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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3357-3358
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Zimmel

Zimmer-Hvitz Zimmet zz;8

... >kr Fleisch einen guten Geschmach be-!.mmt Sie s-"d ein beliebtesTjsen, und wer-?^'ll oebraten aufgetragen. Dav aus demL'l des Ziemers, der Mistel au? Eichen,Z-aunen und andern Bäumen wachsen

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7w° niemals Ziemer hinkommen, tyeiis«ildie Ziemer auf allerley Bäumen j!tzen, ie-5n chaM nur auf einigen, gewül-n Bau-m,,da Mistel ausjchlaget, wie er denn aus de-M Nuß-Bäumsn, Lerchen-Bäumen :c. »ie-gefunden wird,zicscl-Maus, siehe Maus-ZiesecErbsen, suche Aicherh.zieserlcin, siehe CornclAirjchet!.^^zieftrleins 2)a»m, >uche>Lc>t>i>.I -Daum,Zimniel, Zinnner, Zeimer,Zammer,istdasMlertheil auf dem Rücken des Hirsches, vonmlchem die Keulen abgelojet, und welchesEheste am Hirsche ist. Esgeyet aber derselbes«mta>sdieE>ß-Beins reichen, und wo jich«Rückgrads-Kiiochen anfangt. Einen sol-WHirfch-Zimmel, ausser der gewöbnuchenW zu braten, niedlich, zuzurichten, verfahretmiiasso: Man mmmt einen feisten Hirsch-Aamel, waschet denselben sauber aus, durch-«Ul ihn hierauf mit groben Speck, wie manW Ü Ii> öimbe spicket, stecket etliche hölker-»e spießzenzu, seyet solchen in einen gros-sill Tepst oder Keßel zum Feuer, gieret Wa>->ii, Eßi, und Wein darauf, laitzet ihn,«rft alierhand Kräuter, als Roßmarin,weer-Blätter, Thymian, Salbey, Isop,Meine Zwiebel dazu, und lasset ihn kochen,ii§ er bald weich wird- Hernach nimmt manA heraus, leget ihn aus eine Torten - oderWl-Pfamie, lässet ein Haus-backen BrotlÄen, vermischet dieses mit Zucker, Zimmet,Wer, klein geschnittenen Citrvnen-Scha->«i, em paar Eyern, zerlassener Butter,Wmi, und ein wenig von dem Fette, worin-»e da Zimmel ist gekocht worden, ingleichentlms Brühe; machet solches alles als ei-«iTeich, beßreichet den Hirsch-Iimmel mitcytti!, und überziehet ihn von obenher gaiitz«d g»r eines Fingers dick mit diesem Teig,mchtt es mü einem warmen Messer seinmit zu, beaiesset ihn mit zerlassener But-^ m>d streuet geriebene Semmel darüber?M selbigen endlich in einen heissen Back-und lässet ihn also backen. Wenn manm Michter, so streuet man Zucker undsumiet darüber. Soll nun eine Brühe dar-kommen, wie denn gebräuchlich, so se-? Casseroie Ämter aufs Kohl-

» m, ui!d lasset solche heiß werden, thut her-H/nde voll geriebene SemmelKastanien ' braun rösten,i-l n Wein darauf, wur-

Citronen-Schalen nndv diese» kochen, bis es ein

Di-s- Brühe n'uß maniii -""d !"cht darüber gies-

^ ober man bereitet micn Hirsch-Zim-

mel, wie vorher beschrieben, und schlaget ihnalso an: Man nimmt ei» haidPsund Mandeln,und lässet sie eins» Sud lyun, ziehet ihnen dieSchale ab, stosset sie denn in einem Mvrsei,doch nicht gar zu klein, gleichwie zu einer Man-del-Torte, und thutsie»! einen Tiegel oder ineine irdene Schussel; hernach weichet manSemmel ein, drücket solche wieder aank reineaus, und schüttet sie nebst ein paar Hände vollgeriebener Semmel auch zum Mandeln, schla-get sechs L»er daran, aies,et ein,, alb Nossel di-cken Rahm hinein, wmket es mir Zucker, Zim-mer, Mnseaten-Blüthen und klein gejchnitte-»en oder geriebenen Citronen-Schalen, diesesalles rüyret man durch einander kl .ir ab. Fer-ner lässet man ein halb Pfund Butter zergehen,welche man auch darunter muß lauffe» lassen.Hieraufbestreichet man den Zum! mit Eyern,schlaget ihn mit der abgerührten Mandel r^rc-an, streichet ihn aber sein glatt zu, nimmt einenPinsel, und zerklopffet ein Ey, bestreichet damitden Zimmel, gleich einer Pastete, lässet auf diebesmchenen Eyer klare Butter lausten, streuetgeriebene Semmel darüber, mW seyet solchenin einen Back-Ofen: Dieser aber muß nicht sosehr heiß gebacken werden,als der vorige. Weinter nun im Back Ofen solts jahling Farbe be-kommen, so decket man einen Bogen Papierdarüber, macher aber inzwischen diese Brühe:Man setzet in einen- Tiegel oder Lasserole e nStücke Butter auss Feuer, streuet geriebeneSemmel darein, giessctBrühe,Wein uns einemLöffel voll Esig darzu, und lässet dieses zusmi-men kochen, würget es mit Mussten Muten,Zngber, Zucker, Zimmet, vielen Citronen-Schalen und Citrvtten-Gcheibeü, daß es rechtpiegvant wird, richtet hernach diese Brühe indie Schüssel an, und deii arigesch agenen Znn-mel darüber, garniret ihn auss zierlichste, undlässet solchen auftragen,

Zimmer-Flosse, siehe Flösse.

Zimmer Hieb, heissct bey dem Forst die Ar-beit an dem B^u-Holtz, wenn es an Sem Orte,wo es gefället worden, bewalSrechiet oder garabgebunden und die Zulage gemachet wird.Weil nicht nur durch das viele Hm- und Wie-dersehen und Trämpcln der Zimmer-Leute, zu-mal im nassen Wetter und weichen Erdboden,das jungeHoltz, oder die in der Eidcn befindli-chen Keime und Gaame zertreten und zermch-tetwerden, sondern auch durch die auf demBoden überbleibende Späne der junge Wuchssshrgehindertwird, so ist, solches zu verhüten,so viel möglich dahin zu sehen, daß das Zimmer-Holk rund und unbeschlagen hinaus geschlei-fet, lind die Arbeit an einem unschadhasstenOrte verichtet werde-Zin.nier Hoiiz, suche Dau-Holy-Zimmer, Zimmer-Rinde, Caneel, ist dieRinde eines Baumes, der hin und wieder inOst-Indien, vornehmlich aber auf der InselCeylon wüchset. Er hat die Gestalt eines Po-meramM-Baumes, gerade Aeste und Blätter,wie der Citronen- oder Lorbeer- Baum, die nachNägelein riechen, weisse, sechsblätterige, wohl-riecheiideSkem-Blümlein, nach weichem eine

Frucht