BAYERISCHER ADEL. FREIHERRN.
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dem am 18. Oktober 1858 auf seinem Schlosse ermorde-ten Freiherrn Anton v. Sch. im Mannstamm erloschen.
Die übrigen in Bayern vorkommenden Glieder die-ses Geschlechts bedienen sich (dem Staats- und Militär-handbuch nach) des freiherrlichen Prädikats nicht.
Schenk
von Schweinsberg. Siehe Weiteres beim nassau.Adel.
Scheper.
Bei v. Lang und sonst linde ich die Angabe eineskaiserl. Adelsdiploms v. J. 1674. Im Dekretenbuch steht,dass Kurfürst Max Emanuel dem kurfstl. Regimentsrathzu Straubing, Bernhard Franz Sch er er, am 18. Martj1678 den Adelstand verwilligt habe, dass aber dieAusschreibung erst 19. Juni 1688 erfolgt sei.
Schirndlng
sind egerländischer Ur-Adel. Von der freiherrlichenBranche Niemand mehr in Bayern, dagegen von deradeligen vier Mitglieder in der Armee. (Siehe auchbeim sächs. Adel.)
Schleich.
Feld 2. u. 3. des Rückschiides ist ut puto Wappender t bayer. v. Erlebeckh.
Schmitt
von Hasibach. Kurfürst Max Emanuel erhob denGeh. Rathskanzler Kaspar Schmidt von Hasl-und Pirnbach sammt Descendenten in den Herrn-stand 11. Martj 1688.
Schneider
von Negelsfirst (nicht Nagelsfürst). Niemand mehrin Bayern.
Sehönhueb.
„Weillen Ihro keys. Meys. den gewesten kurfürstl.Rhatt vnd Canzlern zu Amberg Ignatien Schön hu e-ber vnnd seine Descendenten nach inhaltdesproducier-ten Diplomatis in den Adelstandt erhoben. Also habenSe. churfürstl. drchl. solche gleichfalls in dero Landtendafür erkhenut den 26. Febr. 1692." (Dekretenbuch.)
Nach dem freiherrl. Taschenbuch ist das Diplom(dort Reichs-Ritterdiplom genannt) von K. Leopold I.dd. Wien 4. Mai 1691 unter Vermehrung des Wappensmit dem der v. Stauding (j-bayer.Adel). (Feld 2. u.3. u. Helm II. des freiherrl. Wappens) und der v. Rath,welches in Gestalt von zwei Schlittschuhen hier zwischenden Flügeln des I. Helmes erscheinen soll.
Ich linde kein Geschlecht v. Rath, das einen oderzwei Schlittschuhe im Wappen geführt hätte; nebenbeiaber bemerke ich, dass ein t tiroler Geschlecht v. Stau-dach einen Schlittschuh s. in # führte. Ob hieherbezüglich, kann ich nicht behaupten.
Schönprunn (Tafel 8).
Das eigenhändige unterschriebene Dekret vonKurfürst Max Emanuel, vermöge dessen er seinen „Land-sassen vnd gewesten Obrist Wachtmeister Isidor Ilain-rich von Schönbrunn in Ansehung alt adelichenHerkhommens" in den Herrenstand versezt, ist vom 9. Mai1699.
Unterm 14. Martj 1693 hatte derselbe Kurfürst demIsidor Heinrich Schönbrunner und seine Vettern VeitRudolf, Joh. Frz. und Marx Kristof „auf Ihr vnderthe-nigst anhalten" das Prädikat „von S c h ö n b r u n n"ertheilt. (Dekretenbuch.)
Ich gebe hier das Wappen nach einem Grabsteindes Geschlechts v. J. 1407 zu Jnderstorff. Hier fehlt derBrunnen auf dem Ilelm, und sind die Flügel mit Klee-blättern an den Schwingen behängt, auch nicht getheilt.
Ich finde in dem v. Ecker'sehen Wappenbuch(Mss.) das Wappen auch so, dass auf dem Helm derBrunnen allein, ohne Flug, erscheint.
Schrenk.
Unterm 12. Januar 1688 erhob Kfst. Max Emanuel
den Maximilian Christian von Schrenkh in denHerrnstand.
14. Apr. 1694 ebenso den Alexander Ignaz Schrenkhvon Notzing sammt Descendenz.
20. Okt. desselben Jahres (.1694) ebenso den Ladis-laus von Sch renk zu Egmating samt Descen-denten. (Dekretenbuch.)
Diese drei Freiherrndiplome von 1688 u. 1694 findeich sonst nirgends angeführt, vielmehr wird gewöhnlichnur das vom 22. Sept. 1719 einzig und allein erwähnt.
Schwerin,
siehe auch beim preuss. Adel.
Schwachheim.
Sind im Mannsstamm f.
Seefried.
Der Wappenbrief ist von Kaiser Karl v. J. 1546.Soloine
(nicht Salomf) von Rambervillcr (nichtRamber v i 11 e). Nach v. Ledebur wurde Anton SaIom6(sie) mit dem Prädikat „von Rambervillcr" (Marktfleckenim französ. Depart. desVosges) vom Fürsten von Hohen-zollern-IIechingen geadelt 20. Dez. 1827.
In Bayern führt der Legations-Rath Anton Solomfiv. R. den freiherrlichen Titel. Standeserhöhung resp.Freiherrndiplom ist mir nicht bekannt, sie müsste dennmit der Eintragung in Bayern 1839 erfolgt sein.
Sternbach,
sonst Wentzl, geadelt 1664, »efreit 1698. Das Wap-pen habe ich beim Tiroler Adel S. 16, Taf. 19 in einerVarietät mitgetheilt. Der Herzschild ist das Stamra-wappen (Wentzl von Sternbach), Feld 1. u. 4. istwegen L u 11 a ch.
Speldl.
v. Hoheneck (III.) sagt, die Speidl seien 1493 f,meint aber, es könnten „anderwärts noch dieses Namenssein, so sich der Abkunft von diesen rühmen". In Bayernfinde ich gegenwärtig 1858 noch einen Hauptmann v. S.in der Armee.
Speth.
Die bayerische Linie schreibt sich „v o n Tapf-heim".
Spiegel, *
s. auch beim preuss. Adel.
Staader,
ut puto 1856 im Mannstamm f.
Staln
- I ch e n h au s en, siehe auch beim Frankfurter Adelsub Stein.
Stain
-Rechtenstein, s. auch beim württemb. Adel.
Sternlturg, (Tafel 8.)
Speck von; der Gefreite stammte aus Sachsen undhat sich durch landwirtschaftliche Verbesserungen umBayern verdient gemacht.
Das Wappen ist beim bayer. Adel Taf. 62. u. sächs.Adel Taf. 16 nach Tyroffs bayer. und sächs. Wappen-buch dargestellt worden. Im Diplom ist es jedoch, demfreiherrlichen Taschenbuch zufolge, sehr verschiedenvon dem vorstehenden und zwar wie hier: von B. u. R.durch einen breiten g. Schrägbalken, der mit einem b.Schildchen, darin ein fünfstrahliger g. Stern, belegt ist,getheilt. Oben zwischen zwei g. Balken ein g. fünf-strahliger Stern, unten ein gekr. schreitender s. Hahn,der einen g. Ring im Schnabel hält.
Drei Helme: I. der Hahn, II. der Stern, III. ein# Adler.
Decken: rechts r., s., links b., g.
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