ZZ8Z Aweyback
Mandel»/ Kirschen, Pflaumen,Mispeln, Qvit-len, Haft! Nüssen, und dergleichen genommen.Sendet Ilch aber sind unter ihnen diejenigen zuerwählen, derer Laub dichte wächset, und alsoniit seiner Grüne d»s Gerüste desto mehr verde-cken kan. Man muß sie nahe an das Gerüstexflantzen, und weder zu weit von einander, nochzu dichte setzen, anders können sie nicht genug-sam decken, oder sie entziehen einander dieNahrung. Die Zweige der einacpsiantztenBäume werden gebogen, ausgebreitet und mitjungen zähen Weiden dergestalt angebunden,daß sie an >>em Gerüste flach anliegen, uud das-selbe künsstiz mit ihren Blattern zierlich ver-kleiden mögen, welches dem Gatten einen gros-sen Wohlstand giebst.
Zwetschken, siehe Pflaumen.
Zwetschken - Baum, suche Pflaumen-Baum.
Zweyback, Zwieback, heist ein zwey - odermehrmal geb -ickenes Brot, weiches hsrtlichund ausgetrocknet, und zweyerley Gattung ist.Der grobe Zweyback dienet wm Verrath aufdie Schiffe vor das Kriegs- und Bvois Aolck,wird insgemein von Roggen vor die Kriegs-Schiffe, in Franckreich aber ven Weitzen- Mcklgemacht. Wenn er auf weite Re.sen diene,!soll, wird er vier mal gebacken nnd.lanze vordem Einschiffen fertig gemacht, damit m.ui sei-ner Dauerbafftigkeit versichert seyn möge.Der feine Zweyback wiri> von Weisen- Mehlaus verschiedene Weise, bisweilen mit et.easMilch oder Eyern verbessert, oder nur wen g> mAnis,Cvriander und anderemGewüri« erhöhet,zugerichtet,und entweder trocken genossen, unobey dem Nachtisch mit aufgesester, oder inMilch-Wein-und andere kalte Schalen gebro-cket, oder auch gerieben an die Speisen gethan.Er ist angenehm zu essen, gesund zu gemessen,und wohl zu verdauen. Holländischer Bisco-lüi oder Zweyback wird also gemacht: Maninmmt von frischen Eyern das Weisse, rühretes so lange, bis daß es einen schönen weissenSchaum giebet, alsdenn reibet man eine frischeCitrone, wiewohl nur das aelbe davon, giessetdas Eyerweiß in emen Mö> sei, thut die abge-riebene Citronen-Schalen undSasst darunter,flösset weissen und klaren Zucker darzu, bis eseme^alla giebet, die man auSwälgern kan; imwährenden AuSwälgern gebrauchet nian Zu-cker an stat des Mehls, schneidet es alsdennmitderForm aus, bäcket es bald, i cnn wenn eslange lieget,ziehet es-sich nicht auf, hierauf leaetman es auf ein Papier, und damit in die Tor-ten-Pfanne , lässet es mit karckem Feuer ae-schwind aufbacken,wenn es sich aufgezogen, undgelb wird, so ist es gut. In Carlsbader Zwje-back nimmt man vier Loth Zucker, schläget zweyEyer darauf, thut es in ein Töpffgen, schüttetdrey Loth geflossene Mandelkerne, etwasWiiry-Nägelein, und geschnittene Citronen-Gcbalen mit dazu,wie auch vierLoth Mehl,machet Formen von Papier, einer Hand breit, undsolang als das Back-Blech breit ist, thut denTeig hinein, machet sie aber nur halb vell,
Aweybiat Zwickel zzz^
und setzet sie auf das Blech zum Backe». -",stes nun braun nennst, »nd über das Paxxiergestiegen, so schneidet man Schielgen, legetsie dichte auss Blech, läst es in der Back-Röhre hart werden, nimmt eS hernach wie-der heraus, so ist der Zweyback fertig. Zwey-back recht gut zn machen, nehmet zu einemPfund Jucker zehen Eyer, thut von denenEyern das Weisse hinweg, und so viel Mehldarzu, alö genug ist, zn einem rechten Teig,mischet ein wenig gröblich gefressenen Fen-chel dnmter, schneidet es in Stücken, undbacket es zweymal.
Zweyblat, welches nicht mehr als zweyBlätter hat, die voller Rippen sind, fast wie dieWeabreit-Blätter, und gegen einander überstehen. DA Spannen-hohe Stengel sitztoben voll kleiner weisser Blümlein auf kleinenlänglichten Knöpflei», darin» hernach derSaamc» zu befinden. Es wird meistens inThälern angetroffen, nud heilet allerley Schä-den und Wunden-
Zweyfalter, ist ein fliegendes Ungeziefer,von unzählbarlich-und veränderlicher Grosse,Gestalt und Färb n, welche in >o weil alle über-ein kommen, daß sie vor dem Kopsse zweyzarteFaden, wie Hörner haben, sechs Fs-fe undvier Flügel, die überaus zart, und mit ei-nem feinen Staube bedecker, der, w im mansie angreisst, an den Finaern kleben bleibet.Die meisten sind bunt, und von so lebhasstenFarben , daß sie nicht schöner können ge-mah 't werden. Einige sind nur einer Farbe.Einige lassen sich bald im Früh - Jahr , an-dere im Sommer, und andere erst mi gerbstsehen. E .nige fliegen bey Tage, andere bc^Nachr. Sie kommen alle von Raupen oderanderen Würmen, und zeu gen einen Saamen,aus welchen wieder Würme und Raupenkriechen-
Zwey-Rorn, siehe Spely.
Zrveymähdig, oder Zweymättig, werdendiejenigen Wiesen genennet, welche des Jahrszweymal gehauen oder gemahet weden kön-nen, nemlich um Iohannis das Gras, so zuHeu geinachet wird, und uni Michaelis dasGrummet.
Zweyfpannig, heiß ein Fuhrwerck, da nebsteiner Deichsel zwey Pferde angespannet sind,daher« zweyspannig fahren so viel heist,als mit zweyen Pferden fahren. ,
Zwickel, werden die schienen bald viereckigtlänglicht, bald dreyeckigt und zugespitzte Fleckevon Leinwand, Zeug, Tuch und dergleichen ge-nennet, die in die Hemden und andere Klei-dungen an solche Oerter eingesetzet werden, w»diese nicht spannen dürffen, sondern fein gerau-me seyn müssen, daß man theils im gehen undandern Bewegungen nicht gehindert werde,theils auch die Kleidung selbst dadurch eine ge-schickte Proportion bekomme. Ingleichen Mb«ret auch diesen Nahmen die Zierrath, welcheauf beyden Seiten derer Strumpffe, an demO?t, wo die Ferse und der Anzug, «der derSchluß des Strumxffes sich befinden, in einer
geschlck-