BAYERISCHER ADEL. GRAFEN.
7
Herbersteln
d. Z. keiner mehr in Bayern s. d. Geschlecht aucli beimpreuss. u. beim krainer Adel.
Hohenfeld
sind gänzlich erloschen.
Hompesch
soll heissen H.-R u r i g.
Hfirl
sind 1832 im Nannstamm f-
Hundt (Taf. 1.)
Der sizende Hund in 2. u. 3. des gräflichen Schildeskam ohne alle historische Ursache, blos als Namens-anspielung 1681 ins Wappen. Ferdinand Karl Hundtsiegelt damit dd. Brannenburg 13. Nov. 1700, schreibtsich jedoch nicht Freiherr.
Das Stammwappen folgt hier nach Siegel des,.Georg Hundt von vnd zu Lautieibach Frhl. dlt. InBaiern Hofrath" 1611.
Jett
siehe auch württemb. Adel.
Joner
Joseph Anton von J. wurde 1775 kurbayr. Rath von derRitterbank u. 1789 gefreit.
Istenburg
-Philippseich: Von dieser Linie dienten 1857 fünfGrafen in der bayr. Armee. Schreiben sich mit einem Y.
Kesselstatt«
Ut puto keiner mehr in Bayern. Siehe übrigenspreuss. Adel.
Klauen
von Betasy. Siehe ausführlichere Nachrichten überdiess Geschlecht beim tiroler Adel S. 9.
HItuenburg
dieses Geschlechtes dermalen Niemand mehr in Bayern.Siehe übrigens beim krainer Add.
Kleliiinnsegge (Taf. 1. u. 2.)
Heinrich Kiel man, Hauptmann, führte nach einemOriginal-Stammblatt dd. Salzwedel 6. Dez. 1628 das aufder Tafel abgebildete Wappen, welches demnach alsdas eigentliche Stammwappen zu betrachtenist. Er fiel (nach einer beigeschriebenen Notiz, in welcherer Kiclman von Kielmansegge genannt wird) am15. Martij 1631 im Scharmüzel vor" Magdeburg. Umdiese Zeit also scheint das Geschlecht in den Adelstanderhoben worden zu sein.
Siebmacher III. 153 gibt ein Wappen Kielman vonKiclmansegge, welches zwar mit vorstehenden Wappenkeine Aehnlichkeit, dagegen um so sicherere mit demRückschild des beim bayr. Adel Taf. 7. gegebenen gräfl.Wappen hat, in welchem aber hinwieder das alte Stamm-wappen fflr sich als Herzschild erscheint. (Vielleichtzweierlei Geschlechter vereinigt, oder einfach eine herold-amtliche „Verbesserung" wie sie mit dem gräfl. Wappenselbst zu wiederholten Malen vorgegangen zu sein scheint.)
UlebelHberg
dermalen keiner mehr in Bayern. Die Gräfliche Liniesoll übrigens im Mannstamme in neuerer Zeit erloschensein. Vgl. auch tirol. Adel.
Klotz
dermalen keiner mehr in Bayern.
Kreith
Johann Friedrich Herr von Kreitt wurde 16. Merz1694 in Bayern als Graf ausgeschrieben.
Künlgl.
Nicht mehr in Bayern.
Lamberg
die bayrische Linie ist erloschen. S. auch krainer Adel.
Iielninj^en.
Siehe Weiteres über diess Geschlecht beim nassau.u. beim hohen Adel.
Das Wappen der in Bayern eingetragenen gräfl. LinieL.-Westerburg ist auf der Tafel berichtigt wiederge-geben.
liercheiifeld
-K Ufering und L.-O b e r p r e n n b e r g. Das Ge-schlecht war patrizisch zu Straubing und Regensburg,ist im XVI. Jahrhundert unter den Landadel gekommen.Kaspar Lerchenfelder, Bürger zu Straubing hat sichdurch den Gewandhandel gross Gut erworben und 1569die Herrschaft Köfering erkauft.
Franz Adam L. von Köffering wurde 2. Apl. 1629in Folge Anerkennung des kaiserl. Diploms in Bayernals Graf ausgeschrieben.
Siehe auch unten bei den Freiherrn.
l.eulielfinic (Taf. 2.)
Franz Ponkraz, Herr von Leibifing zu Rhain, erhielt1690 von K. Leopold I. die Reichsgrafenwürde und istals solcher am 17. Jan. 1691 in Bayern ausgeschriebenworden.
Das auf der Tafel gegebene Stammwappen istnach einem Siegel Alhardi leubolfingaerii c. 1350. Eshat den Schild dreimal getheilt, während man spätergewöhnlich zwei Balken zeichnete.
lioilron (Taf. 2.)bes izen Maxlrain nicht mehr.
Siehe auch tiroler Adel S. 11.
Den Wappenlöwen betr. so ist der neuerer Zeitengewöhnlich als Unterscheidungszeichen angegebene Kno-ten am Schweife ganz bedeutungslos und ohne allen hi-storischen oder heraldischen Werth. Ich habe übrigenszur Beruhigung auf vorliegender Tafel den Löwen ingewünschter Schweifverschiingung dargestellt.
lioe
siehe unten bei den Freiherrn.
Lösch.
Das Wappen Köckeritz (nicht Goyeritz wie imFreiher rnbriefe irrig angeführt) gehört einem noch blüh-enden sächsischen Geschlechte an. (S. sächs. AdelTaf. 38.) Wolfgang und Adolf die Löschen von Hilkers-hausen wurden dd. 5. Nov. 1654 von K. Leopold I. inden Freiherrnstatid erhoben.
IiÜtZOW.
Siehe über diss Geschlecht Mehreres beim württemb.,nassau. und mecklenb. Adel.
Luxlmrg.
Ueber den Ort von dem die 1769 geadelten Grafenihren Namen erhielten finde ich in Stumpfs Schwcizer-kronik p. 395 folgende Notiz:
„Gleich ob Romisshorn (Romannshorn am Bodensee)liegt ein fläcklein in dem See vor jaren der bühel zuniedernstatt dieser Zeit der Luxbühel genannt, denhaben die Hainzell von lindov ein ansehnlichadliehgeschlecht anno dni. 1390 erkauft, von denen ward erden Krölln von lindov verkauft, ist nacligehends aufSebastian Vriel Appenzeller von St. Gallen kommen etc." 1532 schreibt sich Oswald Kröll im Sünfzenzu Lindau „von Luxburg",
2*