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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3019-3020
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llilfruchtbarM Ungarisch

Unfruchtl'^rkeir der Menschen, davon >»Snseln dü A!!ei!i es sind dabey fast!

eben die II fachen und Gegen -Mittel anzu-!lvmdiM, als bey der.

tlnfruchtl'avt'cit der Thiere, sonderlich!des .iucht Viehes Man kan die Ursachen!desselben a! e" gar leichr erkennen, wenn man !Dell Artiekel TIi?er hierbei) ecnferiren will.Inzwischen so bemühet man sich doch ebenÄicht, bey dem Vieh die Unfruchtbarkeit i«heösn, sondern nur die Fruchtbarkeit zu ver-mehren. Dahingegen brauchen wir die Thie-ls, weint sie auch nicht fruoirbar, zu andernZwecken und Nutzen, wozu sie, wenn sie un-fruchtbar find, sich noch besser, als wenn sieKur Zucht taugen, schicken, Ja um dieses be-sondern Nutzens willen befördern wir viel-mehr ihre Unfruchtbarkeit durch Schneiden,Wallachen, Kloppen, Entziehung des Mann-!ieins, ja durch Arßneyen, welche die Brust!iliederschlazen n. s. f. Solchergestalt kommt!lil dör Wirtschafft gar selten der Fall vor,!da wir die Unfruchtbarkeit wenigstens der ge-bührenden Thiere zu heben suchen. Wenner aber ja vorfället, so schaffen wir lieber dasUnfruchtbare ab, oder suchen es zu nutzen,Wie es auch als ein Unfruei'tbareS zu nutzenist. Bey denen Bienen, Hünern und Fischenist man offtgenothiaet, Mittel wider die Un-fruchtbarkeit zu schaffen. Und die kommenmeistentheils auf die Mittel und Umständeihrer Wartung an, und das, wir sonderlichdie Dinge vermeiden, die unfruchtbar ma-chen. ß. E. wenn man einer Henne vielBrod! zu fressen giebt, so werden die Euer,Wen sie oleich der Hahn getreten hätte,nicht fruchtbar und zum Ausbrüten geschicktseyn. Kein Hüner-Ev ist fruchtbar welchessich nur wegen derReisse und Schwere vomEoer Stock abgelöset und abaehet, wenn derHahn die Henne nicht getreten hat. EineHenne, die also keinen Hahn hat, leget Eyer,gber unfruchtbare Eyer, die nur zum Essen,«der nicht zum Brüten dienen.

Ungarische Rranckheir, ist eine Art vonbojenansteckenden Fiebern, womit die Brü-lle , grosse Kovff- Schmerken, Raserey »uddergleichen öerknupsset sind. Die Deutschenziehen sich solche meist in Ungarn durch uttMäßiges Wein - Trincken und imbehuksawesLiegen auf der blossen Erde zu. Siehe Hun-tzarische Rränct'eir.

Ungarisch Wasser, wird aus RoßMarinscdralliit. Es kam soust aus Frankreich undItalien. Und weil ehemahls eine Königinin Ungarn ein scheues Reeept zu einem ge-sunde« gebrannten Wasser hatte, und solches«lachen ließ. Da es alier berühmt wurde, hatMail dieses Wasser aus Italien um bessernASsSttzs Willen ungarisch Wasser genennet.Ießo wird es auch in Deutschland gemacht.tzssHörek iliit unter die wirtschafftlichen Ge-NMs, MKMv schsiie distilliite l-iquewtW LlMWi MinnS Mali nich! allzu !äM il!MkWiW, stöMUG iti Mchsech eMS j»

Ungemessen Ungeziefer zo:o

thun angefangen, ietzv aber darinne schon soweil als die Ita!ickner,Frannvsen und Eii^el«

.ander, ja wohl gar zum Schade« der Ge-sundheit, gekommen ist

U«gemessen, unbesetzt ist ein Wo-t,wel- k."' ,ches inionoeUzeir von Diensten und Frohnenabbraucht wird. Denn wenn dieslben aufgewisse Tage und Zeiten des Jahres oderder Wochen, oder auf gewisse benannte Ar-bei! eingeschränkt ist, werden sie gemessenoder geseyt genannt, und darff der Frohn- ^ 'Herr ein mekrers nicht fordern; die aber von .> - ldergleichen Beschrcknck:«:g nievt wineu,werdenliiigemessenc oder ungeseyre Dienste ze«nennet.

Ungcivödnlicke Fälle, werden bey einem

Pachte allezeit ausgenommen, wenn schon einPachter alle Unglücks Fälle zu übernehmt«sich verbunden. Es werten aber vor unae-wohnliche Fälle schelten, die sich in bündeltJahren kaum einmal,! begeben, oder die vonmcnfch!ichcr Klugheit nicht vorher aefelenoder bedacht werden können; absonderlichwird hierunter eine höhere Gewalt ge-rechnet,

Ungeziefer, sind allerley Mücken, Flieaen,

Käfer, Sommer-Vögel, Spinnen, Maden,Erd-Flöhe, Baum - Läuse, Bium- Wanken,Ameisen, Raupen, Regen-Würmer, Schne-«kea und anderes fliegendes, kriechendes undgehendes Gewürme, so Menschen vud Vieh, - ^Gewächsen m:S anderen Dingen beschwerlie!) Iund schädlich ist. Bey Beschreibung einerieglichen Art Ungeziefers sind auch die Mittel,wie solche zu vertreiben, angeführet. DasBaum - Oel ist ein aUaemeineS Gifft allesllnaeziefers, ohne Zweifel weil es ihnen dies chweiß - Löcher veistovffr, durch welche, anstat der Lunge, sie die Lufft einziehen. Man ^hat angemercket, daß fast ein icdes Gewächsfein besonderes ungezieier, an Würmen, Ma-den, Raupen, und daraus entstehenden Flie-gen, oder vielmehr iede Art dieier Thiere eilteigenes Gewächs zu ihrer Nahrung, ja so gar 7.,einen Ort ihrer Geburt und ihres Wahsthumshabe. Von allerley Ungeziefer hac man fol-gende Witteriings-Vcüüulhungen: Wenndie Regen Würmer häuffig aiis der Erde krie- i.chen; wenn die Vreinen, Fliegen, Mücken ^ '"ud ?lohe sehr beissen ober siechen; wenii die » "Frosche des Morgens, und die Laub-Frösche ^7 >des Nachts nngewöhiilichqvacken; wenn dieKröten häufig hervor kriechen; wenn dieAimisen gleichsam Streits-weise lauffon, ih-re Ener aus denen Haussen und wiederumhinein tragen, und in ihrer ordentlichen Arbeit 'träg und faul sind, oder stille liegen: wenn die > /Spinnen aus denen Wänden oder anders wo- -her kriechen, und herab fallen; wenn die Maul-wurffeikre Hauffen höher als fonsten aufwcr- eifeu; dieses alles bedeutet Regen und Unge- ^ /Witter. Da aber die Fieder- Mäuse des , -Abends häufig herum streichen; wenn kleine . " >Muckeii oder Fliegen des Abends häufig bey >einander, wie ln eitteM Klumpen, llaheandel! eErden aus ui ,d «iedK stiegen; ingleichen, weilii