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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
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Taback

Taback

mir grosser M«he mitleillicher man den Taback ^ .

ä e^, weil cr desto eher reiff weiden kan;ß . aber iur '1'stautz- Zeit dürre- Werte.

so l-sset >«a» die Pflantzen lieber nochUser auf denen Pstantz - oder Mlst-Beete»^eden, daß sie etwas mehr erstarcken Wen»te.ersetzreu Pflantzen ins Wachsen kon,men>wcht inail eiwa» vier Wochen »ach derÄzer-xjwmm d>e untersten zwey Blätter, weil

Moos zudecket. Iel tige» Boden, w» weder die Sonne »och der? verpflantzer, ie bet- freye Wind dazu kan, gehänget, bis er rechtdürre worden; darauf nimmt man ihn wie-der ab, und schlaget ihn auf grosse Haussen,weicher denn also roh Centner - weise ver«fanssr, oder zu Rollen gesponnen wird. Nach-sein übrigens das Land ist, nachdem wächstinch ein guter oder schlechter Taback.

hat eine sehr umständliche Nachrichtoom Taback herausgegeben, wo mau seineil

nichts dienen / damit ihrer nur sechs Unterschied und viele andere Umstände aus-ich'e stehen bleiben, hinweg, und hauffeil gesuhret finden kan. Uiberhaupt erfordert>>> Krümel wir Erde an, wie man bey demkr zwar ein Land, welches set't, feucht, wohlNo> ff-Kohl oder Cappcs-Kraur zu zedunget und wohl durcharbeitet ist. Jas.-kwarfteii Reden, wie dasselbe dadurch sehr ausgesogen wird,also dienet es selten

tlum »sieget. Im feste» schwartzen Bodendcr,Hr hart wird, daß man ihn, wenn es invierjehm Tagen nicht regnet, nicht zerschlageü kau, muß man den Taback öffrers >o!chcr-efi».t häuffein und behacken/ welches hingegen in luckern Boden nicht nothig ist- Manbucht hernach die Nebe»-Schößlein ab, undflubert ihn wöchentlich zweymahl vom Korn-Wurm. ssach diesem fangen die Blätteran, ihre Grüne in Bräune zu verändern.Im My oder Iunio nimmt man die ersteM'Iattimg im abnehmenden Monde» vor,und bricht sodann von unten die stärckstendrey Blätter kur« an oem Haupt - Stengel«b, weiches maa Erd-Gut nennet, und we-gen bcr angezogenen Erd-Dämpffe nicht soMhlfchmcckend ist. Die übrige» grosse» Blät-ter lasset man sortwachsen, bricht aber, wen»dss Kraut oben schösset und blühen will,den Gipffel ab, samt allen Nebe» - Schossenlind kleinen Blättern, welche man den Geil«i» nennen pfleget, damit denen grossen Blätlern allein die gantze Nahrung zugehen mö-ge. Hernach blarter man im Julio und An-guß« immer nach und nach die grösten Blät-ter ab, daß mir Ausgang des Augxst- MonalS die gantze Abblaltnng verrichtet seyDie Stengel, als untüchtige, bleiben stehenund erfrieren den Winter über; oder sie wer-den umgerissen, und der Acker zu fernererÜWung Zubereitet- Zum Saamcn svnderrn»n die stärcksten Wanken aus, blattet sie«nch wie die andern, und bricht dieNeben-^chvff^ weg Oe» mittelsten oder >)aupt-kchoß «der muß man ihnen !»sse», welcherMeim blühet, schösset, und den besten undmfftlgsten Saamen bringet. Den abgebro-chenen Martern schneidet man die grosse Rip-se bis auf die Helffre au5, lehnet sie darnach°u,gerichtet a,i eine Wand, viele Reiben auf-Wilder, und lässet sie also stehen, so erhitzenm sich un^' sangen an zu schwisten. Inner-dalb sechs oder acht Tagen, iiachde-n das

dienet es jelren, oder doch »ach langerZiuhe, erst wieder zu Welken - und Korn-Bau. Und wenn mans auch zum Tabackbeständig fortbrauchen will, so muß man esdennoch ein Jahr ums andere, nachdem mandie Tabacks-Stengel untergepflüget hat, ru-hen lassen. Sonst aber giebt ein süsses Erd-reich, das nicht so viel saueres Erden - Salkhat, und das man salpetericht nennel, denbeste» Taback, daher der Japanische, undächsr diesem der Virginische der beste Tabück,So weit, wie oben stehet, gehet endlich dasGeschäffte der Land - Wirtschaft mit diesemKraut Allein hieraus entstehen nun zurverschiedenen Zubereitung verschiedene Ta-backs-Fabriqven und verschiedene Arten detTabacks. Ansanglich ist er entweder Rauch-oder Schnupf-Taback, weicher letzte Arti-kel nachzusehen. Der Rauch- Taback ist ent-weder Blätter-Roll-oder geschnittener, unddieser entweder Brief- oder Paqsets - Taback,welcher denn nach seinem Vaterlands, .oderauch wohl nach dem Nahmen eines berühm-ten Fabriqvanten, i> E. Japfenberger, odervon der Arr der Einpackung, z. E. Knastergenennet zu werden pfleget. Er ist fernerentweder gelber, brauner, oder schwartzer Ta-back. Zu dem leltten werden die beste« nichtausgetrockneten Blätter genommen, und m>.tPflaumen - Brühe oder Synip, und andernsolchen Dingen eingeschmieret, versetzet, ein-gepresset und gespoune». Der Brasiliani-sche schwartze ist der beste, und dieser Tabackist sonderlich gesund. Den Taback prüfetman i) an der Farbe, denn er muß nicht zudürre, nicht zu strünckigt, nicht ;u gelb, lie-ber braun, sein cxzi, nicht zu schwartz, undnicht verfault, angelaussen, schimmlicht unddergleichen seyn. -) Am Geruch, denn er mußnicht allein an sich, sonder» auch, wenn er ge-rauchet wird, nicht stinckcn, zi Am Gejchmack,denn cr muß nicht so sehr beissend auf die

ist, haben sie genug Zunge fallen, keine grosse strenge Bitterkeitz und man muß offters »usilklen^ii^'siiaiT'eii. k->>, niclit »'.lammen ii«-

muß offters zufühlen^nachlasse», den Gaumen nicht zusammen zis-

sckwi^»^ »icht zu viel henV 4) ^A» der Asche und dem Brenne»den M-n» werden und verder- denn er muß eine reine weisse Loder - Ajche

f- > auch lassen, und darein leicht resob'iret werden,

-i m s'e »n gut brenneli, und nicht sehr knastern, mdem

stt/ n t 5/.-N / der nicht leichtlich reis- er gerauchet wird. In denen Favriqven wirdicln .. cr nun auf mancherley Weise eiügeweicker,

angcreiyet, und s» lange g«,' einen luss- und mir allerhand Säfften benetzet, seba-

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