?wirn, ist ein von Flachs gewonnener und»sirck zusammen gedreherer doppelter Faden«mm Naben, Klöppeln und dergleichen ge-ttlicher wird- Er ist roh, rzelblicht oder„.färbt/ ftm und klau-, mirrel nni> grob,dem Unterschied seines Gebrauchs. Dermiste ist der Holländische, welcher zu denen«eissen Spiken verbraucht, und si' iWber und«alaemachlwird, daß vffte ein Psiiiid zwvlffkssunsszehen Thaler zu stehen kcmmr-Zwirnen, Heisset zwey oder mehr Faden ineinen zusammen drehen. Solches geschieh«entweder mit dem Spinn-Rad, oder an derSpindel- Wenn man an dem Spinn - RadMiieii will, leget man zwey Knäule Garn inM Becken, worein zuvor eni wenig Wasser-egi>ssen worden, fasset die benden Enden vontenen zweyen Knäulen zusammen, und bindetße an die Spule, drehet so denn d«s Rad > ie-dcch also heruni, daß das Rad von der rech-ten gegen die lincke Hand herum lausse, undspinnet es hinein, so werden sich diese beydeTrümmer sehr dicht zusammen drehen, lind ei-wi seinen Zwirn machen, welcher umso vieltlärcrivird, >e zärter das Garn gewesen- Willnun aber an der Spindel zwirnen, so wird zu«l>ersr in der Stube eine Schraube mit einemZiinze eingeschraubet, die beyden Enden vondenen im Wasser liegenden Knaulein dadurchgezogen, an der Spindel angebunden, ein we-nig aiifgcdrehet, uns eine Schlinge daran qe-Mlichet, nachgehends mit der lincken Handdas Garn gefasset, mit der rechten aber dieAindel von der Seiten hinweg geschnellet,und mit der lincken das Garn, so viel möglich,iiiderHöhegehalten, daßdicSvindelsich'qantzfre» drehe; wenn sie nun fast ansgelauffen,schlinget man das Garn um die lincke Hand,erzwffct nur der rechten die Spindel, eröffnetdie Schlinge, und drehet den zusammen-gelau-seiien Faden oder Zwirn auf sie Spindel,Mchet vom neuen eine Schlinge, schnelletdie Spindel wieder von sich, und machet esferner, wie zuvor, >o lange, biß daß das Garnalles gezwlrnet worden.
Zwilchen - Trachten, heissen diejenigenLhcijen »der Trachten, so auf der Tafel ent-«ber eingerücket, oder gar ausgewechselt wer-den. Man i»eiinet sie auch Bey-Essen.
Zwitter, nennet man unter denen Men-sche», Thiere» und Pftantzen diejenige» Ge-wächse, die entweder von zweyerlen Geschlech-te oder Geschlechts Gliedern, so eigentlichZwitter heissen. odek von zweycrle» besonder»Arten einetHaupt-ÄrtdererThiereoder Pflan-zen, oder auch besonderer Materien etw:is ansich haben. Unter denen Menschen und Thie-ren zweifelt man billig an Zwittern, voerleuanet die eigentlichen Zwitter v elmehr, alsimmöglich, weil die äußerliche Aehnlichkeitnoaikein tMnnigünir.iiium ausmacht, <a daßein Thier-Gewächs sich selbst durch zweyerleyGefchlechtk-Glieder bcsaamen könne, sind lau-ter alte falsche unnnterfucht angeiiomnieneSck-ke, wider welches alle neuere anatomischeAnmerckungen streiten. Es würde auch leichtz» erweisen seyn, daß es nach der gegenwär-tigen Beschaffenheit der Welt wider die dar-aus erhellende» Absichten und Weisheit Got«tes sey, Zwitter hcrfür zubringen- Die Er-fahrung lehret auch bey Menschen sonder-lich, daß nur die weiblichen Geburts-Glie-der vollständig vorhanden, und sich zur Fort-pffantzung schicken, nur aber die sogenannteOiioris ves weiblichen Schämn-Gliedes oderder Mutter-Hals sehr groß und steif Herfürgewachsen sey^ Indessen muß man doch zurVerhütung allerhand Sünden der Unremig-keit solche Personen anhalten, sich zum weib-lichen Geschlecht zu bekennen- Was die! Thiere betrifft, so hat es eben die Bewand-»iß- Es sind keine Geschlechts-Zwitter un-srer ihnen, was von Bcrg Haase», Indiani-> schen Hühnern, Bären, Schweinen, Spin-nen, Fischen gesaget wird, sind lauter entdeck-te Unwahrheiten. Art-Zwitter aber giebt es! unter ihnen, wie auch unter denen Wanken-Also nennet Min z-L. einen Hund, der etwasvon einem Mops und einer andern Art derHunde in der äusserlichen Gestalt a» sich hatj;ingleichen, wenn man von verschiedener Artder Pflaumen ein drittes durch Oculiren undPfropffen heraus bringet und dergleichen,auch Zwitter. Allein eigentlich sind solchesHalb'schläge oder Bastarte. Endlich nennetman auch das Gestein, woraus das Zinn ge-schmoltzen wird, (siehe Arlickel Zinn) Zivir«! ter.
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