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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3363-3364
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zz6z Zi^cherling Zittwer-Saame

genthum empsanzen hat, entweder an Gelde,Getraide, Hünern, Gänsen, Flachs, Un-schlitt, Wachs:c. jährlich gegeben. Den er-sten hat man mit dem Römischen Erb-Zins»der der Lmpk^reui! verwirret. Dieserheißt auch Lehn. Siehe dieses Wort. Daszu entrichtende aber wird auch Fahr-Zins ge-nennet. Die andere Art ist eigentlich imstrengen Verstände ein Zins-Gut und das ent-richtete heißt eigentlich Zins. Wegen diesesZinses nun kansich nur der Herr an das Zins-Gut unterpsändlich halten. Allein beyDem andern stehet der Verlust des Gutesgar daraus, wenn der Zins nicht bezahlet wiro.

es kan auch noch aus andern Ursachen ver-schrei, aehen. Diese Zins Güter haben vie-le Nahmen. I. E- Laß-Guter und derglei-chen. Siewerden als baare Einnahme beyAnschlagen im Pacht,oder als Capital-Zinsgerechnet. Ein Hau?-Vater oder Verwaltersoll seine Zins Register richtig halten, undmcht leichtlich Reste von einem Jahre zum an-dern aufwachsen lassen, sondern leine Imsealljährlich erdenklich eintreiben: Denn sonstwird es denen Leuten nicht nur schwerer, ihreSchuldigkeit abzutragen, sondern es wachjenauch öffters einer Herrschafft viele Verdrüß-lichkeiten dadurch zu, deren sie sonsten über-hoben seyn könte.

Zipff, siehe Pips.

Zjpp-Drossel oder Zippe, suche Drossel.

Zirbel-Nuß, siehe Pinien.

Zirchen, suche Misten.

Zirn-Eiche, siehe Eiche.

Ziser-Erbsen, suche Richern-

Ziserletn, siehe Cornel-Rirschm-

Ziftrleins-Vaum, suche Cornel-Vaum.

Zisern, siehe Rlchern.

Zirrone, suche Citrone.

Zitscherling, weil es ein weichliches Vög'lein, so nennet man auch einen weichlichenMenschen so, siehe Gräslein.

Zitter-Fisch, ist ein Fisch, so dem Rochenausser dem Schwantze sast aleich siedet, etwasrunder ist, und auf dem Rücken Flecke hat.Er macht die Glieder zitternd und bebend, jaeine Zeitlang schlafend und unempfindlich,wennman ihn geniesset-

Zitter-Pappel, suche Aspe.

Zittwer, ist ein grasicht Gewächse, dessenWuryel dem Ingwer ähnlich, doch grosser,länger, breiter, wohlriechender, bitter undnicht so scharss von Geschmack, gut vor dieBlahunaen, den Gisst, Colic, schwachen Magen, Aufsteigen der Mutter ?c. ist^ Sie wirdin China wild und gepflanyt gesunden. Da-von ist unterschiede,, der

Zittwer-Saame, welcher auch N?urm-Saame heißt. Denn dieser ist ein kleiner,grünlicher und widerig riechender Saameeines Krautes, so dem Wermut gleichet, undauch Wurm-Kraut heißt, gleichwohl aber mitunsern Rheinfahren, welches guch sogeneiinet

Zobel Zoll zzs^

wird, nicht m verwirre» ist. Er kommt aus ö''.Persien undMoscau, und wird denen kleinen ^'7Kindern wider die Bauch-Wurmer entwederin Milch zerrieben oder überzuckert gegeben-

Zobet, ist ein kleines Tb>er, welches in den ^"kältesten Nord-Ländern anzutreffen, vernem« - -lich aber in der grossen Landschaft Siberien 'gleichsam seine Wohnung hat. Es ist fast derGattung gewisser Feld-Mäuje,und kommt dem ^ >Marder ziemlich bey, nur daß sein Haar dichteruuddunckier, als dieser ihres. Manfindctdie- >ses Thier stets munter und in der Beweamiz, ^wie es denn gleich dem Eichhor-ilein von ei- 'nem Baum aus den andern spiinaet; sem !Fell ist nechst dem Hermelin eines der köst- > ^lichsten Peltzwercke, wie denn auch der Ver- "kauff derselben ein Regale Ihro Rußi.che» .Kayftilichen Majestät, und müssen die nach 7Sibe?!cn verwiesene Gefangene wöchentlicheine gewisse Anzahl solcher Felle, wie es nem-lich die IahreS-Zeit zulasset, ihren Inspecto- 'ren dringen, die sie hernach zn vielen lausen«den dem Kayserlichen Hose einsenden. Die-se Felle sind gemeiniglich Castanien-braun mschwar«; sich ziehend, und wenn sie extra sein,müssensieschön vom Glantz, schwartz vonCou-leur, groß, breit und lang von Haaren, seyn, "davon unter denen letzten einige einzelne vonSilber-Farb gesunden werden; die allerrare- 'sten sind die gantz weiffen. Damit nun dieser ->> >Pell; nicht schadhafft gemacht und etwa ver- " 'rissen werde, fangen sie dieses Thier theils in -Schlingen, theils in Fallen, theils schiessen sie !' ^es mit einem Polken, dessen vorderer Theil 7!mit Bley übergössen. «U»

Zober, wird ein höltzernes Gefäß mit zwey-en Handhaben genennct, um etwas FlüßigcSdamit zu fassen. Dergleichen ist offt nach ei- M.'v,nem gewissen Maasse eingerichtet, um damitetwas Flüßiges, wie z, E- in den HällischenSaltz-Wercken die Sole einander zuzumessen, M>.undwerden derer fünffe zu einer Pfanne ge- -rechnet; ein Zober aber hält aa.t Evmer, und Zein solcher Eymer zwölssKanuen HällischeSGe- >'mäß. Ein ieder Zober voll Sole wiegt, zu-samt dem Baum, an welchem er getragen wnd, ^zwey und eine» halben Centner. Inder Haus-Haltung wird ein solches Gefäß gebraucht, wo .man zu einer Arbeit vieles Wasser von entfern- ,,,ten Orten zusammen tragen muß, weil ihrerzwey auf einmal so viel und noch mehr darin« .nen fortbringen können, als wenn ihrer drey 7^:mit den gewöhnlichen Wasser -Kannen eS / «ichöpffen und zutragen müsse». An den Or-ten, wo starcke Brau-Nahrung, und das Brau-Haus öffters weit von dein Wohn-Haus eilt- y,fernst, pflegt man auch das Bier in derglei- : »tzchen Befasse durch zwey Personen zum Fasse» 7 Uktragen zu lassen. ü»

Zoll, wird eine gewisse Abgabe gensnnet,welche von einerund der andern Waare demLandeS-Herrn erleget werden muß. Diese wer- . >r> x'den nun an etlichen Orten dem r>r-> <^e»c »ach/an andern aber denen Stücken nach angese-ket, wie man denn gantze gedruckte Zoll-Ta-riffs voii vielen Bogen Aarck antrifft, darinnen

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