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7,Erg.-Bd., Lfg.1- (1859) [Ergänzungen und Nachträge zum Bayerischen Adel]
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Pontekau,

8. Mchreres beim sächs. Adel.

Filfram

»tammen aus Kärnthen, wo Bartholomäus P. 6. Nov. 1620einen pfalzgräfl. Wappenbrief erhielt.

Dieser Ahnherr ist beiden, der bayerischen und öster-reichischen Linie gemeinschaftlich, welche Linien aberin Franz Anton P., geadelt von Kurbayern 30. Jan.1779 und gefreit ibidem 16. April 1790 und JohannJoseph, geadelt in 0 e s t e r r e i c h 15. Dezember 1787und gefreit in dessen Sohn Johann Baptist 21. Aug. 1840,ihre näheren Stammväter haben.

Die österreichische Linie führt ein etwas veränder-te» Wappen (s. unter dem österr. Adel).

PreuHehei».

(Siehe Ausführlicheres beim nassauischen Adel S. 8,Taf. 9.)

Prielmayp.

Kurfürst Max Emanuel hat seinenwürklichen Ge-heimen Rhaft Corbinian Prielmayr dass Praedieat vonPriel mayr gnedigst ertailt vnderm 3. May 1692".(Dekretenbuch).

Pro IT (Tafel 7).

AI« Berichtigung wird mir von Seite eines Gliedesder Familie mitgetheilt, dass die Diplome von 1675 und1742 nicht (wie sonst angegeben) Adelsbestätigungen,sondern lediglich Wappehvermehrungen ent-halten.

Ferner wird berichtigt, dass beide Federbüsche gleichsein sollen und zwar s., b., g., b., s. Ich gebe dasWappen hier genau nach einem Originale, das ich ausder Familie selbst erhalten (doch mit Ilinweglassung derSchildhaltcr und Ordensketten).

Prugglach (Tafel 7).

Kurfürst Ferdinand Maria hat unterm 27. April 1662den Gebrüdern Georg Friedrich und Georg Adam Pruck-1 a c h e r auf vorgewiesenes kaiserl. Diplom erlaubt, sichvon Pruckhlach zu schreiben.

Ünterm 14. Oktober 1669 ist, u. 20. Dezbr. desselbenJahres wurde weiter befohlen, an den Johann PeterPrugglach er, dann Thoma P. u. deren SchwesterJohanna Elisabeta kanzleimässig mit dem Prädikatv o nPrugglach" auszufertigen. (Dekretenbuch).

Von gedachtem Johann Peter von Prugglach, wel-cher Pfleger zu Aurburg war, besize ich ein Siegel v.J. 1674, das (mit Ergänzung der Farben*) das Stamm-wappen in der Art wie auf der Tafel zeigt. In der-selben Weise, doch der Rumpf einfach gekrönt, findeich das Wappen in Farben auf-einem Grabsteine vomJahre 1667 in München. Bemerkenswerth ist, dass hierder Schild von B. u. G. getheilt, die Brücke g., die Flüsseaber b. sind. Das Geschlecht ist im Mannstamm f.

Reck (Tafel 8).

Der Mittelschild ist das Stammwappen. Feld 2und 3. des Hauptschildes wegen Autenried.

Im freiherrlichen Wappen sollte Helm II. der Flugrichtiger s. statt g. sein.

Rehlingen

Die Freiherrn schreiben sich mit angehängtem enAuf einem Stammblatt eines Rehlingcrs v. J. 1573 findeich zwei Rehböcke als Schildhalter, eines der zahlrei-chen Beispiele, dass es mit der Wahl und Annahme vonSchildhaltern in der altern Heraldik weniger ängstlichgehalten wurde wie heutzutage. Das Wappen mitMünrichshausen geviertet finde ich im Prachtcodex desOrlando Lasso auf hiesiger Staatsbibliothek derart, dassdie Gabel in Roth liegt statt in Blau.

Relnhart.

Kristian R., Bürger zu Sterzing in Tirol, erhielt 4. Ok-tober 1597 einen Wappenbrief, 7. Juni 1609 eine Bestä-

BAYERISCHER ADEL. FREIHERRN.

*) Ich seze diess hinzu, um Missverjtändnisze zu vermeiden.

tigung desselben. Sein Sohn Abraham erlangte 24. Jan.1624 (alias 1634) den Adel mitvon Thumfels".

Das Freiherrndiplom vom 24. April 1797 habe ich1855 im Ferdinandeum zu Innsbruck gesehen, wohin esdie Erben dieser im Jahre 1853 im Mannstamme f Fa-milie schenkten.

Reltzenstein,

s. auch sächs. Edelleute.

niederer.

Kurbayr. Freiherrndiplom für Georg Sigmund R i e-derer von Par auf Schönau dd. 22. Novbr. (nichtFebr.) 1692. (Dekretenbuch.) Item für den LandsassenJohann Wiguleu^ Riederer von Paar zu Pelheimdd. 14. Mai 1692. (Ebendaselbst.)

Hiaenrelm.

Die durch kaiserl. Diplom gefreiten Franz u. Joh.Bapt. von Rissenfelss, Gebrüder, sind in Bayernals solche ausgeschrieben worden 16. Okt. 1686. (De-kretenbuch.)

Kotberg

haben 1801 von Preussen eine Anerkennung ihres frei-herrlichen Standes erhalten

Rotberg, dasStammschloss dieses Geschlechts, isteine Ruine zwischen Metzerlen und Hoffstetten am Bla-wen (Bassellandschaft) und ist durch ein Erdbeben (1348)zerstört und nicht mehr aufgebaut worden. Jakob v.Rotberg hat die Burgstatt samt den dazu gehörigen Dör-fern an Solothurn verkauft.

Die v. Blawenstein, v. Roderstorff, v.Bie dert h an sind mit den v. Rotberg eines Ge-schlechts gewesen.

Ludman von Rotberg, Ritter, war 1405 Bürgermeisterzu Basel; Adelberg und Hans Henrich v. R., Domherrndaselbst 1460. (Wurstisen, Basler Kronik.)

Rotenhain

(Rottenhan), siehe auch beim sächs. Adel.

Rummel

stammen aus der jungen Pfalz

Konrad R o m u 1 oder R u m e 1, war ein Jäger zuMoringen an der Donau. Sein Sohn Johannes ward Be-nediktiner in Prüfening, sprang aber 1546 aus dem Klo-ster, wurde protestantisch und heurathete die Tochterdes Stadtschreibers zu Nördlingen, Sibilla Lutzin. Erzeugte mit ihr 6 Söhne. Aus diesen haben Hanns undSixt' von Kaiser Max II. das Wappen mit der Wölfinerhalten, dd. Speier 22. August 1570.

Diesen und weiteren inBeyschlag, Geschichte derNördlinger Geschlechter" enthaltenen Angaben zufolgehaben dieFrhrn. v. Rummel mit den Nürnberger Rum-mel mit den Hähnen keine Stammgemeinschaft. Sie istaber bei der Zusammenstellung des freiherrl. Wappens1705 augenscheinlich präsumitt worden.

Ruppreclit (Tafel 8)

(R ue p p r e c h t). Von der unter den Edelleuten S. 108vorgetragenen Familie R. aus Memmingen lebt noch einmännlicher Sprosse der freiherrlichen Branche(Diplom v. J. 1790) derzeit (1858) in Lindau.

Ihr Wappen ist im Schild wie das der Edelleute,hat aber drei Helme: I. die Lilie zwischen demFlug, II. der Ritter wachsend, III. ein geharnischter Armmit Schwert zwischen s., b. übereck getlieiltem Flug.

Decken: rechts # g., links b., s.

Schacht.

Friedrioh Eitelhard Schacht wurde 1682 geadelt.

Schatte.

Edmund Ferdinand Schatte, pfalzneuburgischcrPflegskommissär zu Velburg, wurde 1760 geadelt.

Schaumherg.

Die Branche auf Kleinziegenfeld, welche sich desfrei herrlichen Titels in Bayern bediente, ist mit