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kand-und Haus-Wirtschaffts - Calenders, Jumus.
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also zur ander» Zeit; man soll sie aber mir mas-sig und nicht zu offt essen. So werden auchdie Mi^ch und Käse von den Ziegen um di^'eZeit vor gut und gesund Malten. Sonstenist nun die beste Zeit zu Aryneyeii und Aderlassen, auch nützlich Krauter-Bader und der-gleichen anzustellen. Item, den i!eib gebüh-rend'-u bewegen, und sonderlich aus dem Fel-de sich zuerlustigen, dieweil man nun den ge-sunden Geruch von Blumen und Krautern ha-ben kan.
"wegen der Vvitterung, wird insaemeindavor achaiten, daß der May etwas kühl be-schaffen se»? soll,mit einer mittelmäßigen Nasseund Trockne nach Anleitung der alten Sprich-Wörter: DerMayen kühl uüd Braä)-Monatnaß, füllen uns Scheunen und Faß. Item:Den Manen voll Wind, begehrt das Bauer-Gesind. Dieses aber kommet mehrenrheils da-her, daß,wenn der May also beschaffen, gemei-mglich auch ein guter warmer Brach-und Heu-Mouat darauferfolget, wel6)es allen Gewäch-sen sehr wohl zuschläget, sonderlich aber denMel eü, als welches« denn eine gute Blüth-undZeiliauug bekommen,so zu einem reichen Weiu-^ahraute Beförderung giebt. Im Gegen-theil, wenn der M>y warm und trocken, so fol-get gc ne ein nasser und kalter Brach - Monat(Iuniüs), der den Erd-Gewächsen in allweaeschädlich und nichtheilig, weilen so denn dieSannen an din Reden theils abfallen, theilsaber an Beeren sehr dünne werden, daß weniguahmdafftes davon zu hoffen. Sonsten fallenin dem May die meisten, und »ach derHeifftedeffelben ^ie gesundesten Thaue. Viele Don-ner Wttker im Mayen sollen grosse und heffri-ce Winde nach sich ziehen. Bor der Helsstedesselben hat man sich anch nicht leichte gewisserbeständiger Sommer-Tage zu verleben. Nachderselben, sonderlich von Urvani an, belähretman sich keines Frosts mehr, der dem Weineschaden mochte: denn die Mayen-Fröste thunsonst dem Wein, dem Hspffen, der Blüthe, denKirschen,den Eicheln, dem Roggen, Flachs undfrüher Gersten den größten Schaden, so, daßofft in einer oder zweyen Nächten der Wein rei-
ne weggehet, als wenn er verbrannt wäre, son-derlich i>aö gedeckte-Nol«.
'iVegen der Früchte Gedeye», sind folgen-de Nnmerckunaen oder Bauren-Regeln be-kannt: Ein kühler May bringt guten Wein,und macht viel Hen. Doch ka» der Saat undallen Gewächsen insgesamt, und absonderlichdem Wein, nichts gefährlicher unt> schaol cherseyn, als dieMaven-Mste und Kali e. Hinge-gen,wenn es zudieser Zeit viel.Gewiiter giebt,und osst donnert, soll e^ ein gut und sruchibacJahr bedeuten, indem der Erd-Boden osst be-weget und erschüttert wird. Wenn der Roggenin dieser Zeit dünne siehet, und viel leere Plätzehat, so pfleget er gemeiniglich im Werthe zusteigen, mid theuer zu werden- Gerät!) e,e Ei-chel-Blüthe wohl, so soll ein gutes Schmalst-Iahr werden. Reiffe Erd - Beeren um Pfi«. -sten werden als Vorboren eines gute» Wem-^ahrs gehalten; So ssgt man auch: NassePfingsten bringen fette Weyyuachkm, das ist:Wenn die Gerste um diese Zeit im Schossen ei-ns» Regen bekommt,daß die Achren un Gcheß-Balg nicht stecken bleiben, senderii voilki-m-men gerathen, so kan man die Schweine aeaenWeybnachten damit mästen. Nach dem Wet-ter am St. Urbaus - Tag soll nachsolgenteHerbst-oder Wein-!lese seyn. daher, ichten sichauch viele von den W.tti - Gärm -ri: und Wein-Händlern nach dem Ende «ndAusaans diesesMonats, weiches denn noch aar wohi sciiienGrund und natürliche Ursachen hat, da mansich nur nicht eben an diesen Tag t inder: Dennweil zu Ente dieses Mouats bis in c. n folgen-den zu ihrer Blüthe denen Nebn» das ichöiieWetter sehr dienlich und beförderlich, daß sielustig zunehmen und wachsen: als ist nu Heg.li-theil,da nasses Wetter um diese Zeit einfallet,ihnen solches sehr schädlich uns iiachlheillihfo,daß die Trauben sehr dünne werden, auch her-nach langsam reiff?!i, und weniger ausgeben.So psteaen auch noch die Bauren"zu sagen: AufOrben (Urbani) ist das Getraide wed> r gerathennoch verdorben; das ist, man kan um diese Zeitnoch nichts dgoon sagen, ob eine gute oderschlechteErndte folgen werde.
Haus - und Land - Wirlschaffts - Verricht - und Anmcrckungmin dcm Iumo odcr Brach-Monat.
cT^m Felde muß man den^ Dünger auf die^ Brach-Fewer fleißig ausführen, und denselden zu rechter Zeit, das ist, fein balde breitenund unterackern ; oher auch die Brache behö-rig pferchen, und gleich mit dem Pflug hinterhe? ziehen lassen: Denn es ist angemercket wor-den, oaß die Dünguna, so in diesem Monist ge-schiehet, die Aecker sehr fruchtbar mache, daßsie Hernachmahls gute vollkommene Früchte,dievoller Krafft und Safft sind, hervor bringen.Daher werden in diesemMonat sonderlich nochdie Ruben-Ascker mit Miste beführet, und un-tergebracht. Man muß ingleichen die Kraut-Zeider völlig zmichten, auch die Lein-Aeckervollends beft-llen Nach Pfingsten pflegetmau mögemei» den Horffen - Garten umzuha-
cken,oben die übrigen Blätter davon abzubre-chen, und an die Stangen zu binden. In' die-sem Monat wie auch in i'em folgenden säetman den Misch!«,'!« oder Gemang von Erbsen,Wicken,Gerste, Haber it. m-tereinander,wel-ches den, Rind-Vieh, vornedmilch abertene«Pserden ein treffliches Fut:'r i': ».-rcm e: de-nenselben, so bald es ..i-^cl' :.et- «i;e grüseabgejchiutte» gegeben wird. Zu eil cher Zeitwirb anch das Wick - Futter oder Wicken Ge-menge, nemlich Haber undWiÄrn unter ein-ander gesäet,welches nicht nur nach der Blüthearü» abgeschnitten, den Pft-rden und Melck-Kühen verfüttert, sondern auch reiff den Pfer-den auf den Winter zu fressen aegeben, kleingeschnitten, und iknen das /iutter damit »e-
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