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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
2799-2800
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Stall Stamm ^

von sich giebet, die in den Zunder sallend, sol-chen anbrennen, und vermittelst des daran ge-daltene» Gchwcftl- Fadens Feuer erwecken.Man braucht au« den Stahl zu Scharstma-chulig schneidender Sachen, als Messer, Beilelind dergleichen, wenn solche stumpff worden,tind daran gestrichen werden.

Stavr, sich,, Gtaar.

Stall, ist ein Gebäude, worein Vieh gestel-lctwird, sowohl darinnen dasordenNicheFut-ter, als die benötiügte Ruhe zu gemessen. DieM'thwendigsten Stalle bey einer Land-Wi>l-schasft sind : Der Oserd - Srall, Sturcn-Gtall, Fohlen-Stall, Gclisen-Stall, Äuh-Stall, Gälre -Vjeh-Srall, Schaas-Stall,Schwein -Stall, Ziegen«Sta!l, Gänse-Stall, Hiinde-SralU Suche eines iedenbesondere Benennung.

Stall-Besein, siehe Vesem.

Stallen, heissel bey den Pferden so viel, alsden Urin von sich lassen. Es ist eine gefährlicheKranckheit an einem Pserde, wenn es nicht stal-len kan,und wird gemeiniglich verursacht,wennman ein Pferd im Reiten übereilet, und nichtAchtung giebt, ob ein Pferd stallen wolle oder

Stampffe Stand-Bauin 2zo->

neu Wildlingen oder wilden Stummen weitvorzuziehen i Denn sie geben dauerhaffre, ge-sunde und frische Bäume: Da vingegen ei vfftdenen Wald-Stäninieii gefährlich ist, Mas-sen nicht alle in einerley Erdreich wachsen wol-len: Denn etliche stehen in einem ieiiuichren,etliche in einem sandigen, und etliche iu feucy-ten Boden, und wenn dieselben alsdenn nichteben ein solches Erdreich oder ein besseres wie-der antreffe!,, fo bekommen ne den Brand undandereschadlicye Zufalle, also, daß offr wenigerecht gesum' bleiben. Die Stamme, so manpfropften will, sollen sein gerade, glatt undvom Mose rein, auch weder zu dicke noch zudünne, sondern wohl bewurkelt seyn, und inguten. Triebe stehen. Untüchtige, nnaesun-de und mangelhaffte Stämme soll man garnicht pswxffen. weil es doch in die Lange keinenBestand Har. Er wird alle Jahre, andersguten Zugang von Sässteii aus der Erden be-kommt, dicker und stärcker, und dieses istin derNatur so wohl gegründet, als es die Nothwen-digkeit erfordert; denn weil sich die Aeste, wel-che er zutragen hat, jährlich vermehren, under folglich, nebst diefen, auch mehrere Früchte

nicht, also, daß es nicht zum Stallen kommen zu tragen bekommt, so muß der Stamm auchkau, wenn es gleich gerne wolle. Es kommet! stärcker werden, daß er diese Last zu tragen ver-such wohl daher, wenn ein Pferd nach grosser mögend sey. Um wie viel ein Stamm des >ah-Hike zu bald erkaltet, oder an einen kalte» Ort, res stärcker geworden, lässet sich an manchengestellet wird. Wen» ein Pferd aus der Reise z gar deutlich wahrnehmen,wenn derselbe geradein etlichen Stunden nicht gestallet, soll man durchsaget wird, immassen er in gewisse Circkeldemselben,wenn man inSQvartier kommt, we- gleichsam abgetheilet, weiche iedvch etwas un-der zu fressen noch zu sauffen geben, bis es ge--gleich über einander stehen, und eben auchda-siallethar, und so es denn noch nicht stallen wol- her die Jahre genennet werden,te, so suhre man es in einen Schaaf-Stall, und! Stamm-Holy, siehe Gber-Holy.stelle es über warmen Schaa? Mist, daß ihniel Stamm-Hölyer an painoffeln, suchederDunst davon an das Gemäci-re gehe,so wird Adsay.

es bald stallen; oder man kochet auch nur Haber! Stampffe, also heissen in denen Lohe-in Wein,lässet den dritten Tkeilemficden, und!WaIck- Papier- und Oel-Mühlen diejenigenschüttet es dem Pferd warm ein. Ein paar Stöcke, welche durch ihr Erheben und Wieder-Muscateii-Nüsie gexülvert,»nd dem Pferd mit Niederfallen den Zeug oder Saamen in densnssen Weine eingegossen, thut gleiche Wir- Kumpffen oder Gruben - Stocks - Lochernkung. Oder man ninimt wohlgeriebenen Saf-stampffen. Bey denen ordentlichen Mahl-fran mir ein wenig Eisen-Rost, rührt es zusam- Mühlen pfleget man auch Hirsen- und Grau-wen in Eßiz, uiid gieiset es dem Pferd in den pen-Stampffen anzubringend die Bälge vonHals. GeriebenerMerrerrig, oder die?)^ilch denen Hirs-Körnern abzustossen, und alier-von zwey oder drey Häringe» in Wasser zerrie- ley Graupen zu machen. Ein anderes Werck-ben, un^ dem Pferd eingegossen, machet glei- zeug ist die Rraut-Srampffe, wovon ansci-chergestaltbalo stallen. Dieses thut auch das nein Orte ein mehrers.

Pulver von Schaft-Heu, wenn dessen vier oder- Stampff-NAMe, siehe Mühle,fünf Loth m einNossel Wein gethan, und dem! Grampff-Trog, ist ein stärcker von Ei-Pferd durch einen Striegel warm eingegvssen'chcu-Hvlk verfertigter Trog, worinnen Kraut,wird. Von dem Blut-Ställen, inqleichen. Rüben, Mooren, vors Viehe, mitderKraut-«uch von dem Laiiter-Stailen ist bereits anzSrampffe klein gestofsen und gestampffetbehorigem Orte Meldung geschehen. lwerven.

Srall-Rnechr, suche Unecht. ^ ^ Stanck, werden diejenigen Heringe geileü-

Stamm, Heisset eigentlich das Stucke an ei-'net, welche gar nichts nüne find,nein Baume,so zwischen der Wmtzel und denen! Stand, nennen die "chger Lenjenige» Ort.Testen befindlich; insonderheit aber verstehetiwo sich das Wild aufhält,man darunter die iung e in der Baum-Schule« Stand der Pserde in Ställen, siehe Pferde-ars Kernen erzeugieBaumlcin, welche gepfro-jGtall.

pfet zu werden tüchtig sind. Wilde Stäm-z Srand-Baum, Heisset eine starcke Stange,

me orer Wildlinge aber heissel man diejeni-gvelche in einem Pferde-Stall/der mit seine«

gen, so inHölkern »derWäldern von sich selbstwrtentlichen unterschiedenen Ständen ver>e-

wachsen. Diejenigen Stamme,- so aus denihen ist, zwischen die Pserde nach der Länge ge-

'lernen gezogen werde»,sind die bestsn, und de- legt,und mjr dem eine» Ende durch dieSxrißel

der