BAYERISCHER ADEL. FBEIHERRN.
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Hirscltberg.
Von diesem Geschlechte stehen gegenwärtig 6 Frei-herrn und 4 Grafen in der bayerischen Armee.
Hofniiililei*.
Das kurbayer. Dekretenbuch f. 357 enthält über denUrsprung resp. Namensänderung dieser Familie folgendeNotiz. Ihre kurf. Durchl. in Bayern haben AndreanHofmiller, gewessen kriegs - Commissario vnd ho-Cammer-Rhatt sambt seinen Descendenten das Predicatvon Hofmillen vnnderm 19. April 1688 erteilt."
J. Ferd. v. Hoffmillen siegelt 1696 mit Wappenwie das freiherrl. nur dass der Freyschild fehlt.
llol/.xeliiiiher.
Das Kreuz in Mitte des Schildes soll der Danebrogsein und von einem König von Dänemark einem Holz-scliuher als Gnadenwappen verliehen worden sein.
Siehe diess Geschlecht auch beim mecklenb. Adel.
Hog'iiMU'in.
Siehe Weiteres beim württemb. Adel.
Horsieek.
„Unterm 14. Juni 1690 haben S. kurf. Durchl. (MaxEmanupll den Johann Jakob von Horn eck h und des-sen Descendenten in den Herm-Standt erhoben". (De-kretenbueh M. 55.)
IrltMtailt.
Der Stammvater des Geschlechts, .Ighann Adam I.,war ein Schmiedssohn aus Mainz. Er brachte es durchGeschick undFleiss so weit, dass ihn der damalige Kai-ser Karl VII. zum Erzieher seines Kurprinzen Max Jo-seph ernannte. Der Leztere erhob ihn während seinesVikariats 1745 „aus Dankbarkeit" in den R.-Freiherrn-stand. Er war auch ein Haupturheber der 1759 gestif-teten Akademie der Wissenschaften.
Siehe diess Geschlecht auch beim nassau. Adel.
Iniltof.
Die freiherrliche Linie, von der übrigens nur nochein männlichs Glied, ein k. b. Hauptmann a. D. auf-geführt wird, schreibt sich I m h o f f.
Unterm 29. Aug. 1686 hat der Kurfürst Max Ema-nuel von Bayern dem bischöfl. augsb. Rath und Pflegerzn Mering und Pobingen, Johann Baptist v. I m h o ferlaubt „in dero Churfürstenthume und Landten denHerm-Standt zu führen."
(Dekretenbuch. Mss.)
Vergl. das Geschlecht auch unten bei den Edelleutenund beim württemb. Adel.
Käser
lebte 1858 in München nur noch eine Freifrau. Wittweeines k. Kämmerers und Registrators.
Kniserstein (Tafel 6).
Tobias Kayser erhielt 1542 einen Wappenbrief.Oesterr. Adel- und Ritterstand mit „von Kaiser-stein" 1631:
Das Wappen eines Franciscus a Kaiserstein dd.Siena 1642. gebe ich hier nach einem Stammbuchblatt.Es weicht vom freiherrlichen in einigen Stücken ab.
Kars
von Bebenburg stammen n i ch t von den alten Hrn.v. Bebenburg *) Thomas und Hanns Gebrüder Die K a r gerhielten 1594 einen Wappenbrief. Der Enkel FriedrichK. wurde 1615 geadelt, dd. 1621 erfolgte eine Bestätigungmit Zulegung des Namens „von Bebenburg".
Johann K. v. B. kurbayr. geh. Rath wurde 1731 mit„von Kirchstetten" in den ba\r. Freiherrnstand erhobenund diese Würde am 15. Dez. desselben Jahres auf dieSöhne seines im Jahre 1709 in den Ritterstand erhobenenBruders, des kurmainzischcn u. bambergischen geh.Raths Hieronimus K. v. L. ausgedehnt.
*) Siehe beim f schwäb. Adel.
Siebm. IV. 102 führt unter den „Geadelten" einWappen Karg auf, vielleicht das ursprüngliche Wappenvorliegenden Geschlechts ?
Karwinsky.
Der am 2. Merz 1855 verstorbene Frh. WilhelmFriedrich v. K., k. b. Kämmerer war der Lezte desGeschlechts in Bayern; er hinterliess drei Töchter undeinen Sohn, Diego, welcher jedoch in österr. Dienstensteht.
Kliistler
sind wie ich glaube, mit dem Freiherrn Peter v. K.,1854 im Mannstamm erloschen.
Kiemiiiiger.
Die freiherrl. Branche auf Wachenheim ist inneuester Zeit im Mannstamm abgegangen.
Kinkel.
Friedrich August K., Sindikus bei der schwäb.Reichsritterschaft erhielt 1753 den Adel. Er war 1780pfalzsulzbachischer Regierungsrath u. kurfürstl. Bergrathzu Heidelberg.
Köp|ielle.
K. Karl VI. erhebt dd. Wien 13. Dez. 1839 denJohann Wolfgang Koeppelle in den Reichs-Adel-stand unter Bestätigung des bisher geführten Wappens.„Von S. u. R. gelheilt, oben ein schreitender Hahn inseiner n. Farbe, unten zwei s. Rosen. Auf dem Helmzwei Horner s., r. übereck getheilt, in den Mündungenmit r., s., r. und umgekehrt, Federn besteckt, dazwischender Hahn. Decken r., s."
Kurfürst Max Joseph III. von Bayern erhebt denIgnati Leonhard von Koppele oberpfälz. Regierungs-rath u. Lehenprobst zu Amberg, dd. München 19. Aug,1765 in den Freiherrnstand.
Das Wappen ist im zweiten Diplom gleich be-schrieben wie im ersten, in welch lezterem jedoch derHahn keinen Kamm hat (also eine Koppe) währender in dem v. J. 1765 ein förmlicher Hahn ist.
Aus den Orginaldiplomen, welche ich am 9. Sept.1857 in Rosenheim bei der Familie selbst gesehen habe.
Ki-eittmayr.
Der beim bayr. Adel (S. 91) vorgetragene JohannNepom. v. Kreittmayr, Gutsbesizer von Offenstehenund Wakerstein, wurde, unterm 9. Nov. 1855 (mit obigerNsmensschreibart) bei der Freiherrnklasse ein-getragen.
Das freiherrliche Wappen hat den Rückschildwie das adelige doch die Farben verändert. 1. u. 4. inR. zwei g. Sparren, zwischen denen ein g. Stern. 2. u. 3.in B. einr s. Lilie.
Dazu einen Herz schild, der in # einen gekr. g.Löwen zeigt, welcher in der rechten Pranke ein unten spizesg. Kreuz, in der Linken eine g. Lilie hält.
Künusberg.
(Künsberg) siehe auch sächs. Adel.
Iittmezan
stammen aus Cominges, Provinz Guijennes, wo sie reichbegütert waren. Sie haben sich von dort nach Deutsch-land, Spanien und Italien verbreitet. Ferdinand Adrianv. Lamezan war 1780 kurpfälz. Rath von der gelehrtenBank und erhielt am l.Okt. 1790 denbayer. Freiherrnstand ;Sein Vater Johann Adrian hatte 1745 den Reichsadels-stand mit Wappenvermehrung erhalten.
Cast führt in seinem badischen Adelsbuch (S. 275)an, dass die Lamezan ein sprechends Wappen führten.
Das freiherrl. Taschenbuch 1856 gibt an, dass derThurm mit der Hand und Lilie einem des Geschlechts,der dem Könige von Frankreich gegen die Hugenottenzu Hülfe zog, wegen Entsezung der Stadt Toulouse, insWappen gesezt worden sei. Da nun der PhÖDix in 2.u. 3. gewiss nicht Stammwappen ist, sondern erst 1745
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