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7,Erg.-Bd., Lfg.1- (1859) [Ergänzungen und Nachträge zum Bayerischen Adel]
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BAYERISCHER ADEL. GRAFEN.

Schild eine gr. Eichenstaude mit drei g. Früchten. Aufdem Helm ein r., s. gespaltener wachsender Knabe, injeder Hand einen Eichzweig haltend. Decken: r., s.

Der erwähnte Suplementband ist 1788 erschienen u.darin die Eckardt als einfache Edelleute aufgeführt. Ge-genwärtig bis auf ein weibliches Mitglied erloschen.

Egloflktein.

Siehe auch beim preuss. und sächs. Adel.

Eitz.

Lieber den wahren Ursprung des "Wappens derFaust von Stromberg siehe nassau. Adel S. 2.Die gräfliche Linie ist in Slavonien begütert undwohnhaft.

Erbach

siehe auch preuss. Adel.

Eitzenberg.

Eberhardt Enzen berger erhielt von K. Max I.einen Wappenbrief und sein Enkel Georg 1578 von Erz-herzog Ferdinand von Oesterreich den Adelstand. Aneinen genealogischen Zusammenhang mit dem uraltenschwäbischen Geschlechte von Enzberg (s. württemb.Adel S. 7.) ist nieht zu denken. (Siehe Weiteres hier-über beim tiroler Adel S. 5.)

Erps

s. Boi schotte v. E.

Ferrari.

Nicht mehr in Bayern. S. jedoch tiroler Adel S. 6.Firmian.

Dieses Geschlechts der Zeit keiner mehr in Bayern.S. übrigens Berichtigungen beim tirol. Adel S. 6.

Flschlei»

von Treubortr. Der Stammvater des GeschlechtesN. Fischler war Hofmeister bei den Grafen von Kessel-stadt circa 1802. Später kam er nach Sigmaringen woer sich mit einer Prinzessin von Hohenzollern vermählte.1810 wurde er in den Adel- u. Freiherrnstand und 1817von Sachsen in den Grafenstand erhoben. Sein einzigerSohn vermählte sieh 1843 mit einer Prinzess von Goyaaus kaiserl. brasilian. Blute.

Fränking,

auch Frankhing. Das R.-Grafendiplom ist für Hein-rich Gottlieb Herrn v. F. d. d. 2. Merz 1697.

Fr ober g-.Llon Ij nj (Taf. 1.)

Wurstisen sagt in seiner Basler Chronik (1580) vondiesem Geschlecht:

Von den innern Sequanis, dass ist, den Hochbur-gundiern gegen Nidergang sind die Herren von Fro-he r j», zu Latein de Montegaudio, und die Grauenvon Rupe oder Roche. Diese zwey Häuser habenunder einander geheuratet. Herr Johann von Froberg,Ritter, hat Fraw Johanna von Roche, Graue HennrichsTochter zum Gemachel im 1420 jar."

Das Wappen welches S. 54. gibt ist geviertet. t.u. 4. in R. ein s. (nicht g. Schlüssel), 2. u. 3. in R. eing. Schlüssel von acht g. Schindeln beseitet. Dazu zweiHelme: I. ein s. Doppelschlüssel, II. ein wachsenderg. Drache, Feuer speiend.

Decken: I. r., s. II. r., g.

Palliot in seinem Indice armorial S. 621. gibt dasStamm-Wappen M o n tj o y c (Froberg) ebenfalls mit s.Schlüssel dazu auf den Helm wachsend einen r.-geklei-deten Mann mit r., s. gespaltenen Hut, in jeder Handeinen s. Schlüssel haltend (wie hier auf der Tafel). AlsSchildhalter sezt Palliot einen knienden wildenMann dazu.

Fuchs

dermalen keiner mehr in Bayern.

Fuchs

von Fuchsberg sind 1828 erloschen. Siehe t tirolerAdel.

«lecla (Taf. 1.)zu Thurnau *) kommen in bambergischen Urkundenschon 1125 als liberi homines vor.

Das Stammwappen zeigt inS. zwei aufgestellter. Schafscheeren nebeneinander. Auf dem Helm zweir., s. übereck getheilte r. Hörner, später zwischen den-selben auch einen r.-gekleideten, gekrönten weiblichenRumpf. Eine Linie führte als Kleinod auch einen wach-senden s.Schwan, dessen jeder Flügel mit einer r. Scheerebelegt.

Im J. 1482 vermehrte K. Friedrich III. dem Veitvon Giech das Wappen derart, dass der Schild gevier-tet, in 1. u. 4. das Stammwappen, in 2. u. 3. aber einenauffliegenden s. Schwan in It. zeigt. (Dieser Schwan istoffenbar von dem erwähnten Kleinod entlehnt).

Dazu zwei Helme: I. der weibliehe Rumpf zwi-schen den Hörnern, II. der Schwan wie im Schild mitden r. Schafscheeren belegt. Decken: alle r., s.

Das frei herrliche Wappen v. J. 1680, hatden ebenbeschriebenen Schild noch mit einem Herz-schilde und einem dritten (I.) Helm vermehrt.

Der llerzschild zeigt in S. aus dem Unterrandewachsend einen b.-gekleideten Arm der eine ausgeris-sene g. Kleepflanze hält (Praunfalk). Der I. Helmhat die Figur des Herzschildes u.b.,g. Decken.

Das gräfliche Wappen ist schon beschrieben. Ichbemerke dazu noch, dass das beim bayr. Adel Tafel 5.mit der Bezeichnunganderes" abgebildete gräfl. Wap-pen nicht diplommässig sondern nur nach Gutdünkeneines Gliedes der Familie zusammengestellt und geführtwurde.

Sämmtliche giech'sche Wappen auf der Tafel sindnach Original-Mittheilung der Familie hier gegeben.

Griesseuheck-

Die jezigen Griesscnbeck sind ein wappengenosse-nes Bürgergeschlecht aus Vilsbiburg in Niederbayern.Noch 1558 wird Hanns Griesscn nbeckh auf sei-nem Grabstein in der Pfarrkirche zu Vilsbiburgdererb'erg" also nichtder e vnd vest" genannt. Vondiesem Grabstein ist das Stammwappen auf derTafel genommen. Es zeigt den Greif (nach andererAbbildung g. mit r. Flug u. Waffen in#), und auf demHelm wachsend.

So auch noch das einfache Wappen auf dem Grab-stein der Ursula Hämmert halerin geb. Griessen-pöckhin zu München v. J. 1624.

Der Schild mit den Hahnen ist das Wappen dest altbairischen Rittergeschlechtes der Griesspeckenvon Griessbeckerzell und wurde später wegen präsumir-ter Stammverwandtschaft von den neuen Gr i esse n-b e c k h angenommen.

ILttiliausen.

Das Grafendiplom ist von K. Ludwig I. von Bayern1839. Die Linie ist im Mannsstamm erloschen.

HSegiieaabers; (Taf. 1.)

Das Stammwappen ist ein Theil des väterlichen i.e. des pfalzbayrischen, jedoch als Beizeichen der Löwe nurhalb.

Der kurfürstliche Kämmerer und Wildmeister zuLandshut, Friedrich Peter v. H. wurde dd. l.Nov. 1654in den Freihernstand erhoben und durch Dekrete vom8. Nov. 1673 ihm erlaubt sich Hegn enberg, genanntDux, schreiben zu dürfen.

*) Thurnau, die Herrschaft, sollen die Giech i. J. 1557 nach Aus-sterben der alten Förtsch v. Th. geerbt u. 1699 v. K. Leopold I.bestätigt erhalten haben.