Thier
nmg der Mutter nicht genossen, sondern al-sobald gleichförmige Nahrung sonst gefun-den^ Nnmnehro aber, da sie zahm unii.imHause gezogen werden, noch einige Merk-mahle davon, wie z. E. die junge» Schwei-ne, übrig behalten; daher bricht man ihnenin solchem Fall riese Zähne ab. Viele Jun-ge von einem Wurst sind auch blind, damitsie der Nahrung wegen bey der Mutter blei-ben, und überdem an denen Auaen, womitsie esst die grösten Dienste, z, E. die Hunde,denen Menschen thun, vom ungewohntenLichte nicht Schaden leiden möaen. Endlichfolgen sie der Mutter, sonderlich, wenn esThiere sind, die ihr Kutter aus der Wendefinden, und lernen nach und nach eben dasFutter weich, warm und grün, endlich aberkalt, dürre und h-rt fressen, so die Muttergewöhnet ist. Darauf was und wie eS dieMutter gefressen, muß man also sonderlich se-nken- und sich ja vor plötzlicher Veränderungin der Fi'tteruna des Viehes hüten. ZumDressen und zum Sausten seiner Art vom Futterist auch iedeArt der Thiere auf eine con vsnablsWeise mit dazu geschickten Mäulern und Glie-dern versehen. Und «uch daraus kan manihr Futter desto besser erkennen. Die vier-füßigen. so auf die Weyde gehen, haben lan-oe Köpffe und Halse, damit sie Wasser uudFutter von der Erde langen können. Vorunwegsamer Wende h.it das Horn - undKlauen-Vieh gespaltene und breire Klauen,weil es das beste Gek-äutcrig und Wurzelnin Wäldern, an Gebirgen.'c. finden soll. Da-hingegen ein Pferd,/o seine Schönheit uudDienste in denen Füssen hat, solche schonenmuß, und gerne frisches Gras und Heu frißt,deswegen nngespaltene Klauen hat. DasMilch Vieh muß viel Futt.-rzum Vorrath zurMich und zum Nahninas - Safft, ja zumFleisch. Fett undTalg-»setzen, vielauteNah-runq »us wohl verdauter Gpeüe haben, oderes dunstet sehr aus, setzt häufig Wolle undHaare,wie die Schasse,zur Hütte des Menschenan, mithin hat es auch dazu die besten Nah-rungs Theilgen nöthia. Da es aber gleichwohlnur Wurtzeln, StrLncke. grobe Kräuter, Sten-fiel, Blätter, Sch mlen der Bäume, und harteKorner, und zwar viel, ,a fast immer, obwohllangsam, frißt; so ist es nicht allein, wie einPferd nnd Schwein, mit guten spitziae», schar-fen und zermalmenden lanaen Reihen der Zäh-ne m einem starcken Gebiß, sondern überdemmit vier Magen versehen, darein die Speise,nachdem sie solche nach der ersten Käuung undVerschluckung in den ersten Magen wieder her-LUs in Mund geflossen, und als schon etwas er-weichter,wiedergekäuet, dadurch aber nach undnach immer zu einem bessern uud häusstgernNahrungs - Saßt zubereitet wird. Und ebendarum haben diese Thiere, so wiederkäuen, dasgesundeste Fleisch zur Nahrung des Menschen.Ein Schwein ist, nach dem Verhältniß seinesBaues zu seinem Fu.'ter, mit einem besondernRüssel zum Wühlen, die Fleisch-fressendenAaubthiere sind mit einer besondern Nase zumsiechen und sthr flüchtigen Füssen versehen,
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ihr Futter zu erhäschen oder mit starcken Klan-en, um es zu überwältigen, begäbet u. d. m.Man kan von allen diesen besondern Betrach-tun.ien.die zu Grund-Sätzen und Regeln in derVieh Z-!chl die ersten Säfte geben, viel seinesund zugleich erbauliches, ja aus der H. Schriffterläutertes, iu des Herrn Scwmds biblische,,402-604 lesen. Und sonderlich kandieses Buch ein ungelehrter Wirt, weil es leichtund mehr historisch als philosophisch geschrie-ben ist, sehr wohl brauche». Was endlich 7) dieBewegung der Thiere von Ort zu O-t anbelan-get, so haben wir schon gleich anfangs erinnert,daß solche zwar dem mechanischen und zu man-cherley Bewegungen zusammen gesetzten Cör-per, gleichwohl aber auch eine Seele, so dieBewegung richte und dlrigire, erfordere. Esmag nun manchen stoltzen und überklnaenKiectiÄnicis solches als eine faule Seelen-Phi-losophie vorkommen oder nicht. Denn mankan nicht absehen, worinne ihre Betrachtun-gen fleißiger herauskommen sotten, als dererandern; »lassen diese den,v>ocknn!i>r>uin, undzwar noch dar;» den cirz.inijmum» sehr sorg-fältig untersuchen, sich aber auch um die See-le bekümmern, die jene vielleicht noch eheraus Faulheit aar vergessen, und nicht einm chldavon wisse» wollen. Und das ist noch dasgütigste Urtheil von solchen Maschinen Grüb-lern. Denn anders saaen, es stecke ein be-sonderes Interesse ihrer Feindschafft geaen dieGrundlehren der Relizwn vom Geiste darun-ter. Doch wir haben nicht nöthig, auf dieseFrage zurück zu gehen, sondern nur noch an-zumercken, d-?ß nicht alle Thiere einerley äus-ser! ichs Gliedmassen zur Bewegung des Leibeshaben, ja sich auch nicht in einerley Umstän-den sowohl dieses Unterschieds, als auch ih-res innerlichen Baues wegen, und noch vielweniger auf einerley Art und Weise bewe-gen können. Und dieses gehet so weit, daßwenn sie N! widrige Umstände versetzet wer-den , dieselben gar bald das Leben einbüssen.Ein Land- und Lufft-Thier kan unrer demW'sser, ein Fisch nicht in blosser Lufft undaus der Erde, und ein Thier, das zu Land undWasser leben kan, vermag sich deswegen nichtin der Hohe der Lufft bewegen und leben, wieein Vogel. Ja einigen fehlt es gar an sol-chen Theilen, die zum Gehen, Fliegen undSchwimmen nach Unterschied der Thier-Artben andern anzutreffen, und sie müssen sich nurmit Krummen, Winden,Schieben und Schnel-len behelffen, dazu sie gar mannigfaltig gebauet,geberdet, und aus vielen Ringen zusammen ge-setzet lind, darunter die ersten von denen hinter-sten erst fortgeschvben, von jenen aber die hin-tersten samt dem damit verbundenen übri-gen Theil des Leibes nachgezogen werden.Ja es^sind andere an diesen Ringen mitvielen Füssen versehen. Denn eS giebt Rau-pen, we acht, zchen, sechzehn«, acktzehen,zwantz.ig,^ sechs und zwantzig, ja zwey hundertsolche Fusse haben. Die vollbMigsii eigent-lichen Land- und Erden-Thiere haben indessenvier ordentlich« FKsse, die aber auf der E- dc undauch m der Lufft leben, haben statt der Vorder-