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7,Erg.-Bd., Lfg.1- (1859) [Ergänzungen und Nachträge zum Bayerischen Adel]
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TIROLER ADEL (ständisch).

1801 diess Wappen: Getheilt von G. u. R. Oben eingekr. # Adler, unten von gr. Berg herabfliessend eins. Bach. Auf dem Helm der Adler. Decken: g.und r., s.

Eine Linie wurde auch in Oesterreich gegraft, undführt nachstehendes Wappen : Geviertet von G. und R.mit g.-bordirtem b. Herzschild, darin ein s. Löwe.

1. u. 4. ein gekr. # Adler, 2. u. 3. ein gr. Berg,von dem ein s. Wasserstrom herablliesst.

Drei Helme: I. zwei Hörner b. mit s. Spangen.II. der Adler, III. der Löwe wachsend.

Decken: rechts #, g., links r., s.

Tyroff, östcr. Wappenb. XII. 76. gibt ein WappenFrhr. v. Sardagna, das, halb gespalten und getheilt,vorne eine Säge, hinten einen Hirsch, unten drei Sterneund einen Dreiberg enthält.

Diess Wappen wird wahrscheinlich der 1838 inOesterreich gefreiten Familie Sardagna angehören.

Sckultliaus (Taf. 11.)von Moos. Diess uradelige (nach Andern von K.Max I. geadelte) Geschlecht ruht noch auf vier Augen.Leben unbegütert jezt zu m. Pauls bei Bozen.

Stammwappen: Von R. u. S. schräg getheilt,mit einem von R. u. S. getheilten Löwen, der einen g.Ast hält. Auf dem Heim der Löwe s. wachsend.

Decken: r., s.

Vermehrtes Wappen: Geviertet. 1. u. 4.Stammwappen, 2. u. 3. in IL ein s. Balken, von drei,2.1, gestürzten s. Monden beseitet (t v. Moos, s. auchS p a u r v. Moos.)

Zwei Helme: I. zum Stammwappen. II. zweir. Hörner mit s. Spangen (Moos).

Decken: r., s.

Solder (Taf. 11.)von Prackenstein, haben Prackenstein mit demWappen von den f Pracken von Asch (s. oben) ge-erbt. Feld 2. u. 3. ist Prack, doch mit dem Unterschied,dass der # Prack hier (wahrscheinlich als Namcns-nspielung) an einem Felsen hinanspringt. Feld 1. u. 2ist mit Stammwappen, der Hellpartirer (Söldner) r. u. s.gekleidet in #.

Decken: r., s. u. #, s.

Söll

von Aichberg. Die Linie Teissegg ist nichtlandständisch. Ihr Wappen siehe unten in der II. Ab-theilung.

Spaur,

s. auch krainer Adel. Das Wappen Anich s. beimt tirol. Adel. Das Wappen Moos führen auch diev. Schult ha us (s. oben).

Stai'lielhur^;,

(Grafen.)

sind 1809 im Mannstamm ts haben 1698 das WappenBotsch (s. beim f tirol. Adel) zu dein ihrigen erhalten.

Stenibaeh.

(Freiherrn.)

Feld 1. u. 4. ist Luttach in verwechselter Farbe.Siehe diess beim f tirol. Adel.

Strobl (Taf. 12.)von St ein und Wiesenegg. Johann Jakob Strobl,Landrichter zu Toblach im Pusterthal, wurde 1743 mitobigem Beinamen geadelt.

Wappen nach Siegelabdruck: Geviertet. 1. enthältoben in G. einen auffliegenden s. Schwan, unten von S. u.R. dreimal getheilt. 2. u. 3. in G. auf gr. Berg einen gr.Baum, 4. in ß. schräg gelegt eine s. Pfeilspize, die hin-ten in einen Ring endet. "Auf dem Helm wachsendein g. gekleideter Jüngling, in jeder Hand eine s. Liliehaltend. Decken: r. g. u. b., g. (?)

Bern.: Die Farben waren im Abdruck nicht sicherzu erkennen.

Taxi»

(Grafen.)

zu Thum und Valsassina. Ausführlichere Nach-richten und Berichtigungen habe ich beim krainer Adelgegeben.

Thun.

(Grafen.)

Kristof von Thun, kaiserl. Hauptmann (ein Ge-fährte Jörgs von Frundsberg), erhielt im J. 1516von König Max I. die Gerichtsbarkeit Königsberg mitSalurn zum Pfandlehenund dass vralt Wappen vonKhunigsperg *)" in den gevierteten Schild, dazuauch einen II. Helm. Diess geviertete Wappen ist alsonicht das freiherrliche.

Den Freiherrnstand erhielten die v. Thunvon K. Rudolf II. 1604 mit Hinzusezung des Wappensv. Caldes **) und den dazu gehörigen Ilelm mit demEinhorn in die Mitte zwischen die beiden Freiherrn-Helme.Weil damals, als die v. Th. das Wappen Caldes erhielten,noch eine Linie dieses Geschlechts lebte, sezten die E'rei-herrn v. Thun in den s. Balken dieses Wappens als Bei-zeichen einen g. Stern, welchen sie aber nach Ausster-ben der Caldes" wieder wegliessen.

Den Grafenstand und das Prädikatvon Hohen-stein" erhielten die Freiherrn v. Th. 1629; 1704 wei-ters die Caldes'schen Einhörner als Schildhalterund den Wahlspruch:

In recto decus.

(Mittheilungen des Hrn Pescosta aus dem Thun'schenArchive zu Castell-Braghiero).

Vergleiche auch der Wappenähnlichkeit halber diev. Thun beim mecklenb. Adel.

Torregani. (Tafel 12.)

(Freiherrn.)

Das adeliche Wappen (vor der Freiung) folgt hierauf der Tafel.

TrauttmamistorlF.

(Grafen.)

Die Wappen Kastell alt und Hölzl siehe beimt tirol. Adel.

Triaii£i.

(Grafen.)

Johann Baptist u. Hieronimus Trianghi wurden1616 geadelt. Der oberösterreich. Regierungsrath undtiroler Landmann Frz. Hieronimus v. Tr. zu Latschund Madernburg wurde 17S1 gefreit.

Schildhalter sind zwei b. Löwen.

Troyer,

(Grafen.)

8. auch krainer Adel.

Troylo

(Freiherrn.)

von Troyburg. Der röm. König Ferdinand erhobdd. Wien 25. May 1557 die Gebrüder Friedrich, Niko-laus Jakob und Baptista, die Troiano genannt Tr oul o,in des hl. röm. R. Adelstand. Im Diplom sind die Fi-guren als Bärentazen, und die Figur, welche der Löwehältein lateinisch golden T" genannt.

Das Freiherrndiplom ist von 1613 (nicht 15).

s. auch E.-B.

Uiiterrichter,

(Freiherrn.)beim bayer. Adel.

*) Das Wappen Königsberg ist gespalten von s. n. ( vorneein halber r. Adler, hinten ein s. Balken. Auf dem Hei« einFlug in Farben u. Figuren des Schildes. Decken: r., s. u.

#, 3 -

7 j **) Siehe diess beim f tirol. Adel. Auch oben bei den r. Malanott. Bereits 1579 hatten die v. Thun die Caldes'schen Schlös-ser Caldes und Rocca inne.

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