z°zi Vogel-Fang
wo min die Alten singen höret, um so leichterfinden kan, weil sie zu solcher Zeit, anstat desSingens, mit vielem Geschrei) und Eifer, densie vor die Jungen bezeigen, ihr Nest ober ih-re bereits abgelauffsne «inae selbst verratheil.Jetzt kan m m auch lunas wilde Tauben, Mist-ler, Drosseln und Amseln aus den Nesternnehmen und aufätzen; denn weil ohnedemdie ersten Wld Fänge von denen grossen Vö-geln iin Herbst nickt alsich, wenigstens nichtohne arosssMühs lebend bleiben, so kan nianzu dieser Zeit bis Imme ernähren, und sel-bige, da sie wrs Schnäbel willig aufthun,mit Regen-Würmern und Semmel in Milchgeweicht, speisen und also erhalten, d-z siedenn gegen die Zeit des Hängens im Stan-ds ssvn, als Lock - Vöael sich gebrauchen zulassen, und keinen Zweifel weaen ihrer Ju-gend machen, indem man sie selbst vom Nestauser-ogen. Diese junge Vögel sind demGesang nach, weil sie bey singenden auferzogenworden, die besten, und dem Bestand nach,die allerdauerhafftesk-n. In denrNtonst Ju-lis, und zwar zu Ansang desselben bekommtman noch die meisten jungen Vögel, die manin denen vorhergehenden haben kan; gegendem Ende des Monat» aber hören ihrer vieleauf zu brüten. Die mngsn Tücken fallenvier Kochen vor ihrem Strich häim'a in vieKarten ein, so daß >i>"> mit einü? Schlag-Wand zwanzig bis dreyßig auf einmal zio-hen kan, wenn man nur, ohne Gebrauch ei-niger Lock den Rasen an dem Ort. ws mandaeGarn hinschlagen will, hinwea ?lmt, unddie junge Fincken etliche Tage mit .nanff an-körnet. Auch kan man zu Ende dieses Mo-nats junae Meisen mir Heuschrecken sangen,und weil sie den gedruckten Hauff und Nüsseurch nicht ertraaen können, selbige mit Heu-schrecken oder in Milch geweichter Semmelft l en. so werden sie vottrcssch zur Lock ausden Herbst, m der Meisen - Hütts bey demKioben zu gebrauchen, oder auch nur dieLustvor einem Fenster, b-y einem, vermirrelsteines Gewichts, sich immer selbst richtendenMeisenschlag, oder etlicher anderer Meisen-schläge damit zu haben; denn man kan bei, ei-l^er solchen jungen eingestellten und frisch er-haltenen Lock-Meise nur vor einem Fenster,ohne Kloben, wahrendem strich gar leicht desTages viertzig Meisen sangen. In dieiemMonat sangen siniae schon den Stahren-Fang an, andere bedienen sich der Leim-Gpindel bey denen Kirsch-Bamnen, derenFrüchte nun reiff sind, und sangen d-nuirHäher, Mistler, Drosseln, Amseln, Kirsch-Vogel, Kern-Beisser :e- die sie bernact' imHerbst zur Lock, gebrauchen können; sv kom-men auch ietzund diejungen Wilden-undTM-tel-Tauben aus die Feld-Bäume, weil dieFrüchte schon angefangen reiff zu werden;daher man sie schiessen kan. Endlich legs man in diesem Monat zureckts alles,was zum Feder-Weidwcrck dienet; flicke dieNetze, bessere die Stricke und Zua-Ssile, schaf-fe ws benöthizten Doneii uud Schlingen an.
Vogel-Fang zu-bereite die Schnell Drate, sehe zu, daß an Leim-Stangen und Ruthen, ingleich-n an Nacht-und Streiff-Netz-Stangen, undLerchsn-Netz-Stäben und Furckeln nichts ermangele, ergän-ze die Vogel-Häuser, sondere die singende vonder schreyenden Leck ab, und halte, kurtz zusaaen alles in Bereitschafft, was zum bevor-stehenden Vogel-Fang dienen kan. Es kanauch nicht schaden, wenn zu dieser Zeit dieverhaltenen Lock-Vöae! nach und nach an dasLicht gebracht werden, baß sie des Tages ge-wöhnen ; wollen sie aber ihr vollkommenesGesang anfangen, so bringe man sie wiederin dasfittstere. Im Augusts gehet der Wild-und Turtel-Tauben- Strich an, und könnenauf den Feldern mit Schlag-Wänden gefan-aen oder weggeschossen werden. Nach demSchnitt geher der Rebhüner-F«nz an, als wel-che ietzund besser, denn nach Michaelis zufan-gen sind, weil sie noch nicht so weit nnd streu«^ ge stiegen, und man dahsro auch ihren Fallleichter wahrnehmen, und ihnen beykom-men kan. Man tiraßiret nun di- Wachtelnund Rebhüner mit einem gut^n vorstehen-! den Hunde; und fängt vermittelst des Lerchen-Fälckieinsoder Sperbers ss wohl Wachteln alsLerchen, welche letztere aber zu dieser Zeit sehrmager sind. Man fängt die «Versuch - Ler-che«/ deren Strich drey Wochen ehe ange-het, als derFincken - Strich. DerHerdwirdmitten aus das Feld gemacht, wo keine Baumesind, und die Lock-Vögel werden den Sommerüber, wie andere Sing- Vögel, verhalten.Man fängst anch Grünlinge Stieglitz!', Hänf-linge, und dergleichen mit Leim-Smndelu ausden Feld-Tennem Und weil aleich nach Iaco-biderWald Hew gerichtet wad, so machemanzum Anfange dieses Monats denselben bis aufdie Fincken-Hec! s zurecht, damit sie nicht, wennfrühzeitig gerichtet wird, durch die Sonnen-Hitze abfallen, und sie, wenn der Fincken-Grrich kommt, nicht schon verdorben seyn.Jetzt ist es auch Zeit, die Schnair zu bege-hen, und dieselbe in vollkommenen Standzu seyen. Es kan auch der Strauch-Herdacht Tage über noch begangen werden, weildie Vögel, der Gesänge wegen, sich ietzonoch mehr im Feld, als im Wild aufhal-ten. Eines vvii denen nöthigsten Dingenin diesem Monat ist, in Wald-Herden, ausden Aey-Plätzen die jungen in der Nach-barschaffr gezoacnen Mücken anzuätzen; undwenn sie des Platzes nach und nach gewohnt,sie aus einen Morgen zu berücken. ImSeptember ist die rechts Vogel-Zeit, in-sonderheit acht oder vierzehen Tags vor Mi-chaelis, zuweilen auch, nachdem die Jahrefallen, nach solcher Zeit, in welcher der Finckseinen besten Slrich hat; daher» benm An-sang dieses Monats die Fincken - Hecke zuverfertigen. Der Wilde-und Turtsl-Tau-ben-Rebhüner-und Wachtel-Fang währetnoch diesen Monat durch, denn die Tau-ben und Wachteln hsrnachmals halb ver-streichen; hingegen gehet der Amsel- undDrossel-Strich an, i,«gleichen um die Mitte
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