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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3409-3410
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Land-und Haus-MirtschaMCglenders, Februariu«.

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Nögel, welche voriesto auf ihrem Wie-Itt.ch sind, muß man durch au,gencllte^Mts-Garne, Fange "der Korbe fleißigLinien, ehe "e s'ch begatten, Horst-oderUstcr machen, »nd Junge auSkecken. Wem,/noch Schnee-Wetter giebt, so kan ma» aucl,^«Schnee-Gar» noch ferner auf dieRebhü-°r Branchen, denn bald darauf muß manM,t"b-schl>esse-'. Die kleinen Vogel ka»m7i auch noch ziemlich wegsangen, sonder ichmnn es kalt ist, denn sie bleiben alsdenn »e-derlWsMnien, und halten sich bey den Scheu-en M, da sie leicht zn fangen. Sonsteii sollNstnacht an bis auf St. ^ahann^ desTäufers Tag, der Mieder-Strich der Vogelm Rechtes wegen frey gelassen, und deswe-en bey wohlbestellten Wirtschafftei, keinen«fangen gestattet, sondern mit allem ErnstNd bey Strafe verboten werden.

Zu Haust soll ein guter Hauswirt sich be-Mßizen, daß er wie im Ianuario, also auchmnemlich in diesem Monat sein übriges Ge-lraide völlig ausdreschen lasse, denn eS gehetmnniehro nicht nur bald andere Feld-Arbeitan, sondern es kommen auch die Ratten »ndNänie häufig in die Scheune», und thun gros-sen Schaden, denen man dahero fein beo Zei-le», ehe sie noch i»chten und sich vermehre»,mit Gisst und Fallen fleißig nachstellen muß.NaS Getraide auf denen Böden soll man auchmch immerfort fleißig umsteche» lassen; in-zleichen ferner das Saamen-Getraide, so mantmrstehenden Frühling aussäen will, woh!Kibem, und das Unkraut davon absondern;«der, wenn man es nicht selbst hat, sich bey Zei-len anderwerts darnach umsehen- So kanmm auch so wohl in diesem als dem vorherge-henden Monat, wenn es gut Wetter, Getraidein Verrath mahlen lassen? man muß es abermhero wohl von allem Staube reinigen, jasolches, wenn das Mehl lange zu liegen hat,mlicro waschen, denn im Sommer leidet esWen leichtlich Schaden. So kan man ebe-ner Massen das zum Verkauf bestimmte übrigeKern verführen; ingleichen das Maltz nochimmer aufs Lager und im Vorrath machen, unddünne aufschütten lassen. Nicht weniger das

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Man kan auch noch aus Riebsen, uvddemauS-gesiebrm unreinen Lei»-Oel zum Brennenuns zu? Nagenschmiere schlagen; zuvörderstaber das Held-oder Acker Geschirr und Zeug,als da sind: die Pflüge mit aller ihrer Zugehör,die Ege», Wiesen-Schleppen, Walyen und al-les andere, sozurFeld-Arbeitgehöret, bei, Zei-ten zurichten und bessern, oder, so es vsuns-the-l, von neuem machen lassen, damit man al-les bey bevorstehendem Feld-Bau beykandenhabe und nicht gehindert werde. Eine fleißigeHaus Mutter svl! den gebrechten Flachs vol-lends hecheln lassen; auch was den Winterüber an Gar» gesponnen worden, in diesemMonat einäschern, und hernach wohl gefrie-ren lassen, denn solches Garn ist nachgehendsdesto besser zum Wircke», und auch geschwin-der zu bleichen. Die dabey gebrauchte Aschekan man an die alten Bäume schütten, iedochohne die Grämme und Wursteln zu berühren.Die Mägde können mit Federschliessen undSpinnen des NachtS fortfahren; die Knechtsaber, da sie nicht auskommen, mögen Holtzspalten, Holst - Stösse seyen, und andere der-gleichen Arbeit verrichten. Man kan nun, weiles die beqvemste Zeit dazu, Heckerling inVsr-rath schneide» lassen; und endlich alles ande-re, so im vorigen Monat vergessen worden, undnoch gethan werde» kan, nunmehro vollendsauf das fleißigste verrichten-

Bey der Rüche kan man sich NUN völlig mitFasten-Speisen versehen. Item, Brunnkreß,so iekv am besten, und Rapunzeln einsamm-len.

was die Gesundheits pflegung und no.thige Aryneyung anbelanget, hat man sichi» diesem Monat noch sonderlich vorder Kältezu küte» und warmzuhalten, damit die durchdie Schweiß-Löcher eindringende Kälte, so soiistum diese Zeit eine Ursache vielerKrauckheitmin des Menschen Leibe ist, nicht Unheil verur-sache. Man soll sich auch vor übermäßigemEssen und Trincken,sonderlich vorMilch-Svei-sen und Fischen, auch anderen, so viel Feuch-tigkeiten bey sich haben, möglichst hüten, xu-maldis Luft ohnedem trübe und ungesund ist,und herentgegen ante verdauliche Sp>">"e>?

Aer-Bier zu brauen anfange», als welches ^ wiewohl mehr gesotten, als gebraten, gemesse-«,M so denn am längsten hält- Den Wein,! weil dergleichen Speisen den Leib sanffte la-mm, es nicht schon im vorhergehenden Monat xiren. Auch soll gesund seyn, wenn man Oder«PHeben, soll man an einem hellen trockenen ! mennige ins Geträncke leget. Uibriaens, außer«g, wenn, wie einige wollen, der Mond im ^ guten Haupt-Pillen, welche zu dieser Zeit, da. hamjt er sein noch das Haupt mehr von Flüssen als zu andere»

die Stück- und Lager-Fässer moae ge-mcht werden; und damit er nicht zähe wer-v, MI man ihn im Zunehmen des Mondesmmihren. So sollen auch in diesem und vor-Mchenden Monat die Thüren und Fenster"'5 "Kellern mit Stroh-Decken wohl ver-Wret leyn, auch die Thüren im AuS-unddi Ä? gelassen werde», weil

f ^ Weine schädlich ist, doch soll

Wein Ä, Kohl-Feuer in die

«och weniger aber Unschlikt-d es-n ^"^o!chen, masse» der Wein

Gestgiick keines wcgcs erleide» mag.

Jahres -Zeiten beschweret wird, sehr dienlichsind, hat man sich, so viel immer möglich, an-derer Artzeneyen zu enthalten, auch das Blutlassen, woeS nicht durchs gewöhnliche Schrö-pfen geschiehet, oder ein sonderbare? Nothfallsolches erfordert, zu unterlassen.

Von der "Witterung dieses Monats sindzwar viele Anmerckungen gemacht worden?Wir wolle» aber davon nnr diejenige, so derVernunfft und Erfahrung gemäß, beschreiben.Insgemein pfleget es iestt noch starcke Kalte zugeben, wiewohl sie gegen das Ende allgemachnachlasset; daher das Sprichwort entstandenttkk 5 A .-i