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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3333-3334
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Zehend-Schm'tter

zzzz Zehender^

^KrnndHcrrn Ziltbiin od r Hin° . ^ ^vbcichttn I!

Unterthan dem Zehcnd-Herrn,

Zehr-Pfennig Zeichnen zz;4

N'dere'r'mehr sind, einem jeden besonders dx» Haussen oder Mandel'»u ihrem Lobnezü-»»rdem Ablchneiden die^njaze zu thun schul-! elgiiet, sdndern wenn esiie Breite abgebrachtdj- sey, damit der oder dieselbe den Zehenden i ist, die Schnitter lostn lassen, welche Mandel

»Mecken, das ist, den zehenden Haussen durch.. . -

Ausire-kuna eines arünen Zweiges, ode/ andernMerckmahls, «»sondern und heimfuhren zuMn, die Anstalt;» rechter Zeit verfmenmö-«m- D.ifi.ruchderHa»s-Zeftendvon vierfußi-«M >md Feder-Vieh treulich abgerichtet wer-de bey Strafe doppelter Erstattung. Wo anVieh niä>t so viel aefailen, daß erdasZehendeguwerffe, wird an einigen Orten von jedemHM't ein ae^sses Geld entrichtet: Daß demzeyerid-Herrn fre" stehe, seinen Zehenden,'elb-Ken einzuführen, oder an lemand anders umgeld oder Körner zu verlassen oder zu verpach-ten : Daß dem Jehender wegen der Bestel-linirs-Kosten nichts abgerechnet, noch die End-lMma des ziehenden durch Abrechnung ge-hemmt: 'maieichen, daß der Zehcnd widerWillen des Zehend-Herrn mit Gelde nickt ge-leset werden niöge. Wo statt des gehendeneliigwisses Maaß oder Zahl zu entrichten ist,mg den fruchtbaren Iahren ein mehrers so we-nig gefordert, "als bey MißwachS oder Feld-xchadeu ein weniaers geboten werden- Wennder Acker in den. Zehend-District liefet, soWucht derjenige, der ihn fordert, seine Be-stgniß nicht zu erweisen, sondern der, so da-«m befreyet seyn wjll, muß solche Freyheitdarthnn. Man muß auch nicht mit dem Zehn-ten verwirren, wenn ausser einem Zehend-Diftjct von einem nur gewisse Garben oderSchocke gegeben werden müssen, welches mei-ßentheilS alte Bete-Garben sind. An einigenLrteli haben die Dörsser auch das Recht zukckmdiren, duß der Zeheiid und niithin dasStrich nicht aus dem Dorfe geführet, sondernihnen verstattet werde, den Zekenden mitGelde zu bezahlen, welches der Düngung we-gen geschieht. Uibrigens wird das SchockZeheiid-Getraide durch die Banck vor 2 bis-Wir. iz Gr. bey solchen Fällen, oder beyÄWchtungen und Verkanss solcher Guterimclchlaqen. Eiidlich ist auch bekannt, wieVaubaii in seinem Oilme kivv^le den limver-sal-?chenden a!6 eine viel beqvemere Art, dieCüiittibution aufzubringen, als die Steuernünd andern Abgaben vorgeschlagen. Der Hr.m Echesler ist gleicher Meinung gewesen,

»nd einer, der sich pereZnnus nennet, hate«!veüen in Deutscher Sprache ein Büch-leiü vom Universal-Zehenden geschrieben-

Zchendev, heisset derjenige, so von demZe-M-Herrn verpflichtet, die Abze!,ndung aufMi sehend-baren Feldern vorzunehmen,dringen" ,n seinem Nahmen einzu-

.^-^'^d-Schnttrer, Heisset man die, so die^be-'de Garbe mitm?-5L5«jdlchnnven We.l diese Le»:- ge-^ einen Vortheil n> Verfertigung der

oder Hausse unter zebcn allezeit vaö Lohnst!'!!soll, und solches bey jeden Gebreitet» continui-.'^enn auf solche Arr sind die gebend-Schttttter qe;tVmnen, die Garden, so viel mSg-ll5!^/ g!ew) zu machen, weil sie vorhero nichtmochtt' welches ihnen zum Lohn fallen

Zehl -Weiffe, siehe 'wciffe.

Zehrling, suche Buch Fincke.

Zehr, Pfennig, bedeutet das Vermögen,welches man theils zu seiner Nothdursst, theilszur Beqvemlichkeit gegenwärtig anzuwendenll-iach hat. Wie nun der Mensch «uf einendreyfachen Pfennig, das ist, einenNolh-Z.hr--und Ehren Pfennig bedacht seyn soll; alst istsauch nichtgnug, daß man nur so viel habe, a!Sman zu stiner Bedürsstniß und Beqve'miichkeitbenöthiget. welches eben der gegenwärtigeJehr-Pfenniz; sondern es gehört sich auchnoch etwas über dieses, theils vor den>W"hl-stand, so der Ehren Pfennig, theils und haupt-lääilich vor den Notk-Pfennig, daß man sich imFall der Noth damit retten könne. SieheReichthum.

Zehr-Wury, siehe Ars».

Zeichnen, heißt bey der Nahterey, so viel a!Smit Buchstaben und Zahlen den Nahmen unddie Iahrzahl in die weisseWäsche und das Bett-Geräthe nehen,welches nach dem Modell-Tuchvermitteist an einander gehangener und nachden Fäden abzezehlter Creukgen geschieher.Ausser diesem aber wird das Zeichnen »och garverschiedentlich vorgenommen, und ri heurzaTage eine einem WirtschasstS- Verständigemsehr nützliche Kunst, um Gebäude, Wsrckzeuge,Machinen und andere Dinge, abzuzeichnen.Sonst ist das Bezeichnen in vielen andemDinaen nöthig: Denn da pflegt ui.m üicht«ur die Fäiser, Ballen, Kisten, oder auf im-derc Art emballirte Güter, die versendet wer-den loilen, mit a-wisssn Nummern odervandlungs-Margen vermittelst schlvartzeeFarbe zu bezeichnen, oder es werden auch der-gleichen Margven tn die Fässer eingeschnitte»und gebrennec, wobey denn zu erinnern, daßalle zerbrechliche, Glas-Porcellan - oder sonstzarte, steinerne Waaren und dergleichen an dmTheil der Kiste, welcher allezeit oben stehen soll,bezeichnet, und ein Glas, Spiegel, Crone,Handund s. f. daraufgemahlet werden: sondern e6werden auch bey einigen Fabriqven und Hand-lungen die Waaren selbst,theils durch Nahmen,theils durch ein gewisses Sinnbild, Margve,Nummer und dergleichen bezeichnet, und ent-weder in Kupsser gestochen, auf Papier ge-druckt, oder mit einem gluenden Eisen emgs-brennt, oder gar mit dem Hammer eingeschla-gen und gestempelt, wie an Eisens irin-Mlber-kfks