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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
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3041-3042
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Vogel-Neß

Vogel-Nest

Z04»

>^. -dein, F' Id- oder Ackere

>N>I^ Zwiebel-Gewächse, welches

,Äu. b^Il'cr >" den Garten aedaltendieses Krauts g-r vielerle» Ar-^1?'. -i-.mt n,Ä der Stellung ihrer

? welche allesamt nsä, der v-tei!uüg ihrer. in-wM Öaurt-Gatknngsi! eingeihet-MeN 'MdZw^ die .n.r Dolden, oder

s^ mki der sechs, diese zwolff venchiecene»,»n Die dntle Gattung macht die gelbe« «kl 'Mich/ davon man funffArren bat.ememestensmd die schmal Uar-

^M vöz^ NMch"^ die kleine >

'' Kw'd die nrosse gcalivte, welche alle drey5 i-MN l'!>sh-n, leichte fort kommen, und«,-id-'e Nulben-Kewächse vermehret wtt-

D>e aber um ihrer Fürtrest.chkeit w-llcn

»»S»stcn aebalten werden, sind die svo,^-Ar-Me Vogel Milch mir Dolden, lvnst^!-»Zliltr>num aenanut, und dennAusländische oder Indianische vogcl-miläi Die erste bringet an dem aussm.'cnTliale ib'eS Stengel« eine« Busch Blume»,MttMi'MeTraüde hervor,die,wenn eii^e >h-,i W Mtttt Sssnet, einen dunckel-grunenKmrff mnzcde», welchen die FrlMymen l^skme! -l- I>°!re vzine, usifer lieben FrauenltdrÄcn zu nennen pflegen. Sie fanaen von»Man aufwärts zu b!> hen, und iiach demMvs«It ein Theil blühet,vergehen die anderniMr. Die andere, nemlici» dieausländncheckr Indianische Voaei Milch, treibet in derMe ihres Stengels, eine spitzige eine« hal-taßchnhes lange Aehre, um welche nach und«ch nnss herum vi^ weisse Blumen wach-st» dicbcy ihrer OeffiMNg in der Mitten einenjckw Knopfs bedecken- Die grosse ArabischeN-ch Milch will viel Sonnen Schein, und«»Ädreiä?, wie andere Zwiebel-Gewächse ha-kn, auch vier Finger tieff, und eine Spannewt m einander sieben. Man nimmt es alleMranS, weil es nch sehr starck vermehret.V>! sMndische oder Indianische Vogel-Wchivil! auch Sonne haben, man MUß sieckr in Törffe sehen, damit man sie im Win-Ä vew^ren könne, weil es den Frost sehrMnrchren hat- Sie will in einer guten Er->',am nur zween Finger tieff, und eine Sran--i «on eimnder stehen; noch besscraber ist es,M sie alleine in einem Topffe stehet. Sie"l? selten ausgenommen, wenn aber ihrk-Me reiff ist, muß man ihn säen. Man

1 ^ s'^ alsdenn viel

»lchter Wurtzel» bekommt.

-ii ^ Gewächse, welches ei-

K^>°^7^L'?ten!,eI treibet, zu eüicmÄn boch, die sind weil? nnt

x btietzet, welche «Ickntzend undjaal« ivieHer-I'isl ^ 5"^- K'ukhen stehe» Reihen-ül -n d ? bin oben der Sten-

w d- dem Knaben-Kraut,

>»n. v sechs' bleichen Blät-

bieseibigen abae,allen, so folaet'wlich^

die Sage-Spane stecket. Die Wurkel bestehetaus dicken, aar brüchjzen Zasern, welche vollerS.ifft ünd, und einiger Massen die Gestalt e.neSVogel-NestS ausinach-i». Das ^»tze Ge-wächs schmeckt bitter und herbe, und wächst MHoltze an iu)att!geii und bergigten Orten, unterdeni Stamme der TaNnen und Fichten. Eswird als ein reinigendes und zertheilendes Mit-tel äusserlich zu denen Wunden gebraucht.

Vogel-Nesr, Nest. Heisset der Ort, wodl«Vogel ihre Eyer legen, und Iunae ausbrüten.Sie bauen ihre Nester im Frühling, ein iedevnach seiner Art: einiae an der Erden, etlichemdie Hecken und Gebüsche, etliche mittelmäßighoch, etliche aussehr hohe Bäume; wieder an-dere aber in hohle Bäume, Mauer-und Felsen»Äscher, oder auch unter d-e Dächer der Gebäu-de, und in die Häuser; auswendig von Reisern,Stroh oder Koth, inwendig mit Federn oderWolle weich gebettet. Aus der Erden machetihre Nester alle Hüner-Arten; das Auer-Ge-stügel und die Birck Hüner nirgends als ittWaidern, wo auch das Hasel Huit seine Brütverrichtet; dieFasanen,Rebhüner und Wach-teln aber eben so bald im Feld, als in einerStaude und Wiese oder auch ebenso wohl imWald, woh nsichdoch dieWachtel selten ma-chet, sondern ihreEyer lieber unter freyem Him-mel liegen siehet; dieBachsteltzezum öfftern,nemlich an Hügeln und in Löchern; derEm-merlina, welcher zwar Nirgends brütet, als w»es Gebüsche hat,^ es sev gleich Laub oder schwar-zes Gebüsche, sei» Nest äbei gantz auf die Erde,und vfft, wo langes Gras stehet, etliche Schrit-te von denen Stauden Hinwez bauet, und zitseinem Nest, was er in der Nahe findet, vfft-mais Moos und dürre Gras-Stengel oderSchmclinaeit, offtmals auch Stroh, LaubundWolle nimmt, und diese Materialien nur übereinander her schlichtet: zuweikN aber auch El-len hoch von der Erden, iedvch in so dichte AestShinein bauet, daß sein Gebäude eben so wenigals auf der Erden wancken kam die Gereuth?Lerche, der Gibift vderKvbiy, die Kenn Lerche,die Meven, mehrenthcils auf nasse, sumpfigPläl-e; die Nachtigall, von der man zwar mchtsagen kan, daß sie gantz auf der Erde» brüte,denn sie machet ihr Nest mit Eichen-Laub iitkleine, eichene oder andere Stocklein, Und engbeysammen stehendes Rciß-Holtz hinein, daß esmeistens fast eine Spanns hoch von der Er«den kommet, ob es gleich, weil es länglich,, un-ten her die Erde, edäp den in der Erde stehen«den Stock erreichet; das Rvthkehiigen, derSchnerff(Heck.Schnarr) oder Wachkel-«nig, alle Arten von Schn^pffen dsr Stein-deisser und das Witwaldlein. Ins Gehüschömachen ihre Nester, die Amselder DviSt-reich, die Drossel aber meiiiens über Mannskoch; der Emnierling, welcher,obergle-chsei-ne Eyer auf die Etde leget, wenigstens selbigsmit einer Staube bedecket wissen will t derGimpe! welcher sein Nest gemeiniglich vvttkleinm dürren, sichtenen Reißlem, und sehr jarsten Moos bauet; die Gras, Mücke; der Grün-ling, weicher aber zu Zeiten sein Nest höbe/«usV u Niauns

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