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Säe-Tuch Gage
Säge-Mühle
Abnehmen des Monden; was aber über sichw.achsen soll, als Kohl, Salat, Krau^, Körbel,Kresse und vergleichen in> zune»men!?cn Mon-den zu säen. Bey demSäen desBaum-Saa-wens ist zu mercken, daß der Saamen dcsLaub-Hol«es besser zu dicke als zu dune gesaet werde^ÄZas aber das Tangel-Holtz betritt, dasselbemuß entweder etwas dünne gesaet', oder derWieSerwachs hm und wieder abgehauen unddünne gemacht werden, denn sonst hindert ei-nes des andern Wachsthum. DamitdieSaatnicht zu Lichte falle, so wird aller leichter undkleiner Saame, als Fichten, Erlen, Bircken,Eschen, Rüstern, Ahorn :e. mit Erde oder Sandvermischet, so lasset er sich hernach besser aus-säen. Die Eiche», Castanien, Buch-Eckernund wild Kern-Obst aber können in gezogeneFurchen Reihenweise, wie dieStengel-Erbsensestecket und geleger werde».
Säe-Tuch, ist ei» Tisch-Tuch, oder anderes viereckigtes leinenes Tuch, welches derSäemann, wenn er säst, um den Leib hat,und ein Theil von dem auszustreuenden Saa-men darinne traget. Damit der Brand nichtin den Weisen oder anderes Getraide kom-me, soll man ein Säe-Tuch zusor waschen,und das Getraide aus demselben säen, her-nach wenn man gar gesaet hat, soll man esalso ungewasche» i» eine Lade oder Kastenlegen, uns das ganke Jahr über, bis manwieder säen will, ungemitzet liegen lassen,«lsdenu soll man es wieder waschen, vonneuem daraus säen, und solches, nach ver-richteter Saat, wiederum das gantze Jahrüber verwahren, auch also alleIahre damit con-tinuiren: Denn solcher Gestalt soll, nach dervon einige» Hauswirten gemachten Probe,gank gewiß kein Getraide brandig werden.
Säge, ist ein Werckzeug, dessen man sich zuZerschneidnng des Holkes bedienet. Es beste-he! aus einem laugen und schmalen Eisen-Blech, an dessen einer Kaute Zähne eingefei-let. Solch Blech wird das Säge-ZAlat ge-nennet, und zuweilen allein mit zwey Hand-Griffen an beyden Enden versehe», zuweilenaber sonderlich die kleinern Gattungen, miteinem Gestell gestrecket, damit es sich nicht bie-gen könne. Dieses Werckzeug hat nach seinemvielfältigen Gebrauch, auch vielcrley Gestaltund Zunahmen. DieHoltz-Gchläger brauchendie Vogc-Säge, welche groß,aber nicht geradsondern etwas gerundet ist: Die Bohlen-oder'Pfosten-Schneider die Bvet-Säge, so an demeinen Ende einen langen Stiel har, vor den, deroben auf oem Säge -Block stehet. Die inHo!»arbeitende Handwercker haben ausser denen an-dern insonderheit die Rlob-Äoch. Grt-undStoß- Sägen. Die Sreinmeken hergegenbedienen sich einer besondere» Art der Sägen,den Marmor und andere Steine damit zu sä-gen, welche keine Zähne hat, und eine Stein-Säge genennet wird. Die Garten-Säge,daran die Klinge oder das Blat fein starck undvon guter Materie sey» muß, damit sich solchenicht beuge, auch die Zähne nicht genau beyeinander haben, damit man im Sägen, wen»
das Hol!? grün ist, nicht gehindert werseDie Hand-Säge mit ihrem Gestelle, de- -ren sich ein Haus- Vater nebst der vorherge-henden in seiner Wirtschaft gar nützlich be-dienen kan.
Säge-^Loek, siehe Holy-Dock.
Säge- Miihle, Ävet-NIiihle/ Schneide-Mühle, ist eine Art von Wasser oder Windgetriebenen Mühlwercks, daran eine grosseSä-ge dergestalt eingerichtet, daß sie durch Bewe-gung des Mühl-Rades auf und niedergehet,^uud vor derselben derBlock immer fortrücket,bis er zum Ende durchgeschnitten oder getren-net worden. Insgemein und vornemlich, mußdas Wasser-Rad nach Höhe seines Gefälles.wie auch Breite und Menge des Wassers,entweder mir weiten oeer engen Schanffelnvon dünne» leichten Tannen - Bretern ge-machet seyn, damit es nicht so schwer, son-dern sein flüchtig und schnell umlauffe, undd.e Welle mit dem daran gemachten innernStirn-Rade und Kämmen zugleich umtrei-be, weiche Kämme die Kummet-Welle unddas Schwung-Rad treiben, und soden» amEnde derselben den Krumm-Zapften umdre-den, daß solcher, wie an einem Schleiff-Steiii/ den Lencker, welcher unter dem Gat-ter angemachet, das Gatter und die Bret-Säge zugleich auf-und niederschiebe, und denBret-Kloft durchschneive: Weil nun die Sägein ihrer Bewegung auf und nieder beständig aneinem Ort bleibet, so muß der Bret-Klost alleSchnitte gegen die Sage rücke»,und wird hier-zu dasSchiebe-Zeug durch dasGatter beweget,daß die Schiebe-Stange den Zahn-Ring ein-greiffe und fortrücke, weicher das Getriebe undStirn-Rädaen unter sich umtreibet. Die Wel-le an dem Stirn-Rädgen hat darneben ein Ge-triebe, welches über sich den Kamm-Baum andem Wagen anzreiffet, und solchen allgemachfortsch.ebet; wenn nun der auf solchem WagenfestgeklammerteBret-Klok einmal durchschnit-ten, wird der Wagen zurück geschoben, so ent-weder von dem Müller, oder vermittelst einesabsonderiichen Getriebes nach eines jeden In-vention geschiehet, und der Klok losgemachet,nach Stärcke der Breter oder Pfosten vorn und'hinten gestellet, und zum neue» Schnitte ange-säet. In Holland hat man erfunden, viel Sä-,gen neben einander zu stellen, durch welche einganzer Block in so viel Breter oder Pfosten, als'seine Dicke austragen kan, auf einmal getren-net wird, da sonst erstgedachter massen, wo nureine Säge ist, wenn der Schnitt zu Ende, mattden Block oder Klotz zurücke lauffen lassen muß,so offt, bis er gaitt; zerschnitten; dergleichenWind-Mühlen in Berlin zu sehen. Wenn dieBreter ooer Pfosten geschnitten, soll sie derMüller wieder zusammen legen,.wie der Klotzgewesen, damit man sehen könne,daß keinStu-cke davon weggekommen. Es sollen auch anden Sägen alleIähne vollkommen, und dereniiiicht zu wenig; sowohl die Boden in den Eäge-' Mühlen wohl verwahret seyn, daß keine Säge-Späne ins Wasser fallen, und die Fisch-Wasserdadurch abgevret und verwüstet werden. Die
Slijie-