ZZ7? Zungenlosen Zustellen
nen liegen lassen, und dem Pferde unter einan-Der früh eingiessen, auch mit dieser Purgationetliche mal fort fahren; die Zunge aber mitnachfolgendem offt schmieren: Nimm l>>d ^w-ceävnica sechs ^oth, Eßig ein Viertel-Pfund,Rosen-5?onig ebenso viel, mische es wohl un-tereinander. Wenn die Zunge Schrundenoder Wunden bekommt uns aufreist/ soll mandieselbe erstlich mit warmen Wein woh! wa-sche»/ hernach Gall-Aepffel ein Loth, Granat-Aexffel - Schalen zwey Loch, Pomsrantzen-Schalen drey Loth, zu einem subtilen Pulvermachen,und solches daraufstreuen, a!s welchessauber und geschwinde zuheilet. Man kauauch acht Lotk gemeines oderRsseu-Honig neh-men, und mit zehen LvthgesaltzenenSckweins-Marck, oder, in dessen Ermangelung, Schwei-nen-Schmalk zu einer Salbe vermischen, unddie Wunden damit schmieren. Wenn dieZunge halb abgebissen oder zerrissen wäre, mußman wohl confideriren, wie und wo der Schadeist, denn im Fai! solcher vorne» an der Jungenwäre, und gar viel von der Zunge herunter!hienae, so nicht mehr zu hofften, dieselbe ivliman vollends abschneiden, und off! mit nach-folgender Salbe schmieren? Nimm Rossn-5>omg ein Viertel-Pfund, PomerantzeN-Scba-len, Granat-Aepffcl-Schalen und Schwartz-Wurtz, icdes zweyLoth, lasse es zusammen einen jWall aufsieden, und schmiere die Zunge da-!mit: desaleichen, so man die Zunge hessten >wolte, soll man diese Salbe auch brauchen, und jrothen und weissen Bolus, eines ieden zwey ^O.vint, und Teufels-Dreck ein halb Qvint, itäglich dem Pferd auf einmal unter dem Fut-ter zu fressen geben- Es soll aber das Futter!so lang, bis das Bserd geheilet ist, geschro-ten, und mit Lerchen-Schwamm und rothen ^Kichern vermenat; der Tranck hingegen ^Zaulicht, und mit schönem Mehl, Honig-^Wasser und etwas Salpeter vermischt-seyn.
Zungen lösen, dieses ist bey der Kinder-'Wartung eine nöthige Sache, wenn ihnenldas Jungen - Band so sehr kurtz ist, daß sieweder recht saugen, noch auch hernach rechtdeutlich reden können. Es muß aber doch be-hutsam damit verfahren, und nicht so gleichdafürgehalten werden, wie es offt geschie-het, daß das Band zu kurk. Denn sonstwird offt ein gutes Zungen-Band zerschnit-ten, und die Zunge sonst m ikrer Bewegungverderbet. Derowegen geHörer dazu die Un-tersuchung eines geschickten ^-orci und dievperarwn eines guten ekirurxi.
Zurückbleiben, siehe Hinterlaß.
Zusäen, Heisset mit der völligen Winter-»der Sommer-Aussaat fertig werden. Alsoist: Er hat noch ntcht zugcsäet, so viel ge-sagt, als: Er hat seinen Saamen noch nichtvöllia, gehöriger Massen in die Erde gebracht.
Zusayig, heisset man die Schafe, wenn sievier Jahr alt, da sie keine Zahne mehr be-
^zMellen, ist ein ^agd-Wort, und Heisset sov el, als einen Gettriedeiien Ott mtt dem Jeu-
Zutsch-Kännlein Zwang zzw
ge dergestalt verstellen, da? das Wildpretan solchen Ort nicht wieder zurück kom-me-
Zutsch-Rännlein, ist ein kleines von Sil-ber, Holl- oder anderer Materie qedrchetesTrinck-Geschirr, oben her sm Deckel mit ei-nem rundspikiaen und engen Häis'en oderRohrlein versehen, dadurch man die kleinenKinder zutschen und tnncken lehret.
Zuwachs, Heisset alles dasjenige, was ei»Landmann durch Gottes Gnade auf seinekFeld Gütern, a» Getraide,Heu, Wein und an-dern erbauet. Uiberhaurt hat man hievon dieunumstößliche Regel: Der Zuwachs folgt sei-nerHaurt-Sache; wer demnach Herr von derHaupt-Sache ist, dem wachsen auch alle Zuge-hörungen, Früchte und Nutzungen der Sacheselbsten zu. Die Früchte min, so man unterdiesen Zubehörungen begreisset, sind entwedersolche, die schlechter dings durch die blossenKräffte der Natur hervor gebracht werden;z.E. die Vermehrung der wilde» und zahmenThiere, die Holtzungen und sogenannten Ge-Haue ze. Oder, wo man zugleich Fleiß undArbeitanwendet, daß endlich ein und der andereNutzen aus der Sache erwachse, wie etwa beydem Acker-Bau u. a. m. Siehe den Art.Nutzung.
Zwang, ist ein Zeichen, dadurch der Hirschin der Fährte von einem Thiere unterschiedenwerden kan; der Hirsch thut solches, wenner fort schreitet, da er die Schalen vorne zu-sammen zwinget, und die Erde damit heraushebet.
Zwang, bey den Pferden ist eine stetige Be-gierde und Nöthigung;um Pferchen, die abervergebens ist; denn entweder nur ein wenigSchleim oder Eiter, nebst ein wenig Geblütemit schmerzlichem Beissen ausgedrucket wird.Er kommt entweder vom gesaltzenenr?. von Geschwüre» des o.ii. oder Grimm-Darms und anderer Darmer, oder von derRuhr her. Des pi,legm->n- Zeichen sind derSchleim, der andern aber das eiterige Geblüte.Kommt das Uibel aus dem aesaltzenenm->ce, so gieb ihm nachfolgendes Clyßier:Nimm Pappeln, Bingel-Kraut, Mangolt,Maur-Rauten, jedes eine Hand voll, Lerchen-Schwamm ein halb Loth, siede es wohl in einerFleisch-Brühe. Nimm der Brühe anderthalbMaaß, Baum - Oel ein Viertel-Pfund, Camil-len-Oel zwey Loth, Honig sechs Loth, neunEver-Dotter, und eine halbe Hand vollSalY,unter einander gemischt, und zum öfftern lau-licht applieirt. Hierauf mische Pfeffer- Kör-ner ein halb Loth, Petersilien eine Hand voll,Acker-Müntze eine Hand voll, Gamanderleineine Hand voll, Kümmel drey Loth, Eppichzwey Loth, und Myrrhen ein Loth unter einan-der, und gieß es dem.Roß in anderthalb NosselWein ein. Man soll auch dem Pserde aus demRucken und hinter das Geschröt, Sacklein vonKleyen warm überlegen. Wenn aber die eiteri-ge Materie mit Blut erscheinet, so brauche ob-gedachtes iindesClystier, dämpsse das Pferd wol
nnt