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Frucht, wie Oliven kommt, erst arün, hernachschwartz, und zur Nahrung den Äffen undVö-ge!n dienet. Seine Wurtzei hat einen Cam-pher-Geruch, so starck, das? daraus Canipherkandesiilliretlverdeii.Dieftr Baum hat eine zwey-fache Rinde, die erste ist grob und unsauber, dieandereist der eigentliche Zimmet oder Ca.ieel-Die Sammlung geschieher im Febrnario undAugust», um welche Zeiten der Baum in vol-lem Gafft stehet. Die erste Rinde, weicheAschen-farb, und sehr dünn ist, wird weggewor-fen , die andere, welche erst grün siehet, wirdsauber abgezogen, in viereckigte Stücke zer-schnitten und an dte Sonne geleget, davon sienicht nur in einander lausten, als ob sie mitFleiß aufgerollet wären, sondern auch die scho-ne falb-rothe Farbe bekommen. Der Zim-niet-Baum wird zu diesem Gebrauch folgen-der Gestalt genutzet: Wenn er etliche geradeAeste getrieben, werden sie abgehauen undbeyde Rinden zugleich davon geschälet, undaisofort wird auch die inwendige, ais die be-ste, von der auswendigen groben abgesondert.Die Bäume treiben hernach, wie etwa beyuns die Weiden, wiederum neue Aeste, wel-che nach dem Berlauss dreyer oder mehrererJahre abermals abgehauen und geschälet wer-den können. Die alten Bäume geben geringern Zimmet, werden alsdenn abgehauen,und den jungen dadurch Lufft gemachet. DieProbe ges guten Zimmets ist, wenn die Rin-de dünn und zart, von gutem Geruch, schar-fem doch lieblichen Geschmack und hoch vonFarben ist Die langen Pfeiffen werden denkurtzen vorgezogen, d-c bunckeln oder bleichenund dicken aber werden verworffen. Wen»dasOel daraus gezogen,verlieret die Rinde ih-re Schärffe, und wenn solche Röhren unter dieaufrichtigen aemenget, kan man leicht betro-gen werden. Der Zimmet wird geflossen in derKüche zu denenjeniaenSpeisen gebrauchet, diegrsstentheils aus Milch oder Wein bestehen,ingleichen zu den meisten frischen oder gebacke-nen Obst Zugemüsen, an Kirschen, Äepffeln,Pflaumen u. s. w. Man muß ihn nicht aestos-sen aufheben, weil er alsdenn leicht zu verder-ben pfleget, auch ihn nichk so kauffen, indemgrosse Betrügerey damit vorgehet. Je mehrder Zimmet beisset, ie besser er ist. Der Zim-mer, nach seiner Knifft, wärmet, trocknet,' zertheilet, erqvicket die Geister, und stckrcket dieLebens-Glieder,sonderlich das Hertz, dienet fürOhnmachten nnd kalteFlüsse des Haupts, Ma-gens und der Mutter. Er benimmt den Tekel,zertheiletdie Blähungen widerstehet dem Giss-te , und machet einen lieblichen Athem. Diedaraus bereiteten Stücke sind: Der Ammet-Confeet, welcher mit Mandeln und Zucker zueinem Teig, und aus demselben Röhriein for-miret werden. Er stärcket den Magen, und be-fördert die Dauung. Das Zimmer-Wasser iste.n heilsames Mittel in allen Schwachheiten,so von Kälte herkommen, wärmet und itärcketalle innerliche Theile: mit Qvitten-Safft be-reitet, stärcket es den Magen, und stillet dasErbrechen. Die Tinctur ist einej besondere
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Hertz-und Magen-Stärckung; wenig Trö-pfen davon in Brunnen-Wasser gethan, gel'en ,z>'.ein gut Zimnit - Wasser. Das Oel ist gur inOhnmachten und allerley Weiber-Kr-ncthei- <'len. Der Balsam hat mit dem Oel gleiche 'Krafft, dienet über das wider die Coiica, .nich Ä"plötzlich i«Soffeiid«-S Hertz- oder Hanpt-Wehe.Der »veisse Zimmer ist einebreite, sehrcicke,weisse Rinde, von einem wilden Zimet-Baum.SeineSraffl bestehet i» dem inwendigen, däii- 'nen Häutlein, wenn dieses abgeschabet, ist das ^übrige ein Krafft-IosesHvltz. Äer Nägelein-Zunmet ist eine Rinde, die, wie der Zimmet, in 'Rvhrlem gerollet ist, eineil beissenden Ge- -< >>schmack und auten Nägelein-Geruch hat. Siewird aus Brasilien und Madagaskar zu uns 'bracht. Der Baum, davon sie genommen wird, ^gleichet einem Nagciein-Vaum, hat Blätterwie e>n Lorbeer-Baum, nnd träget schwarse ! ° "Beerlein, grosser als der Pfeffer am Ge>chmack 1.und Geruch den Nägeiein gleich. Diese ,werden von einigen von eini-
gen'^am-icelis- genannt, und sind an Krafft '''und Geruch der Rinde gleich. Die Rin-de, wenn sie gut, muß dünn, rölblich, undvon der äusser» groben Rinde, welche grau- . 'lich, wohl gesäubert ftnn, auch einen starcke»Geruch und Geschmack haken. Sie wird viel,>onde» Zmier Beckers gebraucht; iveil aber ' 'grosser Betrug dgmit gerrieben wird, darf sie ^gii einigen Orten nicht öffentlich verkauffet -werden. Der Mutter-Zimmt fallt und ^wächst unter dem ordentlichen Zimmet, Uaber härter, hat zuweilen einen gar ange- ." .unehmen Geschmack, wiewohl es auch Rohr- , -lein von unterschiedlichen Farben darunter ^giebt, so gaiitz keinen Geschmack haben, und ^daher nichts werth sind. ^ /
Ztnck, ist ein unvollkonimenes Metall oderBley-Ertzt, das sich aiessen, aber nichk häm- ^merii lässet. Siehe das Bergwereks-^xicoi,^ineropl>ili.
Zincke, ist ein «lies musiealischeS Jnstru-ment von Horn gemacht, und wie ein läng- 'Msliches, gegen das dicke Ende zn aber allemaletwas gebogenes Horn gestalt«^. Kommt ausder Juden-Music noch her, wo die Hörner, . 5^.womit der neue Mond ausgeblasen wurde/fast eben so gestaltet, nur breit und nicht rund, '!wie auch am dicken Ende etwas krümmer ab-gebildet worden- Es ist schwer und mit sehrstarckem Athen, wie ein Post-Horn und fast >-7noch schwerer, zu blasen, klinget aber sonstsehr starck, klar und lieblich, iedoch, da nurHorn und kein Metall dazu aenommen wird, ^etwas gedämpfft. Allein die Schwierigkeit im ^blasen bat es vermuthlich bey uns aus demGebrauch gebracht. Indessen trifft mans dochnoch bisweilen bey Land-Musicanten in Thu- < > --ringen an, und wird zur Kirchen-Musie ge-brauchet. - i»,
Zlncken, heissen diehöltzerne» oder eisernen ^!^-
Nägel, so in VenenEgeo und Harcken ode' Re»chen befestiget sind.
Zinn, ist ein weisses Metall, welches weicher