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7,Erg.-Bd., Lfg.1- (1859) [Ergänzungen und Nachträge zum Bayerischen Adel]
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BAYERISCHER ADEL. FREIHERRN.

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s. auch Frankfurter Adel.

Molir

scheinen im Mannsstamm t zu sein.

Moll.

Die Diploms-Daten sollen heisscn: Geadelt 1555,Ritter 1583, Freiherr 1789.

(Siehe tiroler Adel, S. 12.)

Moreau

besizen das Gut Taufkirchen, L. G. Erding, vonwo die alten Taufkirchen, deren Wappen sie er-hielten, 1858 noch.

Moy.

Uuterm 25. Febr. 1858 haben S. M. König Max II.sich bewogen gefunden, den in der v. Moy'schenFamilie in Frankreich bestandenen fr ei herrlichenAdelsgrad auf allerhöchst ihren Ordonanz-Of'fizier, denk. Artillerie-Oberlieutnant, Karl Ritter v. Moy, in erb-licher Weise zu übertragen und ihm hierüber ein ei-genes Freiherrndiplom zu ertheilen.

Palliot führt die Moy de la 51 a i 11 e r a y e mitdemselben Wappen (de gueules frette d'or) unter demfranzösischen Uradel auf. (Siehe das Wappen beimbayr. Adel, S. 29. Tafel 118.)

Das Kleinod der v. Moy ist ein wachsender g.Leopard. Die Decken r., g. Schildhalter desfreiheitlichen Wappens sind zwei weissgckleidete Engel.Ausser diesen erhielt das Wappen bei der Freiung keinenZusaz.

Muxscnllial. (Tafel 7.)

Eva v. Muggenthal hat in einem Stammbuche 1631ihr Wappen wie auf der Tafel malen lassen. Feld 2. u. 3.u. Helm II. ist Ergolding (t bayr. Adel).

Herr Max Albrecht v. M. hat von J. k. D. MaxEmanuel das erbetene PrädikatEtil" gnädigst erhalten10. Juli 1693.

Die v. Landau sind 1690 t- Ihr Wappen habenneben den v. M. auch die von H ii ck c 1 b e r g ange-nommen, letztere durch kaiserl. Diplom vom 26. Merz1708.

ifliiiMter,

siehe auch sächsischer Adel.

Nledermayer (Tafel 7.)haben Altenburg nicht mehr, gehört jezt den v.Hofstetten. Das Stamm wappen entnehme ichdem Grabsteine der Catharina Zänglein, geb. Nie-dermayer, zu Straubing f 1648.

Es hat einen von G. u. B. gevierteten Schild, 1. u.4. ein b. gekleideter Rumpl mit einer b. s. Zindelbinde,2. u. 3. ein g. u. ein s. Pfahl. Auf dem Helm derRumpf zwischen zwei b., g. Hörnern.

Decken: b., g.

Franz Sigmund N. v. Altenburg ist 1666 geadeltworden.

Das freiherrlicheWapp e n habe ich ex diplo-mate hier verbessert gegeben. Der Schild ist durch einr. Tazenkreuz geviertet u. auf Helm II. ist das zweiteHorn g., s., b. getheilt.

ÜVotthaft (Tafel 7.)von Weiss enstein. Kurfürst Max Emanuel hat sei-nem Kriegsrath und Oberstküchenmeister Achatz AdamNotthafft von W. und dessen ehelichen Deszendentenerlaubt, sich des freiherrlichen Prädikats zu bedienen,dd. 22. Aug. 1681. (Dekretenbuch.)

Unterm 29. Mai 1638 hat K. Ferdinand III den Jo-hann Heinrich N o 11 h a f f t Freiherrn von Wernbergin den R.-Grafenstand erhoben, welches Diplom in Bayernausgeschrieben wurde 15. May 1657. Diese gräfliche Liniezu Wernberg ist wieder f.

Das Wappen betr., bemerke ich, dass in frühemZeiten der Hund auf einem Kissen sizt. Item will ichhier einer im Volke fortlebenden Sage nicht unerwähntVII. Ergänzungsband.

lassen, welche behauptet, der Leithund auf dem Helmemüsse einenStrick", d. h. kein Halsband umgethantragen,zur Erinnerung, dass der Vizthum HeinrichNothaft in Straubing die unschuldige Agnes Bernauerhabe durch Henkershand ertränken lassen."

Von Nothaft'schen Kleinoden bringt Sicbm. III. 125Varietäten, vermengt nebenbei auch die schwäbischenNothaften mit den Flügeln (siehe beim f schwäb. Adel)mit den vorliegenden.

Ausserdem gebe ich hier noch vier Wappen der fLinie Nothaft von W ernberg und Podenstein.

Ich bemerke dazu, dass im gräflich N. Wappen 1.u. 4. und Helm I. Abensberg, 2. u. 3. und Helm III.aber Wartter von Wart ist.

Im Wappen N.-Podenstein ist der Rückschild: Thum.

Die N o t h aft waren im XVII. JahrhundertErbtruch-sessen des Hochstifts Regensburg.

Oy eil,

eine holländische oder westfälische Familie, aus welcherJohann v. 0., grossh. hess. Generallieutenant u. Oberst-hofmeister 1819 den österr. Grafenstand erlangte. Erhatte in Bayern Besizungen und starb ohne Nachkom-men". Hdschftl. Notiz des Hrn. Grafen Linden.

Polaus

in Bayern bedienstet. Weitere Nachrichten siehe beimtiroler Adel.

PappiiN

von T ratz borg. Johann Andres Pappus, tirolischerKanzler, erhielt 1647 den Adel und war der Grossvaterdes Johann Andreas v. P., der 1718 gefreit wurde.

Pecltenzell.

Johann Andre Peckher, kurfstl. bayer. Verwal-ter und Aufschläger zu Vöcklabruck, erhielt am 23. Juni1659 nach vorgewiesenem kaiserl. Adelsdiplom die Er-laubniss, sich in den Kurlandenvon Peckhenzell"zu schreiben. (Dekretenbuch.)

Pelklioven.

(So die jezt wieder übliche Schreibart.)

Kurfürst Slax Emanuel erhob dd. 13. Jänner 1688den Freising. Kanonikus Veit Adam v o n Pellkhouen,dann dessen Bruder den Hofrath Maximilian v. P., danndie Wittwe Benigna v. P. und ihren Sohn Franz, in denbayer. Freiherrnstand (Dekretenbuch).

Perfall

haben 1480 vom Kaiser eine Bestätigung ihres guten Her-kommens und den Reichs-Adelstand erhalten." 17. Jen-ner 1685 erhob Kurfürst Max Emanuel den Hanns Fer-dinand v. P. sammt Abkömmlingen etc. in den Herrnstaud(Dekretenbuch).

Das Stammwappen folgt liier nach einem älternOriginale.

Pf'etSen (Tafel 7).

Derkurbayer. Pfleger zu Kling, Marquart Pfettner,erhielt 4. April 1668 von K. Leopold I. den Freiherrn-stand, welcher am 12. Dez. desselben Jahres in Bayernausgeschrieben wurde.

Zum Wappen bemerke ich, dass ich nach Ein-sehung vieler alter pfetten'scher Grabsteine, namentlichzu Pürgen, einer frühem Besizung dieses Geschlechts,ausser Zweifel gesezt bin, dass die Wappenfigur derv. Pfetten kein Kater, sondern ein wirklicher Löwewar und sein soll, wie ich denn ein pfetten'schesWappen hier nach einem Denkmale v. J. 1537 an besag-ter Kirche auf der Tafel abgebildet habe.

v. d. Pfordten,

s. auch sächs. Adel.

Podewlln),

s. auch beim preuss. und württemb. Adel.

Pöllnitz,

s. auch sächs. Adel.

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