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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3417-3418
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x«nd-uud Hauswirtschaffts-Calenders, Martius.

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.»^mieren, weil sie scnsten den Bäume» sehrÄ^„,ilttd i'.c Kräffte zu wachsen benehme»,aber s e auch Räuber genennet werden- Son-ch aber mutz solches an den jungen Bäum-en tie voriges Jahr aepftoffet oder umge-bt worden/wohl beobachtet werden. Nun!«,„s'man die junaLN /hiN't-NltdMN Baume

?der wie das eigentliche Gärtner-Wort,M et, schräpffen lassen, und zwar, noch ehe derAtvölligd"s Hol» steig^ »nd nur aufderMitternachts- oder Morgen-Seite, den» wo esan der Mittags-Seite geschehe, dvrfste^eschale desBaums von der Svnnen-Hitze leichtaufqejogen werden, undaljo derBaumScha-den nehme»- Man kan es auch wohl unter-lassen, und denen Bäumen nur die rauhe, harte«iiide gebührend abschaben, uud das Moosdavon abreiben. Mit dem Deinen oder Ptro-«senmuß man in diesem Monat absonderlichden rechten Anfang machen. JnSgemem haltm»n davor: so viel Tage,als man vor dem neue»UM pfropffe, in so viel Iahren trage auch einsolcherBaum- Sonsten, wenn man im Abneh-men des Monden Bäume pfropsset, machet,Wsie zwar spater, aber auch desto reicher undMNssetzlicher tragen. Aepffel und Dir» pfle-ge! man in dem neuen Mond zu psroxffen: DieWchen aber, wenn der Mond drey oder vierTage alt ist, denn sie sollen dergestalt gemeini-glich bald Frucht trage». Man muß daher nochdas nothwendige Bast oder Hanff zum Bauni-Verbinden zur Hand schaffen: Denn das Peltz-oder Pfropff- Wachs muß vorhin schon bereitetseyn. Senken kan man auch um diese Zeit,»ebst denen Aepffel-undBirn-auch Maulbeer-md Qvitten - Bäume in wachsendem Mondsehen und pstoffe». Jngleichen noch aller-hand Arten von Bäumen verseke», sonderlichdas Stein-Obst, als Kirschen, Pflaumen, Pfer-siche,Apricosen, Nuß-Ba»me, Hasel-Stau-deiue. Man muß aber jederzeit, wie bereitsoben erinnert worden, gute Achtung darauf ge-ben, daß man sie wiederum einseke, wiesiezu-m gegen der Sonnen gestanden. Zu Ende

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muß fleißig nach denen jungen Bäumen sehen,ob einige Schaden ander Rinde oder an denenZweigen gelitten haben, solchen bey Zeiten Hel-fen, die von den Pfählen losgewordene wiederanbinden, und was untüchtig daran abschnei-den. Wenn solche junge Bäume gar zu spikigohne Aweige-n dle Höhe wachsen wollen, sollman denensclben oben die Spiken beschneiden,als wordurch sie gezwungen werden, in Aestezu wachjen. Man soll auch noch das Moosvon denen Bäumen mit einer Moos-Schar-re abkratze», oder auch nur mit einem grobenleinen Tuch abziehen, welche Arbeit am"besiennach einem Rege», wenn der Moos noch feuch-te ist, geschiehet. Die grossen auftegrabenenBaume «oll man nunmehro wieder zumachen,und ein wenig gute frische Erde dabey legen,auch die Baum-Schule fleißig besichtigen undreinigen, das Erdreich uni die Bäume auf-hacken und fein lucker machen, damit der Re-ge» zu du? Wursteln dringen könne; und endi-lich die junge Bäumlei» an gerade Maiigenanbinden, damit sie fein gleich wachsen. DieObst-Gärten soll man nun allenthalben wohlvermachen, und diePlancie» und Zäune aus-bessern, darzu man denn die Pfähle und Faun-Gerten in Vorrath haben so!!. Item, noch dieblossen Plätze in denen Obst-Gärten, gleichzu Anfang dieses Monats, oder auch wohlschon im vorhergehendem bey gutem Wettermit Heu - Saamen besäen. Endlich kan manauch bey feuchtem und kalten Wetter dieAmeis-Haussen mit Holy - Schläge!» oderGtampffen starck und feste zusammen flös-sen, uud zwar frühe oder Abends, wen» dieSonnenicht scheinet, so werden sie völlig ver-nichtet..

In denVvejn Bei-yen undwein Garten

muß man, so bald sich der Erdboden aufthut,und der Schee abgehet, allen Unrath vollendsausräumen. Um alt Gregor» oder Gertrauddie gedeckten Stöcke, wenn es klar am Himmelund trocken Wetter ist, auch der Frost »achge-lassen, aufziehen; da aber Fröste z» besorgen,

dieses Monats, oder gleich im Anfang des fol-j kan es noch wohl etliche Tage anstehen. Gleich

Mden, können auch die kleinern Kerne vom ° " "

Lbst, welche man im Keller behalten, in dieKern-Schule ausgesäet und gestecket werden.

«Ijokan man ingleichen um diese Zeit die Ker-ne vom Stein-Obst, so an beyden Spitzen zurAvffnung eiii^ kleinen Löchleins vorher in et->vaS zugeschnitten oder abgefeilet worden, undIMHer unter einem Stein den Winter über un-ter dem fteyen Himmel gelegen, nunmehro,mm sie anfangen zu keimen, ordentlich in ihreMschirrestecken, Item, die schon ein oder an-deres ^ahr jn Geschirren gestandene Kern-^""'j°'"v°» solchem Steinobst in ihrePeltz-5„I?^^'Schule versetzen. wenigerGeschirren bereits ausaekeim-leodll-Äerne in ihre zubereitete Beete stecken.

Ä^mgen Baumlein, so den Winter über mitverbunden gewesen, kan man nunmehro""d entblvssen, und was noch

.'"Sonderheit der Busch - undv.../I.^^ume übrig, kan uu» vollendsrichten, und sie bchörig anbinden. Man

nachdem Aufziehen aber aufniedrigen und ge-deckten Gebirgen das Beschneiden vornehpis».Jn hohen Gebirgen, und wo die Stöcke nichtgedecket, können dieselbe noch vor Ausgana desFrostes, und zuweilen bereits im Hormn'goder Februario geschnitten, und hernach erst,wenn gelindes Wetter einfallet, geräumet wer-den- Dabey muß man Acht auf die Winkerhaben, daß sie mit dem Reben-Schnitt rechtumgehen, und nicht zu viel, auch nicht zu we-nig abschneiden, noch einige Bögen verkauffen.Wolle iemand an einem Orte neue Rebenpflanken, und hätte den Boden darzu bereitsvors Winters aufbrechen, säubern und zuberei-ten lassen, der kan nunmehr die abaehaueue»besten Reb-Schosse oder Kappen dnrch hierzuverständige Leute auslesen mid zurüste» lassen,damit sie ohne langen Verzug sein odentiichgeseket, und von der noch währenden Winter-Feuchte desto besser zum Wachsen angetriebenwerden. AndiealtenReb-Stöcke, die siebe»oder ach! Jahr gestanden, kan man unten etwas

kleines