zoz? Voael-Kirsche Vogel-Leim
Vogel-Milch
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ncn Durst daraus löschen kan. Hierüber nunwird eine Wand znrecht gemacht, daß sie.wenn man sie richten und rücken will, eiligstüber die mit Wasser versehene Grube falle;hier beymüsse» ankere, in der Nachbarschaftentstellende und zulauffende, Wasserlein wohlmit Sträuchern zugedeckt und verleget werden,damit.der Vogel keine andere Gelegenheit zumTrincken in dem Walde finden, sondern noth-wendig daselbst seinen Tranek holen mvae.Hat nun das Geflügel eine geraunte Zeit übergewohnt, ihr Sauffen vom besagten Ort zu ho-len, so muß man eiiüM bey heissen Sommer-Tagen hinter einem Baum Achtung geben,und,so man siehet, daß viel Vo»el sich heran na-hen, des andern Tages, die schon vorher berei-tete Tranck-Wanö richten,und den Zug entwe-der in einen dicken dabey stehenden Busch ge-he» lassen, oder in einer kleinen ans Sträu-chern zuvor gemachten Hütren selbigen befesti-gen, und darinnen auf die zum Trauck eilendeVögel lauren- Es brauchet dieses Weidwerckwenig M^he, keiner Lecke, und ist zumal beyheisser Zeit sehr lustig. Es kommen so wohlgrosse als kleine Vögelzu diese» Träuck-Wän-den, ja wenn Eichdörnlei», Hasen oder Wüchsedieses Wassers gewöhnet, kan ne der Weid-mann gleichfalls mit nehmen- Auf grosse Bo-ael geherder Fang vierzchcn Tage nach Michae-lis an, und währet den Winter durch. Aufdie kleine Vögel aber hebteraufBartholomäian, und höret im Oetober wieder auf. Esdarss niemand eine» Öerd anlege», ohne Vor-bewust des, dem die Jagd-und Weid -Gerech-tigkeit zustehet, auch nicht auf gemeinem Boden, ohne Wissen der Gemeine. Ein Herd solldem andern nicht näher den» tausend Schritteangerichtet werden.
Vogel-Rirsche, ist eine Art keiner Kirschen,welche rother oder schwarzer Farbe und einessüssen Geschmacks sind.
Vogel-Rraut, ist ein Kraut, davon eineArt, nemlich diegrösseste, im Garten, aus selbsteigener Besaamung, die andere wild wächst,und hat man es nicht zu verw-chseln mit derVogel-Milch, so eben diesen Nahmen führet,aber ein Zwiebelgewächse ist Dieses Krauthat zarte Stengel, die mehrentheiis an der Er-den kriechen, Knoten, und bey iedem derselbenzwey Blatlem, und weisse Blümlein haben,aus welchen Hülsen kommen, die einengelblichen Saainen bringen. Es ist ein saff-tiges, kühlendes Kraut, den Lungen - undSchwindsüchtigen dienlich, frisch mit ffie.sch-Brühe gekocht, oder das Wasser davon ge- >braucht, welches auch den Kindern, wenn 'sie Hitze haben, dienet, das Geblüte reiniget, ^und die. Bauch - Würmer austreibr- Aeus-serlich ^ist es gut vor die Hiye der A'.gen-Die grüne Stengel werden den San? Voae.lein an dasGebauergehängt. SieheHünee-Diß.
Vogel-Leim, ist ein besonderer klebricherLein»/ so aus Mistel-Beeren, oder aus Rinden
von Stech-Palmen, die im Frühjahre abge-schälet werden, gekocht , und vornemlich ge-brauchet wird, kleine Vöael damit zu fanaen.Guten Vogel-keim zu mache»: N>mm Mistel-Beere von Eichen, denn die Misteln von die-sem Holke find am beste» hierzu, streisse dieStengel und Blätter davon b?rab, leze siein einem Topff, und lasse es, nachdem duWasser daran gegossen, zwey Stunde» langsieden. Ist es zur rechten Dicke gediehen, sogiesse kaltes Wasser in einen Neffen Napff,und in dieses den Leim hinein, damit er zg-he werde. Hierauf lege ihn auf etwas har-tes, schlage mit einem Hammer oder nas-sen Prügel so lange darauf, bis er alle Körn-lein fahren lasse» und wasche ihn ferner mitfrischem Wasser ad. lege ihn alsden» in einenmit Lein-Oe! oder Wasser versehenen Topff,hebe ihn auf, und damit er vom Staub kei-nen Schaden nehme, verbinde ihn aufs bestemit Pergament oder P -pier. Wilt du ihngebrauchen, so nimm jedesmal so viel davon,als viel Ruthen du damit zu begiessen geden-kest, thue es in ein Schüsselein, untermen-ge es mit Lein -Oel, setze es auf eine beisssGlut, lasse es zergehen, aber nicht sieden,so ist der Leim im Stand über ZieRuthei' -e-gessea zu werden. Wenn der Vo,el -Leim in»Sommer weich werden will, nimmt man vondem feine» Har?e, welches in denen Tannen-Blättern zu finden ist. eines halbe» Huner-Eyes groß auf ei» Nössel Vogel -Leim, lässetes zusammen über einem gelinden Kohl-Feuli z-rgehen, rükret es woh! mtter einan-der, und iuhlet es wieder ab in frischemW-sser. Hingegen, wenn der Vogel-Leimbey kaltem und nassen, Wetter zähe wird, rüh-ret man unter ein Nöisel desselben einen Löf-fel voll reines Lein -Oe'.^, uich im Winker beyhartem Frost, tuncket man die Hände in Brann-tewein, und durchknetet damit den Vogel-Leim, so frieret er n -cht. Wenn der Leimvon langem Gebranch an den Spindeln ovcl!Leim-Ruthen schwary geworden, kan mariihn in warmen Wasier abziehe!!, die llnrei-ingkeit daraus wasche», aufs neue einbrenne»,und weiter gebrauche». Eincn Wasser Leim,das ist, einen selchen Vogel-Leim zu michen,der auch im Wisser halte, lege man gemei-nen Vogel -Leim >n warmes Wasser, darin-nen man die Hand erleiden kan, wasche den-selben so lange, bis er s.niber genug sey, her-nach zerlasse man Sch neer oder Schweine»-Fett, und knete es nnter den Leim so lange,bis er ansängt an den Hangen zu kleben, so-denn se>;e ihn in einen glasirten Hafen zumFeuer, und laß «kn zergehe». Bey kalten»Wetter km man ei» wenig zerlassenes Schmeerdarmi thun, bey gelindem aber bedarff esdieses Mittels nicht. Oder man nehme zueinem halben Pfund Leim dis sechszehendeTheil Terpentin Oel, und halb so viel gute»Brantewein, menge es unter einander, undreibe oen Leim, ohne ihn zu wärmen, nur wohlmit den Händen ub.
Vogel-Milch, Vogel-Rraut, Huner--
Mrlch,