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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3353-3354
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Ziegel-Ofen

.it Ktücken von Dach-Ziegeln,und giebt Acht.? das Feuer nirgends durchbiechen möge,

Ziegel-SSieune

?Z54

n wo solches aeschähe^und es wurde dem-Kn nicht gewehret, so würde der Brand nichtL wAen.W-un der Ziegel Ofen, oderviel-Ädi-geirannren Sl.ine in demselben acht? « lang abgekühlet, werden ,olaie aus und

Ä den nächsten an gedachtem Ösen gelegenen«!i,aesahren, die Mauer-Steine hundertwei-Oc>ch - Ziegel aber in lange Reihen ge-Ob die Ziegel feste und von guter Erde

b, die Dach -

ö!»-I .

km durch einen Schlag probiret werdenan«»«' ' -—

Isie'aber recht ausgebrannt. e>fahret man,«eiuiman mit einem Höltzlein, Eijen oder ^>n-«smfft daran schläat, und darauf mercket,Uiehell klinaen oder nicht- Es «st auch cm au-«Aerckmahl, wenn man »e durchs WanerMch und sie verandern ihre Farbe nicht,-ginn man sicher gehen will, sollen die Ziegel,,w sie zum Ban verwendet werden/ ein oderMy Wr an der Lufft und Wetter liegen- An-leke rathen, nmn solle sie nach dem Brand inWsser legen, und zum zwevttnmal brennen,Milden sie noch einmal so feste sei;»,als «onst;Kin es werden noch wenige diesem RatheMlßtthaben, weiler garzu kostbar ins Werckz« schen. Die Alten haben so wohl die Pfla-jier-Sleme oder Platten, als auch die Dach-Ziegel auf verschiedene Art, z- E. gelb, blau-licht,schwartz, sonderlich aber grün glasüret,wiewen noch hier und dar aus wenisen Gebäu-den einund andere Spuren anzutreffen Gleich-«e nun ausgemacht, daß dergleichen bunteM s« iviinderlich ausgezierte Dächer keinenBwfall finden, so bleibet dargegen gewiß, daß>»Deckung derer zierlichsten Garten und Luk-Mcr, in gewisser Masse, die glasürten Stei-negar wohl aebrauchet«erden könne». Wennmnnemlich die Dächer mit gemeinen rorhenZiegeln decket, und nur mit farbigen glasürtenZiegeln einfasset, die etwa nach gewisser ange-gebenen Forme gestrichen, daß sie z. E, wieÄnipanen, die man um die Zelte machet, aus-sehen. Ms geriebenen Ziegel-Mehl, welchesAn glühet, mit Oel etliche mal abgelöschet,»Odieses hernach destilliret, wird das bekann-Wegel-Oel bereitet, so zu kalte» Zufällen zuBranchen.

Siegel Erde, suche Ziegel.ziegel-Hütte, sieheZiegel-Scheune.

Siegel Ofen, ist das Gebäude, darinnen dieMeim gestrichene Ziegel durch das Feuer zurlemngte»Härte gebracht werden. Der Zie-m?5^!Ä!°^°^enilich zwenerley Arte»,«ich geschlossene oder gewölbte, und offe-Diese lefttere sind die»«IM,!, iene aber etwas seltsaineranzutrefb"ben oben in dem Ge-««de^ufft-xocher, welche zum Theil oder auchwerden können. Man findetdren oder viernachdem nemlich die GrösseÄ" °wev Schlufft-» ^"^'^''"b°r«chtzehen bis zwan-»ennou» « Dach-Steine halten,

stauch mehr Dach-als Mauer-Steine ge-

brannt werden, und pflegt man sie nur solcherOrten anzulegen, wo entweder eine Menage imHolke gesuchet wird, oder die Steine keinengrossen Abgang haben. Ein Ofen, woiinnenweniastens fünff und zwanyig bis dreyßig tau-send Dach-und Mauer-Steine gebrannt wer-den können, muß in Lichten zehen Ellen lanci,neun Ellen hoch und neun Ellen breit, und nurdrey Schluffi Löchern versehen seyn. Es giebtzwar Brenn-Oefen, wonnnen viertzig tausendMauer - und Dach-Steine, wenngleich dieserlektern nur vierzehen bis funffzehen lausendsind, Mak genug haben, allein es sind be» sol-chen grossen Oeseii diese lliibegvemlichkeiten:daß der Ziegler an einem Brande länger strei-chen, brennen, und ein und aucfahre» muß-daß ein solcher Brand mehrHoll? erfordert unddaß man folglich auch nicht so viel Brände thunkan; daß man mehr unreiffe und »»ausge-brannte Ziegel, aus einem st Ichen grosse» Ofenbekommt, und daß, wenn man es beym Lichtebesiehet, man ü propm-ion eben nicht mehrProfit davou habe, M von einem, welcher mit-telmäßig ist, und hingegen mehrere Brändeaushalten kan. Ei» Brenn-Ofen wird entwe-der mit einer Wellcr-Wand und steinernenPfeilern von gebrannten, und einer Futter-Mauer von ungebrannten Steinen: Oder abervon puren Steine» aufgeführet, und mit einemziemlichen hohen Dache versehen, damit dieSparren und Wind - Latten nicht so leichtevom Feuer ergriffen werden mögen. Man bauetsie gemeiniglich an Höhen, damit sie mit derhintern, und den zweyen Neben-Seiten in dieErde zu stehen kommen. Bornen, wo dieSchlufft-Löcher sind, wird ein Schuppen an-gebauet, welche ziemlich geraum seyn muß,damit nicht nur das benvthigte Holtz lumTbeil darinnen stehen, sondern auch die Zie-gel-Brenner vor denen Schur-Löchern Platzgenug haben, bey Einschiessnng des Reiß Hol-zes und der Scheite recht ausholen zu kön-nen. In diesem Schlippen wird in einemWinctcl das Ascher-Loch gemauert, darinnendie von iedem Brande gewonnene Asche ver-wahret und gesammlet wird, daher» dieserSchuppen mit einer Thüre und Schlosse ver-sehen sey» muß.

Ziegel-Scheune, Ziegel-Hütte, ist ein Ge-bäude, darinnen die Ziegel verfertiget, und zumaustrocknen aufgestellet werden. Es wird nurmit Holtzwerck abaebunden, ohne daß derRaumzwischen denen Säulen, Riegeln und Bändernausgemauert werden darff. Unten an der Er-de werden an einem begvemen Orte die Sumpf-Löcher, und an denenselben die Traten ange-bracht, auch in solchemRaum nichts alsManer-Steine gestrichen und aufgefeket. Oberhalbdesselben find zwey Böden über einander, aufwelche man mit der Radeberqe eommodemußfahren können: Der untere Boden wird gemei-niglich noch zu Mauer Steinen gebraucht, da-hingegen auf dem obern die Dach-Steine ge-strichen werden, als weswegen nach der Längehin nvey aedoppelre Reihen Stell-Gerüste undauf denselben die Dach-Stein-Breter i» fin-den