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Thiere
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..„d „>1Ä ihrem Cörper ans ihre Thierischen?weck- abgepassete, mir dem orgaiii,chen Cor-iibcr deswegen vereinigte Subssantz, oderine Seele zueignen, die empfinden, nach de-»-,, 'ibeen dieser Empfindungen sich zum Wir-m determinireii, sich etwas erinnern, smn-jch eiabilden, die Bewegunas-Krafft din
äi7en" und begehren könte. Wir könne» da-denen Worten eines scharffsinnigen be-rühmten Lehrers der vernünfftigen Weisheitn, Leipzig, unsern Beyfall nicht versagen, wenner schreibt: das Leben der Bestien äussert »chia täglich durch so viele Empfindungen :c.daß mau denjenigen vor äusserst hartnäckigballen muß, der alles dessen ungeachtet, das-selbe leugnen, oder, wenn ers zur Noth demWorte nach zugiebt, die Idee desselben aufcuien mechanischen Verstand verdrehen, undalso das Lebe» der Thiere, ja wohl auch desMeMen mit den Selbkbewegungen einesM'wercks in einerley Classe setzen wolle.Wen» das Vorurtheil, daß alles, was sich inder Natur reget und beweget, mehr nicht alseine blosse Machine sey, und daß GOtt durchHerstelln»? der cörperlichen Natur mehr nichtMan, als daß er ein rechtes Meisterstuck derMen und vollkommensten Machine nach de-nen so genannten ewigen Bewegungs Gesetzender Machine abgeleget habe, ja daß eine sol-che blosse Machinc sich entweder selbst sosoltpflanye, oder aber alle Tage r>on GL>ttauf gewisse Zwecke, wie in der Schöpfunglmmittelliar ausgebauet werde, durch >oaiizenscheinliche widersprechende Erfahrun-gen nicht beschämet wird; so glaube ich, daßalle Vernunffc-Schlüsse viel weniger auszu-richten vermögend sind. Es werden zwar ver-schiedene Einwürffe gemacht, und man stelletsich so gar damit allerhand Gefahr der Lehrenin der Religion, von der Unsterblichkeit dermenschlichen Seele, ihrem Zustand nachdein Tode, der Auferstehung der Leiber vor,M suchet gefährliche Folgen zu zeigen. Esiß aber leicht darauf zu aiitworlen, und schonzeantwortet worden- Wie denn insonderheitia diesem Jahr der Herr Vvincklcr inkeixzig, etliche Philosophische Untersuchungen,»ddie Seelen der Thiere mit ihren Leibern ster-tm, i» Deutscher Sprache drucken lassen, wor-Me diese Einwürfe abq.'iehnet. Und wer noch!mehr davon lesen, oder doch Schrifften, Mei-!vlllizen und Ulüorica davon wissen will, kandss pinloiopn. sub rir. Bestie und
Thier nachsehen. Wer dieses alles kan man iM wohl zulassen, daß 'nicht alle Thier-See-!Im von gleicher vermögender Vorstellmias-!»rafft, ja noch gar weit darinne von der ver-!Mnffngen iind zu ewiae» Zwecke» erschaffenen!Uenschen- Seele »nteischieden seyn. Denn 'mn findet zwar an allen Thieren eine schwä-«e u»d starckere Empfindunas-Krafft »nd'-mckmahle, daß von ihrer Seele die Wir-wizen ihrer mit Bewegungs Krasst versehener^ iieder^nach gewissen Zwecken dirigiret wer-zeigen dieses. Und 5«»auch gleich die Nalurrmidiger gewisse Pfiau- ^
II Theil. j
zen, die nicht von derStelle kommen, wiewohlnicht ohne Widerspruch anderer, vor Thierehalten, z. E. die fest-sitz enden Meer Lichtn,die Meer-Hutlein, die Meer-Datteln, Spitz-schrauben, die Meer-Schincken und Muscheln,dieischnappschulpen; so müssen sie ihnen dochnicht nur die Empfindung, sondern auch dieRicycunq der innerlichen Bewegung in ih^emBau auf gewisse Zwecke zugestehen. Inzwi-,che» ist doch di'ses richtig, daß nicht all?Tdie-re ein Gedächtniß, eine Eindildungs-Krafft,und noch weni-zer ein Vermögen haben, so demJngenio, und der Dichtungs-Krafft, wie be»denen Affen und einigen Hunden, sehr «ihn-lich kömmt. Inzwischen findet man doch son-derlich unter denen edelen und vollkommener!,vierfnßigen Thieren verschiedene Arten, diedieses alles hüben, obwohl auch diese hinwie-derum der Schwäche, Stärcke, Lebhafftigkeikund Mattigkeit dieser Kraffte nach gar sehr,theils von Natur, lheils auch nachher» an ih-rem Wrcken selbst, der crlangtenFcrtigkeit nachunterschieden sind. Allermassen auch diesesvon vielen Thieren bekannt ist, daß ihre Vsr-stellungs-Kraffte so wohi an sich, als in so fer-ne sie die Wirkungen der Bewegungs-Kräfftenach der Gleichförmigkeit ihres Cörpers diri-giren, durch die Uibung geschickter und fertigergemachet werden können, wie abermahis beyuns die Pferde-Zucht in der Wirtschafft über-haupt, die Hunde Zucht in der Jägerei), dieabgerichteten Staare und Canarien - Vöael,it. Fslcken nnd Habichte klärlich beweisen.Und eben dieses giebt auch zn erkennen, wienöthig in einigen wittschafftUcheii Geschafftenmit denen Thieren, die Erforschung der eiaent-lichen Stärcke und Schwäche ihrer Seelen-Kraffte sey, wenn man eines rheils in derJacht schöner und wohl dreßirter Thiere klugverfahren, andern theils aber von dem Nu-tzen der Thiere, den wir von ihrer Seele, undzwar bey einiaen vornehmlich in der Wiit-schafft, wenn sie mehr Arbeits- ,-IsNutzuiigs-Thiere sind, haben rönnen und müssen, urthei-len wolle»: Zu geschweige!?, daß niemand dieSündendes Misbrauchs der Thiere recht ein-sehen kan, welcher denenselben keine aeisti-sche Empfindung, die sich bey ihrem Gebrauchwieder ihren Zweck mercken lässet, zueig-net- Vergleichet man auch die ThierischeSeelen mit dem Menschen,, so möchten zwaretliche, wo nicht in allen, dennoch in einigensinnlichen Empfiiidungs -Arten, ingleichen indem Vermögen die Hefftigkeit der Anstren-gung der Kräffte, die sie haben, oder daß sel-bige viel hefftiaer gemacht werden können,den Menschen übertreffe». Denn das erstebeweiset der scharffe Geruch, das leise Gehör,und das ungemein zarte Gefühl, sonderlichan dem Ungeziefer, ja auch zum Theil derGeschmack bey einigen Thieren, das an-dere aber die grosse Hefftigkeit mancher thie-rischen Affecten. Allem eben dieses letztekommt größentheils bald auf verschiedene be-sondere Beschaffenheit ihrer Cörper, bald aberauch auf den Vorzug an, den die menschliche,
Seele