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7,Erg.-Bd., Lfg.1- (1859) [Ergänzungen und Nachträge zum Bayerischen Adel]
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BAYERISCHER ADEL. FREIHERRN.

Stlngllteim

sind, wenn ich nicht irre, mit der am 12. Not . 1855 t78 Jahre alten Freifrau v. St. gänzlich f-

Die St. waren Erbkämmerer des Hochstifts Regens-burg (Schuegraf).

Stoekmar,

geadelt vom König von Sachsen 31. Okt. 1821, gefreitvom König von Bayern 20. Jänner 1830.

(Siehe auch sächs. Adel S. 16, Taf. 16.)

StockUelm,

siehe Hasselholdt.

Stockum

-Sternfels, gehören nicht zu dem bei Fahne auf-geführten alten kleveschen Geschlecht.

Straiiss.

Der kurmainzische geh. Rath Friedrich DamianStrauss wurde 1749 geadelt.

Streit

von Immendingen. Karl Theodor Frhr. St. v. I.,k. b. Kämmerer und Major a. 1. s. ist als der Lezteseines Geschlechts am 11. Juli 1858, 85 Jahre alt, zuMünchen f-

Saisskiiitl.

1. u. 4. des Wappens, u. Helm I. sind das Wappender t schwäb. von Schwendi.

Syberg,

siehe auch beim nassau. Adel S. 10. Taf. 11.

Syrgensteln.

Das Stammschloss, jezt in andern Händen, liegt beiImmenstadt im Allgäu. Das Wappen Westerstetten(nicht Welterstelten) siehe beim t schwäb. Adel.

von der Tann,

siehe auch beim sächs. Adel. In der bayer. Armee stehengegenwärtig zwölf Freiherrn und zwei Herrn v. d. T.

Tanke

stammen ursprünglich aus Liefland, wurden in kursächs.Diensten gefreit 19. Juni 1638. (Siehe auch sächs. AdelS. 17. Taf. 16.) Eine Linie wurde 1676 vom Reich, eineandere 1718 von Schweden gegraft.

(Siehe württemb. Adel S. 4. Taf. 4.)

T liüngen.

Cuonradus de Tungedun erscheint neben Richar-dus et Marcwardus de Gr'umbach bereits 1150 alsZeuge in einer Urkunde Bischof Siegefrieds von Würz-burg (Mone, Zeitschrift IV. 409).

Das Freihcrrndiplom v. J. 1768 war für das ganzeGeschlecht ausgestellt. (Siehe auch nassau. u. sächs.Adel: am erstem Ort., S. 10. u. Taf. 11 habe ich Be-merkungen über das Slammwappen u. Zeichnungeines solchen v. J. 1480 mitgelheilt.)

Tröltseli

stammen aus Weissenburg, von wo Walfried DanielTröltsch (geb. 1692, f 1766) nachNördlingen zog unddaselbst Stadtamtmann wurde. Dessen Sohn JohannFriedrich wurde 1765 (alias 1764) wegen seiner Verdiensteum das fürstliche Haus Oettingen und auf Fürbitte des-selben von K. Franz I. geadelt und 1790 im Vikariatvon Kurbayern nebst zwei Brüdern in Nördlingen in denFreiherrnstand erhoben. (Beischlag, nördl. Geschl. II.)

Truchsess

von Wetz hausen, s. auch sächs. Adel.

Unselter.

Am 18. Mai 1858 ist der Kadet im k. Infanterie-Leibregiment Friedrich Emil Frhr. v. U n g e 11 e r beider Freiherrnklasse in Bayern eingetragen worden.

Die Ungelter sind ulmer Patrizier und von K.Ferdinand 1562 in den Freiherrnstand erhoben worden.

W a p p e n besebreibung siehe beim württemb. AdelS. 13. Ibidem auch Taf. 16 das Stammwappen.

Uiiterrlcliter (Tafel 8.)von Rechtenthal. Ich habe beim tiroler Adel S. 18verschiedene Ergänzungen zu dem beim bayer. AdelS. 61. Gesagten gebracht. Sie beruhen auf Mittheilungender Familie selbst und so namentlich die Angabe, dnssValentin Unterrichter dd. Prag 14. Aug. 1575 einenAdelsbrief von K. Max II. erhalten habe. Kneschke undv. Lang sind der Ansicht, es sei kein Adels- sondernein einfacher Wappenbrief gewesen. Ich habe das Di-plom selbst nicht gesehen, sondern nur die nöthigenDaten nebst Beschreibung des Wappens und einen Sie-gelabdruck des Stammwappens zugestellt bekommen.Auf lezterem erscheint das Stammwappen wie hierauf der Tafel mit offenem Helm. Dem Anblick nacherscheint mir der Stempel dieses Siegels aus derzweiten Hälfte des XVII. Jahrhunderts zu stammen, kei-nenfalls also gleichzeitig mit dem Brief von 1575 selbst.

Gleiches gilt auch vom kaiserl. Diplom von 1732.Ob es denrittermässigen" oder blos einfachen Adel-stand ertheilte, kann ich daher auch nicht behaupten,doch dürfte Ersteres nicht unwahrscheinlich sein, daman in Oesterreich bei Aufnahme in die landständischenMatrikeln im XVIII. Jahrhundert bereits sehr viel aufdiesen Rittertitel Rücksicht nimmt, ja von K.Maria The-resia sogar eine Verordnung erlassen wurde, dass manbei der Aufnahme in eine ständische Korporation immerden Beweis des bereits erlangten Ritterstandes beizu-bringen habe *).

Da nun die Unterrichter schon vor der Erhebungin den Freiherrnstand (1840) in Tirol landstiindisch wa-ren, möchte daraus zu schliessen sein (wenn irgendwieWerth darauf zu legen wäre), dass die U. 1732 denrittermässigen" Adel erlangt haben.

Das freiherrliche Wappen gebe ich hier gleichfallsverbessert wieder.

Varleonrt

finde ich auch als adelige Bürger im Berner Wappen-buch v. .1. 1829 mit gleichem Wappen, nur dass dortdie Federn auf dem Helm allein #, s., #. und dieDecken beiderseits s. angegeben sind.

Verger (Tafel 8).

Die alten Vergor stammen aus Bruntrut; dieneuen von Ferdinand Klement v. Nouvion**), demunter Namen und Wappen Vergor 1824 von Bayern ge-freiten Adoptivsöhne des Freiherrn Johann Baptistv. Vergor.

In Beschreibung und Zeichnung des Wappens beimbayer. Adel Taf. 65. ist der Flug auf Helm II. irrigund widersinnig roih mit rothom Balken. Soll Silbermit r Balken etc. -ein wie hier verbessert.

Auf dem Grabstein des 1781 t Baron Franz Josephv. V. in Straubing finde ich das Wappen gemalt in derArt wie auf der Tale!. Die Bäume sind gewöhnliche(ohne Früchte), der Zaun ist # u. g. geflochten, derLöwe auf dem Ilelm hat nichts in den Pranken.

Bern.: Auf einem modernen Siegel des Freiherrnv. V. habe ich in 2. u. 3. statt der Granatäpfel einfacheg. Ballen oder Kugeln gesehen.

Vrintz

(Vrints), wurden 1664 mitvon Treuenfeld" ge-adelt. Den NamenB er b er i ch" führte allein derfürstl. taxis'sche Oberpostdirektor Frhr. Vrints v. B.,

*) So wurde namentlich in Oesterreich nach und nach der Ritter-titel ein sehr gesuchter Aitikel und man muss, nebenbei gesagt,eben diesen Grund wol ins Auge fassen, um begreifen zu kön-nen, wie man zu der sonderbaren Idee der diplommässigen Erb-lichkeit der Ritter würde (!) gelangen konnte.

**) So im freiherri. Taschenbuch. Im bayer. Regierungsblatt vomJ- 1824 steht Joseph Neuvion (nicht von Nouvion).