-9?s Versetze»
werden, daß ihnen der Gafft zum Theil nichtvergehe. Alle, an trockenen Orten stehende,junge Bäume, die man vcrpsiantzen null, sol-len behende, zusamt der Erde, ausgenommen,und also wieder gehörig eingesetzet werden-Räume, so groß und alt sind, a»s;ul>e-ben.undsorrzuseyen, wie es denn zuweilengeschiehet, daß man grosse, stsrcre und alteBäume, theils wegen des überflüßigcn Schat-tens, theils weil sie so nahe beysammen siehen, oder anderer erheblicher Ursachen wil-len/ gerne an einen andern Ort zu Gingenverlanget; dieses weiset Friedrich Rüffncrin seiner Stückweis edirten v>v-
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Gestalt an: Man soll wenigstens so weit alsdes Baumes Trosse falle, oder auch noch wei-ter hinaus, einen Circkel um den Baum aus-graben, die Wurzeln vorsichtig entdecken,denen entdeckten fleißig nachsuchen, die ge-fundenen mit Fleiß heraus ziehen, und so ei-niger ihr Ende gar nicht zu erlangen, sie nacheiner ziemlichen Lange abschneiden, bis manendlich mit Heb Standen unier dem Stammund Wurtzeln kommen, und durch starckeMänner den Baum vollends ausheben wnne.Die Haar-Wuri;e!n wären ein wenig abzu-lmmpffen, weil doch bey der Herausziehuttzviel« abzureißen pflegen, da denn, wenn sieu!so gelassen werden, Haut und Hvltz ungleich,sey, und eine Fäulniß verursache, wenigstens jtonten sie nicht heile», wäre» sie aber je lehr!verwirret, sollre man dieses gar hinweg schnei-den, weil hierauf sonst der eingesperr-reGafft Beulen, Entzündung und Brand ver-ursachen würde; dergleichen auch geschehe,wenn man nach dem Einsetzen die Aufspröß-linge so gleich allzusehr abschneide, l.. e.Sturm in seinen Reise-Anincrckungenge-dencket l>-m. uz.einer beqvemen Garten-Ma-schine, die er zu Versailles angetroffen, ver-möge welcher grosse starcke Bäume, auch mitvollem Laube, jedesmal versetzet werden kön-len. Die Maschine bestehet aus zwey Hauvt-Theilen, der eine ist ein Karren ^-i^b.xvlukix. i. daran eine eiserne Achse befindlich, derandere Theil K bestehet aus lauter einzelnenHöltzern ->, die einen grossen Kübel formirenkönnen, welche bey sönff Fuß Lange haben,worzu noch runde Faß Böden b von mancher-ley Grösse, als wenigstens von vier und höch-stens von acht Fuß im gekoren,nebst denen verschiedenen halb Circkel sonni-gen Scheiben >-> welche innen auch einen Cir-kel-sörmigen Ausschnitt haben. Aus iedesolche Scheibe sind zwey Haspen c! geschla-gen, dadurch sich ein Riegel - schieben las-set; endlich gehören dazu auch noch eiserneRinge f, so aus Fuß - langen Bögen StückenEisen bestehen, welche i» LKsr» -rs in einan-der können gesetzet werden, zwey Enden abermüssen also gesormet seyn, daß sie über eiu-«nder geschlagen, und mit einem Stifft zu-sammen gehalten werden können. Der Ge-brauch bestehet darinne: Man machet einenGraben um den Baum herum, welchen man
Versiegen Verstvpffunz zaoo
versetzen will, so weit von dem Stamme, daßdadurch die äußersten zarten Wurtzeln nurabgestochen werden; alsdenn schlichtet mandie langen Holtzer - gleich als Dauben um dieErde, so noch an den Wurtzeln d.s Baumesfeste lieget, schlüget darum zwey ron den nurbeschriebenen Amckcn!. lind befestiget darüberdie zwey Halb Circkel c. vermittelst derer Rie-gel e, wenn dieses geschehen, wirsst man dasSeil des Karrens, das ans seiner Wuide xbefindlich, über einige starcke Aeste desBaumes, nachdem der Karren mit dem an-dern Ende nahe an den Baum geschobenund angestemmet worden, und indem einigeden Baum mit Hülste der Winde langsamnach sich ziehen, lösen andere ihn mit Aer-ten und Spaten unten ans der Erde loS, an-dere aber schieben alimahlig einen von denspecificirten Böden unter, und nachdem ergan» dahinunter gebracht, winden sie Stri-cke über denselben, und den oben ausgelegtenDeckel, dergestalt, daß sie beyde fest zusam-men halten, und die Erde um die Wurzelngleich als in einem Kübel ordentlich beysam-men bleiben kan. Hierauf helffen sie einan-der den Baum also völlig auf den Karrenbringen, und führen ihn also, daß seine Aestehinten hinauS stehen, an den Ort, darein er sollgesetzet werden- Was bey Versestung dererübrigen und kleinen Garten Gewächse inson-derheit zu beobachten, wird hier und dar be-hörigen Orts angemerckt zu finden seyn.Zu einer allgemeinen Rege! hievon möchte die-nen, daß alle verpflantzre Gewächse in den er-sten Tagen die heisse Sonne nicht wohl ver-tragen können, und dafür in etwas beschir-met werden wollen.
Versiegen oder Verstecken, wird mei-stens von denen Kühen gesaget, weun ih,nen, da sie sonst noch gemolcken, die Milchvergehet, so, daß sie trocken stehen gelassen,und zudem Galte-Vieh endlich gezahlet wer-den müsse».
Verstoß, siehe Uiberdruß des Futters.
Verstopfung der Pferde, hac ihren Ur-sprung von einer hitzigen Leber, welche alleLeides-Feuchrigkeiten an sich ziehet, daher»denn auch die Darme ihrer natürlichen Feuch-tigkeiten beraubet werden, woraus nothwen-dig erfolget, daß die kxcremenm auch trockenund verhärtet werden müssen; oder, sie^rühretauch daher, wenn ein Pferd im Reute» ubernö-thiget worden, und seinen Mist bey sich behal-ten müssen; oder, wenn es viel Weitzen ge-fressen, oder auch von innerlicher Hitze. Die-sem Uibel abzuhelffen, brauche man folgen-des Clystier: Nimm Käse Pappeln, Eibijch-Kraut, Bärenklau, Camillen, Stein-Klee,Schmeer-Kraut, jedes anderthalb Hände voll,Wechen-Kleyen zwey Hände voll, Lein-Saa-me» anderthalb Loth, schwartze Nießwurtzzwey Loth, Sennes-Blätter vier Loth- DieseStücke durch einander gemischt, in einen Topffgethan, mit frischem Fließ-Wasser gesotten, bisdaß von dreyen Maassen eines bleibet, darin-