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auch noch, wenn sie gar gebacken und bereitsaufgetragen werden soll, etwas Schaft-KeulenSafft mit weniaen Citronen Safft, vermittelsteines Trichters darein füllen, welches dem Es-sen einen anten Geschmack geben wird.Valdrian, ticke Baldrian.
Vamllen, sind lange, zusammen gepreßteHälsen oder Schoten, schwartz-brau» von in-nen und aussen nndqlänkend voll kleiner Kör-ner, eines fetten und scharffen Geschmacks,wie auch eines Biesam - ähnlichen Geruchs,kommen von St. Dominicv, Sie werde» zurChoeslate »nd zum Rauch Toback aeiionimen,Vasen, nennet man die Auszierung, welcheum er andern auch in denen Gärten gebrauchetwird. Es sind dieses grosse, künstlich-gcbilde-te-nc-z"°-Gefasst, als Becken, Kübel, Kruge,„ach der alten Gestalt der Opffer-Gesckssemilund ohne Deckel »nd Handgriffen aus Metalloder Bley gegossen, oder aus Marmor undStein gehauen, ingleichen von Gips und Thonveriertiaet, nndmcistentheils rings umher mitniedria erhabenen Bildwerck gezieret; ManHellet sie aemeinialich aus Postemente, und ge-braucht sie, die Vorzüge und Geländer damitau«M',ieren.
Vater, wird nicht nur bey Menschen die-jenige Person männlichen Geschlechts genen-net, welche em Kind genüget, und vor dessenErziehung zu sorgen verbunden; sondern auchbe'i Tkieren das zeugende Männlein, und hier-nach? auch offt mi vechlümlen Verstände der-jenige also aebeissen, der einem andern vorge-setzet, un." vor ihn zu sorgen beflissen ist, der-gl ichen brauchet man das Wort Haus-Va-rer, wavsen - Vater, Zucht - Vater u. s. f.^1» Rechten >vird derjeniae ein Vater genen-net, der aus rechtmäßiger The ein Kind ge-zeuaet, und aeniesset die Rechte natürlicherGewalt. Dahingegen einer, der aus unrecht-mäßiger Ehe Kinder zeuget, nur ein natürlicherVater heißt.
Uckeley, Vckelev, ist eine kleine Art Weiß-Fische, die selten über eines Fingers lang wer-den, und ein weisses, weiches und süßlichesFleisch haben. Sie sehen gantz weiß - glän-zend, nur daß der Rücken etwas dnnckel blauspielet, halten sich in flicssenden Wassern auf,und sind eine Speise vor gemeine Leute.
veil, Veilicken, Viole, ist ei» kleinesBäumletii.so aufWiesen und inGärten von sichselbsten wächset, auch in Gärten gezielet, undunter die zasenge Winter Gewächse gerechnetwird. Derselben giebt es verschiedene Gat-tungen : Die Mond Viole, mit runden undmit länglichen Schoten; die volle Mery-Viole, die Purpur-farbene ist die gemein^Ae, man hat aber auch braune und weisse, unddiese ist etwas selten; d>e ausrechte Mery-viole, hat Purpur-Blumen; die kriechendeViole mit drey Farben, diese ändert gern, undhak mehrentheils drey, znweilen aber nur zweyFarben. Die gemeineste, und zugleich die ge-bräuchlichste ist die blaue oder braune, hat einenlieblichen Geruch, sonderlich wenn sie des Mor-gens, ehe sie von der Sonne ausgezogen, oder
lenedisch Glas Venedisches Wasser -984
vom Reaen aedämpffet worden, gesammlet Mwird vnd eine stärckende, öffnende und erwei-chende Krasst- Die Blume ist ein herzstär-kendes, und die Blätter ein kühlendes underweichendes Mittel. Das davon gebrannteWasser dämpffet die Hitze in Fiebern, löschetde» Durst, treibet den Harn, befördert denSchlaff, und stärcket das Gesicht, wenn esin die Augen geträuffelt wird. Der Safft oderSyrup davcn, stärcket das Hertz, kühlet die hi-tzige Leber und Lunge, und thut in der Bräune,Entzündungen des Halses und wider scharffeFlüsse sehr wohl. Die Violen-Conserve mil-dert die Schärffe des Geblüts, stärcket dasHaupt und Gesicht, und benimmt die Heiser-keit. Der Veilchen-Eßig, daran gerochen,oder auf die Puls gebunden, giebt eine guteStärckung. Das Oel, welches äusserlich ge-braucht wird, kühlet die Entzündungen, beför-dert den Schlaff, und lindert den Husten. Eineandere Gattung der Garten-Violen sind diegelbe, einfache Violen, davon es auch rothe,
Viel blaue, Fleisch sarbene und weisse giebt.Sie werden alle aus dem Saamen erzeugt, er-wachsen aber zu kleinen Standen, und daure»über Wincer. Die gefüllte Veilchen mitweisse«, rothen, blauen, braunen, gesprenckel-ten, sonderlich aber mit gelben Blumen, sindunter die schönsten Gewächse zu rechnen. Siewerden aus dem Saamen der einfachen, son-derlich der weissen Veilchen, durch besondereWartung und Verpflantznng erzogen, ausserdem aber durch abgebrochene Zweige undSchößlinge, auch durch Sencken und Ablegenvermehret, und unter den Schirm Gewächsengehalten. Die wilde Veilchen mit dreyerleyFarben werden auch Dreyfaltigkeits-Blumengenannt, wovon an seinem Orte ein mehrers.
Venedisch Glas. Auf der kleinen Inselund bey der Stadt Murano nicht weit ronVenedig, wird das ehemahls berühmte Venedi-sche Glas gemacht. Es wird solches wie an-der Glas bereitet, nur daß an stat des SandesBerg-Crystall oder andere reine Steine und >das beste Rali von Alexandria genommen wird. !Davon bekommt es zwar eine vortrefliche Fei-ne, wird aber auch, wenn er lange in der Lufftstehet, rißig, so man verhindert, wenn etwas -Saltz oder Baum-Wolle darein gethan wird.Der gemeine Mann legte ihm sonst eine grosse -Krafft bey, den Hertz- und Nabel-Wurm beyden Kindern zu todten, wenn eS klein gestossen, " -mit Honig vermischet, denen Kindern aufdem 'Nabel gebunden würde. Sonst machte manaus Venedischem Glase in Deutschland, ftn- >>dsrlich »i Spiegeln viel Wercks. Seit demuns aber Runckel die Glasmacher Kunst bessergelemtet, so macht nian in Deutschland an vie-len Orten so schönes Glas und so feine Spiegelals in Venedig. >>
Venedisches oderVenetianisches Wasser, 'ist.ein aus Citronen, Melonen, Citrullen oderKürbissen, Evern, zerhackten Hammel -oder
Kalbs-Füssen,Zuckercandi unp Borax, dsstillir- ''
tes und abgezogenes Wasser, womit man dasAngesicht und die Hände zu waschen pflegt, , ,
wenn