BAYERISCHER ADEL. FREIHERRN.
13
Die Reisenburg bei Günzburg gehört jezt den Herrnv. Ri e d h e im.
Falinenberg.
Von diesem Gc-schleohte lebt meines Wissens inBayern nur mehr ein weibliches Glied, Freiin Stephaniev. F., Gesandtenstochter.
Feclienbaeb.
Der in Bayern immatrikulirte Zweig schreibt sichFechenbach-L audenbach.
Feilitzch
s. auch beim sächs. Adel.
Fiel*. (Tafel 5.)
Die bayrische Linie schreibt sieh Fick von Am-merthal und führt einen s. Herzschild mit sechs, 3.2. 1., b. Lilien wegen Castell Ammerthal.
Die Linie Angelthurn hingecen (s. badischer Adel)hat im Herzschild in S. einen r. Thum wegen Angelthum.
Frnnl*. (Tafel 5.)
Das Stamm wappen dieses fränkischen Geschlech-tes folgt auf der Tafel.
Fraiikeiiatein (Tafel 5.)
Das Stammwappen habe ich hier nachträglichgeliefert.
Fraunberg
und
Fraunltofen (Tafel 5.)
Die Stamm wappen dieser beiden Geschlechte,welche sich nur durch die Kleinode unterscheiden, folgenhier nach älteren Originalen.
Frendenberg.
Das uralte bayerische Turniergeschlecht blüht nochso viel ich berichtet in einem einzigen männlichen Spros-sen, dem Freiherrn Julius r. Freudenberg, k. b. Lieute-nant ä 1. s. Die Familie war wie es scheint, mehrereJahrhunderte nicht mehr in Bayern, v. Hund führt inseinem bayer. Stammbuch den Hanns v. F r e y d e n-berg 1577 als lebend an. Zu Anfang des XVII. Jahr-hunderts finde ich Johann Balthasar v. Fr. zu Wümpf-lingen in Nassau-Siegen. Seine Hausfrau war MariaLisabet Tonnerin. Sein Sohn Johann Jakob v. Fr.verheirathete sich 1699 zu Memmingen mit Regina Ste-benhaber von Hezlingshofen, er war damals Lieute-nant bei den schwäbischen Kreistruppen und starb alsOberst zu Esslingen 1738 im Alter von 66 Jahren. Er hattezwei Töchter und drei Söhne, von denen Heinrieh jungstarb, Jakob als Lieutenant 1739 im Krieg gegen die Türkenfiel und Johann Ludwig den Stamm fortpflanzte. Von ihmstammt, wie ich glaube, der am 25. Januar 1832 in Bayernin die Klasse der Edelleute eingetragenene Georg Her-mann v. Fr-, dessen Sohn Julius oben genannt worden ist.
Das Wappen dieses Geschlechts siehe beim bayer.Adel Taf. 87 S. 77. Die Hörner auf dem Helm sollenbeide s, r. (nieht iibsreck) getheilt sein.
Dass sich das Geschlecht auch ohne Diplom jezt desfreiherrlichen Titels bedient, geschieht mit ebenso viel Recht, als diess von Duzenden bayer. Adelsfami-lien im Laufe der lezten 20 Jahre geschah, die blossein uradeliges Herkommen oder auch ohne diess allen-falls die ehemalige Eintragung in einen reichsritterschaft-lichen Kanton als Grundlage der freiherrlichen Würdeannehmen.
Freyherg.
Aus einer handschriftlichen Freibergischen Familien-Chronik (im ßesiz des Herrn v. Hueber-Florsperg in Ulm)bringe ich hier einige Angaben betr. verschiedener Frei-berg. Wappen bei:
,,1258, Donnerstag vor St. Georgentag hat Eberweinvon Löwen f eis, der Lezte seines Stammes, seinenTochtermann Konrad von F r e i b e r g „sein schildtVII. Ergänzungsband.
heim und Wappenkleinod *) erblich übergeben". DerBrief lag im St. Georgenkloster, Benediktiner-Ordens, imSchwarzwald. — Ein anderer Freiberg hat sich mit derLezten von W i n n i d e n in Oesterreich verheurathetund ihr Wappen dem seinen beigefügt. Der Schild obenweiss, unten blau mit drei laufenden Winden. Anno 1586haben die Freiberg von Justingen und Oepfingenmit kaiserl. Bestätigung die Wappen von Justingen **)und Oepfingen zu führen angefangen. Die Löwenfelser-ische Linie hat das alte Freibergische mit den neunKugeln, das Löwenfelserische, und das der Röschenvon Geroltzau, einen gelben Mondschein sammt dreierSternen in blauem Felde angenommen".
Gaisberg (Tafel 4).
Unterm 16. Sept. 1854 wurde der Gutsbesizer zuNeudeck, Hermann Wilhelm v. Gaisberg bei derFreiherrnklasse in Bayern eingetragen.
Wappen: In G. ein # Bockshorn; item auf demHeiin. Weitere Notizen siehe beim württemb. Adel S. 7.
Gebtickli (Tafel 5),sind wol alter ba yeris cher Adel, aber nicht Turnierer.Unter'm 15. Septbr. 1655 hat II. Ferdinand III. den ge-böck'schen Gebrüdern Rudolf, Wilhelm und Heinrich denFreiherrnstand ertheilt. In Bayern als Freiherrn ausge-schrieben 27. April 1657.
Das Stamm wappen folgt liier auf der Tafel.
Geuiler (Tafel 5).
-Heroldsberg. Die freiherrliche Linie ***) führt jeztwieder gewöhnlich das einfache Stammwappen. —Die mit drei Sternen besteckte s. Fussangel in B. — stattdes gevierteten.
Giiisbeim (Tafel 5).
Auf dem Grabstein der 1705 verstorbenen KatharinaRenata, geb. Freiin von Günsheimb, Gemahlin de«Franz Quirin Frhr. v. Pruggberg, Kastners zu Aib-ling, ebendaselbst in der Kirche finde ich das Wappennoch mit der alten Form der Figur (Nesselwurm) wiehier gezeichnet. Dass sie 1705 eine geborne Freiinv. G. genannt wird muss wol Irrthum sein, wenu andersdas Datum 1740 für das Freiherrndiplom der v. G. rich-tig ist.
Gleichen-liuttswurm.
Von diesem unter den Edelleuten S. 79 Taf. 90 auf-geführten Geschlechte finde ich in neuester Zeit ein Mit-glied, den Landwehr-Obristlieutenant zu Arnstein, Adal-bert v. G.-R. mit freiherrlichem Titel vorgetragen.
Gleisgenthal.
Der bayer. Herrn-Stand ist durch Diplom Kurfit. MaxEmanuels d. d. 25. Nov. 1697 den Gebrüdern Joh. Adal-bert und Joh. Christof v. G. ertheilt worden.
GrafT
hatten von K. Leopold I. einen Wappenbrief erhalten.Am 10. März 1802 erhob K. Franz II. den Sohn desJohann Graf von Kampill mit „v. Ehrenfeld" inden Freiherrnstand.
Mit ihm starb 1814 die freiherrl. Linie im Mann-stamm und mit seiner Tochter Amalie 1857 auch imWeibstamm aus.
Die adeliche Branche ist vor einigen Jahren auch f.Berichtigung der Wappen werde ich unter dem t Tirol.Adel geben.
Greiirenklau.
Feld 1. u. 4. ist das Wappen der f v. Ippelbrunn.Siehe Weiteres beim nassau. Adel S. 6. Taf. 7.
*) Ein halber # Low im g. Schild auf drei weissen Biichein, eiaeuweissen Ast haltend.
**) Das Wappen Just ingen siehe beim f schwäb. Adel.
***) Auch die Ge ude r-Ra b en stei n er führen in neuerer Zeit dasfreiherrliche Prädikat (s. u. Edelleute).
4