheilt von # u. G. Oben eing. Löwe, unten eine jj: Schleife von drei # Lilien be-seitet. Auf dem Helm der Löwe wachsend zwischeng., # getheilten, in der Mündung mit je einer # Liliebesteckten Hörnern. Decken: #, g.

Jakob Zallinger erhielt dd. Regensburg 11. Merz1664 von K. Leopold I. den Adel.

4. Juni 1847 wurden die Brüder Karl u. Josef v. Z.immatrikulirt.

Zech

(Freiherrn.)

von Deybach, sind 1584 geadelt, 1677 gefreit und1678 in Tirol immatrikulirt worden.

ZaIIer

von Z o 11 e r s h a u sc n. Geadelt wurde 1559 JakobZoller mitv. Zollershausen". Mit Joseph Z. v. Z., Prie-ster, erlosch das Geschlecht 1775 im Mannstamm.

*) Faktisch, denn Hr. v. Goldegg besizt diess Bestätignngsdiplora. . ,,

Wie aber der Erzherzog überhaupt dazukommen konnte, des } Siehe diese unten in der II. Abtheilung.

Kaisers Diplome zu bestätigen, scheint etwa« auffallend.