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Thiere
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Seele durch ihre» Verstand und Vernunfft,durch ibr Vermögen nachzudenckcnunddeutli-che Vorstellungen zu habe», und die vielenübrigen Vorzüge, so sie durch diesen grossenUnterschied selbst in der Einbildungs - «rafft,im Gedächtniß und im Ingenio erlangenkan. Als wodurch sie nach denen Zweckendes Menschen nicht nur vermögend ist, nachdem Zustand des menschliche» Corpers, sichdie Well viel vollständiger, klärer und deutlich.r, als die Thiere nach dem Zustand ihresHörvers, und nach ihren Zwecken, sondern«uch übersinnliche und geistliche, göttlicheDinge,mit einemBewust seyn vorzustellen,überdem aber eines gantz anbei» Unterrichts, alsdie Thiere fähig ist- Und aus diesen kurtzenAnmerckungenwird man also sehen, was maneigentlich von denen Seelen der Thlere vorBegriffe zuverläßig haben könne, und was ei-ne unvernünfftige, obwohl viel vollkommene-re Thier-Seele als eine Pflantzen-Seele se».Ja man wird erkennen, daß sie eigentlich mit-telbar oder unmittelbar, ciireQs oder inäireNezum Nutzen des Menschen erschaffen, und bloßdie Erhaltuna ihres Lebens und Leibes zu die-ser Absicht zum Zwecke haben, mithin deswe-gen ihr Futter an seinem Ort suchen und weh-ten, folglich sich von ihrer Stelle bewegenmüssen. Und solcher Gestalt werden wirnicht Unrecht thu:-, wenn wir die Thiereals Machinen ansehen, die mit einer ver-schiedenen unvernünfftige» Seele belebetseyn. Ja ein Wirt siehe: auch, warum er so-wohl die Seele als den Leib der Thiere, bey derzu seinen Geschäfften damit nölhiaen Erkännr-»iß und Untersuchung, in Betrachtung zu zie»he» habe. Wir könne» hier von ihrer Seeleausser dieser kurl-en Anleitung nichts mehr an-führen. Von ihrem Leib aber wollen wir her-nach noch etwas gedencken, hier aber nur nochetwas von dem Unterschied der Thiere vondem Menschen, der von der Seele und demLeibe herkommt, berühren. Man muß sichüberhaupt in acht nehmen, denen Thieren nichtzu viel und nicht zu wenig beyzulegen. Daserste thun diejenigen, die durch ein -malogu-nrarinni-, so sich bey einigen Thieren erblicke»lasset, verleiten lassen, ihnen wohl gar Ver-nunfft, eine eigentliche Freyheit des Willens,»,eine Fähigkeit des Gesetzes beyzulegen. Vonder andern Art sind diejenigen, die wir schonangeführet, und welche blosse Machinen aus ih-nen machen. Inzwischen ist doch aewiß, daßder Leib des Menschen auch viele Vorzüge ha-be. Z. E. daß er ausrecht gehet, und mit Hän-den zu eigentlichen Thaten und Kunstwercken,ausser sich in andern Dingen geschickt, ja mitniehrer Nothdurfft und Beqvemlichkeit ver-sehen, deshalb aber auch in einigen Dingen,was seinen innerlichen Bau betrifft, von de-nen Thier-Cörpern unterschieden sey, wie ausder Zergliederungs Kunst bekandt ist. Alleindie Erhaltung und das Wachsthum geschiehetbey denen Thieren viel schneller und leichter.Es wird dessen Ordnuna nicht! so leicht, algbey denen Menschen gestörel. Die Geburder Thiere ik riei leichter, und die meistent
komme» viel starckcr zur Welt, als die Men-sche». Das Vieh ist fruchtbarer, als die Men.schen. Ja ein iedes ist in seiner Art von starcke-rer und gesunderer Natur, als die Mensche»^enes ist nicht so leicht und so vielen Kranck^heiten unkerworffen. Viele Thiere zwar sol-le» auch ein längeres Lebe» haben, die meiste,,aber leben knrfte Zeit. Sie sind in der Be-weaung ihres Leibes auch, wenigstens was ei-nige Artcu derselben betrifft, viel schneller unddie Stärcke desselben ist bey vielen viel grösser,und so fort. Was nun den Leib oder den Cvr-xer der Thiere noch insonderheit anbetrifft,wenn man denselben an und vor sich selbstbetrachtet, so ist er eine zu einer ThierischenSeele sich schickende, sich selbst bewegende,nährende und vermehrende Machine. Ja nunkan ihn auch ei» solches nervöses Gewächsnennen. Und in so ferne er ein Gewächs, inso ferne kommt er mitdemPflantzen-Gewächsin vielen überein. Seine Emrichtmig ist in-sonderheit abgepasset ans die Fortpflantzung,das Wachsthum und die Nahrung , dadurchaber zu verschiedenem Nutzen und Dienstenvor den Menschen, das ist seine Natur. KeinWachsihum ist aber theils ein aemeines, theilsein besonderes. Jenes kommt denen Pflan-zen gleich. Bey diesem aber finden wir einebesondere Macht in denen Tdier-Cörxern, Al-les beziehet sich aus ihren Zweck. Er wirdangefangen, ausgebauet, zur Mitgebracht,lebet, wächst, ist gesund und kranck, vermehrtsich nach seiner Art und stirht endlich- Zumaemeine» W-chsthum ist er mit verschiedenenGefässen versehen. Sonderlich ist i) daziidas Geäder in ihm angeleget, welches gleich-sam ein besonders durch den ganzen Le>baus-gebreitetes Gewächs ist, sv in dem Hertzenwuryelt und seine Blatter und zartesten Mia>lein i» denen innern und äusser» festen üiidflüßigen Theilen ausbreitet. Es best, het auszu- und abführenden Nöhrae», die mit aller-hand Säckgen, darein allerhand Sässte abge-sondert weide», verbunden, und mitNkttrderdergleichen Sasst angefüllet, und in Puls-undBlut-Ader» zu unterscheiden sind- Sie sindaus Fibern gemacht, in denen Puls -Ademschnelldar, und in denen Blut-Adern mit Klap-pen angeleget. In beyden sind sie von denenRöhreii der Pflantzen unterschieden.die Pflantzen ihren Nahrnngs-Safft von alle»Seiten,wo sie auch stehen, bekommen; alsoer-hält solchen der Thicr-Cörper durch einen be-sondern Gang, nemlich das Maul, und einereigenen mechanische» Bewegung, dazu vielWerckzeuge angeleget sind, und wodurch dieSpeise zur Nahrung zubereitet und ins Hertzgeführer, von da aber weiter ausaebreitetunoalle» Theilen nach verschiedener VeranderiMin verschiedenen Zeuge, als Säfften, FleW,Fett, Speck, Talch,Haut, Knorpel, sesten Fi-bern und Knochen mitgetheilet und zugew^ret, ja recht eigentlich nach besondern Zweckenausgetheilet wird. Jede Art der Thiere Mihr eigenes Zeug zur" Nahrung. Und diejesfinde» sie nicht an einem Ort, vielirenMläßt sich solches mit dem Nchmngs -Saffr M