»8»z, La»chpeem-Vaw Laie
^a«f-Zeug Lausenogiiidcn-Äraur
Henz gedvrret und gepulvert, in Waffer ein-qenöinmen, das viertägige Fieber vertreiben;bie Leber aber inOel gebacken, mit wenigemSalft wegessen, ein krasstiges Mittel seyn, dievon eine»! tollen oder wütenden Hund Gebisse-ne wieder zurecht zu brinien. Wenn diese Vö-gel des Morgens früh schreyen, so soll es einÜugnvitcer bedeuten, und wenn sie stets dieFlügel winden? und sich tauchen, Wind undstörmigleS Wetter anzeigen.
oder Geile geneunet, welche man auf denSchiffen zu gebrauchen psieget, oder, wie siean manchen Orten zu denen Fähren von einer-,Ufer des Flusses qver über denselben, bis andas andere Ufer gespannet werden.
Tauf-ZeuI/ begreifst in den Wäsch-Invm.rarii- alles dasjenige weisse saubere Jeu-,, soaus Nessel-Tuch, Cammer-Tuch, Catvn odereiner saubern und zarten Leinwand zuberei-
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Tanchpcern-Gavn oder Taupel, ist einjzur Ta..„.
Kisch-Garn, Karpffen und andere so grosse als bestehet in einem so genannten Eulgen und
womit das neugebohrne Kind, wenn esTauffs geschicket wird, bekleidet ist, und
kleine Fische damit zu fangen. Es ist viereckig!gestricket, und also sechs Schuh oder drey El-len Sana, und auch so breit, ist oben offen, untenaber mit einem gestrickten Beden versehen,und hat grosse zwey Zoll weite Maschen oderSuimasen. Dieses Garui^b.xviii l>^. >. ^wird mit seinen Wänden -> bc -ian zwey Creuk-weise über einander festgemachte holkerueBü-gel L gebunden, und, wenn man es brau-chen will, eine gute Hand «oll grosser Rezen-Würmer (weiche in der Mitte dergestalt zu-sammen gebunden, daß sie sich mit dem Kopfund Schwank regen können) oben andasBü-gel-Creuke ö dergestalt angehängt, daß er-meldte Regen-Würmer in den Tauchpeernoder Taupel einen halben bis gantzen Schuhhoch hinein hängen; darauf nimmt man einejanae und leichte Stanze welche sich je-doch nicht gerne biegen lasset, bindet einenSchuh weit von ihrer äussersten Spike denTanchpeern ut einem Strick also daran, daßzwischen der Stangen und denen Crcutz-weij'eüber einander gehenden Bügeln/ nicht mehrals z^oen oder drey qoer Finger breit Raumbleibe, damit man den Tanchpeern nach Be-lieben umdrehen, und denselben also desto bes-ser einsenen könne. Wenn er besagter massenfertig, lasset man ihn mit einem kleinen Ge-räusche in das Wasser unrerfmcken, da denndie Fische, die gerne wissen möchten,was diesessey, gegen dem Garn, und zwar die kleinen Fi-sche zuerst, hinzu schwimmen, und wenn sie diein der Mitte desselben Hangende und sich regen-de Erd- oder Regen-Würmer ersehen, um sel-bige sich herum versammlen und sie anfressen;die Alten hingegen, die schon listiger, streichenetwas weiter davon henim, bis sie sehen, daßdie Jungen ohne einige Hinderniß ein Geäs ge-funden,^ sie denn herzu schwimmen, die klei-nen verjagen» und, wenn sie anbeissen, durchschleunigem dieHöhe-Rückung des Garns ge-fangen werden. Wenn etwas in der Taupeloder dem Tanchpeern, kan man solches darausabnehmen, wenn die Stange, daran er hänget,sich beweget, alsdenn muß man ohne Zeit-Verlust, weil der Karpffe sich nicht langedarinnen verweilen wird, dieses Garn mitder Stanze, so man in Händen hat, eiligstin die Höhe heben, und an da« Land bringen.Etliche binden ein wenig gebratene und mitSpeck Gestrichene Leder, nebst einem Steinmitten in den Boden der Taupel, daß sie einenSack mache, so sollen die Fische desto lieberdrauf gehen.
Taue, werden die grossen starcken Stricke
"Wester-Hembdgcn/ davon seines Orts ge-handelt worden; in einem Tauf-MürMn,welches ein kleines Brocardnes, Atlas oderDamastenes Kinder-Mükzen, so mtt oldenenoder silbernen Liken oder Jäckgen besenet, undüber dieses auch mit feinen zarten Spitzenvornen frisiret. Es wird aber dieses nach c emUnterschied des Geschlechtes auf zweyerleyArt verfertiget; vor die Mägdlein ist es drey-theiligt, und die Spiken sind vorwärts frimtgelezet, vor die Knäblein hergegen ist es vier-öder sechs-theiligt, und mit hinterwärts ge-legten Spiken frisiret; hierzu gehöret endlichnoch ein Tauf-Tuch, so man an einigen Or-len über das aetaufte Kind decket, und sel«bigeS darunter wieder nach Hause trägt, da-her« solches ziemlich groß und lang; endlichrechnet man darzu eine saubere Tauf- oderSraats-Windel.
Tausch, ist der allerälteste Contract, da mannemlich Waare gegen Waare giebt, als aufwelche Art der Handel zu der Zeit getriebenwurde, ehe man das Geld enunden. Den»so lange die Menschen sich nur mit den Din-gen bemüzen lassen, welche sie zum Unter-halt ihres Lebens benöthiget gewesen, >°lanqe haben sie sich auch mit Vertauichungder Sachen und der Arbeit beholffen. Wieaber und warum Geld erfunden und einge-führet, davon ist der Art. Geld nachzusehen.Nun pfleget man zwar auch noch heutigesTageS offtmalen durch Tausch zu handeln;allein es werden die Sachen, damit einkam«getroffen werden soll, vorher» nach einem ge-wissen Werth des Geldes angeschlagen, umgegen einander verglichen. I» der Aanff-mannschafft heißt es troqviren, it. i»handeln.
Tauschlächrig, siehe Tliaujcylachttg.
Tausend-Älat, suche Schaaf-Gaevc.
Tauseiidblätterlger Iaßmin, siehe^aß'min. . .
Tauscndgülden-Araut, ist ein wildesKraut, davon man zweyerley Geschlechter oM'das grosse und das kleine. Dasg^iie^"'sendgülden.Rraut, welches auch Aurin i.n»B-der-Rraur genennet wird, wachlec g^r»an feuchten und sumpffigten Orr>m, um >wasserigten Wiesen, hat Blätter, f>>!lIsop, nur etwas breirer, eine weMAleisch-farbne Blütke, und einen Ichane"^"/tem Geschmack. Dieses Kraut führet dn. w«!-lerigr-e, zähe und galligteFeuchtigk ^ten a ^daher es ben viertägigen F-ebcm,^cha ^Gsjh- und Wassersucht, gleiche»